Freigericht (Hessen)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Freigericht
Freigericht (Hessen)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Freigericht hervorgehoben
Koordinaten: 50° 8′ N, 9° 8′ O
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Darmstadt
Landkreis: Main-Kinzig-Kreis
Höhe: 150 m ü. NHN
Fläche: 33,44 km2
Einwohner: 14.419 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 431 Einwohner je km2
Postleitzahlen: 63579,
63776 (Hüttelngesäß)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/PLZ enthält Text
Vorwahlen: 06055,
06029 (Hüttelngesäß)
06051 (Birkenhain)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: MKK, GN, HU, SLÜ Vorlage:Infobox Verwaltungseinheit in Deutschland/Wartung/Kfz enthält Kleinbuchstaben
Gemeindeschlüssel: 06 4 35 009
Gemeindegliederung: 5 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Rathausstraße 13
63579 Freigericht
Webpräsenz: www.freigericht.de
Bürgermeister: Joachim Lucas (UWG)
Lage der Gemeinde Freigericht im Main-Kinzig-Kreis
Niederdorfelden Schöneck (Hessen) Nidderau Maintal Hanau Großkrotzenburg Rodenbach (bei Hanau) Erlensee Bruchköbel Hammersbach Neuberg (Hessen) Ronneburg (Hessen) Langenselbold Hasselroth Freigericht (Hessen) Gründau Gelnhausen Linsengericht (Hessen) Biebergemünd Flörsbachtal Jossgrund Bad Orb Wächtersbach Brachttal Schlüchtern Birstein Sinntal Bad Soden-Salmünster Gutsbezirk Spessart Steinau an der Straße Steinau an der Straße Bad Soden-Salmünster Bad Soden-Salmünster Gutsbezirk Spessart Bayern Landkreis Offenbach Offenbach am Main Frankfurt am Main Landkreis Fulda Vogelsbergkreis Landkreis Gießen Wetteraukreis HochtaunuskreisKarte
Über dieses Bild
Gemeindegebiet mit Ortsteilen von Freigericht

Freigericht ist eine ländliche Gemeinde im hessischen Main-Kinzig-Kreis. Sie liegt unmittelbar an der bayerischen Grenze. Die Gemeinde Freigericht ist nicht zu verwechseln mit der historischen Region Freigericht Alzenau, zu der außer der hessischen Gemeinde Freigericht noch etliche heute bayerische Gemeinden oder Ortsteile gehörten.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Freigericht liegt nahe dem Rhein-Main-Gebiet, an den Ausläufern des Spessarts, unmittelbar an der hessisch-bayerischen Grenze. Über 40 % des Gemeindegebietes sind bewaldet. Die höchste Erhebung mit 371 m ü. NN ist der Heidkopf in der Sölzert, der niedrigste Punkt liegt auf 140 m ü. NN.

Freigericht liegt zwischen 50°5' und 50°13' nördlicher Breite sowie 9°5' und 9°13' östlicher Länge. Die Gemeinde erstreckt sich auf einer Fläche von 33,42 km² in einem Seitental der Kinzig.

Blick über das Freigericht vom Aussichtsturm auf dem Rodfeld bei Neuses

Geologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geologisch liegt Freigericht auf der Grenze zwischen der Hessischen Rotliegend-Senke im Nordwesten und dem Kristallinen Spessart im Südosten. Die tektonische Störung, an welcher der in großer Tiefe und unter hohem seitlichem Druck zu Glimmerschiefer und Gneis gewandelte und gefaltete, mindestens 410 Mio. Jahre alte Meeresboden als Mittelgebirge (Spessart) empor gequetscht wurde, verläuft durch Neuses und Horbach.[2]

Beim Abbau des Freigerichter Zechsteindolomits wurden idiomorphe Azurit-Kristalle und seltene Fossilien entdeckt

Als geologische Besonderheit kann der Zechsteindolomit von Altenmittlau angesehen werden. Hierbei handelt es sich um ein ca. 260 Mio. Jahre altes, von verschiedenartigen Meeresorganismen gebildetes Riff, welches nur in einem stark aufgeheizten Meeresarm entstehen konnte.[2] Beim Abbau des Zechsteindolomits zur Herstellung von Brandkalk und mineralischen Straßenbauprodukten wurden unter Anderem einzigartige tafelige Azuritkristalle gefunden. In dem etwas älteren (darunter liegenden) Zechsteinkonglomerat wurden fossile Nadelbäume nachgewiesen.

Den wesentlichen Anteil des Untergrundes Freigerichts bilden oberflächennah entfestigte Tonsteine und Sandsteine des Rotliegenden (270 Mio. Jahre alt, im Gänsewald gut zu erkennen), die an den Hängen meist von Lösslehm (aus eiszeitlichem, ca. 12.000 Jahre altem Gesteinsstaub entstanden) überdeckt sind.[2]

Die steilen und hohen Lösswände in Freigericht bieten seltenen Insekten und Vögeln Lebensraum

Zumindest im Nordosten von Somborn und von Bernbach sind Sande und Schotter aus der mittleren bis frühen Phase der Eiszeit (des Pleistozäns von ca. 2 Mio. bis ca. 12.000 Jahre vor heute) erhalten geblieben und enthalten vereinzelt Wirbeltierfossilien. Hasselbach und Birkisbach sind als Hauptvorfluter in Freigericht anzusehen und entwässern das Gebiet nach Nordwesten. Vermutlich der aus dem Kristallinen Spessart nach Freigericht fließende Schnellmich-Bach hat den abbauwürdigen Kiessand geschüttet, durch dessen Gewinnung zwischen Neuses und Horbach eine kleine im Wald versteckte Seenlandschaft geschaffen wurde.[2] So interessant die geologischen Verhältnisse in Freigericht sind, so abwechslungsreich ist auch die Landschaft.

Im südlichen Teil der Gemeinde wurden diverse Hügelgräber gefunden.

Am 19. Juni 1930 fand man bei Bauarbeiten im Ortsteil Somborn einen etwa 40.000 Jahre alten Mammutzahn, der in die damalige Kreisstadt Gelnhausen verbracht wurde. Mit Errichtung des Heimatmuseums im Freigericht drang die Gemeinde (bisher vergebens) auf Rückgabe.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinde Hasselroth
Gemeinde Rodenbach Windrose klein.svg Gemeinde Linsengericht
Landkreis Aschaffenburg
Stadt Alzenau Markt Mömbris Gemeinde Geiselbach

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Freigericht (Somborn), im Hintergr. m. Neuses, l. tlw. Altenmittlau, im Vordergr. tlw. Gondsroth

Die Gemeinde besteht aus 5 Ortsteilen (Einwohnerzahlen Stand 2008):

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Name[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die vier Zentgerichte von Wilmundsheim (heute Alzenau), Hörstein, Mömbris und Somborn (mit einigen weiteren Dörfern) teilten sich früher ein zusammenhängendes Waldgebiet, die sogenannte Hohe Mark. Um 1200 erhielten die Wilmundsheimer Zenten Selbstverwaltungsrechte und wurden zu freien, reichsunmittelbaren Gerichten. Daher stammt der Name Freigericht. Im Jahr 1500 erhielten das Kurfürstentum Mainz und die Grafschaft Hanau-Münzenberg das Freigericht als Reichslehen.[4] Die Gemarkung der heutigen Gemeinde Freigericht besteht überwiegend aus dem Teil des mittelalterlichen Freigerichts, der nach einer Realteilung zwischen Kurmainz und der Landgrafschaft Hessen-Kassel – letztere hatte die Grafschaft Hanau-Münzenberg 1736 geerbt – 1740 an Hessen fiel.

Religionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Katholische Kirche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Da im Freigericht auch zur Zeit des Kondominats zwischen Hanau und Mainz die kirchliche Jurisdiktion bei den Erzbischöfen von Mainz verblieb, konnte sich die Reformation – im Gegensatz zur Grafschaft Hanau-Münzenberg – hier nicht durchsetzen. Anders als in den Nachbargemeinden sind hier auch heute noch etwa 66 % der Bevölkerung römisch-katholisch.

Über Jahrhunderte hinweg gab es nur eine Pfarrei in Somborn, zu der neben den heutigen Freigerichter Orten auch Albstadt gehörte. Dieser Ort blieb bei der Teilung des Freigerichts 1740 bei Kurmainz und gehört seit 1972 zu Alzenau. Im 18. Jahrhundert wurden in den einzelnen Orten Kapellen gebaut, aus denen sich nach und nach eigenständige Pfarreien bildeten.

Durch die päpstliche Bulle Provida solersque vom 16. August 1821 kam das hessische Freigericht zur Diözese Fulda.

Im Zuge des Pastoralen Prozesses im Bistum Fulda (unter anderem bedingt durch den Mangel an Priestern) haben sich die Kirchengemeinden des Freigerichts mit der Kuratie in Hasselroth am 2. Juli 2006 zu einem Pastoralverbund „St. Peter und Paul“ zusammengeschlossen.

Jeweils zwei Gemeinden werden von einem Pfarrer betreut, in Somborn/Hasselroth wirkt darüber hinaus noch ein Kaplan. „Moderator“ (Vorsitzender) des Verbundes ist der Pfarrer von St. Anna und St. Maria, Hasselroth, Ulrich Schäfer.

In Freigericht, das zum Dekanat Kinzigtal gehört, gibt es folgende fünf Gemeinden, deren Pfarrsprengel deckungsgleich mit den Ortsteilen sind:

  • Pfarrei St. Anna, Somborn – Die Mutterpfarrei des Freigerichts (ehemals St. Peter und Paul)
  • Pfarrei St. Bartholomäus, Bernbach
  • Pfarrei St. Markus, Altenmittlau
  • Kuratie St. Michael, Horbach
  • Pfarrei St. Wendelin, Neuses

Evangelische Kirche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Turm der Evangelischen Johanneskirche Freigericht in Somborn

Gut 17 % der Freigerichter sind evangelisch. Sie gehören zur Johannesgemeinde, die alle Ortsteile umfasst. Die Gemeinde wurde 1980 selbstständig, zuvor war sie Filiale der Gemeinde in Niedermittlau. Die evangelische Johannesgemeinde zählt heute ca. 2500 Mitglieder.

Zur Evangelischen Johanneskirche im Ortsteil Somborn wurde am 16. Juni 1963 der Grundstein gelegt, am 4. Oktober 1964 wurde sie eingeweiht. Sie hat ein hohes Walmdach und einen separat stehenden Glockenturm. Nachdem die Zahl der Protestanten im Freigericht in den Folgejahren stark anstieg, errichtete die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck 1982 für Freigericht eine eigene Pfarrstelle. 1985 wurde vom Kirchenvorstand mit dem Gemeindehaus eine Erweiterung in Auftrag gegeben und an die Kirche angebaut. Über die folgenden zwei Jahrzehnte wurde der Innenraum der Kirche umgestaltet. Herausragende künstlerische Arbeiten sind die den gesamten Innenraum umschließenden farbigen Glasfenster. Die Ausstattung des Sakralraums ist denkbar ungewöhnlich mit der reliefartigen Wandgestaltung und den eigenwilligen Holzskulpturen von Altar, Ambo und Taufbecken. Hinzu kommen ein einfaches Holzkreuz mit Dornenkrone, der riesige geschmiedete Deckenleuchter sowie der Osterkerzenleuchter. Den harmonischen Gesamteindruck tragen die warmen Holztöne des Parkettbodens und des sich weit nach oben öffnenden Deckenraums mit seinem farbigen Giebelfenster.

Jüdische Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zum Zweiten Weltkrieg gab es im Ortsteil Somborn eine kleine jüdische Gemeinde mit eigener Synagoge. In der Pogromnacht am 9. November 1938 wurde sie durch das Einschreiten des Somborner Bürgermeisters gerettet und überstand auch die Kriegswirren. Später wurde das Gebäude zu einem Wohnhaus umgebaut.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Freigericht entstand am 1. Januar 1970 durch freiwilligen Zusammenschluss der Gemeinden Altenmittlau, Bernbach, Horbach, Neuses und Somborn.[5]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Freigericht: Einwohnerzahlen von 1820 bis 2015
Jahr Einwohner
1820
  
2.584
1834
  
3.693
1840
  
3.755
1846
  
3.964
1852
  
3.877
1858
  
3.721
1864
  
3.786
1871
  
3.634
1875
  
3.885
1885
  
3.768
1895
  
4.142
1905
  
4.951
1910
  
5.604
1925
  
6.175
1939
  
6.833
1946
  
9.144
1950
  
9.737
1956
  
9.686
1961
  
10.464
1967
  
11.791
1970
  
12.145
1980
  
12.642
1990
  
13.248
2000
  
14.662
2005
  
14.982
2006
  
15.017
2008
  
14.873
2009
  
14.704
2010
  
14.630
2011
  
14.344
2012
  
14.288
2013
  
14.291
2014
  
14.219
2015
  
14.419
Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen:
1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834–1967. Wiesbaden : HSL, 1968.

Bevölkerungsstatistik des HSL

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rathaus in Somborn

Die politischen Gremien der hessischen Gemeinde Freigericht bestehen laut Magistratsverfassung aus der Gemeindevertretung, dem Bürgermeister und dem Gemeindevorstand. Der Bürgermeister sitzt dabei dem Gemeindevorstand vor. In den Ortsteilen bestehen Ortsbeiräte. Seit der Kommunalwahl 2001 ist es in Hessen möglich, bei Gemeinde- und Ortsbeiratswahlen zu kumulieren und zu panaschieren, d. h. einer Person bis zu drei Stimmen zu geben bzw. Stimmen auf verschiedene Parteien zu verteilen.
Zur besseren Beteiligung von Kindern und Jugendlichen bei Entscheidungen, die sie berühren, gab es in der Gemeinde Freigericht bis 2015 ein Kinder- und Jugendparlament. Mangels Beteiligung wurde es wieder aufgelöst.
Auf Bundesebene gehörte Freigericht bis 2009 dem Bundestagswahlkreis Hanau an, ab 2013 dem Bundestagswahlkreis Main-Kinzig – Wetterau II – Schotten; im Hessischen Landtag ist die Gemeinde dem Wahlkreis Main-Kinzig I zugeordnet.

Gemeindevertretung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Freigerichter Gemeindevertretung besteht aus 37 Mitgliedern. Seit Gründung der Gemeinde 1970 war die CDU die stärkste Partei innerhalb der Gemeindevertretung, jedoch musste sie seit ihrem absoluten Wahlsieg 2001 erhebliche Verluste verzeichnen. Mit der Kommunalwahl 2011 wurden insgesamt sieben politische Gruppierungen in die Gemeindevertretung gewählt. Nach der Kommunalwahl 2016 sind noch fünf vertreten, da die FDP und die BfF nicht mehr mit eigenen Listen angetreten sind. Erstmals seit der Gemeindefusion ist die UWG die stärkste Fraktion.

Die Kommunalwahl am 6. März 2016 lieferte folgendes Ergebnis,[6] in Vergleich gesetzt zu früheren Kommunalwahlen:[7][8]

Sitzverteilung in der Gemeindevertretung 2016
     
Von 37 Sitzen entfallen auf:
Wahlvorschläge %
2016
Sitze
2016
%
2011
Sitze
2011
%
2006
Sitze
2006
%
2001
Sitze
2001
%
1997
Sitze
1997
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 24,3 9 27,9 10 47,9 18 59,0 22 45,3 17
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 19,1 7 19,3 7 28,3 10 24,2 9 28,8 11
GRÜNE Bündnis 90/Die Grünen 11,6 4 13,3 5 7,6 3 8,9 3
UWG Unabhängige Wählergemeinschaft Freigericht 35,1 13 22,9 8 21,3 8 9,2 3 17,0 6
Unbestechl Die Unbestechlichen – Liste freier Bürger 9,9 4 2,4 1
FDP Freie Demokratische Partei 1,8 1 2,6 1
BfF Bürger für Freigericht 12,4 5
Gesamt 100,0 37 100,0 37 100,0 37 100,0 37 100,0 37
Wahlbeteiligung in % 53,8 51,6 48,4 52,2 68,4

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Nachfolger für den nach 18 Jahren ausscheidenden Bürgermeister Franz wurde am 24. September 2006 der damalige Altenmittlauer Ortsvorsteher und Gemeindevertreter Joachim Lucas (UWG) zum neuen Bürgermeister gewählt und 2012 für weitere sechs Jahre im Amt bestätigt.

Die bisherigen Bürgermeister der Gemeinde Freigericht waren:

  • Georg Kreis (Staatsbeauftragter, 1. Januar 1970 bis 10. Juli 1970) (UWG)
  • Dr. Horst Eberhard Theis (11. Juli 1970 bis 22. November 1971) (CDU)
  • Robert Braatz (12. Mai 1972 bis 30. April 1975) (CDU)
  • Franz Schilling (9. Oktober 1975 bis 15. März 1986) (CDU)
  • Walter Streb (11. Juni 1986 bis 31. Dezember 1988) (CDU)
  • Manfred W. Franz (1. Januar 1989 bis 31. Dezember 2006) (CDU)
  • Joachim Lucas (seit 1. Januar 2007) (UWG)

Gemeindevorstand[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeindevorstand wird durch die Gemeindevertretung zu Beginn der Legislaturperiode gewählt und besteht aus dem hauptamtlichen Bürgermeister und zehn ehrenamtlichen Beigeordneten. Er ist das Verwaltungsorgan der Gemeinde, das die Beschlüsse der Gemeindevertretung vorbereitet und ausführt.

Kinder- und Jugendparlament[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur stärkeren Einbindung von Kindern und Jugendlichen in die Entscheidungen der Gemeinde wurde ein Kinder- und Jugendparlament gegründet. In diesem Parlament waren Jugendliche aus allen Ortsteilen vertreten, insgesamt hatte das Kinder- und Jugendparlament 11 Mitglieder. Die Wahlen fanden alle zwei Jahre statt, wobei die Jugendlichen zwischen 12 und 18 Jahren wahlberechtigt waren.[9] In Ermangelung von Kandidaten wurde das Kinder- und Jugendparlament 2015 wieder aufgelöst.

Parteien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Christlich Demokratische Union Deutschlands (CDU)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Christlich Demokratische Union (CDU) Freigericht existiert seit 1945, als sich kurz nach Ende des Zweiten Weltkrieges mit Sondergenehmigung der Alliierten Besatzungsmacht die ersten demokratischen Parteien organisieren durften. Die CDU wurde damals nach den Bamberger Richtlinien der heutigen CSU gegründet und schloss sich kurze Zeit später dem neu gegründeten Landesverband Hessen an. Die CDU hat sich in Freigericht nach der Gebietsreform zu einem Gemeindeverband zusammengeschlossen und ist einer der mitgliederstärksten Verbände der CDU Main-Kinzig. Die CDU war seit Gründung der Gemeinde Freigericht die stärkste politische Kraft in den gemeindlichen Gremien, bis sie 2016 durch die UWG abgelöst wurde. Seit 1951 gibt es die Junge Union (JU) Freigericht, sie stellt in Freigericht eine politische Jugendorganisation. 2012 fusionierte sie mit der benachbarten JU aus Hasselroth zu einem gemeinsamen Ortsverband.

Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bereits in den 1950er Jahren traten erste Vertreter der SPD auf Wahllisten in den heutigen Ortsteilen Freigerichts auf. Mit dem Zusammenschluss der Ortsteile durch die Gemeindegebietsreform gründete sich die SPD Freigericht. Über die Jahre hinweg konnte sich die SPD im konservativ geprägten Freigericht etablieren und gehört heute zu den politischen Gruppierungen in Freigericht. Die Jusos Freigericht sind stark am politischen Geschehen der Gemeinde beteiligt und stellen auch nach der Kommunalwahl 2011 wieder 2 Gemeindevertreter.

Bündnis 90/Die Grünen (Grüne)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Freigericht gab es eine Ortsgruppe von Bündnis 90/Die Grünen, die erstmals bei der Kommunalwahl 1993 in die Gemeindevertretung einzog. Bis 2001 bildeten die Grünen mit SPD und UWG eine Koalition in der Gemeindevertretung. Mangels Mitgliedern musste sich der Ortsverband 2005 auflösen. Im Herbst 2010 haben sich die Grünen mit dem Ziel wiedergegründet, bei der bevorstehenden Kommunalwahl anzutreten.

Freie Demokratische Partei (FDP)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 2006 gibt es in Freigericht und Hasselroth einen Ortsverband der FDP, der beim erstmaligen Antreten zur Kommunalwahl 2006 einen Sitz in der Gemeindevertretung erringen konnte und in Somborn einen Sitz im Ortsbeirat. Seit dem Januar 2009 gibt es den Jungen Liberalen Ortsverband Freigericht (kurz: JuLis Freigericht). 2016 trat die FDP nicht mehr als eigenständige Partei bei den Kommunalwahlen an, Vertreter der FDP kandidierten auf der Liste freier Bürger.

Unabhängige Wählergemeinschaft (UWG)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Unabhängige Wählergemeinschaft Freigericht (UWG) besteht in ihrer derzeitigen Form seit der Gebietsreform 1970, als sich die in den einzelnen Ortsteilen bestehenden Gruppen zu einer einzigen Gemeinschaft zusammenschlossen. Vor dem Zusammenschluss zur Gemeinde Freigericht waren die Wählergruppen (teils UWG, teils FWG) treibende politische Kräfte in den einzelnen Gemeindevertretungen der fünf Orte. Mit der Gründung der Gemeinde Freigericht verlor die UWG diese Rolle an die CDU, konnte sie jedoch in der Kommunalwahl 2016 wiedergewinnen. Seit der Kommunalwahl 2006 kommt der UWG wieder ein stärkeres Gewicht zu, zudem stellt sie mit Joachim Lucas den Bürgermeister.

Bürger für Freigericht (BfF)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Dezember 2010 gründete sich aus der Bürgerbewegung zur Verhinderung einer Golfplatzerweiterung die Wählergruppe „Bürger für Freigericht“. Nach einigen Fraktionsaustritten traten die BfF 2016 nicht mehr zur Kommunalwahl an. Vertreter der BfF schlossen sich der UWG an.

Die Unbestechlichen – Liste freier Bürger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aus der gleichen Bewegung entstand eine weitere Wählerliste, „die Unbestechlichen – Liste freier Bürger“. 2016 kandidierten auch FDP-Mitglieder auf der Liste freier Bürger.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Freigerichter Gemeindewappen

Blasonierung: In Silber ein gradarmiges schwarzes Tatzenkreuz, kreuzweise belegt mit einem blauen Schlüssel und einem blauen Schwert.

Bedeutung: Das schwarze Kreuz auf silbernem Grund symbolisiert die alten Beziehungen der Gemeinde zum Bistum Fulda.

Schlüssel und Schwert sind die Symbole der Heiligen Petrus und Paulus, der beiden ältesten Patrone der Somborner Pfarrkirche.

Im weiteren Sinne kann das Schwert auch symbolisch als Gerichtsschwert des Freigerichts gedeutet werden. Diese geschichtlichen Zusammenhänge wurden bei der Wappengebung für die Gemeinde Freigericht herangezogen.

Bereits 1967 wurde dieses Wappen der Gemeinde Somborn verliehen. Die Führung des Wappens wurde der Gemeinde Freigericht am 6. Oktober 1971 durch das Land Hessen genehmigt.

Flagge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Flagge der Gemeinde ist eine blaue Bannerflagge mit weißen Seitenstreifen und dem Gemeindewappen. Die Führung der Flagge wurde am 16. Juni 1972 durch den hessischen Innenminister genehmigt.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Freigericht ist seit 1972 verschwistert mit St. Quentin-Fallavier, einer Gemeinde nahe Lyon. Seit 2004 bestehen auch freundschaftliche Beziehungen mit der italienischen Gemeinde Gallicano nel Lazio nahe Rom. Diese wurden 2011 mit der offiziellen Verschwisterungsfeier gefestigt.

Zusätzlich sind einige der örtlichen Vereine mit anderen Vereinen in Europa befreundet.

Die örtliche Kopernikusschule pflegt zudem Partnerschaften mit über 20 Partnerschulen weltweit.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Museen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heimatmuseum

In Somborn gibt es ein Heimatmuseum, in dem das Leben im Freigericht in vergangenen Tagen gezeigt wird. Zurzeit wird es erweitert, um eine Nachbildung der Freigerichter Kleinbahn aufzustellen. Ein weiterer Schwerpunkt des Museums ist die Zigarrenherstellung in Freigericht. Bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts wurden in der Gemeinde in Fabriken und in Heimarbeit Zigarren hergestellt.

Musik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das kulturelle Leben der Gemeinde wird zum großen Teil von den zahlreichen Vereinen gepflegt. Fünf Orchester, ein Spielmanns- und Fanfarenzug, zahlreiche Chöre und weitere Gruppierungen geben jährlich mehrere Konzerte und sind weit über die Grenzen Freigerichts bekannt und geschätzt. Seit Mai 2008 beheimatet die Gemeinde Freigericht mit dem Musikverein „Viktoria“ Altenmittlau 1897 e. V. unter der Leitung seines Dirigenten, Prof. Hans Rückert, den 1. Preisträger des deutschen Orchesterwettbewerbes. Dazu kommen noch Aufführungen diverser Theatergruppen und weitere Veranstaltungen. Wachsender Beliebtheit erfreuen sich auch die Freigerichter „Babbelowende“, Abende, an denen die verschiedenen Freigerichter Dialekte gepflegt werden.

Sommerliche Musiktage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jährlich im August veranstalten die Gemeinden Freigericht und Rodenbach die „Sommerlichen Musiktage“ auf Hof Trages; an mehreren Abenden werden Konzerte mit Musik aus verschiedenen Stilrichtungen und Epochen gegeben, die sich großer Beliebtheit erfreuen.

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirchen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Markante Bauwerke in den Freigerichter Ortsteilen sind die Kirchen und ihre Vorgängerkapellen.

Hof Trages[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Hof Trages, ein barockes Hofgut, entwickelte sich Anfang des 19. Jahrhunderts zum Treffpunkt und Rückzugsort zahlreicher Persönlichkeiten der deutschen Romantik.

Hauptartikel: Hof Trages

Fernblick[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Rodfeldturm

Am Waldrand, auf dem Rodfeld, entstand im Jahr 2000 zur 1000-Jahr-Feier des Ortsteils Neuses ein Aussichtsturm. Der 18,5 Meter[10] hohe Holzturm ist über eine Metallwendeltreppe öffentlich zugänglich. Der Rodfeldturm bietet von seiner 15,2 Meter[10] hohen Plattform Ausblicke auf die Hügel der Wetterau. Auch die Ronneburg ist von hier zu sehen. Des Weiteren sind die hinter der Stadt Frankfurt ansteigenden Taunushöhen gut zu erkennen. Neben dem Aussichtsturm befindet sich eine Gaststätte. Der Ort ist in der Umgebung auch unter dem Namen „Fernblick“ bekannt.

Wetterau-Main-Tauber-Stellung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Entlang der durch natürliche Gräben und Furchen geformten Wälder nahe Bernbach, Horbach und Neuses verläuft die Wetterau-Main-Tauber-Stellung. Dabei handelt es sich um eine Bunkerstellung, die ihren Ursprung in den 1930er Jahren als Ergebnis der Verträge von Versailles hatte. Sie sollte einen französischen Angriff auf das militärisch geschwächte Deutsche Reich verzögern, um Zeit für eine Formierung des auf 100.000 Mann beschränkten Feldheeres zu gewinnen. Gemeinsam mit der Neckar-Enz-Stellung (zwischen Eberbach und den Ausläufern des Schwarzwaldes) sollte einer Teilung des deutschen Reiches an seiner schmalsten Stelle entgegengewirkt werden. Während der Bauzeit vom Frühjahr 1936 bis Sommer 1938 entstanden insgesamt 308 Bunkerbauwerke und 21 Fundamentplatten für Hochstände. Zwei nasse Panzerabwehrgräben wurden im Kinzigtal und im Kahltal ausgehoben. Sechs Panzersperren durch mehrreihige Pfahlhindernisse wurden bei Hain-Gründau, Meerholz, Bernbach, Horbach, Altenmittlau und Neuses angelegt. Auf Freigerichter Gemarkung befanden sich etwa 45 Bunker, drei Fundamentplatten für Maschinengewehr-Hochstände und vier der insgesamt nur sechs Pfahlhindernisse. Dieser Stellungsabschnitt weist die größte Bauwerksdichte in der gesamten Stellung auf. Nur wenige Meter trennen die Bauwerke an manchen Stellen voneinander. Bei den 45 Bunkern handelt es sich vornehmlich um MG-Schartenstände und Unterstände mit ursprünglich vorgesehenen Besatzungsstärken von fünf bis 21 Mann. Kurz nach Beendigung der Bauarbeiten wurden alle Bauwerke ihrer gesamten Einrichtung beraubt, welche für den Bau des späteren Westwalls benötigt wurde. Danach standen die Bauwerke leer. Die Stellung verlor gänzlich an Bedeutung. Erst im Herbst 1944 wurde beschlossen, die Stellung gegen die heranrückenden Amerikaner zu nutzen. Der Mangel an Ausrüstung, Gerätschaften und geschultem Personal führte jedoch dazu, dass die Stellung zu keiner Zeit ein ernstzunehmendes Hindernis geworden ist. Nach Kriegsende wurden nahezu alle Bauwerke gesprengt. Mittlerweile erobert sich die Natur das Land zurück.

Naturdenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rodfeldeiche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Rodfeldeiche (fälschlicherweise auch als „Rotfelseiche“ bezeichnet) war eine etwa 400 Jahre alte deutsche Eiche und stand auf dem namensgebenden Rodfeld, einem ehemals bewaldeten und im 20. Jahrhundert gerodeten Hang nahe dem Ortsteil Neuses. Sie gilt als Freigerichter, im Speziellen als Neuseser Wahrzeichen. Der durch einen über Jahre andauernden Pilzbefall geschwächte Baum fiel im Januar 2007 dem Orkan Kyrill zum Opfer. An seiner Stelle wurden eine neue Eiche gepflanzt und ein Gedenkstein errichtet.

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Freigericht gibt es neben den Kultur pflegenden Gruppen und Vereinen auch eine große Zahl an Sportvereinen. Tennis, Tischtennis, Leichtathletik, Badminton, Volleyball, asiatische Sportarten, und vieles mehr wird angeboten.

Der im Ortsteil Bernbach beheimatete SV 1919 Bernbach spielte in der Oberliga Hessen und galt als einer der besten „Dorfvereine“ Hessens.

Am Hof Trages bei Somborn entstand in den 1990ern ein 18-Loch-Golfplatz.

Wasserliebende Freigerichter kommen im Hallenbad „Platsch“ auf ihre Kosten; auch eine Sauna steht dort zur Verfügung.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Freigericht finden regelmäßig kleinere und größere Feste statt, die von den ansässigen Vereinen organisiert werden.

Am Kerb-Wochenende, dem ersten Wochenende im September, finden in allen Ortsteilen Feste statt, das größte davon im kleinsten Ortsteil Horbach. Veranstalter hier ist seit den 1990er Jahren der „Gesangverein Eintracht Edelweiß e. V.“ und die Fördervereine des Gesangvereins. Die Horbacher Kerb ist die größte Kerb im Main-Kinzig-Kreis.

Kulinarische Spezialitäten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Freigerichter Küche ist herzhaft. Eine Spezialität sind hausgemachte Kuchen, hier zuallererst der Freigerichter Hefekuchen vom Blech.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nördlich von Freigericht verläuft die A 66 von Frankfurt nach Fulda. Im südlichen Bereich verläuft die L3202 von Gelnhausen nach Alzenau.

Freigerichter Kleinbahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Freigerichter Kleinbahn verkehrte zwischen 1904 und 1955 zwischen den Bahnhöfen Langenselbold und Gelnhausen an der Strecke Frankfurt am Main–Fulda und erschloss die Ortsteile des Freigerichts und Hasselroths. Für das Wirtschaftsleben der kleinen Orte hatte sie entscheidende Bedeutung, denn die Einwohner konnten nun in das Rhein-Main-Gebiet pendeln (Hanau, Offenbach am Main, Frankfurt). Gleichzeitig siedelten sich im Freigericht Betriebe an, in denen hauptsächlich Frauen (unter anderem in Heimarbeit) tätig waren. Mit Zunahme des Straßenverkehrs in den 1950er Jahren war der Betrieb der Kleinbahn nicht mehr wirtschaftlich und wurde eingestellt.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grundschulen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bischof-Dr.-Christian-Schreiber-Schule (Ortsteil Somborn)
  • Schule am Dorfplatz (Ortsteil Altenmittlau)
  • Regenbogenschule (Ortsteil Bernbach)
  • Schule der bunten Raben (Ortsteil Horbach)
  • Konrad-Neumann-Schule (Ortsteil Neuses)

Weiterführende Schulen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weitere Persönlichkeiten, die mit der Gemeinde in Verbindung stehen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • General Orlow, (1786-1861), russischer Fürst und Feldherr, soll im Zuge der Napoleonischen Kriege im Somborner Gasthaus Freigericht übernachtet haben; dort wurde ein Zimmer nach ihm benannt.
  • Adolf Amberg, 1874 als Sohn Neuseser Eltern in Hanau geboren, gestorben 1913 in Berlin-Grunewald, Künstler, unter anderem Aachener Ratssilber, Porzellanarbeiten zur preußischen Kronprinzenhochzeit 1905.
  • Irina Mikitenko, (* 1972), Langstreckenläuferin
  • Marcos Álvarez, (* 1991), Fußballspieler, ging hier zur Schule.
  • Heinrich Huth (Leichtathlet) (1920-1990), deutscher Leichtathlet

Persönlichkeiten, die mit Hof Trages in Verbindung stehen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehrungen und Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die von der Gemeinde Freigericht verliehenen Ehrungen und Auszeichnungen umfassen:

  • Ehrenbürger, für Menschen, die sich in besonderer Weise um die Gemeinde bemüht haben
  • Ehrenbezeichnungen wie Ehrenbürgermeister oder Gemeindeältester, für Menschen, die mindestens 20 Jahre ihr Mandat ausgeübt haben
  • Bürgermedaille „Bischof-Dr.-Christian-Schreiber-Medaille“, für langjährige politische Tätigkeit, vorbildliches bürgerschaftliches Verhalten, Verdienste um die Völkerverständigung, Verdienste auf wissenschaftlichem, kulturellem, sportlichem oder sozialem Gebiet
  • Jährliche Auszeichnungen (jeweils mit € 300 dotiert)
    • „Bürgerpreis der Gemeinde Freigericht für ehrenamtliche Sozialarbeit“
    • „Anerkennungspreis der Gemeinde Freigericht für besondere Aktivitäten und Leistungen in der Jugendarbeit“
    • „Umweltpreis der Gemeinde Freigericht“
    • „Kulturpreis der Gemeinde Freigericht für künstlerische und kulturelle Leistungen“

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Rudolf Schilling: Die jüdische Gemeinde Somborn im Freigericht. C. Frohberg, Freigericht 2002, ISBN 3-9805982-9-2.
  • Emil Stock: Freigerichter Lexikon. C. Frohberg, Freigericht 2001, ISBN 3-9805982-7-6.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Freigericht – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise und Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hessisches Statistisches Landesamt: Aktuellster Bevölkerungsstand am 31.12.2015 (Landkreise und kreisfreie Städte sowie Gemeinden, Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. a b c d Eike Hintz: Geologische Erkundung Raum Gelnhausen. Hrsg.: Geologisches Institut der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main. Frankfurt am Main 1993.
  3. Gesamtliste aller prädikatisierter Orte in Hessen 2008 (PDF; 39 KB)
  4. Das freie Gericht von Wilmundsheim
  5. Erlass des Hessischen Ministers des Innern vom 17. Dezember 1969 — IV A 22 — 3 k 08/05 — 4/69 — Betrifft: Zusaamenschluß der Gemeinden Altenmittlau, Bernbach, Horbach, Neuses und Somborn im Landkreis Gelnhausen zu der neuen Gemeinde „Freigericht“ (StAnz. 1/1970 S. 5)
  6. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnis der Gemeindewahl am 6. März 2016
  7. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnisse der Gemeindewahlen von 2011 und 2006
  8. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnisse der Gemeindewahlen von 2001 und 1997
  9. siehe Geschäftsordnung für das Kinder- und Jugendparlament der Gemeinde Freigericht, 27. März 2009.
  10. a b Höhenangaben laut privat durchgeführter Messungen