Free International University

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„Der erweiterte Kunstbegriff als wesensgemäßer Kapitalbegriff“ – Titelblatt des Veranstaltungsprogramms der Free International University zur documenta 7

Die Free International University (FIU), auch Freie internationale Hochschule für Kreativität und interdisziplinäre Forschung oder Freie Internationale Universität, war ein von Joseph Beuys gemeinsam mit Klaus Staeck (1. Vorsitzender), Georg Meistermann (2. Vorsitzender) und Willi Bongard (Schriftführer) gegründeter Trägerverein, der als „organisatorischer Ort des Forschens, Arbeitens und Kommunizierens“ die Fragen einer sozialen Zukunft durchdenken,[1] und als freie Hochschule das Schul- und Bildungssystem ergänzen sowie eine rechtliche Gleichstellung mit anderen Hochschulen anstreben wollte.[2]

Die FIU wurde am 27. April 1973 im Düsseldorfer Atelier von Joseph Beuys gegründet und bestand als gemeinnützig anerkannter, eingetragener Verein zwei Jahre über den Tod des Künstlers hinaus bis zu ihrer Auflösung im Jahr 1988.[3]

Die Idee der Free International University (FIU) wurde von verschiedenen Personen und Gruppierungen aufgegriffen und weitergeführt, darunter der FIU-Verlag des Autors und Verlegers Rainer Rappmann, die von Beuys-Schülern initiierten F.I.U. in Amsterdam, Gelsenkirchen, Hamburg und München sowie insbesondere der Verein Mehr Demokratie[4] und der Omnibus für direkte Demokratie. In dem Kontext ist Beuys Meisterschüler Johannes Stüttgen erwähnenswert, der das Konzept des Erweiterten Kunstbegriffs propagiert und fortentwickelte.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Susanne Anna (Hrsg.): Joseph Beuys, Düsseldorf, Hatje Cantz, Stadtmuseum Düsseldorf, 29. September bis 30. Dezember 2007, Ostfildern 2008, ISBN 978-3-7757-1992-6
  • Michael Ende und Joseph Beuys: Kunst und Politik – Ein Gespräch. FIU-Verlag, Wangen 1989, ISBN 3-928780-48-4
  • Flensburger Hefte 24, 1789–1989 Direkte Demokratie. Interviews mit Hans Peter Bull (SPD), Heiko Hoffmann (CDU), Gerald Häfner (Grüne), Joseph Beuys und Direkte Demokratie, das Kunstwerk Omnibus für Direkte Demokratie u.a. 226 Seiten, 1989.
  • Rainer Rappmann (Hrsg.): Denker, Künstler, Revolutionäre – Beuys, Dutschke, Schilinski, Schmundt – Vier Leben für Freiheit, Demokratie u. Sozialismus, Wangen 1996, FIU-Verlag, ISBN 3-928780-13-1
  • Götz Adriani, Winfried Konnertz und Karin Thomas: Joseph Beuys; Neuauflage, Köln, DuMont (1994), ISBN 3-7701-3321-8

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

FIU-Sektionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. www.dreigliederung.de (Erstveröffentlichung in: Frankfurter Rundschau, 23. Dezember 1978)
  2. Susanne Anna (Hrsg.): Joseph Beuys, Düsseldorf, Hatje Cantz, Stadtmuseum Düsseldorf, 29. September bis 30. Dezember 2007, Ostfildern 2008, 134
  3. FIU Informationsbroschüre des FIU-Verlags. fiu-verlag.com
  4. Zur Geburt von Mehr Demokratie e.V. www.mehr-demokratie.de