Frederik Kristensen

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Frederik „Kunngi“ Kristensen (* 20. Juli 1952 in Uummannaq)[1] ist ein grönländischer Maler, Bildhauer, Musiker und Dichter.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frederik Kristensen ist der Sohn des Katecheten Karl Jørgen Jacob Peter Kristensen und seiner Frau Vita Margrethe Lea Kirstine Larsen. Er ist verheiratet mit der Lehrerin Karen Geraae Bendtsen (* 1953).[1]

Als Säugling bekam er den Spitznamen „Kunngi“ (grönländisch König), weil König Frederik IX. ihn bei seinem Grönlandbesuch 1952 in den Armen hielt. Mit sieben Jahren verletzte er sich so schwer am Zeigefinger, dass klar wurde, dass er keiner physischen Arbeit nachgehen werden könne. Als er später seinen Onkel malen sah, beschloss er Künstler zu werden.[2] Nachdem er die Realschule in Aasiaat abgeschlossen hatte, schrieb er sich 1975 an der Grafisk Værksted in Nuuk ein, der heutigen Kunstschule. Ab 1977 besuchte er die Kunstakademie in Kopenhagen.[1]

Frederik Kristensens Stil unterscheidet sich deutlich von dem anderer grönländischer Künstler. Während in der grönländischen Kunst meist Motive aus Natur und traditioneller Kultur gezeigt werden, sind Kunngis Werke meist abstrakt und zeichnen sich durch deutliche geometrische Figuren und klare Farben, vor allem Blau aus.[2][3] Er arbeitet mit Siebdrucken, Lithografien, Zinkografien und Linolschnitten. Daneben schafft er Öl- und Acrylmalereien oder arbeitet mit Speckstein. Er hat in Grönland, New York City, Paris und Norwegen ausgestellt. 1977 schuf er die grönländische Weihnachtsbriefmarke.[1]

Kunngi ist auch als Dichter und Musiker aktiv. Er gab 1994 die CD Samma Samma Paffa Paffa und 2002 Inequnaq mit heraus. Seine Gedichtsammlungen illustriert er selbst.[1]

Am 14. September 2011 erhielt er den Nersornaat in Silber.[4] Im selben Jahr wurde er mit dem grönländischen Kulturpreis ausgezeichnet.[5] Sein Buch Avuu wurde für den Kinder- und Jugendbuchpreis des Westnordischen Rates nominiert.[6] 2018 erhielt er für sein musikalisches Lebenswerk den Ehrenpreis des Koda Awards.[7]

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1992: Inunni uannut qaninnerpaaq (Gedichtsammlung)
  • 2005: Iluliamernit / Isskodser / Chunks of ice (Gedichtsammlung)
  • 2007: Ippassaq ullumeqarani aqagu (Gedichtsammlung)
  • 2010: Qaammatigivissuarmi (Gedichtsammlung)
  • 2012: Soqutiginartut – nunamut avatangiisimullu tunngasut (Gedichtsammlung)
  • 2013: Puttarsivik (Gedichtsammlung)
  • 2015: Avuu (mit Lisbeth Karline Poulsen)
  • 2016: Allaata allaqataa (Gedichtssammlung)

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e Biografie in Weilbachs Künstlerlexikon
  2. a b Kunngi bei greenlandtoday.com
  3. Frederik “Kunngi” Kristensen (b. 1952) bei nuukkunstmuseum.com
  4. Tildelingen af Nersornaat i sølv til Frederik Kristensen (Kunngi) auf der Seite des Inatsisartut
  5. Kulturpris auf der Seite des Naalakkersuisut
  6. Kunngi indstillet til vestnordisk børnelitteraturpris in der Sermitsiaq
  7. Hæder til TIU og Frederik ’Kunngi’ Kristensen ved årets Koda Awards bei koda.dk