Frauenfeld

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Dieser Artikel befasst sich mit der Stadt Frauenfeld im Schweizer Kanton Thurgau. Für weitere Bedeutungen siehe Frauenfeld (Begriffsklärung).
Frauenfeld
Wappen von Frauenfeld
Staat: Schweiz
Kanton: Thurgau (TG)
Bezirk: Frauenfeldw
BFS-Nr.: 4566i1f3f4
Postleitzahl: 8500
UN/LOCODE: CH FRN
Koordinaten: 709835 / 268281Koordinaten: 47° 33′ 22″ N, 8° 53′ 53″ O; CH1903: 709835 / 268281
Höhe: 417 m ü. M.
Fläche: 27.4 km²
Einwohner: i24'864 (31. Dezember 2015)[1]
Einwohnerdichte: 907 Einw. pro km²
Ausländeranteil:
(Einwohner ohne Bürgerrecht)
22,2 % (31. Dezember 2011)[2]
Stadtpräsident: Anders Stokholm (FDP)
Website: www.frauenfeld.ch
Blick auf Frauenfeld (2011)Im Hintergrund der Bodensee

Blick auf Frauenfeld (2011)
Im Hintergrund der Bodensee

Karte
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Die Stadt Frauenfeld (im einheimischen Dialekt [(ts) ˈfʀaʊəfɛld̥],[3] älter [(ts) ˈfrɔʊəfɛld̥][4]) ist eine politische Gemeinde und der Hauptort des Schweizer Kantons Thurgau sowie des Bezirks Frauenfeld. Aufgrund seiner geographischen Lage und der wirtschaftlichen und politischen Verortung gehört Frauenfeld sowohl zur Metropolregion Zürich als auch zur Ostschweiz. Zusammen mit den angrenzenden Gemeinden Felben-Wellhausen und Gachnang bildet sie die Agglomeration Frauenfeld mit rund 31'000 Einwohnern.

Auf «unserer lieben Frauen Feld», also einer der Muttergottes geweihten Flur, einer Hochfläche, die nach Westen steil in die Thurebene, im Süden in einem felsigen Absturz zur Murg abfällt, wurde der Kern der Stadt Frauenfeld ab zirka 1230 auf einem Rechteck von 250 x 110 Meter erbaut.

Die heutige Stadt Frauenfeld besteht aus den acht Quartieren Vorstadt (Altstadt und obere Vorstadt), Ergaten-Talbach, Kurzdorf, Langdorf, Herten-Bannhalde, Huben, Gerlikon und Erzenholz-Horgenbach-Osterhalden.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vor- und Frühgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die ältesten Siedlungszeugnisse auf dem heutigen Stadtgebiet stellen Gräber aus der Latènezeit dar, die östlich von Langdorf gefunden worden sind.

Durch die nördlich der Stadt gelegene Grosse Allmend verlief die Römerstrasse von Oberwinterthur nach Pfyn. Gutshöfe standen zu Talbach und zu Oberkirch, wo für das Frühmittelalter ein Friedhof nachgewiesen ist und spätestens im 9. Jahrhundert eine Kirche errichtet wurde.

Name und Stadtgründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zum ersten Mal wird in einer Urkunde vom 24. August 1246 im Namen eines Ritters («B. von Vrowinvelt») auf Frauenfeld Bezug genommen. Die Siedlung entstand wohl im zweiten Drittel des 13. Jahrhunderts in unmittelbarer Nachbarschaft zum spätestens um 1230 erbauten Turm des Frauenfelder Schlosses, auf dem sich von Eschikofen bis Gachnang erstreckenden Grund des Klosters Reichenau. Der erste Bestandteil des Namens Frauenfeld dürfte sich auf die Jungfrau Maria, Schutzpatronin der Reichenauer Klosterkirche in Mittelzell, beziehen.[3][5] 1294 erlaubt Herzog Albrecht von Österreich den Bürgern von «Vrowenfeld», ihre Töchter gleich erbberechtigt zu erklären wie ihre Söhne.[6]

Erst 1286 ist Frauenfeld als Stadt bezeugt, die damals sicherlich unter habsburgischer Landesherrschaft stand, wogegen für die Zeit vorher die genauen Verhältnisse nicht geklärt sind.

Spätmittelalter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schloss Frauenfeld mit dem Postgebäude (links) und dem Rathaus (rechts)

Die Burg, ehemals im Besitz der Ritter von Frauenfeld-Wiesendangen, ging im späten 14. Jahrhundert an die Landenberger über. Durch die dauernde Verpfändung der Grafschaft Kyburg, von der aus das Amt Frauenfeld vorher verwaltet worden war, gewann die Stadt als landesherrlicher Sitz nun an Bedeutung.

Zwischen 1415 und 1442 stand Frauenfeld unter der Schirmherrschaft eines Reichslandvogts, danach gehörte es bis zur endgültigen Eroberung des Thurgaus durch die Eidgenossen im Jahr 1460 zu Österreich.

In der Folgezeit bis 1515 fanden in Frauenfeld mehrmals Tagsatzungen statt, und seit 1499 war die Stadt Landgerichtsort; 1499 wird Frauenfeld ständiger Sitz des Thurgauer Landvogts, der ab 1504 im sog. Spiegelhof residierte.[6]

Frühe Neuzeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt Frauenfeld in der Chronik von Johannes Stumpf (1548)

1579 wurde Dorothea Merck aus Frauenfeld ein Opfer der Hexenverfolgung in Waldshut.

Obwohl Frauenfeld bis 1531 überwiegend zum reformierten Bekenntnis übergetreten war, konnten die Katholiken ihren Anspruch auf Vertretung in den städtischen Behörden zunächst aufrechterhalten; erst in der Zeit zwischen 1712 und 1720 wurden sie aus allen städtischen Ämtern verdrängt. Bis zum Bau der neuen evangelischen Stadtkirche 1645 teilten sich beide Konfessionen die beiden alten Kirchen in Frauenfeld und Oberkirch. 1595 wurde vor der Stadt ein Kapuzinerkloster errichtet.

Seit 1712 wurden in Frauenfeld mehrmals Tagsatzungen abgehalten (in regelmässigem Wechsel mit Baden), von 1742 bis 1797 tagten die Eidgenossen schliesslich ständig hier.

In den Jahren 1771 und 1788 wurde die Stadt von verheerenden Feuerbrünsten heimgesucht, bei denen die meisten alten Häuser zerstört wurden. Das heutige Stadtbild wurde daher in hohem Masse am Ende des 18. Jahrhunderts geprägt, besonders durch die spätbarocken und klassizistischen Repräsentationsbauten, die teilweise auf die Tagsatzungsdelegationen der verschiedenen Kantone zurückzuführen sind (Luzerner Haus, Berner Haus).

Die aufkommende Industrialisierung im 18. Jahrhundert wurde durch die besonders von den im ausgehenden 17. Jahrhundert gegründeten Zünften beförderte starke Abschliessung des städtischen Gewerbes deutlich behindert; sie beschränkte sich auf die Vorstädte, in denen einige Seidenverarbeitungsbetriebe entstanden.

1798 bis heute[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Katholische Stadtkirche St. Nikolaus

Mit der Einrichtung der Helvetik wurde Frauenfeld Hauptort des nun aus der gemeinen Herrschaft der acht alten Orte entlassenen Thurgaus. Diese Stellung hat die Stadt bis heute behalten, jedoch tagt das Kantonsparlament seit 1832 halbjährlich abwechselnd in Frauenfeld und in Weinfelden.

Am 25. Mai 1799 wurde Frauenfeld in einem Gefecht zu einem der Austragungsorte des Zweiten Koalitionskrieges (1799–1802), als österreichische und französische Truppen dort aufeinandertrafen.

In der Folge der politischen Umwälzungen um 1800 öffnete sich die Stadt zusehends. 1807 wurde das seit vor 1606 bestehende Einbürgerungsverbot beseitigt, verschiedene politische Vereinigungen wurden gegründet, die Thurgauer Zeitung (bis 1809 Wochenblatt für den Kanton Thurgau) erschien. Zwischen 1804 und 1846 fielen die Befestigungsanlagen, und in den Jahren 1813 bis 1816 liess Bernhard Greuter, der ab 1805 in Frauenfeld eine Filiale seiner Islikoner Textilfärberei betrieb, den Stadtgraben auffüllen und eine Promenade anlegen.

1855 wurde Frauenfeld mit der Eröffnung der Strecke ZürichRomanshorn ans Eisenbahnnetz angeschlossen; 1887 nahm die Frauenfeld-Wil-Bahn den Betrieb auf.

Neben dem Turm des Schlosses als Zeuge des Mittelalters erhielt Frauenfeld 1906 zwei weitere Türme, welche der Stadt ihr unverwechselbares Gesicht gaben: der Turm der neubarocken, mit Jugendstilelementen ausgestatteten katholischen Stadtkirche St. Nikolaus mit dem 45 m hohen Kirchturm sowie der achteckige Turm des nach Süden erweiterten Rathauses. In den 30er Jahren folgte der quadratische Turm der evangelischen Stadtkirche.

Seit 1812 bestand die Municipalgemeinde Frauenfeld mit ihren Ortsgemeinden Frauenfeld, Langdorf, Kurzdorf, Huben, Herten und Horgenbach; 1849 wurden die Aumühle und vorübergehend der Weiler Schönenhof zur Stadt geschlagen. 1919 gingen alle diese Ortschaften in der neuen Einheitsgemeinde Frauenfeld auf, in welche 1998 noch die Ortsgemeinde Gerlikon sowie die Weiler Schönenhof und Zelgli, die bis dahin zur Ortsgemeinde Oberwil gehörten, aufgenommen wurden.

Die Bürgergemeinde Frauenfeld verlor gemäss der neuen Kantonsverfassung am 1. Januar 1870 ihre Stellung als Trägerin der öffentlichen Interessen. Sie verwaltet noch das ausgeschiedene Eigentum der Bürger. Die hauptsächlichen öffentlichen Aufgaben werden von der Ortsgemeinde wahrgenommen.[7]

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nationalitäten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ende 2014 hatte die Stadt 24'409 und Einwohner.[8]

Nationalität[9] 1970 1980 1990 2000 2010
SchweizSchweiz Schweiz 78,32 % 82,25 % 78,30 % 77,53 % 77,71 %
ItalienItalien Italien 14,56 % 9,85 % 8,70 % 6,76 % 5,13 %
PortugalPortugal Portugal n.n. n.n. 5,26 % 4,90 % 4,54 %
DeutschlandDeutschland Deutschland 2,20 % 1,40 % 1,19 % 1,37 % 3,20 %
MazedonienMazedonien Mazedonien n.n. n.n. n.n. 1,91 % 1,86 %
TurkeiTürkei Türkei 0,34 % 0,85 % 1,35 % 1,18 % 0,83 %
SpanienSpanien Spanien 1,60 % 1,31 % 1,19 % 0,82 % 0,54 %
OsterreichÖsterreich Österreich 1,19 % 0,69 % 0,53 % 0,55 % 0,44 %
KroatienKroatien Kroatien n.n. n.n. n.n. 0,57 % 0,38 %
Bosnien und HerzegowinaBosnien und Herzegowina Bosnien und Herzegowina n.n. n.n. n.n. 0,45 % 0,22 %

Konfessionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 31. Dezember 2011 gehörten 38,8 Prozent der Bevölkerung der Evangelischen Landeskirche des Kantons Thurgau und 35,6 Prozent der römisch-katholischen Kirche an.[10]

In der lokalen Sektion der Evangelischen Allianz verbunden sind die evangelisch-reformierte Kirchgemeinde, die evangelisch-methodistische Kirchgemeinde, die Chrischona-Gemeinde, die Gemeinde von Christen, die Morija-Gemeinde und die Pfingstgemeinde.[11]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frauenfeld ist Standort zahlreicher bedeutender Unternehmen. Von weltweiter Bedeutung sind die Firmen SIGG, Sia Abrasives, Baumer und der Europasitz des amerikanischen Chemieunternehmens Chemtura. Für die Landwirtschaft von Bedeutung ist die Zuckerfabrik in Oberwiesen im Westen Frauenfelds. Ausserdem ist Frauenfeld Standort eines Paketverteilzentrums der Schweizerischen Post. Ein grosser Wirtschaftsfaktor ist auch der Waffenplatz (Ausbildungsgelände des Militärs) auf der Allmend im Norden der Stadt.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Legislative[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stadtparlament von Frauenfeld ist der 40-köpfige Gemeinderat. Die Sitzverteilung nach den Wahlen vom 26. April 2016 lautet wiefolgt:[12]

2
4
7
1
3
4
7
1
1
10
10 
Von 40 Sitzen entfallen auf:
  • SVP: 10 Sitze
  • FDP: 7 Sitze
  • Chrampfe & Hirne: 7 Sitze
  • SP: 4 Sitze
  • CVP: 4 Sitze
  • EVP: 3 Sitze
  • GPS: 2 Sitze
  • Menschen für Frauenfeld: 1 Sitz
  • glp: 1 Sitz
  • EDU: 1 Sitz

Nationale Wahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei den Nationalratswahlen 2015 betrugen die Wähleranteile in Rüti: SVP 30.1 %, SP 19.4 %, FDP 16.2 %, CVP 11.3 %, glp 7.8 %, Grüne 6.2 %, EVP 3.3 %, BDP 2.9 %, EDU 2.6 %.Nationalratswahlen 2015: Stärke der Parteien und Wahlbeteiligung nach Gemeinden. In: Ergebnisse Nationalratswahlen 2015. Bundesamt für Statistik, 2016, abgerufen am 10. September 2016.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einfahrt in den unterirdischen Kreisverkehr (mit Parkhauszufahrt) beim Bahnhof Frauenfeld
Bahnhofplatz

Frauenfeld liegt an den Autobahnen A7 (Frauenfeld West und Frauenfeld Ost) und A1 (Matzingen/Frauenfeld Süd), die Stadt ist Knotenpunkt der Hauptstrassen 1 und 14. Direkte Bahnverbindungen bestehen vom Bahnhof Frauenfeld in Richtung Winterthur/Zürich/Bern, Romanshorn, Konstanz und Wil SG.

Frauenfeld besitzt seit 1999 den angeblich ersten unterirdischen Kreisverkehr Europas.[13] Dank dieses Kreisels ist der Bahnhofplatz weitgehend für den Publikumsverkehr gesperrt. In einer Volksabstimmung am 11. März 2007 wurde über die F21 (Verkehrsentlastung und Aufwertung des Stadtzentrums) abgestimmt. Diese zweite Untertunnelung der Innenstadt wurde jedoch knapp verworfen.

Die Stadt Frauenfeld verfügt über einen Stadtbus mit 5 Linien.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Altstadt von Frauenfeld

Die verkehrsberuhigte Altstadt mit Gesandtschaftshäusern aus dem 18. Jahrhundert befindet sich oberhalb des Bahnhofs. Hier über der Murg stehen das Schloss Frauenfeld und das Rathaus nebeneinander. In der Innenstadt finden sich weitere markante geschichtsträchtige Gebäude wie die Baliere am Kreuzplatz und das Bernerhaus am Bankplatz.

In der südlichen Häuserzeile der Altstadt befindet sich die reformierte Stadtkirche, im Stil der Neuen Sachlichkeit, mit einer Metzler-Orgel von 1985 sowie einem 1930 von Augusto Giacometti gestalteten Chorfenster. Im Kirchenraum der 1906 errichteten katholischen Kirche St. Nikolaus finden sich Altar-Wandbilder von Karl Manninger sowie ebenfalls eine Metzler-Orgel. Im Kurzdorf (nördlich der Murg) steht die schlichte St. Johann-Kirche mit Fresken aus dem 14. Jahrhundert. Die älteste Kirche Frauenfelds ist die St. Laurentius-Kirche in Oberkirch, erstmals erwähnt 889.[14][15]

Auf der Anhöhe über dem Langdorf befindet sich der Plättli Zoo, der rund fünfzig Tierarten aus aller Welt sowie einen Streichelzoo beherbergt.[16]

Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt besitzt drei kantonale Museen: das Historische Museum, das Naturmuseum, das 2012 für den Europäischen Museumspreis nominiert wurde, das Museum für Archäologie, ausserdem die Kantonsbibliothek. Weitere Kulturinstitutionen sind die Kulturbeiz KAFF, die Theaterwerkstatt Gleis 5, die Stadtgalerie Baliere, die Sternwarte Oberherten, das Stadtcasino, die Festhalle Rüegerholz.

Die einstige Schraubenfabrik ist heute als Eisenwerk ein Kultur-, Wohn und Arbeitszentrum und wurde mit dem Schweizer Heimatschutzpreis sowie einem UNESCO-Preis ausgezeichnet. In nächster Nähe zu Frauenfeld liegt die Kartause Ittingen mit dem Kunstmuseum Thurgau und dem Klostermuseum sowie einem Tagungszentrum.[17]

Aufführung am Openair Frauenfeld

Der national am meisten beachtete kulturelle Grossanlass in Frauenfeld ist das Openair Frauenfeld auf der Grossen Allmend, das seit 1985 stattfindet und inzwischen der grösste Hip-Hop-Openair Europas ist. Jährlich findet in Frauenfeld ein Blues Festival und zweijährlich das internationale Jazztreffen Generations statt.[18] Im Zweijahresrhythmus findet in Frauenfeld der Jugendkulturpreis statt.

Sport und Freizeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Sportplatz Kleine Allmend umfasst eine komplette Leichtathletikanlage, fünf grosse Rasenspielfelder, einen Kunstrasenplatz sowie eine Finnenbahn. Gleich daneben befinden sich eine Kunsteisbahn sowie ein moderner Skatepark. Auf der Allmend liegt auch die Pferderennbahn Frauenfeld. Ausserdem gibt es eine ganzjährig geöffnete Badeanlage mit Hallenbad, Freibad, Sprudelbad und 50m-Sportbecken.[19] Der ortsansässige Fußballverein, der FC Frauenfeld, spielt in der Saison 2016/17 in der 2. Liga Interregional. Der Eishockeyverein, der EHC Frauenfeld, ist in der 1. Liga Ost beheimatet. Die Damen des Unihockeyvereins UH Red Lions Frauenfeld spielen in der höchsten Spielklasse, der Nationalliga A.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Frauenfeld befinden sich neun Primarschulen, namentlich Ergaten, Erzenholz, Herten, Huben, Kurzdorf, Langdorf, Oberwiesen, Schollenholz und Spanner, sowie die Sekundarschulen Auen und Reutenen.

An der Ringstrasse befindet sich die Kantonsschule Frauenfeld, die älteste und grösste der vier thurgauischen Mittelschulen. Ebenfalls in den Räumen der Kantonsschule befindet sich die Thurgauisch-Schaffhauserische Maturitätsschule TSME. Im Kurzdorfquartier direkt an der Murg steht das Bildungszentrum für Technik, eine kantonale Berufsschule, zu der auch die technische Berufsmaturitätsschule des Kantons Thurgau gehört.

In Frauenfeld haben ausserdem das Haus des Lernens, die Klubschule Migros sowie die Schule für Wirtschaft und Sprachen (SWS) ihre Standorte.[20]

Partnerstädte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • OsterreichÖsterreich Kufstein: Seit dem Zweiten Weltkrieg unterhält Frauenfeld partnerschaftliche Beziehungen zu Kufstein in Österreich. Die Städtepartnerschaft wird in Form von Kultur-, Geschenks- und Informationsaustausch sowie gemeinsamen Veranstaltungen gefördert.

Bilder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bekannte Söhne und Töchter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Folgende Persönlichkeiten sind in Frauenfeld geboren. Die Auflistung erfolgt chronologisch nach Geburtsjahr:

«Stadtoriginale»[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Maria Ammann (Schleife-Marie) (1913–1989), Wirtin
  • Hans Sollberger (Solli) (1919–1991), Coiffeur und Ehrenbarbier der Stadt Frauenfeld

Weitere Persönlichkeiten in Verbindung mit Frauenfeld[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Franz Anton Mesmer (1734–1815), Arzt und Heiler, Begründer des «thierischen Magnetismus». Bereits 1794 hatte er das Thurgauische Landrecht erworben. Er lebte 1809, 1811 und 1814 (Steuerlisten) in der Zürcherstrasse 153.[22]
  • Peter Bein (1736–1818), Baumeister
  • Johann Konrad Kern (1808–1888), Jurist und Nationalrat. Ehrenbürger von Frauenfeld (1852)
  • Hans Baumgartner (1911–1996), Fotograf und Lehrer. An der Frauenfelder Vorschule für Pflegeberufe 1969 bis 1977, lebte ab 1993 bis zu seinem Tod in Frauenfeld.
  • Kurt Felix (1941–2012), Fernsehmoderator und -journalist. 1960 bis 1965 Lehrer an der Primar- und Berufsfachschule in Frauenfeld
  • Pepe Lienhard (* 1946), Musiker (Orchesterchef und Bandleader), geboren in Lenzburg, wohnhaft in Frauenfeld
  • Manuel Liniger (Manillio) (* 1987), Schweizer Rapper, geboren in Frauenfeld, aufgewachsen in Solothurn

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Frauenfeld – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ständige und nichtständige Wohnbevölkerung nach institutionellen Gliederungen, Geschlecht, Staatsangehörigkeit und Alter (Ständige Wohnbevölkerung)
  2. Zahlen & Fakten. Stadt Frauenfeld. Abgerufen am 3. Dezember 2012.
  3. a b Lexikon der schweizerischen Gemeindenamen. Hrsg. vom Centre de dialectologie an der Universität von Neuchâtel unter der Leitung von Andres Kristol. Verlag Huber, Frauenfeld/Stuttgart/Wien 2005, ISBN 3-7193-1308-5 und Éditions Payot, Lausanne 2005, ISBN 2-601-03336-3, S. 366.
  4. Sprachatlas der deutschen Schweiz, Band V, Karte 1.
  5. Department f. Erziehung u. Kultur d. Kantons Thurgau: Thurgauer Namenbuch, Band 1.1 (ISBN 3-7193-1309-3), S. 492ff
  6. a b Geschichte der Bürgergemeinde Frauenfeld, Herausgeber Bürgergemeinde Frauenfeld, S. 3
  7. Mitteilung von Titus Moser, Präsident der Bürgergemeinde Frauenfeld
  8. http://www.frauenfeld.ch/documents/Geschaeftsbericht_2014.pdf Geschäftsbericht 2014, Seite 42
  9. http://www.frauenfeld.ch/documents/130114_FFinZahlen.pdf Seite 10. (abgerufen am: 6. August 2013).
  10. http://www.frauenfeld.ch/xml_1/internet/de/application/d1/f838.cfm (abgerufen am 29. Februar 2012).
  11. http://www.each.ch/ea-frauenfeld.html (abgerufen am 29. Februar 2012).
  12. http://cms3-frauenfeld.backslash.ch/documents/Listenergebnisse1430054836493.pdf
  13. Frauenfeld – Erster unterirdischer Kreisverkehr in dieser Art weltweit.
  14. "Erlebniswelt Regio Frauenfeld": http://www.regiofrauenfeld.ch/xml_1/internet/de/application/d83/f147.cfm, Stand: 14. Juni 2012
  15. Jürg Ganz: Die Kirchen von Frauenfeld TG. (Schweizerische Kunstführer, Nr. 246). Hrsg. Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte. Bern 1979, ISBN 978-3-85782-246-9.
  16. Regio Frauenfeld, Freizeit: http://www.regiofrauenfeld.ch/xml_1/internet/de/application/d83/d114/f184.cfm, Stand: 14. Juni 2012
  17. Offizielle Webseite der Kartause Ittingen: http://www.kunstmuseum.ch, Stand: 14. Juni 2012
  18. Offizielle Webseite der Stadt Frauenfeld: http://www.frauenfeld.ch/xml_1/internet/de/application/d820/d1942/f1944.cfm; Stand: 14. Juni 2012
  19. Offizielle Webseite der Stadt Frauenfeld: http://www.frauenfeld.ch/xml_1/internet/de/application/d10/d194/f1690.cfm, Stand: 14. Juni 2012
  20. Offizielle Webseite der Stadt Frauenfeld: http://www.frauenfeld.ch/xml_1/internet/de/application/d820/d1943/f1956.cfm, Stand: 14. Juni 2012
  21. Schrift von Gertrud Huber-Brast (PDF; 1,1 MB)
  22. Karl Bittel: Der berühmte Hr. Doct. Mesmer. 1734–1815. Auf seinen Spuren am Bodensee im Thurgau und in der Markgrafschaft Baden mit einigen neuen Beiträgen zur Mesmer-Forschung. Aug. Feyel, Buchdruckerei und Verlagsbuchhandlung, Überlingen 1939. S. 17–18.