Frauenfußball-Bundesliga/Statistik und Wissenswertes

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Die Liste der Statistiken und Wissenswertes der Frauen-Bundesliga gibt einen Überblick zu allerlei wissenswerten Fakten rund um die seit 1990 existierende Frauen-Bundesliga im Fußball.

Spielerinnen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Positivrekorde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Meiste Spiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit Abstand an der Spitze: Kerstin Garefrekes
Die erfahrenste aktuelle Bundesligapsielerin: Anne van Bonn

Die meisten Spiele der eingleisigen Bundesliga hat Kerstin Garefrekes gespielt.[1] Die DFB-Daten sind leider auch nicht ganz vollständig in den frühen Jahren, lassen sich aber mit anderen Datenbanken auffüllen. Trotzdem wird hier keine genaue Platzierung angegeben.

Da pro Saison nur 22 Einsätze möglich sind, entspricht die Marke von 250 Spielen bei einer Stammspielerin ohne Verletzungen einer Zeitspanne von mindestens 13 Jahren.

Spielerinnen mit über 250 Einsätzen in der eingleisigen Bundesliga (seit 1997/98)[2][3]
Spielerin Spiele Zeitraum Vereine (in Reihenfolge)
Kerstin Garefrekes 355 1998–2016 FFC Heike Rheine, 1. FFC Frankfurt
Saskia Bartusiak 320 1998–2017 FSV Frankfurt, 1. FFC Frankfurt
Martina Müller 311 1999–2015 FSV Frankfurt, SC 07 Bad Neuenahr, VfL Wolfsburg
Anne van Bonn 309 2001– FCR 2001 Duisburg, 1. FC Lok Leipzig, FSV Gütersloh 2009, SC Sand
Conny Pohlers 300 1997–2014 1. FFC Turbine Potsdam, 1. FFC Frankfurt, VfL Wolfsburg
Melanie Behringer 293 2003–2018 SC Freiburg, FC Bayern München, 1. FFC Frankfurt, FC Bayern München
Marina Himmighofen 285 2002–2019 SC 07 Bad Neuenahr, SGS Essen, FCR 2001 Duisburg, MSV Duisburg
Sandra Smisek 281 1997–2013 FSV Frankfurt, MSV Duisburg, 1. FFC Frankfurt
Jennifer Zietz 279 1999–2015 1. FFC Turbine Potsdam
Peggy Nietgen 269 2002– Turbine Potsdam, FCR 2001 Duisburg, SC 13 Bad Neuenahr, 1. FFC Frankfurt, 1. FC Köln
Birgit Prinz 269 1997–2011 FSV Frankfurt, 1. FFC Frankfurt
Simone Laudehr 268 2003– Bayern München, FCR Duisburg, 1. FFC Frankfurt, Bayern München
Viola Odebrecht 263 1999–2014 1. FFC Turbine Potsdam, MSV Duisburg, SC 07 Bad Neuenahr, VfL Wolfsburg
Babett Peter 259 2003– 1. FFC Turbine Potsdam, 1. FFC Frankfurt, VfL Wolfsburg
Navina Omilade 258 1998–2013 1. FC Köln, 1. FFC Turbine Potsdam, VfL Wolfsburg
Stefanie Weichelt 251 2000–2018 Turbine Potsdam, FFC Frankfurt, SGS Essen-Schönebeck, FCR Duisburg, MSV Duisburg
(Stand: nach der Saison 2018/19)

Meiste Tore[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die meisten Tore der eingleisigen Liga schoss Inka Grings. Insgesamt 16 Spielerinnen trafen über 100 mal, darunter zwei Ausländerinnen. Siehe dafür obigen Artikel.

Spielerinnen mit den meisten Meistertiteln
1. Birgit Prinz (9 Meistertitel: 1995, 1998 mit dem FSV Frankfurt, 1999, 2001–2003, 2005, 2007, 2008 mit dem 1. FFC Frankfurt)
2. Katrin Kliehm, Nia Künzer, Renate Lingor, Pia Wunderlich, Tina Wunderlich (7 Meistertitel: 1999, 2001–2003, 2005, 2007, 2008 mit dem 1. FFC Frankfurt)
Am häufigsten Torschützenkönigin
1. Inka Grings (6 Titel: 1999, 2000, 2003, 2008–2010)
2. Heidi Mohr (5 Titel: 1991–1995)
3. Birgit Prinz (4 Titel: 1997, 1998, 2001, 2007)
Meiste Tore in einer Saison
1. Inka Grings (38 Tore, Saison 1999/2000, FCR 2001 Duisburg)
2. Heidi Mohr (36 Tore, Saison 1990/91, TuS Niederkirchen), Conny Pohlers (36 Tore, Saison 2005/06, 1. FFC Turbine Potsdam)
Meiste Tore in einem Spiel
1. Heidi Mohr (7 Tore für den TuS Niederkirchen beim 12:2-Sieg gegen den TSV Battenberg, Saison 1992/93, vor Einführung der eingleisigen Bundesliga 1997)[4]
2. Sandra Smisek (6 Tore, vor Einführung der eingleisigen Bundesliga 1997)
2. Inka Grings (6 Tore für den FCR 2001 Duisburg beim 8:0-Sieg gegen den SC 07 Bad Neuenahr am 27. Februar 2005)[5]
2. Inka Grings (6 Tore für den FCR 2001 Duisburg beim 12:0-Sieg gegen den FFC Brauweiler Pulheim am 18. März 2007)[5]
2. Genoveva Añonma (6 Tore für den 1. FFC Turbine Potsdam beim 12:0-Sieg gegen den VfL Sindelfingen am 16. März 2014)[5]
6. elf Fünferpacks seit Einführung der eingleisigen Bundesliga 1997, darunter dreimal Inka Grings (Stand: 1. August 2014)[5]
Spielerinnen mit den meisten Elfmetertoren (seit 1997)[6]
1. Birgit Prinz (21 Tore, 1997–2011)
2. Renate Lingor (19 Tore, 1997–2008)
3. Inka Grings (17 Tore, 1997–2011), Melanie Hoffmann (17 Tore, 1997–2013)
Erstes Tor der Bundesliga
Iris Taaken am 2. September 1990 (nach 55 Sekunden für den SV Wilhelmshaven gegen den 1. FC Neukölln)[7]
Erstes Tor der eingleisigen Bundesliga
Thekla Krause am 17. August 1997 (nach 2 Minuten für die Sportfreunde Siegen gegen die SG Praunheim)
Schnellste Tore in einem Spiel[8]
1. Lucie Voňková (9,9 Sekunden, für den FF USV Jena gegen die SGS Essen am 7. Mai 2017)
2. Michaela Hetke (11 Sekunden, für den FFC Heike Rheine gegen den FSV Frankfurt am 6. September 1998)
3. Célia Šašić (13 Sekunden, für den 1. FFC Frankfurt gegen den SC Freiburg am 5. November 2014)
Torhüterin mit den meisten Spielminuten in Folge ohne Gegentor
Katja Kraus (1314 Minuten,[4] 1. September 1996 bis 20. April 1997,[9] FSV Frankfurt)

Negativrekorde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Spielerinnen mit den meisten Eigentoren (seit 1997)
1. Melanie Klein (4 Eigentore, bis 2004)[10]
2. Tamar Dongus (3 Eigentore, seit 2012)[6], Petra Hauser (3 Eigentore, bis 2004)[10], Carolin Schiewe (3 Eigentore, seit 2004)[6]

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Allgemeines[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Als einziger Verein ist der 1. FFC Frankfurt (bis 1999: SG Praunheim) ununterbrochen dabei. Es folgt der 1. FFC Turbine Potsdam (ununterbrochen seit 1994).
  • Der 1. FFC Frankfurt ist seit 28 Spielzeiten (davon acht als SG Praunheim) in der Bundesliga vertreten. Hier folgen der VfL Wolfsburg (26 Spielzeiten, davon sechs als VfR Eintracht Wolfsburg und fünf als WSV Wolfsburg), MSV Duisburg (24 Spielzeiten, davon vier als FC Rumeln-Kaldenhausen, vier als FCR Duisburg und zwölfeinhalb als FCR 2001 Duisburg), 1. FFC Turbine Potsdam (24 Spielzeiten, davon fünf als SSV Turbine Potsdam) und der FSV Frankfurt (1990–2006, 16 Spielzeiten).
  • Von den derzeitigen zwölf Bundesligisten sind der 1. FFC Frankfurt, der 1. FFC Turbine Potsdam, die SGS Essen (seit 2004) und die TSG 1899 Hoffenheim (seit 2013) noch nie abgestiegen.
  • In der Frauen-Bundesliga spielten bisher 44 Vereine (Vereinsumbenennungen, Vereinsübertritte und Fusionen sind hierbei berücksichtigt).
  • Der FSV Frankfurt konnte in der Saison 1994/95 alle Spiele gewinnen und hält damit auch den Rekord für den besten Saisonstart.
  • Zwei Vereine haben dagegen alle ihre Saisonspiele verloren. Der 1. FC Neukölln verlor in der Saison 1990/91 alle 18, der FFC Brauweiler Pulheim 2000 in der Saison 2006/07 alle 22 Spiele.
  • Drei Vereine schafften es bisher, alle ihre Auswärtsspiele in einer Saison zu gewinnen. Als erstes gelang dem TSV Siegen 1992/93 dieser Coup. Wiederholen konnten dies der FSV Frankfurt (1994/95) und Grün-Weiß Brauweiler (1996/97).
  • Siebenmal blieb eine Mannschaft in einer Saison ungeschlagen. Der 1. FFC Frankfurt, der FSV Frankfurt und der TSV Siegen schafften dieses Kunststück je zweimal, der FC Bayern München einmal.
  • Den Rekord für die längste Serie von Ligaspielen ohne Niederlagen hält der FC Bayern München mit 40 Ligaspielen (vom 22. Spieltag der Saison 2013/14 bis zum 17. Spieltag der Saison 2015/16).
  • Der tiefste Sturz eines amtierenden Meisters legte der FSV Frankfurt hin. Nach der Meisterschaft 1998 wurden die Bornheimerinnen in der nächsten Saison Fünfter und sammelten 27 Punkte weniger als im Vorjahr. Erst am letzten Spieltag konnte sich die Mannschaft aus dem Abstiegskampf befreien.

Auf- und Absteiger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Rekordaufsteiger sind der SC 07 Bad Neuenahr, der Hamburger SV, der TSV Crailsheim, Tennis Borussia Berlin, der 1. FC Saarbrücken, der SC Freiburg und der Herforder SV mit je drei Aufstiegen. Auch der 2015 in die Frauen-Bundesliga aufgestiegene 1. FC Köln ist hier zu nennen, die vorherigen Aufstiege geschahen 1991 (als SV Grün-Weiß Brauweiler) und 2005 (als FFC Brauweiler Pulheim).
  • Andersherum sind der 1. FC Saarbrücken und der SC 07 Bad Neuenahr mit je vier Abstiegen Rekordhalter.
  • Zwischen 1991 und 1997 stieg der SC 07 Bad Neuenahr dreimal ab und dreimal auf.
  • Die Mannschaft mit der längsten Bundesliga-Abstinenz ist der SC Sand. Im Jahre 2014 schafften die Fußballerinnen aus dem Teilort von Willstätt nach siebzehn Jahren den Wiederaufstieg.
  • Bester Aufsteiger aller Zeiten war Grün-Weiß Brauweiler. In der Saison 1991/92 belegten die Rheinländerinnen in der Nordgruppe den zweiten Platz und wurden später Vizemeister.

Zuschauer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die höchste Zuschauerzahl wurde bei der Partie VfL Wolfsburg – 1. FFC Frankfurt verzeichnet. Am letzten Spieltag der Saison 2013/14 kamen 12.464 Zuschauer ins VfL-Stadion am Elsterweg.[11]
  • Die niedrigste Zuschauerzahl erreichte der KBC Duisburg. Deren letztes Heimspiel in der Saison 1993/94 verfolgten fünf Zuschauer.
  • Die höchste Zuschauerzahl in einer Saison wurde in der Saison 2011/12 verzeichnet. Insgesamt kamen 148.072 Zuschauer zu den 132 Spielen.
  • Den höchsten Zuschauerschnitt erzielte der 1. FFC Turbine Potsdam in der Saison 2011/12 mit 2.532 Besuchern pro Spiel.

Tore[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Spielergebnisse der Fußball-Bundesliga der Frauen
  • Die meisten Tore pro Spiel fielen in der Saison 2005/06. 623 Tore fielen in den 132 Spielen, was einen Schnitt von 4,72 bedeutete.
  • Die wenigsten Tore pro Spiel fielen in der Saison 1991/92. In 220 Spielen fielen 629 Tore; der Schnitt lag bei 2,86.
  • Die höchste Anzahl an Toren, mit der eine Mannschaft noch verlor, ist fünf. In der Saison 2003/04 verlor der FFC Brauweiler Pulheim mit 5:6 beim FFC Heike Rheine.

Mannschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die meisten Tore in einer Saison erzielte der 1. FFC Turbine Potsdam. In der Saison 2005/06 erzielten die „Torbienen“ insgesamt 115 Treffer.
  • Grün-Weiß Brauweiler schaffte es als bisher einzige Mannschaft, in einer Saison zweimal auswärts zehn Tore zu erzielen. In der Saison 1994/95 gewann Brauweiler mit 11:0 in Potsdam und mit 10:0 in Wattenscheid.
  • In der Saison 2005/06 erzielte der FCR 2001 Duisburg in einer Saison dreimal mindestens neun Tore auswärts. In Bad Neuenahr und Brauweiler gewannen die „Löwinnen“ mit je 9:1, in Sindelfingen mit 10:0.
  • Das beste Torverhältnis erzielte der 1. FFC Turbine Potsdam (+ 102, Saison 2005/06). In der gleichen Saison wies der FSV Frankfurt das Torverhältnis −137 auf.

Spiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die meisten Tore in einem Spiel fielen bei der Begegnung 1. FFC Frankfurt – FSV Frankfurt. Die Heimmannschaft gewann mit 17:0.
  • 35 Mal konnte eine Mannschaft zweistellig gewinnen. Den Rekord halten der 1. FFC und der FSV Frankfurt mit je sieben zweistelligen Siegen. Es folgen der FFC Brauweiler Pulheim und der FCR 2001 Duisburg mit je fünf zweistelligen Siegen.
  • Drei Mannschaften teilen sich den Rekord für die meisten zweistelligen Niederlagen. Der KBC Duisburg, die SG Rot-Weiß Hillen und der FSV Frankfurt haben je viermal zweistellig verloren.
  • Der KBC Duisburg, der FSV Frankfurt und der 1. FFC Turbine Potsdam sind die drei Vereine, die sowohl zweistellig gewinnen konnten als auch verlieren mussten.
  • Der FSV Frankfurt konnte als bisher einziger Verein zweimal in einer Spielzeit dreimal zweistellig gewinnen. Dagegen musste der KBC Duisburg seine vier zweistelligen Niederlagen in einer Saison hinnehmen.

Trainer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. https://www.dfb.de/allianz-frauen-bundesliga/statistik/rekordspielerinnen/?no_cache=1
  2. Bundesligaspiele: Spielerinnen mit mindestens 150 BL-Einsätzen seit 1997/98. (Nicht mehr online verfügbar.) In: framba.de. Framba.de – Frauenfußball, 29. Mai 2009, archiviert vom Original am 31. Oktober 2015; abgerufen am 5. Oktober 2015. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.framba.de
  3. https://web.archive.org/web/20160706160517/http://framba.de/content/index.php?option=com_content&view=article&id=113&Itemid=915
  4. a b Frauenfußball-Bundesliga Magazin 2000/01
  5. a b c d 40 Jahre deutsche Meisterschaft: 1. FFC Frankfurt hält fast alle Rekorde. In: dfb.de. Deutscher Fußball-Bund, 24. August 2014, abgerufen am 21. Dezember 2015.
  6. a b c Bundesligatore: Spielerinnen mit mindestens 100 BL-Toren seit 1997/98. (Nicht mehr online verfügbar.) In: framba.de. Framba.de – Frauenfußball, 29. Mai 2009, archiviert vom Original am 31. Oktober 2015; abgerufen am 5. Oktober 2015. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.framba.de
  7. Ole Rosenbohm: Frauen-Bundesliga: Per Kopfball ins Fußball-Geschichtsbuch. In: nwzonline.de. Nordwest-Zeitung, 29. März 2011, abgerufen am 6. Februar 2016.
  8. Markus Juchem: VfL Wolfsburg und 1. FFC Frankfurt in Torlaune. In: womensoccer.de. Markus Juchem, 5. November 2014, abgerufen am 6. Februar 2016.
  9. Ergebnisse Frauen-Bundesliga Süd 1996/97, in: ff-forum.net, abgerufen am 1. Oktober 2015.
  10. a b Eingleisige Frauen-Bundesliga – Alle Torschützinnen 1997–2004, in: ff-forum.net, abgerufen am 1. Oktober 2015.
  11. VfL Wolfsburg – 1. FFC Frankfurt 2:1 (1:0). In: dfb.de. Deutscher Fußball-Bund, 8. Juni 2014, abgerufen am 25. März 2016.