Frederick Klenner

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Begründung: Quacksalber der Orthommolekularen Medizin ohne enzyklopädische Relevanz ( Sein Werk findet jedoch praktisch keine Beachtung in der allgemein anerkannten Medizin.). Die "Heilungen" mit hochdosierten Gaben von Vitamin wurde nicht von anderen überprüft, sondern nur von ihm behauptet, aber im Artikel als Tatsachen hingestellt. Der englischsprachige Artikel en:Frederick Klenner, dessen übersetzung ins Deutsche Grundlage für diesen Artikel war, wurde schon mangels enzyklopädischer Relevanz gelöscht, siehe en:Wikipedia:Articles for deletion/Frederick Klenner --91.20.10.180 14:06, 28. Sep. 2021 (CEST)

Frederick Robert Klenner (* 22. Oktober 1907 in Johnstown; † 20. Mai 1984 in Reidsville, Rockingham County, North Carolina, Vereinigte Staaten) war ein US-amerikanischer Mediziner und Forscher. In den 1940er Jahren begann er, zuerst versuchsweise, Vitamin C in hoher Dosierung als Therapie bei zahlreichen Krankheiten zu verwenden, insbesondere bei Poliomyelitis (Kinderlähmung). Sein Werk findet jedoch keine Beachtung in der allgemein anerkannten Medizin.[1] Klenner kommt in einigen Abhandlungen zur Orthomolekularen Medizin vor.[2]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Er studierte erst am St. Vincent College in Latrobe (Pennsylvania) und dann an der St. Francis University in Loretto (Pennsylvania). Dort erreichte er den Bachelor-Abschluss und den Master-Abschluss in Biologie im Jahr 1931. Danach unterrichtete er Chemie an der Katholischen Universität von Amerika in Washington und wurde dort in Physiologie promoviert. Im Jahr 1936 erhielt er seinen Abschluss in Medizin an der Duke University in North Carolina.

Vitamin-C-Studien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Klenner befasste sich ursprünglich vor allem mit Lungenheilkunde, entwickelte dann aber ein Interesse am Einsatz von Vitamin C in sehr hoher Dosierung bei der Behandlung zahlreicher Erkrankungen. Viele Experimente führte er zunächst an sich selbst durch. Im Jahr 1948 veröffentlichte er seinen ersten Forschungsbericht zur Verwendung hoher Dosen von Vitamin C bei der Behandlung von Viruserkrankungen.

Klinische Fallberichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im September 1951 berichtete Klenner von der Heilung einen sechsjährigen Jungen von Tetanus (Wundstarrkrampf) durch massive Dosierung von Vitamin C (Natriumascorbat) und das muskelentspannende Mittel Tolserol (Mephenesin), beides intravenös verabreicht.[3] In den ersten 24 Stunden gab Klenner dem Jungen mehrfach eine Injektion mit Vitamin C im Abstand von drei bis fünf Stunden, insgesamt 22 g. Das führte er weitere 24 Stunden lang durch und verabreichte weitere 24 g Vitamin C. Der Junge hätte danach nur noch geringe Bauchkrämpfe gehabt, die durch Tolserol-Injektionen gemildert wurden. Zwischendurch gab er dem Jungen auch Penicillin und Calciumgluconat, um das möglicherweise durch die hohe Dosis an Vitamin C verringerte Calcium im Körper zu ersetzen.[4]

Bei Klenners Untersuchung handelte es um einen Fallbericht, also keine systematische Forschung in der Sache. Eine systematische Übersichtsarbeit (Cochrane Review) im Rahmen der evidenzbasierten Medizin fand seither nur eine einzige systematische Studie (durchgeführt an 117 Patienten in Bangladesch), die seit Klenners Beobachtung dazu durchgeführt wurde. Diese kam aber zu einem positiven Resultat, wies allerdings methodische Mängel auf.[5][6] Damit ist Klenners damaliger Befund nicht widerlegt, die Evidenz für eine systematische Anwendung aber zu gering.

Klenner berichtet davon, bis zu 300 g (300.000 mg) pro Tag gegeben zu haben. Er veröffentlichte viele Fachaufsätze, die meisten über die Anwendung von Vitamin C bei mehr als 30 Krankheiten, zwei über die Behandlung schwerer Neuropathien, darunter Multiple Sklerose (MS).[7]

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Klenners Werk wird überwiegend im Rahmen der sogenannten orthomolekularen Medizin, einer umstrittenen alternativmedizinischen Methode, geschätzt.[8] Im Rahmen der medizinischen Forschung gibt es nur wenige Zitationen seiner Ergebnisse. In jüngerer Zeit existieren Vorschläge, auch gestützt auf einige Fallberichte, zum möglichen Nutzen hochdosierter Vitamin-C-Gaben bei Herpes Zoster, die auch auf Klenners Ergebnisse Bezug nehmen, erschienen in der umstrittenen Association of American Physicians and Surgeons.[9][10] Die dort angeregten klinischen Studien wurden allerdings nicht durchgeführt.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eigene Veröffentlichungen

  • Klenner, F. (1971) Significance Of High Daily Intake Of Ascorbic Acid In Preventive Medicine, Journal of the International Academy of Preventive Medicine, Spring 1974, Volume 1, Number 1, pp. 45–69
  • Klenner, Frederick Robert, MD F.C.C.P. Observations On the Dose and Administration of Ascorbic Acid When Employed Beyond the Range Of A Vitamin, Human Pathology Journal of Applied Nutrition Vol. 23, No's 3 & 4, Winter 1971.
  • Fred R. Klenner, M.D. 1948 Virus Pneumonia and Its Treatment With Vitamin C
  • Klenner, Frederick Robert, MD. The Treatment of Poliomyelitis and Other Virus Diseases with Vitamin C, 1949 paper
  • Fred R. Klenner, M.D. 1953 The Use of Vitamin C as an Antibiotic

Posthume Zusammenfassung von Klenners 28 Fachaufsätzen:

  • Lendon H. Smith, M.D., Clinical Guide to the Use of Vitamin C - The Clinical Experiences of Frederick R. Klenner, M.D.

Übersetzung ins Deutsche:

  • Frederick Robert Klenner: Vitamin C heilt Kinderlähmung in 72 Stunden. 20.000 mg Vitamin C täglich. Herausgegeben von der Bürgervereinigung Orthomolekulare Aufklärung Isernhagen 2016

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Robert Landwehr. "The Origin of the 42-Year Stonewall of Vitamin C", Journal of Orthomolecular Medicine, 1991. Vol 6, No 2, pp 99-103.
  2. Saul AW. "Hidden in Plain Sight: The Pioneering Work of Frederick Robert Klenner, M.D." Journal of Orthomolecular Medicine, 2007. Vol 22, No 1, pp 31-38.
  3. Klenner, Fred R., MD. "Recent Discoveries in the Treatment of Lockjaw with Vitamin C and Tolserol" ''Tri-State Medical Journal''vol. 2, no. 5, (July 1954) page seven.
  4. Levy, Thomas E., M.D. Curing the Incurable: Vitamin C, Infectious Diseases and Toxins. LivOn Books, 2009, pp. 123 & 174.
  5. Harri Hemilä, Teija Koivula: Vitamin C for preventing and treating tetanus. Cochrane Database of Systematic Reviews 2013, Issue 11. Art. No.: CD006665. doi:10.1002/14651858.CD006665.pub3.
  6. Harri Hemilä: Vitamin C and Infection. Nutrients 9, 2017: 339. doi:10.3390/nu9040339
  7. Klenner F. (1973) Response of peripheral and central nerve pathology to mega-doses of the vitamin B complex and other metabolites. Journal of Applied Nutrition pp16-40.
  8. Andrew W. Saul: Hidden In Plain Sight: The Pioneering Work of Frederick Robert Klenner, M.D. Journal of Orthomolecular Medicine 22 (1), 2007: 31-38.
  9. Jane M. Orient: Treating with Vitamin C: Two Case Reports. Journal of American Physicians and Surgeons 11 (1), 2006: 26-27.
  10. Joel M. Kauffman: New Vaccine for Shingles: Is Prevention Really Better than Treatment? Journal of American Physicians and Surgeons 10 (4), 2005: 117.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • [1] Biographie Klenners von Andrew Saul 2007 (englisch)
  • Dr Frederick Robert Klenner, Sr: Find-A-Grave