Freihalden

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Freihalden
Wappen von Freihalden
Koordinaten: 48° 23′ 9″ N, 10° 29′ 37″ O
Höhe: 496 m
Fläche: 5,23 km²
Einwohner: 830 (22. Jan. 2016)
Bevölkerungsdichte: 159 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Mai 1978
Postleitzahl: 89343
Vorwahl: 0 82 25
Karte
Lage von Freihalden in Jettingen-Scheppach

Freihalden ist ein Ortsteil des Marktes Jettingen-Scheppach.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Teilgemeinde liegt im nordöstlichen Landkreis Günzburg, Regierungsbezirk Schwaben, Freistaat Bayern. Die Gemarkung umfasst 522 ha. Freihalden liegt im Naturpark Augsburg – Westliche Wälder, umgeben von Wäldern zwischen 475 m und 530 m über dem Meeresspiegel.[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Dorf Freihalden entstand als Rodungssiedlung in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts, die erste urkundliche Erwähnung war im Jahre 1352. Freihalden ist um die gleiche Zeit entstanden wie die Nachbardörfer Gabelbachergreut (1327) und Grünenbaindt (1324). Urheber und Initiator der Rodung dürfte der Ritter Hilpolt von Knöringen gewesen sein. Ursprünglich als Angerdorf angelegt, waren auf der unteren Seite zehn und auf der oberen Seite elf Hofstätten angelegt, getrennt durch den Anger. Diese Dorfanlage ist noch heute gut erkennbar, wenn auch im Laufe der Zeit etliche Anwesen geteilt worden sind.[2]

Freihalden gehörte zur Markgrafschaft Burgau, die zwischen 1301 und 1805 dem Hause Habsburg gehörte. Somit lag Freihalden in Vorderösterreich, das Bestandteil des Erzherzogtums Österreich war. Das Dorf wurde in Kriegszeiten immer wieder schwer in Mitleidenschaft gezogen, denn es lag an der alten Heer- und Handelsstraße von Augsburg nach Ulm. Im März 1634, mitten im Dreißigjährigen Krieg, wurde das Dorf von den Schweden gebrandschatzt und geplündert. Die Dorfbewohner mussten fliehen, viele starben an Hunger oder an der Pest. Das Dorf war bis etwa 1650 unbewohnt und verwüstet, bevor wieder eine zaghafte Besiedlung einsetzte. Diese Neusiedler stammten häufig aus Tirol, Salzburg oder Kärnten. Als Folge des Dritten Koalitionskrieges unter Napoleon kam Freihalden im Jahre 1806 an das Königreich Bayern.[2]

Das 830 Einwohner[3] zählende Dorf Freihalden wurde am 1. Mai 1978 in den Markt Jettingen-Scheppach eingemeindet. Am 24. November 2013, am Christkönigsfest, beging die Pfarrei das Doppeljubiläum, 650 Jahre ordentliche Seelsorge und 550 Jahre eigener Pfarrer. Der Augsburger Weihbischof, Anton Losinger zelebrierte den Gottesdienst. Am 16. November 2014 wurde die Pfarrkirche durch den Diözesanbischof Konrad Zdarsa nach Renovierungsarbeiten wieder eingeweiht. Gleichzeitig wurde das Ostensorium mit Reliquien des hl. Pfarrer von Ars übergeben. Des Weiteren wurden die drei neuen Kirchenglocken getauft und gesegnet. Am 17. November 2014 wurden die mit schlechtem Nachkriegsmaterial gegossenen und unbrauchbar gewordenen Glocken durch die neuen ersetzt. [4]

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die aufgrund der langjährigen Wallfahrtsbesuche entstandenen freundschaftlichen Beziehungen gipfelten im Jahre 1976 in der Partnerschaft mit Ars-sur-Formans, dem Wirkungsort des Heiligen Pfarrers von Ars, dem Schutzpatron der Pfarrer. Im Mai 2016 wird das 40-jährige Jubiläum gefeiert.

Dorfleben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Dorfleben in Freihalden wird durch einige Vereine bereichert. Besonders zu nennen sind hierbei der Sportverein SV Freihalden[5], der die drei Abteilungen Fußball, Tennis und Gymnastik unterhält, sowie die Freiwillige Feuerwehr Freihalden[6] und der Schützenverein Hirschsprung Freihalden[7]. Des Weiteren bestehen noch ein Faschingsverein, die Faschingsfreunde Freihalden e.V., ein Krieger- und Soldatenverein, ein VdK Ortsverband, eine Musikkapelle und ein Imkerverein[8][9]. Von allen Vereinen des Dorfes wird jedes Jahr am ersten Mai ein gemeinsames Dorffest organisiert, das am Pfarrer-von-Ars-Platz abgehalten wird und bei den Einheimischen sehr beliebt ist.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pfarrkirche Mariä Verkündigung

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Freihalden besitzt einen zweigleisigen Haltepunkt an der Bahnstrecke Augsburg–Ulm, an dem im Stundentakt die Regional-Express-Linie Fugger-Express von Ulm nach München verkehrt.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Karl Weichenmeier: Freihalden - Heimatbuch, 1978
  • Heimatbuch Jettingen-Scheppach, 1986
  • Historische Bilder aus Jettingen, Scheppach, Freihalden, Ried, Schönenberg und Eberstall, 1998

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Übersicht über Zahlen, Daten und Fakten des Marktes (Memento des Originals vom 22. Mai 2011 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.jettingen-scheppach.de
  2. a b Karl Weichenmeier: Freihalden - Heimatbuch, 1978
  3. Zahlen und Daten des Marktes Jettingen-Scheppach (Memento des Originals vom 30. Oktober 2014 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.jettingen-scheppach.de
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 774.
  5. http://www.sv-freihalden.de/
  6. http://www.fw-freihalden.de/
  7. http://www.schuetzenverein-hirschsprung-freihalden.de/1.html
  8. http://www.jettingen-scheppach.de/content/vereinsverzeichnis/index.shtml?script=/content/vereinsverzeichnis/wScripts/index.ws&startLimit=0@1@2Vorlage:Toter Link/www.jettingen-scheppach.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  9. http://www.freihalden.de/