Frei Otto

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Frei Paul Otto (* 31. Mai 1925 in Siegmar, heute Ortsteil der Stadt Chemnitz; † 9. März 2015 in Warmbronn) war ein deutscher Architekt, Architekturtheoretiker und Hochschullehrer. Seine Arbeiten im Leichtbau mit Seilnetzen, Gitterschalen und anderen zugbeanspruchten Konstruktionen machten ihn zu einem der bedeutendsten Architekten des 20. Jahrhunderts. Er zählt neben Richard Buckminster Fuller und Santiago Calatrava zu den wichtigsten Vertretern einer biomorphen Architektur (organische Architektur). Ottos architektonisches Ziel und Ideal war das Bauen mit einem minimalen Aufwand an Materie, Fläche und Energie,[1] was ihn nebenbei auch zu einem Pionier des ökologischen Bauens machte.[2] Mit seinen „leichten, flexiblen Bauten“ erhoffte er sich „auch eine neue, offene Gesellschaft“.[3] Frei Otto ist nach Gottfried Böhm erst der zweite deutsche Architekt, der mit dem Pritzker-Preis die weltweit wichtigste Architektur-Auszeichnung erhielt.[4][5]

Olympiapark in München mit Olympiastadion (hinten), Olympiahalle (rechts) und Olympia-Schwimmhalle (links unten)

Leben und Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Anfänge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sein Vorname Frei geht auf seine Mutter zurück, da dies ihr Lebensmotto war.[6] Ottos Eltern waren Mitglieder im Deutschen Werkbund. Ursprünglich wollte Frei Otto wie sein Vater und Großvater auch Bildhauer werden. Auf der Handelsschule kam Otto durch seinen Lehrer mit dem Segelfliegen und dem Modellbau in Kontakt. Beim Erwerb des Segelflugscheins konnte er sich auch Kenntnisse über Leichtbauweisen und rahmengespannte Membranen verschaffen. 1943 trat er sein Architekturstudium an der Technischen Hochschule Berlin an, das durch seinen Kriegsdienst unterbrochen wurde. Noch im selben Jahr wurde er als Kampfpilot ausgebildet und eingesetzt.

Studienjahre[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Otto geriet in Nürnberg schließlich in französische Kriegsgefangenschaft. Noch während seiner Gefangenschaft war er an der Gestaltung eines Kriegsgefangenenlagers in Chartres mit mehreren Bauten in einer kostengünstigen Leichtbauweise beteiligt. Eine Inspiration war für ihn der tägliche Anblick der steinernen Leichtbauweise in Gestalt der Kathedrale von Chartres. 1948 nahm er das Studium der Architektur an der Technischen Hochschule Berlin wieder auf. 1950 wurde er als Stipendiat von seiner Fakultät ausgewählt, um für ein halbes Jahr in den Vereinigten Staaten studieren zu können. Auf seiner Amerikareise konnte er die führenden Architekten seiner Zeit und ihre Bauten kennenlernen: Erich Mendelsohn, Ludwig Mies van der Rohe, Richard Neutra, Frank Lloyd Wright, Eero Saarinen und Fred Severud.[7] [8] Aus dieser Studienreise erwuchs seine Freundschaft mit Ludwig Mies van der Rohe. Später korrigierte er auf dessen Anfrage die Statik der Neuen Nationalgalerie in West-Berlin, indem er die ursprünglich vorgesehenen vier Hauptstützpfeiler durch jeweils zwei unscheinbare Stützen auf jeder Seite ersetzte.[9] [10] [11]

Im Büro des Bauingenieurs Fred Severud[12] in New York sah er das Modell der Dorton Arena in Raleigh (North Carolina) nach einem Entwurf von Matthew Nowicki, dem ersten großen Bauwerk mit einem hängendem Dach.[13] [14] Das sattelförmig geschwungene Dach der Dorton Arena ist ein Seilnetz, das an zwei halbrunden, gegenüberliegenden und leicht nach unten abgeschrägten Randseilen aufgehängt wurde. Die beiden Randseile kreuzen sich am Dachrand und stabilisieren sich im Erdreich gegenseitig durch horizontale Stahlträger. Diese Konzeption beeindruckte Otto so stark, dass er 1952/53 über diese neue Bautechnik seine Doktorarbeit schrieb.

1954 erschien seine Dissertation mit dem Titel „Das hängende Dach“, die die Bautechnik zugbeanspruchter Flächentragwerke erstmals umfassend darstellt.[8] Während dieser Arbeit lernte er Peter Stromeyer kennen,[15] den Geschäftsführer einer Firma für Großzeltebau in Konstanz. Stromeyer stellte für ihn all seine Zeltbauten her,[8] darunter vor allem den Aufsehen erregenden deutschen Pavillon für die Weltausstellung Expo 67 in Montreal (1967). Eine weitere Folge seiner Dissertation waren Einladungen zu Gastprofessuren in den USA, darunter als Visiting Professor an der Washington University in St. Louis (1958), an der Yale University in New Haven (1960)[15] und 1962 an der University of California in Berkeley, am M.I.T. und an der Harvard University.[7]

Praktiker, Gründer und Visionär[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1952 eröffnete Otto in Berlin-Zehlendorf ein eigenes Architekturbüro, und 1957 gründete er eine Entwicklungsstätte für den Leichtbau. 1958 war er als Gastdozent an der Hochschule für Gestaltung Ulm tätig, an der er eine Reihe von Projekten leitete. Im selben Jahr wurde er Mitglied der Architektengruppe Groupe d'étude d'architecture mobile (GEAM).[2] An der Technischen Hochschule Berlin gründete er 1961/62 mit dem Biologen Johann-Gerhard Helmcke die Forschungsgruppe Biologie und Bauen, in der Mediziner, Paläontologen und Architekten natürliche Konstruktionen erforschten, die auf pneumatischen und biologischen Konstruktionsprinzipien basieren.[16] So gestaltete er 1963 den freistehenden Glockenturm der evangelischen Kirche in Berlin-Schönow nach dem Vorbild des Skeletts einer Kieselalge. Das Institut für Leichte Flächentragwerke (IL), das Otto 1964 an der Technischen Hochschule Stuttgart gründete, diente als Modell für den deutschen Pavillon bei der Expo 67 in Montreal. 1969 wurde er zum Leiter des Sonderforschungsbereichs 64 „Weitgespannte Flächentragwerke“ der Deutschen Forschungsgemeinschaft ernannt. Im Juli 1984 wurde dieses Projekt vom Sonderforschungsbereich 230 „Natürliche Konstruktionen – Leichtbau in Architektur und Natur“ bis Dezember 1995 am Institut für Leichte Flächentragwerke fortgeführt.[17] 1976 wurde er zum Ordentlichen Professor der Universität Stuttgart ernannt und lehrte dort bis zu seiner Emeritierung 1990. Das Institut für Leichte Flächentragwerke (IL) firmiert heute unter dem Namen Institut für Leichtbau Entwerfen und Konstruieren (ILEK) und wird von Werner Sobek geleitet.

Es gibt nicht viele Bauwerke, für die Otto allein verantwortlich zeichnet; viele seiner Bauwerke sind in Zusammenarbeit mit Kollegen und unter Einbeziehung der Nutzer entstanden. Otto selbst bezeichnete sich vor allem als Ideengeber. „Ich habe wenig gebaut. Ich habe viele ‚Luftschlösser‘ ersonnen.“[18][1] Seine biomorphen Bauformen verdanken ihre Existenz nicht seiner Schöpfungskunst, sondern beruhen auf der Formenfindung von natürlich vorkommenden Strukturen. „Die Form wird nicht erschaffen, sondern experimentell ermittelt, denn sie ist zuallererst Ausdruck herrschender statischer Kräfte und ergibt sich als Reaktion auf diese“, beschreibt der Architekturkritiker Falk Jaeger den Gestaltungsprozess von Otto.[19]

Seit den 1980er Jahren realisierte Otto mit seinem Schüler Mahmoud Bodo Rasch und dessen Architekturbüro Rasch + Bradatsch, ab 1998 SL Rasch GmbH Special and Lightweight Structures, unter anderem Zeltdachkonstruktionen im islamischen Raum, darunter eine Zeltstadt für die Haddsch-Pilger in Mekka.

Dachkonstruktionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die zeltartigen Dachkonstruktionen gehören zu den bekanntesten Bauwerken Ottos. Eine seiner ersten Zeltdach-Konstruktionen war 1957 das Sternwellenzelt im Kölner Tanzbrunnen anlässlich der Bundesgartenschau 1957.[20] Weitere Zeltkonstruktionen auf anderen Ausstellungen sollten folgen. Zur Optimierung der Dächerformen experimentierte Otto mit Drahtmodellen, die er in Seifenlauge tauchte und die dann von einer Seifenhaut mit dem geringstmöglichen Flächeninhalt, einer Minimalfläche, überspannt wurden. Dafür wurde eigens eine Seifenhautmaschine mit Klimakammer entwickelt und gebaut, um systematisch die Geometrie der Seifenhautmodelle zu erfassen und zu vermessen.[7] Diese Grundform stellt jedoch nur einen Teil seiner Ideen und Bauten dar, als weitere elementare Formen sind der Pneu, Gitterschalen und Seilnetze zu nennen. Er übertrug jenes natürliche Formungsprinzip dann auf die Seilnetze,[21] indem er diese Netze aufhängte, deren Form stabilisierte und sie schließlich umkippte. Nach diesem Verfahren der Formgebung gestaltete er auch Gitterschalen aus langen Holzlatten wie weltweit erstmals mit der Multihalle in Mannheim.

Japanischer Pavillon, Expo 2000, Hannover

Eine Weiterentwicklung stellt der japanische Pavillon für die Expo 2000 in Hannover dar, den er gemeinsam mit Shigeru Ban entwarf. Hier bestand das Tragwerk zunächst nur aus gebogenen Kartonröhren, das jedoch auf Wunsch der Prüfingenieure mit Holzlatten verstärkt werden musste.[22]

Mit Günter Behnisch und dessen Architekturbüro verwirklichte er von 1968 bis 1972 die Überdachung des Hauptsportstättenbereiches am Olympiagelände in München. Das Architekturmagazin Häuser wählte 2002 dieses Ensemble zum besten deutschen Gebäude aller Zeiten.[23] Die gewählte Dachkonstruktion basiert letztlich auf seinen Entwürfen, nachdem sich Behnisch aufgrund unerwarteter Schwierigkeiten (zu große Spannweite) an den Ideengeber selbst wandte. Dennoch fielen Otto die Randseile und die Dachstützen viel zu massiv aus. Die leitenden Bauingenieure Fritz Leonhardt und Jörg Schlaich konnten schließlich ihre Konzeption von statischer Sicherheit durchsetzen. Viel eher entspricht dagegen die luftige und fast unsichtbare Großvoliere im Münchner Tierpark Hellabrunn seinen Vorstellungen vom leichten Bauen. Diese Anlage ist mittlerweile zu einem Wahrzeichen des Tierparks geworden.[24] Mit der Vergänglichkeit und Schönheit seiner Werkstoffe illustrierte er 1977 auch eine Tournee von Pink Floyd in Form von riesigen umgestülpten Schirmen.[25] Für das Projekt Stuttgart 21 entwarf er auf Anfrage von Christoph Ingenhoven die „Lichtaugen“[26] – tropfenförmige Oberlichtöffnungen im Park, die als herabfließende Geschosspfeiler („Kelchstützen“[27]) auf den Bahnsteigen ruhen.[28] Im August 2010 meinte er, dass wegen des geologisch schwierigen örtlichen Untergrunds und den daraus resultierenden Gefahren das Bauprojekt gestoppt werden sollte.[29]

Brückenbauten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von Frei Otto stammen verschiedene Brückenbauten, die auffallend leicht sowohl in der Aufhängung als auch in der Seitenflächengestaltung sind. Ein Beispiel findet sich im Ruhrgebiet: die Fußgängerbrücken im Landschaftspark Mechtenberg.[30]

Familie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frei Otto war bis zu seinem Lebensende als Architekt in seinem Atelier in Warmbronn bei Leonberg tätig, zusammen mit seiner Frau Ingrid und seiner Tochter und Architektin Christine Kanstinger. Eine zunehmende Erblindung schränkte ihn jedoch in seinen Möglichkeiten ein.[3] Otto wurde auf dem Friedhof von Warmbronn beigesetzt.[31]

Nachlass[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sein umfangreiches Werkarchiv wird vom Südwestdeutschen Archiv für Architektur und Ingenieurbau (saai) in Karlsruhe aufbewahrt.[32] Das saai zeigt in Kooperation mit der Wüstenrot Stiftung und dem ZKM Karlsruhe die bisher größte Ausstellung zu Frei Ottos Œuvre vom 5. November 2016 bis zum 12. März 2017 unter dem Titel Frei Otto. Denken in Modellen.[33]

Werkschau (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauten (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehrungen und Auszeichnungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Würdigungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Ein glänzender Mann, mehr Wissenschaftler als Künstler, voller origineller Ideen, in seinen Ansichten ausgeglichen und gedankenvoll.“

Walter Gropius, 1963.[19]

„Nur einmal in einer Generation erfindet jemand ein ganz neues Universum von Ideen und von Lösungen. Und das war er: Frei.“

Edward „Ted“ Cullinan, 2005.[42]

„Von ganz früh an waren wir fasziniert von Ottos Fähigkeiten, Raum zu gestalten. Diese Gebäude, die gar nicht zu existieren scheinen. So zart sind sie – wie Schmetterlingsflügel.“

Peter Cook, 2005.[42]

„Es gibt wieder ein gewaltiges Interesse an Leichtbauten, an zeltartigen Strukturen. Ottos Netze und all diese Dinge, die er in seinem Institut gemacht hat, sind wieder sehr in den Mittelpunkt gerückt.“

Zaha Hadid, 2005.[42]

„Frei Otto hat seine Erfindungen nicht patentieren lassen, sondern allen geschenkt, damit spätere Konstrukteure davon profitieren können. Er war ein großer Humanist.“

Kristin Feireiss, 2015.[43]

„Frei Otto hat für immer unsere Art, über Bauten zu denken, verändert. [...] Er hat in Frage gestellt, was da war, und ist zurück zur Natur gegangen. Er war weit vor seiner Zeit.“

Frank Gehry, 2015.[44]

Ausstellungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quellennachweis: [45]

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Frei Otto (Hrsg.): Zugbeanspruchte Konstruktionen. Gestalt, Struktur und Berechnung von Bauten aus Seilen, Netzen und Membranen. Ullstein, Frankfurt, Berlin.
    1962: Bd. 1: Pneumatische Konstruktionen von Frei Otto. Berechnung der Membranen von Rudolf Trostel. Zugverankerungen im Baugrund von Frei Otto.
    1966: Bd. 2: Grundbegriffe und Übersicht der zugbeanspruchten Konstruktionen.
  • Frei Otto, Rainer Barthel, Berthold Burkhardt: Natürliche Konstruktionen. Formen und Konstruktionen in Natur und Technik und Prozesse ihrer Entstehung. DVA, Stuttgart 1982, ISBN 3-421-02591-6.
    - über Baubionik.
  • Schriften und Reden 1951 – 1983. Frei Otto. Hrsg. von Berthold Burkhardt. Vieweg, Braunschweig 1984, ISBN 3-528-08687-4, Auszüge in Google Bücher.
  • Leicht. Eine Arbeit des Teilprojektes C1 „Entstehungsprozesse von Objekten in Natur und Technik“ im Sonderforschungsbereich 230 „Natürliche Konstruktionen“. Text und Skizzen von Frei Otto. Universität Stuttgart, Sonderforschungsbereich 230, 1985.
  • Klaus Bach: Seifenblasen. Eine Forschungsarbeit des Instituts für Leichte Flächentragwerke über Minimalflächen = Forming bubbles. Hrsg. von Frei Otto. Krämer, Stuttgart 1988, 400 S., zahlr. Ill. Mitteilungen des Instituts für Leichte Flächentragwerke, ISBN 3-7828-2018-5.
  • Frei Otto: Gestaltwerdung. Zur Formentstehung in Natur, Technik und Baukunst. Müller, Köln 1988.
  • Frei Otto: Das hängende Dach. Gestalt und Struktur. Mit Nachworten von Frei Otto, Rainer Graefe und Christian Schädlich. DVA, Stuttgart 1990. (Nachdruck der 1954 im Bauwelt-Verlag erschienenen Dissertation – erste zusammenfassende Darstellung zugbeanspruchter Flächentragwerke)[8]
  • Klaus Dunkelberg: Bambus – Bauen mit pflanzlichen Stäben / Bamboo. Deutsch/Englisch. Hrsg. von Frei Otto. Krämer, Stuttgart 1996, ISBN 3-7828-2031-2. (= Mitteilungen des Instituts für Leichte Flächentragwerke der Universität Stuttgart, 31.)

Literatur (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Conrad Roland: Frei Otto – Spannweiten. Ideen und Versuche zum Leichtbau. Ein Werkstattbericht. Ullstein, Berlin 1965.
  • Conrad Roland: Tragende Häute. Hrsg. vom Verband Freierwerbender Schweizer Architekten. Redaktion: Lisbeth Sachs. Niggli, Niederteufen 1973, (= archithese, Heft 6).
  • Karin Wilhelm: Porträt Frei Otto. Quadriga, Berlin 1985.
  • Conrad Roland: Architekten – Frei Otto. Bearbeitet von Dieter Hezel. IRB Verlag, Stuttgart 1988, ISBN 3-8167-1817-5.
  • Karin Wilhelm: Geplante Poesie. Ausgewählte Arbeiten von Frei Otto und seinen Teams 1955–2000. Bearbeitet von Christina Ossowski. Leonberg 2001, ISBN 3-933636-07-8.
  • Winfried Nerdinger (Hrsg.): Frei Otto. Das Gesamtwerk. Leicht bauen, natürlich gestalten. Unter Mitarbeit von Irene Meissner, Eberhard Möller und Mirjana Grdanjski. Birkhäuser, Basel & Architekturmuseum der Technischen Universität München 2005, ISBN 3-7643-7233-8.
  • José Luis Moro (Hrsg.): Frei Otto zum 85sten. Festschrift zum Symposium anlässlich seines 85. Geburtstags am 26. Oktober 2010. Mit einem Interview und Beiträgen von Berthold Burkhardt, Stefan Polónyi u. a. Universität Stuttgart, Institut für Entwerfen und Konstruieren, Stuttgart 2013, ISBN 978-3-9812662-1-4.
  • Juan Maria Songel: Conversation with Frei Otto. Princeton Architectural Press, New York 2010, ISBN 978-1-568-98884-9, Ausschnitte in Google Bücher.
  • Rudolf Finsterwalder (Hrsg.): Form follows nature. Eine Geschichte der Natur als Modell für Formfindung in Ingenieurbau, Architektur und Kunst. Mit einem Vorwort von Kristin Feireiss und einem unveröffentlichten Interview mit Frei Otto. 2., überarbeitete Auflage, Birkhäuser, Basel 2015, ISBN 978-3-0356-0790-1, (deutsch/englisch), Inhaltsverzeichnis, Besprechung: [46].
  • Irene Meissner, Eberhard Möller: Frei Otto: forschen, bauen, inspirieren / a life of research, construction and inspiration. Detail, München 2015, ISBN 978-3-95553-252-9, (deutsch/englisch).

Filme (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die gebaute Utopie. Das Münchner Olympiastadion. Dokumentarfilm, Deutschland, 2014, 4:35 Min., Buch und Regie: Klaus Uhrig, Produktion: Bayerischer Rundfunk, Reihe: punkt. Einfach Wissen, Erstsendung: 21. März 2014 beim Bayerischen Fernsehen, Inhaltsangabe mit online-Video vom BR.
  • Der Traum vom Baumhaus. Das Ökohausprojekt von Frei Otto in Berlin. Dokumentarfilm, Niederlande, 2011, 65 Min., Buch und Regie: Beate Lendt, Produktion: x!mage, Kinopremiere: 8. Oktober 2011 beim Architectuur Film Festival Rotterdam (AFFR), Inhaltsangabe von urbanize.at, Filmanfang.
  • Frei Otto. Von Seifenblasen und Zelten. Dokumentarfilm, Deutschland, 2005, 60 Min., Buch und Regie: Louis Saul, Produktion: SWR, arte, Erstausstrahlung: arte, 22. April 2005, Produktion: megaherz, SWR, arte, Inhaltsangabe von megaherz.
  • Bauen wie die Natur – Frei Otto und das Münchener Olympiadach. Dokumentarfilm, Deutschland, 2003, 14:40 Min., Buch: Magdalena Heinrichs, Regie: Karin Atzenbeck, Produktion: Inter / Aktion, BR-alpha, MDR, WDR, SWR, Deutsche Welle, Reihe: Meilensteine der Naturwissenschaft und Technik, Inhaltsangabe von Planet Schule.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Frei Otto – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Biografien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Artikel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Interviews

Nachrufe

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Frei Otto: „‚Weniger ist mehr‘, dieses Wort faszinierte mich: Weniger Häuser, weniger Material, weniger Beton und weniger Energie verbrauchen, aber menschlich bauen unter Verwendung dessen, was vorhanden ist: Erde, Wasser, Luft. Naturnah bauen und aus wenig viel machen […]. Lieber gar nicht bauen als zu viel bauen! Das waren alte und neue Ziele.“ In: Architektur Natur, Ausschnitt, (PDF; 2 S., 12 kB), Warmbronner Schriften 7, Christian-Wagner-Gesellschaft, Warmbronn 1996.
  2. a b Cornelia Escher, Kim Förster: „Ich war Dr. Zelt.“ Frei Otto über Anpassungsfähigkeit, Ökologie und Ökonomie im Bauen. Interview am 22. Oktober 2012 in Warmbronn. In: ARCH+ – Zeitschrift für Architektur und Städtebau 210 (2013), S. 72–80, (PDF; 9 S., 17,6 MB), Artikelanfang des Originals (deutsch, englisch).
  3. a b Hanno Rauterberg: Der Herr des Augenblicks. Seine Liebe gilt dem Leichten und Beweglichen. In: Die Zeit, 2. Januar 2003, Nr. 2, Interview.
  4. a b Frei Otto, 2015 Laureate. In: Pritzker Architecture Prize, aufgerufen am 11. März 2015 (englisch).
  5. a b Robin Pogrebin: Pritzker Prize for Frei Otto, German Architect, Announced After His Death. In: The New York Times, 10. März 2015.
  6. Martin Schuster: Seminararbeit Designgeschichte: Frei Otto. In: Universität Stuttgart, 1997.
    Dieter Wunderlich: Biografie Frei Otto 1925 – 2015.
  7. a b c Kateryna Serebryakova: Von der Natur gefangen: Frei Otto, Architekt. In: Universität Stuttgart, 10. April 2006.
  8. a b c d Martin Schuster: Seminararbeit Designgeschichte: Frei Otto. Einleitung. In: Universität Stuttgart, aufgerufen am 12. März 2015.
  9. In: Juan Maria Songel: A Conversation with Frei Otto. Princeton Architectural Press, New York 2010, ISBN 978-1-568-98884-9, S. 28.
  10. Till Boettger: Neue Nationalgalerie, Abb. 40. In: Schwellenräume: Übergänge in der Architektur. Analyse- und Entwurfswerkzeuge, Birkhäuser, Basel 2014, ISBN 978-3-03821-589-9, S. 69, E-Buch.
  11. Claus Uwe Derichs: Selbstbildende Formentstehung als Gestaltungsvision. werkundzeitgespräch mit Frei Otto. (Memento vom 3. Mai 2005 im Internet Archive). In: werk und zeit, Zeitschrift des Deutschen Werkbundes, 2002, April, Heft 1.
  12. „Fred Severud (1899–1990), civil engineer of Norwegian descent, founded Severud Associates in New York. He was responsible for the structures of Madison Square Garden in New York City and the Gateway Arch in St. Louis, Missouri.“ In: Juan Maria Songel: A Conversation with Frei Otto. Princeton Architectural Press, New York 2010, ISBN 978-1-568-98884-9, S. 84.
  13. T.S. Sprague: "Floating Roofs": The Dorton Arena and the development of modern tension roofs. In: Paulo J. da Sousa Cruz (ed.), Structures and Architecture: New concepts, applications and challenges, Taylor & Francis, London 2013, ISBN 978-0-415-66195-9, S. 1096–1102.
  14. Frei Otto zur Zukunft des Zeltbaus. In: Detail, 2000, Heft 6.
  15. a b Rainer Barthel: In Gedenken an Frei Otto. In: Technische Universität München / Fakultät für Architektur, 8. April 2015.
  16. Frei Otto: Architektur Natur, (PDF; 2 S., 12 kB), Warmbronner Schriften 7, Christian-Wagner-Gesellschaft, Warmbronn 1996.
  17. Sonderforschungsbereich 230 „Natürliche Konstruktionen – Leichtbau in Architektur und Natur“. In: technosophie.de, aufgerufen am 4. Mai 2016.
  18. Die Luftschlösser. Dritte Pinakothek: Architekturmuseum ehrt Frei Otto. In: Münchner Merkur, 25. Mai 2005.
  19. a b Zitiert von Falk Jaeger: Ingenieurporträt. Frei Otto. In: db deutsche bauzeitung, 2. Juni 2005, Nr. 6, (Originaltitel: Ingenieurporträt. Frei Otto. Architekt, Konstrukteur und Visionär, Förderer der Leichtbauweise).
  20. Historie – Tanzbrunnen Köln. In: koelnkongress.de
  21. Ottos Vorläufer in der Anwendung von Seilnetzen war der russische Architekt Wladimir Schuchow (1853–1939).
  22. Japan Pavillion Expo 2000 Hannover. In: wikiarquitectura, (englisch), am 21. September 2016.
  23. a b „Deutschlands Beste Bauten“: Das Olympia-Stadion in München ist die Nr. 1. In: baulinks.de, 18. November 2002, Pressemitteilung von G&J, Kriterien.
  24. Großvoliere. (Memento vom 6. Juli 2011 im Internet Archive). In: Tierpark Hellabrunn, München.
    Foto: Tierpark Hellabrunn - Grossvoliere. In: zoolex.org, aufgerufen am 11. März 2015
    Christoph Randl: ... in die Jahre gekommen. Voliere im Tierpark Hellabrunn in München. In: db deutsche bauzeitung, 30. Mai 2011.
  25. Wandelbare Bühnenschirme für eine Konzerttournee von Pink Floyd. In: Architekturmuseum der TU München, 2005, aufgerufen am 11. März 2015.
  26. Meilenstein in Stuttgart: Erster Musterkelch wurde betoniert. In: ingenhoven architects, 18. März 2016, aufgerufen am 5. Mai 2016.
  27. Werner Sobek: S21 Tiefbahnhof Stuttgart. In: wernersobek.de, aufgerufen am 5. Mai 2016.
  28. a b Bildergalerie: „Stuttgart 21“ – Ein Bahnhof kommt unter die Erde. In: SWR-Landesschau, 17. Oktober 2006.
  29. Hans Monath, Andreas Böhme: Bahn soll bei Stuttgart 21 Notbremse ziehen. In: Der Tagesspiegel, 26. August 2010.
    Stuttgart 21-Architekt fordert den sofortigen Baustopp. In: stern, 26. August 2010, aufgerufen am 11. März 2015.
  30. Fußgängerbrücken Mechtenberg bei Gelsenkirchen. In: Prof. Schmidt & Partner, aufgerufen am 11. März 2015.
  31. Foto: Das Grab von Frei Otto. In: knerger.de.
  32. Frei Otto (1925–2015). In: Südwestdeutsches Archiv für Architektur und Ingenieurbau (saai), aufgerufen am 4. Mai 2016.
  33. Frei Otto. Denken in Modellen. In: ZKM, 2016, aufgerufen am 21. September 2016.
  34. Multihalle in Mannheim soll abgerissen werden. Widerstand gegen Abriss und Engagement für ein Sinnbild des innovativen Bauens mit Holz. In: informationsdienst-holz.de, 7. Juli 2016.
  35. a b Tuwaiq Palace, Riyadh, Saudi Arabia. (Memento vom 24. April 2001 im Internet Archive). In: Aga Khan Award for Architecture
  36. Fertigungspavillons der Firma Wilkhahn in Bad Münder. In: Architekturmuseum der TU München, Ausstellung „Frei Otto – Leicht bauen, natürlich gestalten“ 2005, aufgerufen am 11. März 2015.
  37. Holger Wolpensinger: Ökohaus Corneliusstraße. In: oekosiedlungen.de, 1/2006.
  38. Intercontinental Hotel and Conference Centre, Mecca, Saudi Arabia. (Memento vom 22. April 2001 im Internet Archive). In: Aga Khan Award for Architecture
  39. Großer BDA-Preis. In: Bund Deutscher Architekten (BDA)
  40. Ausstellung des Architekturmuseums zu Frei Otto
  41. Olympiapark München. Anlagen und Bauten für die Olympischen Spiele 1972. In: Bund Deutscher Architekten / Nike 2013
  42. a b c Im Dokumentarfilm: Frei Otto. Von Seifenblasen und Zelten. Erstausstrahlung: arte, 22. April 2005.
  43. Gedenken an Frei Otto. „Er war die Lichtgestalt der Architektur“. Kristin Feireiss im Gespräch mit Christine Watty. In: Deutschlandradio Kultur, 3. März 2015.
  44. dpa: Posthum: Architektenpreis für Frei Otto. In: Deutsche Welle, 16. Mai 2015.
      Tributes to Frei Otto. In: Pritzker-Preis, 2015.
  45. Ausstellungen. In: Architekturmuseum der TU München
  46. Bionik und organische Architektur. In: OVB, 30. März 2013.