Freimersheim (Pfalz)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Freimersheim (Pfalz)
Freimersheim (Pfalz)
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Freimersheim (Pfalz) hervorgehoben
Koordinaten: 49° 16′ N, 8° 14′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Südliche Weinstraße
Verbandsgemeinde: Edenkoben
Höhe: 131 m ü. NHN
Fläche: 5,37 km2
Einwohner: 954 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 178 Einwohner je km2
Postleitzahl: 67482
Vorwahl: 06347
Kfz-Kennzeichen: SÜW
Gemeindeschlüssel: 07 3 37 027
Adresse der Verbandsverwaltung: Poststraße 23
67480 Edenkoben
Webpräsenz: www.freimersheim.de
Ortsbürgermeister: Daniel Salm
Lage der Ortsgemeinde Freimersheim (Pfalz) im Landkreis Südliche Weinstraße
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Über dieses Bild

Freimersheim (Pfalz) ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Südliche Weinstraße in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Edenkoben an.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt acht Kilometer südöstlich von Edenkoben. Zu Freimersheim gehören auch die Wohnplätze Freimersheimermühle, Kaltenbacherhof und Salmhof.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Freimersheim wurde 771 in einer Schenkungsurkunde des Klosters Lorsch erstmals urkundlich erwähnt. Im Jahr 1423 wurde der Ort, der bis dahin reichseigen war, dem Junker Hans von Weingarten übertragen. 1685 stirbt die Familie von Weingarten aus, der letzte Spross ist in der Freimersheimer Kirche im Chor begraben, und das Gut der Familie wird an das Domstift Speyer verkauft.

Während des Pfälzischen Erbfolgekrieges wurde Freimersheim vollkommen zerstört und von seinen Bewohnern zeitweise verlassen. Durch den Frieden von Lunéville 1801 ging das Dorf an die Französische Republik über. Freimersheim wurde Teil des französischen Departements Donnersberg und war Mairie Böbingen im Kanton Edenkoben zugeordnet. Infolge des Wiener Kongress (1815) kam Freimersheim zunächst an Österreich und 1816 aufgrund eines Tauschvertrages an das Königreich Bayern. Ab 1818 war die Gemeinde Freimersheim dem Landkommissariat Landau im bayerischen Rheinkreis, später dem Bezirksamt Landau zugeordnet, aus dem 1938 der Landkreis Landau hervorging. Nach beiden Weltkriegen war das Dorf französisches Besatzungsgebiet. Seit 1978 gehört die Gemeinde zum Landkreis Südliche Weinstraße.

1998 wurde Freimersheim Kreissieger im Wettbewerb Unser Dorf soll schöner werden.

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2013 waren 52,3 Prozent der Einwohner evangelisch und 17,1 Prozent katholisch. Die übrigen gehörten einer anderen Religion an oder waren konfessionslos.[3]
  • Die örtliche katholische Kirche St. Fronleichnam ist eine Filialkirche der Pfarrkirche St. Sebastian Böbingen (Pfalz).[4]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Freimersheim (Pfalz) besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.[5]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Blasonierung des Wappens lautet: „In Silber aus begrastem grünem Boden wachsend drei dreiblätterige grüne Kleeblattstengel, von denen der rechte und der linke nach außen zur Seite gebogen sind“.

Es wurde 1954 vom Mainzer Innenministerium genehmigt und geht zurück auf ein Siegel aus dem Jahr 1769.[6]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Seit 2015 veranstaltet die Dorfjugend Freimersheim e.V. am 1. Mai auf dem Dorfplatz ein Maifest.
  • Am zweiten Sonntag nach Fronleichnam findet in Freimersheim von Freitag bis Dienstag die Kerwe statt.

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Freimersheim gibt es neben einem Sportverein (FSV Freimersheim) auch den Gesangverein MGV 1875 Gemischter Chor e. V. mit seinen Sparten Kinderchor und Gemischter Chor, Männerchorprojekt sowie die an den Verein angegliederte Theatertruppe. Theateraufführungen sind jedes Jahr beginnend um Ostern an vier aufeinander folgenden Wochenenden.

Auch gibt es einen Förderverein für die Jugend von Freimersheim (Dorfjugend Freimersheim e.V.), der die Jugendräume mit finanziellen Mitteln fördert.

Jugend[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Jugend aus Freimersheim trifft sich zur Sommerzeit am Glashaus. Dieses wird erst genutzt, seit der Bauwagen wegen Vandalismus abgeschafft wurde. Des Weiteren gibt es seit September 2014 einen Jugendraum, der vom Leitungsteam der Dorfjugend Freimersheim verwaltet und vom Verein Dorfjugend Freimersheim e.V. finanziell unterstützt wird.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nächstgelegene Bahnhöfe sind Edesheim und Edenkoben an der Pfälzischen Maximiliansbahn Neustadt–Wissembourg.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kurt Rummel (1923–2015), Altbürgermeister

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bertram Hartard senior (1901−1967), Mitglied der Verfassungsgebenden Landesversammlung von Rheinland-Pfalz, rheinland-pfälzischer Landtagsabgeordneter und Bürgermeister von Speyer
  • Gerhard Postel (1941–2012), evangelischer Geistlicher

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Freimersheim (Pfalz) – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2015 (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile, Seite 101 (PDF; 2,16 MB)
  3. KommWis, Stand: 31. Dezember 2013
  4. Pfarreiengemeinschaft Böbingen
  5. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  6. Karl Heinz Debus: Das große Wappenbuch der Pfalz. Gräber, Neustadt an der Weinstraße 1988, ISBN 3-9801574-2-3