Freiherr-vom-Stein-Schule (Fulda)

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Freiherr-vom-Stein-Schule
Archimedes.svg
Schulform Gymnasium
Schulnummer 8603
Gründung 1838[1] (als Realschule)
Adresse

Domänenweg 2
36037 Fulda

Ort Fulda
Land Hessen
Staat Deutschland
Koordinaten 50° 33′ 15″ N, 9° 41′ 50″ OKoordinaten: 50° 33′ 15″ N, 9° 41′ 50″ O
Träger Stadt Fulda
Schüler etwa 1200
Lehrkräfte 91[2](März 2020)
Leitung Ulf Brüdigam[3]
Website www.stein.schule
Blick auf den Haupteingang. Auf dem Platz ist Archimedes in seinen Kreisen zu sehen.

Die Freiherr-vom-Stein-Schule ist ein nach Heinrich Friedrich Karl vom und zum Stein benanntes Gymnasium der Stadt Fulda in Hessen. Im Schuljahr 2019/20 wurden etwa 1.200 Schüler von etwa 90 Lehrern[2] unterrichtet.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Schule wurde 1838 als Realschule mit zwei Klassen gegründet.[1] Erster Direktor war Wilhelm Karl Julius Gutberlet.[4] Nach zahlreichen Provisorien gab es 1870 am Heinrich-von-Bibra-Platz erstmals ein eigenes Schulgebäude, inzwischen hatte sie den Status als Höhere Bürgerschule und fünf Klassen. 1903 wurde die Schule als Oberrealschule anerkannt. Diese nannte sich von 1942 bis zum Kriegsende – nach einem Ritterkreuzträger – Wilhelm-Balthasar-Schule. Nach dem Krieg zog das Städtische Realgymnasium in das alte Lehrerseminar (Leipziger Straße 2) um, während das Gebäude am Heinrich-von-Bibra-Platz nun vom Staatlichen Aufbaugymnasium genutzt wurde. In den Jahren 1956 bis 1959 entstanden im neuen Schulviertel die heutigen Gebäude. Mit dem Umzug erhielt die Schule den jetzigen Namen. Bis in die 1960er-Jahre handelte es sich um eine reine Jungenschule, seit der zweiten Hälfte der 1960er Jahre werden auch Schülerinnen aufgenommen.

Bildungsangebot[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bilingualer und naturwissenschaftlicher Zweig[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Freiherr-vom-Stein-Gymnasium besitzt den Schwerpunkt in modernen Sprachen (Englisch, Französisch, Spanisch) sowie Naturwissenschaften. Die Schule bietet daher neben dem regulären Unterricht besondere Angebote wie den zweisprachigen Unterricht oder den naturwissenschaftlich-orientierten Unterricht.

Hans-Nüchter-Sternwarte

Übersicht Fremdsprachen/Wahlpflichtfächer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fremdsprache ab Klasse 5 ab Klasse 7 ab Klasse 9
Englisch Pflicht
Französisch nicht wählbar wählbar wählbar
Latein nicht wählbar wählbar wählbar
Spanisch nicht wählbar wählbar wählbar
Wahlpflichtfach ab Klasse 5 ab Klasse 6 ab Klasse 9
Informatik nicht wählbar nicht wählbar wählbar
Darstellendes Spiel nicht wählbar nicht wählbar wählbar
Sportbiologie/Ernährungslehre nicht wählbar nicht wählbar wählbar
NaWi nicht wählbar wählbar wählbar

Partnerschulen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Offenes Labor Fulda (oLaF)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das offene Labor Fulda steht allen Schülern in ganz Fulda (ab der Klasse 7) für Experimente zur Verfügung. Herr Groß unterstützt und motiviert die Schüler. Das oLaF befindet sich in der Freiherr–vom–Stein–Schule.

Blasorchester[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein Computerraum (im Dezember 2006)

Zudem bildet die Schule Bläserklassen aus und hat ein eigenes Schulorchester, das bereits mehrfach ausgezeichnet worden ist. Durch die hervorragende Qualität der Arbeit des Blasorchesters erhielt die Freiherr-vom-Stein-Schule im Februar 2006 die offizielle Auszeichnung: „Schule mit besonderer musikalischer Förderung“. Außerdem wurden 40 Schüler nach ihren Instrumentenprüfungen von der Bundesvereinigung Deutscher Musikverbände mit Ehrennadeln in Gold, Silber und Bronze ausgezeichnet.

Ausstattung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mediothek der Freiherr-vom-Stein-Schule

Computerräume[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mehrere Computerräume sind in die Schule integriert.

Hans-Nüchter-Sternwarte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Schule verfügt seit Anfang der 1970er-Jahre über eine eigene Sternwarte, die Hans-Nüchter-Sternwarte. Diese wird von der Astronomie-AG genutzt und gewartet.

Mediothek[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zudem ist in der Schule eine ca. 300 m² große Mediothek mit zehn Internetplätzen, einem breiten Sortiment an aktuellen Tageszeitungen, wöchentlich erscheinenden Magazinen und etwa 7.700 Büchern vorhanden.

Mensa der Freiherr-vom-Stein-Schule

Im Zuge des Neubaus des Mediothek-Traktes wurden die Chemie-, Physik- und Biologieräume ebenfalls renoviert und auf den neusten Stand gebracht.

Mensa[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit dem Schuljahr 2006/2007 existiert eine Cafeteria/Mensa im F-Trakt der Schule, in der die Schüler in einer Mittagspause, die von 13:00 bis 14:00 Uhr andauert, und in Freistunden, essen und verweilen können. Derzeit werden täglich etwa 350 Essensportionen ausgegeben. Da die Mensa nur für 100 Essen ausgelegt war, wurde sie im Sommer 2008 ausgebaut und vergrößert. Der Neubau wurde nach den Osterferien 2009 eröffnet.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Friedrich Lange (1811–1870), Architekt, Zeichenlehrer der Schule von 1838 bis 1849

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Michael Mott: Notabiturienten der Fuldaer Oberrealschule im Kriegsjahr 1917 / Eine Postkarte mit Absolventen der Oberrealschule erzählt deutsch-fuldische Geschichte, in: „Buchenblätter“ Fuldaer Zeitung, 86. Jahrg. Nr. 17, 20. Sept. 2013, S. 65–67; Nr. 18, 26. Sept. 2013, S. 71.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Die ersten 150 Jahre der Schulgeschichte. In: www.fvsfulda.de. Abgerufen am 11. März 2020.
  2. a b Sprechstunden der Lehrkräfte. In: www.fvsfulda.de. Freiherr-vom-Stein-Schule, 3. März 2020, abgerufen am 11. März 2020.
  3. Leitung. In: www.fvsfulda.de. Abgerufen am 11. März 2020.
  4. Christian Aschenbrenner: Beiträge zur Geschichte der geologischen Rhönforschung. In: Hans Dieter Nüdling (Red.): 100 Jahre Franz Carl Nüdling, 1893–1993. Vom Steinbruch zum Industriebetrieb. Selbstverlag, Fulda 1993, S. 79.