Freienbessingen

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Freienbessingen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Freienbessingen hervorgehoben
Koordinaten: 51° 14′ N, 10° 47′ O
Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Kyffhäuserkreis
Erfüllende Gemeinde: Ebeleben
Höhe: 289 m ü. NHN
Fläche: 8,91 km2
Einwohner: 212 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 24 Einwohner je km2
Postleitzahl: 99713
Vorwahl: 036370
Kfz-Kennzeichen: KYF, ART, SDH
Gemeindeschlüssel: 16 0 65 018
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Rathausstraße 2
99713 Ebeleben
Webpräsenz: www.freienbessingen.net
Bürgermeister: Helmut Krüger
Lage der Gemeinde Freienbessingen im Kyffhäuserkreis
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Freienbessingen ist eine Gemeinde im thüringischen Kyffhäuserkreis. Erfüllende Gemeinde ist die Stadt Ebeleben.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Freienbessingen liegt im fruchtbaren Thüringer Becken nordöstlich am Rande der Heilinger Höhen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein Hügelgrab der Baalberger Kultur liegt in der Bodenwelle zwischen Mittelsömmern, Blankenburg und Freienbessingen. Auf diesem Platz stand später der Galgen.[2] Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes war im Jahr 731. In Freienbessingen wird als Ersterwähnung eine Schenkungsurkunde aus dem Jahr 979 betrachtet, in der auch einige umliegende Orte (z. B. Wolferschwenda) erwähnt sind. Dementsprechend wurde im Jahr 2004 die 1025-Jahr-Feier begangen.

Der Ort gehörte bis 1815 zum kursächsischen Amt Langensalza und nach seiner Abtretung an Preußen von 1816 bis 1944 zum Landkreis Langensalza in der Provinz Sachsen. Das große Rittergut von Freienbessingen war von 1933 bis 1945 Eigentum des Erfurter Fabrikbesitzers und Rittmeisters a.D. Fritz Wolff (Malzfabrik in Erfurt). Er baute das Gut großzügig weiter aus. Nach der Besetzung durch die Rote Armee erfolgte die entschädigungslose Enteignung. Das Gut wurde VEG. Heute (2012) ist es ein Stiftsgut.

Bei Kampfhandlungen mit den Amerikanern am 10. April 1945 brannte ein deutscher Panzer im Ort aus. Die Besatzung von drei Mann findet sich unter den vier unbekannten deutschen Soldaten auf dem Friedhof in einem Gemeinschaftsgrab.

Südlich von Freienbessingen befand sich in den Heilinger Höhen ein Raketen-Stützpunkt der NVA. Er wurde im Herbst 1990 kurzfristig von der Bundeswehr übernommen, die militärische Einrichtung bauten die ehemaligen NVA-Soldaten noch ab. Dann wurde die "Waldsiedlung" ein Asylbewerberheim, das 2007 aufgelöst und danach abgerissen worden ist.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Entwicklung der Einwohnerzahl (31. Dezember):

  • 1994 - 677
  • 1995 - 727
  • 1996 - 686
  • 1997 - 664
  • 1998 - 814
  • 1999 - 896
  • 2000 - 956
  • 2001 - 937
  • 2002 - 979
  • 2003 - 1.016
  • 2004 - 965
  • 2005 - 871
  • 2006 - 736
  • 2007 - 401
  • 2008 - 327
  • 2009 - 315
  • 2010 - 310
  • 2011 - 249
  • 2012 - 241
  • 2013 - 224
  • 2014 - 222
  • 2015 - 212
Datenquelle: Thüringer Landesamt für Statistik

Der dramatische Rückgang der Einwohnerzahl von 2006 nach 2007 beruht auf der Schließung einer Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge im Oktober 2007.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung der Gemeinden vom Thüringer Landesamt für Statistik (Hilfe dazu).
  2. Michael Köhler: Heidnische Heiligtümer Jenzig-Verlag 2007 ISBN 978-3-910141-85-8, S. 135

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Freienbessingen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien