Frei-Laubersheim

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Frei-Laubersheim
Frei-Laubersheim
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Frei-Laubersheim hervorgehoben
Koordinaten: 49° 48′ N, 7° 54′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Bad Kreuznach
Verbandsgemeinde: Bad Kreuznach
Höhe: 180 m ü. NHN
Fläche: 9,88 km2
Einwohner: 1058 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 107 Einwohner je km2
Postleitzahl: 55546
Vorwahlen: 06703, 06709
Kfz-Kennzeichen: KH
Gemeindeschlüssel: 07 1 33 031
Adresse der Verbandsverwaltung: Rheingrafenstraße 11
55543 Bad Kreuznach
Webpräsenz: www.frei-laubersheim.de
Ortsbürgermeister: Heinz Bergmann (CDU)
Lage der Ortsgemeinde Frei-Laubersheim im Landkreis Bad Kreuznach
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Über dieses Bild
Wehrturm 13. Jahrhundert
Historisches Rathaus von 1603

Frei-Laubersheim ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Bad Kreuznach in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Bad Kreuznach an.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort liegt, ebenso wie Fürfeld und Neu-Bamberg, in der Rheinhessischen Schweiz.

Zu Frei-Laubersheim gehören auch die Wohnplätze Am Bahnhof Laubersheim, Hof bei der Römerstraße, Johanneshof, Lindenhof und Rheingrafenhof.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort wurde im Jahr 767 als Liubherisheim im Lorscher Codex erstmals urkundlich erwähnt. Er wurde zur Unterscheidung von Waldlaubersheim bei Stromberg Frei-Laubersheim oder Kappes-Laubersheim genannt. Das Dorf war schon früh Teil der Vorderen Grafschaft Sponheim. Nach dem Aussterben der Grafen von Sponheim war das Territorium in geteiltem, mehrfach wechselndem Besitz. Ab 1707 gehörte Frei-Laubersheim aufgrund eines Teilungsvertrags vollständig zur Kurpfalz. Der Ort wurde dem Oberamt Kreuznach zugeteilt.

Nach der Einnahme des Linken Rheinufers durch französische Revolutionstruppen (1794) gehörte die Region von 1798 bis 1814 zu dem unter der französischen Verwaltung neu errichteten Departement Donnersberg, Frei-Laubersheim war dem Kanton Wöllstein zugeordnet, das Dorf wurde 1800 Hauptort einer Mairie, zu der auch Volxheim gehörte.

Aufgrund der auf dem Wiener Kongress getroffenen Vereinbarungen kam die später Rheinhessen genannte Region und damit auch Frei-Laubersheim 1816 zum Großherzogtum Hessen.

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Frei-Laubersheim, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[3]

Jahr Einwohner
1815 590
1835 786
1871 805
1905 835
1939 770
Jahr Einwohner
1950 952
1961 921
1970 952
1987 994
2005 1.077

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Frei-Laubersheim besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:[4]

Wahl SPD CDU WGR BL Gesamt
2014 3 5 2 6 16 Sitze
2009 3 4 2 7 16 Sitze
2004 3 5 2 6 16 Sitze
  • BL = Bürgerliste Frei-Laubersheim e. V.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Frei-Laubersheim
Blasonierung: „Von eingebogener erniedrigter silberner Spitze, darin eine blaue fränkische Spangenfibel, gespalten; vorne in Blau und Gold geschacht, hinten in Schwarz ein rot bewehrten und -gekrönter goldener Löwe.“
Wappenbegründung: Blau und Gold waren die Farben der Grafen von Sponheim. Der Löwe verweist auf die Zugehörigkeit zur Kurpfalz. Die Spangenfibel ist aus einem fränkischen Grabfund.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Katholische Pfarrkirche St. Mauritius, erbaut 1792 bis 1796
  • Freistehender Wehrturm, 13. Jahrhundert
  • Ehemaliges Katholisches Pfarrhaus von 1720
  • Kaplaneigebäude
  • Frei-Laubersheimer Kerwe, jedes Jahr im dritten Septemberwochenende
  • Frei-Laubersheimer Offene Ateliers, jedes Jahr im dritten Septemberwochenende

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Frei-Laubersheim

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weinbau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frei-Laubersheim gehört zum „Weinbaubereich Bingen“ im Anbaugebiet Rheinhessen. Im Ort sind 20 Weinbaubetriebe tätig, die bestockte Rebfläche beträgt 121 Hektar. Etwa 77 Prozent des angebauten Weins sind Weißweinrebsorten (Stand 2007). Im Jahre 1979 waren noch 48 Betriebe tätig, die damalige Rebfläche betrug 116 Hektar.[3]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Alfred Blaufuß (* 15. Juli 1912 Seeba, Thüringen; † 5. Oktober 1995 Frei-Laubersheim), Botaniker, Naturschützer, Schulleiter, Verdienstorden des Landes Rheinland-Pfalz 1982.
  • Bernd Rusinski, (* 1956), Schlagersänger
  • Siegfried Kärcher (* 4. Oktober 1974), Bildender Künstler, Moldau-Stipendiat des Landes Hessen 2009

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Frei-Laubersheim – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2016 (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz: Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile. Stand: Januar 2018, S. 14 (PDF; 2,2 MB).
  3. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  4. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen