Fraser Institute

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Das Fraser Institute ist eine libertär-konservative Denkfabrik (Think Tank) mit Hauptsitz in Vancouver, Kanada.

Das Institut wurde 1974 von Michael Walker gegründet und beschäftigt sich mit Fragen der Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt. Es propagiert eine stabilitätsorientierte Finanzpolitik und wirtschaftlichen Wettbewerb ohne Beschränkungen. Gefordert werden eine stärkere Integration in die US-amerikanische Wirtschaft und Privatisierungen, aber auch die Lockerung des Waffenrechts und die Legalisierung von Marihuana. Kritisiert werden zu hohe Staatsausgaben, Budgetdefizite, hohe Steuern und staatliche Maßnahmen gegen die globale Erwärmung. Unter anderem veröffentlicht das Institut seit 1996 jährlich den Economic Freedom of the World Report.

Die Denkfabrik fördert über Tochtergesellschaften aktiv die Leugnung der menschengemachten Erwärmung. Finanziert wird sie unter anderem durch Gelder von ExxonMobil[1], Koch Industries und Richard Mellon Scaife.[2]

Die Unterstützung der Tabakindustrie und die Diffamierung von wissenschaftlichen Studien über die Risiken des Rauchens brachten dem Fraser Institute scharfe Kritik ein ebenso wie seine Kampagnen gegen gesetzliche Mindestlöhne.[3]

Das Fraser Institute ist als gemeinnützige Organisation eingetragen und wird durch Spenden und Mitgliedsbeiträge finanziert. Zu den Geldgebern zählen unter anderem ExxonMobil, Imperial Oil, Procter & Gamble sowie die Thomson Corporation. Niederlassungen des Instituts befinden sich in Calgary und Toronto.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. James Lawrence Powell: The Inquisition of Climate Science. New York 2012, S. 110f.
  2. Riley E. Dunlap, Aaron M. McCright: Organized Climate Change Denial, in: John S. Dryzek, Richard B. Norgaard, David Schlosberg (Hrsg). The Oxford Handbook of Climate Change and Society. Oxford University Press 2011, S. 144-160, insb. 155.
  3. CBC News Online: The Fraser Institute at 30, 12. Oktober 2004