Freiberger Brauhaus

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Freiberger Brauhaus GmbH
Rechtsform GmbH
Gründung 1850
Sitz Freiberg
Leitung Holger Scheich, Ulf Kampruwen
Branche Brauerei der Radeberger Gruppe
Website freiberger-pils.de
Stand: 2021
Freiberger Brauhaus
Freiberger Pils
Bierdeckel Freiberger Schankhaus
Bierdeckel Kellerbier Rückseite

Das Freiberger Brauhaus ist eine Brauerei in Freiberg, Sachsen, die zur Radeberger Gruppe im Oetker-Konzern gehört.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 11. August 1850 wurde der „Commun-Brauhof zu Freiberg“ von der Freiberger Braugenossenschaft eröffnet. Das Freiberger Brauhaus braute 1863 als erste Brauerei in Sachsen unter der Bezeichnung „Freiberger Böhmisch“ ein Bier nach Pilsner Art, sie firmierte 1898 zur „Bürgerlichen Brauhaus Freiberg AG“ um, einer der ersten Aktiengesellschaften Deutschlands.

Nach dem Zweiten Weltkrieg lag Freiberg in der Sowjetischen Besatzungszone, später der DDR. Die Brauerei verlor 1946 ihren Rechtsstatus als Aktiengesellschaft[1]; 1948 wurde sie zum Volkseigenen Betrieb (die Besitzer wurden enteignet) und später in das „VEB Getränkekombinat Karl-Marx-Stadt“ eingegliedert.

Nach dem Ende der DDR wurde der Betrieb von der Eichbaum-Brauereien AG (Mannheim) übernommen und ging 2000 in der Actris AG des SAP-Gründers Dietmar Hopp auf. In dieser Zeit entstanden auch neue Betriebsanlagen am nördlichen Stadtrand, und das alte Firmengelände am Stadtring wurde aufgegeben, nur die Brauereigaststätte blieb erhalten.

Im Mai 2006 wurde das Unternehmen rückwirkend zum 1. Januar 2006 an die Radeberger Gruppe verkauft, der zu diesem Zeitpunkt schon drei sächsische Brauereien gehörten. 2006 produzierte Freiberger erstmals mehr als eine Million Hektoliter in einem Jahr.[2]

Sortiment[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aktuell werden im Freiberger Brauhaus folgende Freiberger Biersorten hergestellt:

Name Flaschenform
Freiberger Pils Longneck
Freiberger Edelkeller Longneck
Freiberger Alkoholfrei Longneck
Freiberger 1863 Jubiläums-Pils Longneck
Freiberger Bockbier Longneck
Freiberger Schankbier Longneck
Freiberger Exportbier Longneck
Freiberger Festbier Longneck
Freiberger Alkoholfrei Zitrone Longneck
Freiberger Radler Naturtrüb Longneck
Freiberger Schwarzbier Longneck
Meisterbräu Pilsner NRW
Meisterbräu Export NRW
Meisterbräu Cola-Bier NRW
Meisterbräu Zitrone (Radler) NRW

Vor der Umstellung im Frühjahr 2009 wurden alle Sorten in NRW-Flaschen abgefüllt, außer Freibergisch Jubiläums-Festbier, welches bis dahin in Longneck-Bügelverschlussflaschen verkauft wurde.

Marketing und Werbung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dresdner Verkehrsbetriebe – Straßenbahn mit Sonderbeklebung – Freiberger Bier

Eine Straßenbahn der Dresdner Verkehrsbetriebe wurde als Werbefläche für das Freiberger Brauhaus beklebt. Auch im Jahr 2019 fuhr sie auf verschiedenen Linien im Stadtgebiet von Dresden.

Das Freiberger Brauhaus ist außerdem Premium-Partner der 3 sächsischen Eishockey-Mannschaften der DEL2 (Eispiraten Crimmitschau, Eislöwen Dresden und Lausitzer Füchse).

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Das Brauhaus veranstaltet seit mehreren Jahren auf und vor dem Betriebsgelände das „Freiberger Brauhausfest“, das sich zum regionalen Großereignis mit Auftritten bekannter Gruppen und Höhenfeuerwerk entwickelte.
  • Von 2004 bis 2006 warb die Leipziger Pop-Band „Die Prinzen“ für das Bier, davor Gunther Emmerlich.
  • Das Eissport- und Ballspielzentrum in Dresden trug zwischen 2007 und 2010 den Namen „Freiberger Arena“.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Freiberger Brauhaus – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. www.freibergerpils.de (Memento vom 8. September 2011 im Internet Archive)
  2. Freiberger Brauhaus ist Hektoliter-Millionär. In: Allgemeine Hotel- und Gastronomie-Zeitung. 29. Dezember 2006, abgerufen am 2. Mai 2021.

Koordinaten: 50° 55′ 56,6″ N, 13° 19′ 23,4″ O