Freienfeld

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Freienfeld
(ital.: Campo di Trens)
Wappen von Freienfeld
Freienfeld in Südtirol - Positionskarte.svg
Staat: Italien
Region: Trentino-Südtirol
Provinz: Bozen (Südtirol)
Bezirksgemeinschaft: Wipptal
Einwohner:
(VZ 2011/31.12.2015)
2.671/2.666
Sprachgruppen:
(laut Volkszählung 2011)
95,85 % deutsch
3,79 % italienisch
0,36 % ladinisch
Koordinaten 46° 53′ N, 11° 29′ OKoordinaten: 46° 53′ N, 11° 29′ O
Meereshöhe: 937 m s.l.m.
Fläche: 95,29 km²
Dauersiedlungsraum:  km²
Fraktionen: Egg, Elzenbaum, Flans, Mauls, Niederried, Pfulters, Ritzail, Sprechenstein, Stilfes, Trens, Valgenäun
Nachbargemeinden: Franzensfeste, Pfitsch, Ratschings, Sterzing, Mühlbach, Sarntal
Postleitzahl: 39040
Vorwahl: 0472
ISTAT-Nummer: 021016
Steuernummer: 81000970210
Bürgermeister (2016): Peter Faistnauer

Freienfeld (italienisch Campo di Trens) ist eine Gemeinde mit 2666 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2015) nahe bei Sterzing im Südtiroler Wipptal (Italien).

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Freienfeld befindet sich im Wipptal im Norden Südtirols, südöstlich der nahen Stadt Sterzing. Sie erstreckt sich auf einer Fläche von 95,29 km² im vom Eisack in Nordwest-Südost-Richtung durchflossenen Talboden sowie in den umliegenden Bergen.

Trens, der Hauptort der Gemeinde

Die größten Dörfer liegen am Fuße der Talhänge und Schwemmkegel: Auf der orographisch linken Talseite befinden sich der Hauptort der Gemeinde, Trens (930–1020 m s.l.m., auch Freienfeld genannt), und etwas südöstlich Mauls (900–960 m), genau gegenüber von Trens auf der orographisch rechten Talseite Stilfes (940–990 m). Daneben gibt es im Talbereich noch mehrere weitere Gemeindefraktionen: Im Nordwesten, nahe den Mündungsbereichen des Pfitscher Bachs und Ridnauner Bachs in den Eisack am Sterzinger Moos, sind dies Sprechenstein (940 m, links des Eisack) und Elzenbaum (940–980 m, rechts des Eisack), grob in der Mitte des Gemeindegebiets Valgenäun (1010–1100 m, links) sowie Niederried und Pfulters (950–1000 m, beide rechts). Gegen Südosten verengt sich das Wipptal zur Sachsenklemme und Gemeinde Franzensfeste hin zunehmend und bietet keiner größeren Siedlung mehr Platz.

Im Nordosten dehnt sich das Gemeindegebiet in die Zillertaler Alpen hinein aus. Auf einer Hangterrasse über Mauls befindet sich die Fraktion Flans (1270–1300 m), auf den südexponierten Hängen eines bei Mauls abzweigenden Seitentals liegen die Gehöfte von Ritzail (bis über 1500 m). Im Norden grenzt ein Kamm das Wipptal zum Pfitscher Tal (Gemeinde Pfitsch) ab, im Osten ein weiterer Gebirgszug zum Valler Tal (Gemeinde Mühlbach). Am Treffpunkt der beiden Kämme erreicht Freienfeld an der Ebengrubenspitze (2990 m) seinen höchsten Punkt. Im Südwesten wird das Wipptal bei Freienfeld von den Sarntaler Alpen eingerahmt. Zu den bedeutendsten Gipfeln hier zählen die Tatschspitze (2626 m) im Süden des Gemeindegebiets und der Zinseler (2422 m) an der Westgrenze zu Ratschings. Zwischen den beiden Bergen sinkt der Gebirgszug zum Penser Joch (2211 m) ab, einem Übergang ins Sarntal. An den Südhängen eines vom Wipptal zum Penser Joch ansteigenden Seitentals finden schließlich die Gehöfte die Fraktion Egg (1450–1580 m) Platz.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stilfes und Trens werden erstmals 827/828 (als «Stilues» und «Torrentes»)[1] und Mauls 985/990 (als «Mules»)[2] erwähnt. Die Gemeinden Stilfes und Trens wurden 1820 gebildet, die Gemeinde Mauls 1838. Die Gemeinde Freienfeld entstand 1928 durch staatliches Dekret mittels Zusammenlegung der Gemeinden Stilfes, Mauls und Trens. 1939 hatte die Gemeinde 2.468 Einwohner, davon 206 Italiener.

Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach Rehder (1965) kann man Freienfelds Klima in den Tallagen dem mitteleuropäisch-montanen Typ zuordnen. In höheren Lagen geht es über in den subalpinen Typ und schließlich, oberhalb der Waldgrenze, in den alpinen Typ.[3]

Temperatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Jahresdurchschnittstemperatur liegt bei 12 Grad C. Der kälteste Monat ist der Jänner mit Durchschnittstemperaturen von etwa -3 Grad. Der wärmste Monat ist der Juli mit Durchschnittstemperaturen um 22 Grad C.

Niederschläge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Freienfeld liegt die durchschnittliche jährliche Niederschlagsmenge bei 750 mm. Eine solche Niederschlagsmenge ist recht günstig für die Landwirtschaft, da der Wasserbedarf für Grünland im Durchschnitt gegeben ist, allerdings nicht zu allen Zeiten. Die Niederschläge sind nicht gleichmäßig über das Jahr verteilt. Das Niederschlagsmaximum fällt auf den Sommer (Juni, Juli, August), die wenigsten Niederschläge fallen im Winter (Jänner und Februar). Im Winter fallen die Niederschläge meist in Form von Schnee. Im Eisacktal bei Freienfeld liegt etwa 3-4 Monate lang eine Schneedecke von wenigstens 1 cm.

Klima im Gebirge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit zunehmender Meereshöhe steigt die Niederschlagsmenge und wegen der tieferen Temperaturen bleibt der Schnee länger liegen. Das wichtigste Klimaelement, das sich mit der Höhenlage ändert, ist die Temperatur. Während die Durchschnittstemperatur am Talboden zwischen 7 und 8 Grad C liegt, beträgt sie im Bereich der Waldgrenze nur mehr etwa 2 Grad C, im Bereich der höchsten Gipfel im Gemeindegebiet gar nur mehr -5 Grad C. In dieser Höhe befindet sich die Schneegrenze, oberhalb der im Jahresverlauf mehr Schnee fällt, als wegschmelzen kann. Da das Gemeindegebiet von Freienfeld nicht über die Schneegrenze reicht, gibt es darin heute keine Gletscher.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf dem Gemeindegebiet von Freienfeld befinden sich drei Grundschulen in Mauls, Stilfes und Trens, die zusammen dem deutschen Schulsprengel der Nachbargemeinde Sterzing III angeschlossen sind.[4]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für den Kraftverkehr ist Freienfeld in erster Linie durch die SS 12 erschlossen, die das Gemeindegebiet durchquert. Parallel zur Staatsstraße verlaufen die A22, deren Ein- und Ausfahrt Sterzing sich auf der Grenze zu Sterzing befindet, sowie die Brennerbahn. Letztere bietet am Bahnhof Freienfeld eine Zugangsstelle.

Sehenswertes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Burg Reifenstein

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister seit 1952:[5]

  • Peter Hasler: 1952–1956
  • Wilhelm Wieser: 1956–1964
  • Karl Stafler: 1964–1974
  • Willhelm Wieser: 1974–1980
  • Ferdinand Rainer: 1980–1995
  • Adolf Zihl: 1995–1998
  • Ferdinand Rainer: 1999–2005
  • Armin Holzer: 2005–2015
  • Peter Faistnauer: 2015–

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Freienfeld – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Martin Bitschnau, Hannes Obermair: Tiroler Urkundenbuch, II. Abteilung: Die Urkunden zur Geschichte des Inn-, Eisack- und Pustertals. Bd. 1: Bis zum Jahr 1140. Universitätsverlag Wagner, Innsbruck 2009, ISBN 978-3-7030-0469-8, S. 61–64 Nr. 87.
  2. Oswald Redlich: Die Traditionsbücher des Hochstifts Brixen vom 10. bis in das 14. Jahrhundert (Acta Tirolesnia 1). Universitätsverlag Wagner, Innsbruck 1886, S. 6 Nr. 12.
  3. Franz Fliri: Das Klima der Alpen im Raum von Tirol. Wagner, Innsbruck 1975.
  4. Schulsprengel Sterzing III. Südtiroler Bürgernetz, abgerufen am 25. Oktober 2014.
  5. Die Bürgermeister der Gemeinden Südtirols seit 1952. In: Festschrift 50 Jahre Südtiroler Gemeindeverband 1954–2004. Südtiroler Gemeindenverband, S. 139–159, abgerufen am 16. November 2015 (PDF; 15 MB).