Freinsheim

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Freinsheim
Freinsheim
Deutschlandkarte, Position der Stadt Freinsheim hervorgehoben
Koordinaten: 49° 30′ N, 8° 13′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Bad Dürkheim
Verbandsgemeinde: Freinsheim
Höhe: 100 m ü. NHN
Fläche: 13,6 km2
Einwohner: 5000 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 368 Einwohner je km2
Postleitzahlen: 67251, 67098Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/PLZ enthält Text
Vorwahlen: 06353, 06322Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: DÜW
Gemeindeschlüssel: 07 3 32 019
Adresse der Verbandsverwaltung: Bahnhofstraße 12
67251 Freinsheim
Webpräsenz: www.stadt-freinsheim.de
Stadtbürgermeister: Matthias Weber (FWG)
Lage der Stadt Freinsheim im Landkreis Bad Dürkheim
Bad DürkheimGrünstadtGrünstadtHaßlochMeckenheim (Pfalz)Niederkirchen bei DeidesheimRuppertsbergForst an der WeinstraßeDeidesheimWattenheimHettenleidelheimTiefenthal (Pfalz)Carlsberg (Pfalz)AltleiningenEllerstadtGönnheimFriedelsheimWachenheim an der WeinstraßeElmsteinWeidenthalNeidenfelsLindenberg (Pfalz)Lambrecht (Pfalz)FrankeneckEsthalKindenheimBockenheim an der WeinstraßeQuirnheimMertesheimEbertsheimObrigheim (Pfalz)ObersülzenDirmsteinGerolsheimLaumersheimGroßkarlbachBissersheimKirchheim an der WeinstraßeKleinkarlbachNeuleiningenBattenberg (Pfalz)NeuleiningenKirchheim an der WeinstraßeWeisenheim am SandWeisenheim am SandWeisenheim am SandErpolzheimBobenheim am BergBobenheim am BergDackenheimDackenheimFreinsheimFreinsheimHerxheim am BergHerxheim am BergHerxheim am BergKallstadtKallstadtWeisenheim am BergWeisenheim am BergLandkreis Alzey-WormsWormsLudwigshafen am RheinFrankenthal (Pfalz)Rhein-Pfalz-KreisLandkreis GermersheimNeustadt an der WeinstraßeLandkreis Südliche WeinstraßeLandau in der PfalzKaiserslauternLandkreis KaiserslauternDonnersbergkreisKaiserslauternLandkreis SüdwestpfalzKarte
Über dieses Bild

Freinsheim, pfälzisch „Fränsem“, ist mit rund 5000 Einwohnern eine der kleineren Städte in Rheinland-Pfalz. Sie ist Bestandteil des Landkreises Bad Dürkheim, innerhalb dessen sie gemessen an der Einwohnerzahl die viertgrößte Ortsgemeinde darstellt und ist Verwaltungssitz der gleichnamigen Verbandsgemeinde, der sie zusätzlich angehört. Freinsheim ist ein staatlich anerkannter Fremdenverkehrsort und gemäß Landesplanung als Grundzentrum ausgewiesen.[2]

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Freinsheim liegt in der vorderpfälzischen Rheinebene ungefähr 12 Kilometer westlich von Ludwigshafen zwischen Bad Dürkheim und Grünstadt in der Nähe der Deutschen Weinstraße. Nachbargemeinden sind – im Uhrzeigersinn – Bissersheim, Großkarlbach, Weisenheim am Sand, Erpolzheim, Bad Dürkheim, Kallstadt, Herxheim am Berg und Dackenheim.

Eine Exklave im Pfälzerwald bildet die Waldung um das ehemalige Forsthaus Lindemannsruhe, in dem sich heute ein Waldgasthaus befindet. Sie umfasst die Nord- und Westflanke des Rahnfels. Innerhalb des Stadtgebiets entspringt der Fuchsbach, dessen größere Wassermenge über Schrakelbach und Eckbach den Rhein erreicht.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frühgeschichte und Mittelalter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Eisentor in Freinsheim

Wie archäologische Grabungen belegen, ist die Gemarkung von Freinsheim seit etwa 5000 Jahren kontinuierlich von Menschen besiedelt. Ein geordnetes Gemeinwesen existierte wahrscheinlich ab dem 6. Jahrhundert, worauf die Entdeckung eines merowingerzeitlichen Reihengräberfriedhofs schließen lässt. Erstmals urkundlich erwähnt wurde Freinsheim im Jahr 773 in Aufzeichnungen des heute im Elsass liegenden Benediktinerklosters Weißenburg. Im Jahr 985 wurde Freinsheim Opfer des Salischen Kirchenraubs.

Kurpfalz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im 15. Jahrhundert fiel Freinsheim an die Kurpfalz, die auch zum Kurrheinischen Reichskreis gehörte, in deren Auftrag die bereits vorhandenen Befestigungsanlagen ausgebaut wurden. Als letztes Bauteil der Stadtmauer wurde 1514 das Eisentor fertiggestellt, dessen Name aus dem pfälzischen Dialektausdruck für Äußeres Tor entstand. Im Pfälzischen Erbfolgekrieg wurde Freinsheim 1689 stark zerstört, es blieben nur noch Grundmauern stehen. Im frühen 18. Jahrhundert erfolgte der Wiederaufbau. Herausgehobene Verwaltungsfunktionen innerhalb der Kurpfalz, vor allem die Einrichtung eines Unteramts, förderten den wirtschaftlichen Aufschwung. Nach der Französischen Revolution und dem Wiener Kongress kam Freinsheim zur linksrheinischen Pfalz (Bayern).

1712 erwarb der kurpfälzische General und Heidelberger Oberamtmann Johann Wilhelm von Efferen das 300 Morgen umfassende Jungkennsche Gut in Freinsheim mit dem heutigen Retzerhaus (Herrenstraße 10) als Adelssitz.[3] 1724, in seinem Todesjahr, vermachte er die Liegenschaft dem Kölner Karmelitinnenkloster St. Maria in der Kupfergasse, damit man einen Filialkonvent in Heidelberg errichten könne; zusätzlich sollten mit dem Besitz Kosten und Mitgift zum Eintritt von vier armen Novizinnen gedeckt werden. Hintergrund der Schenkung an das weit entfernte Kölner Kloster war die Tatsache, dass dort seit 1714 Prinzessin Maria Anna von Pfalz-Sulzbach (1693–1762), die Schwester des damaligen Kurpfälzer Thronprätendenten Joseph Karl von Pfalz-Sulzbach, als Nonne lebte, die General Efferen auch um Entsendung einer Priorin bat. Nach seinem Tod wurde das Projekt eines Heidelberger Filialklosters wegen Weigerung der Regierung nicht verwirklicht. Die Kölner Nonnen erbten jedoch das große Freinsheimer Gut mit dem schlossartigen Retzerhaus. Dieser Umstand wurde von großer Bedeutung für die Freinsheimer Katholiken, die seit der Reformation keine eigene Kirche und keinen Pfarrer mehr besaßen. Aus Köln entsandte man 1728 den Priester Johann Jacob Creuzberg als Gutsverwalter dorthin, und die Karmelitinnen ließen in ihrem neuen Haus den „großen unteren Saal“ als katholische Ortskirche einrichten. Mit Einverständnis des zuständigen Wormser Bischofs übte der aus Köln stammende Geistliche in Freinsheim bis 1745 die reguläre Seelsorge aus. Nach seinem Weggang konnte wieder eine Pfarrei gegründet werden. Der Gutshof der Kölner Nonnen diente weiterhin als katholische Kirche, bis 1771–1773 eine neue gebaut wurde.[4][5]

Jüngere Vergangenheit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 1798 bis 1814, als die Pfalz Teil der Französischen Republik (bis 1804) und anschließend Teil des Napoleonischen Kaiserreichs war, war Freinsheim in den Kanton Dürkheim eingegliedert und Sitz einer eigenen Mairie. 1815 hatte der Ort 1568 Einwohner. Im selben Jahr wurde er Österreich zugeschlagen. Bereits ein Jahr später wechselte der Ort wie die gesamte Pfalz in das Königreich Bayern. Von 1818 bis 1862 gehörte Freinsheim dem Landkommissariat Neustadt an; aus diesem ging das Bezirksamt Neustadt hervor.

1902 wechselte Freinsheim in das neu geschaffene Bezirksamt Dürkheim, ehe dieses 1931 wieder in sein Neustadter Pendant eingegliedert wurde. Ab 1939 war der Ort Bestandteil des Landkreises Neustadt. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Freinsheim innerhalb der französischen Besatzungszone Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz. Im Zuge der ersten rheinland-pfälzischen Verwaltungsreform wechselte der Ort am 7. Juni 1969 in den neu geschaffenen Landkreis Bad Dürkheim. Seit 1972 ist Freinsheim Verwaltungssitz einer Verbandsgemeinde. Mit Wirkung vom 23. Juni 1979 erkannte die Landesregierung Freinsheim wegen seiner historischen Bedeutung den Titel Stadt zu.[6]

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1846 wurde eine Synagoge gebaut, die bis 1894 genutzt wurde. Das Gebäude überstand das Dritte Reich. Die Judengasse weist ebenfalls auf die einstige jüdische Gemeinde hin. Außerdem steht in der Stadt das muslimische Bait us-Salam, übersetzt Haus des Friedens.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stadtrat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Stadtrat in Freinsheim besteht aus 20 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Stadtbürgermeister als Vorsitzendem.

Die Sitzverteilung im Stadtrat:[7]

Wahl SPD CDU GRÜNE FDP FWG Gesamt
2014 6 5 1 1 7 20 Sitze
2009 8 5 2 5 20 Sitze
2004 8 7 1 4 20 Sitze
  • FWG = Freie Wählergruppe der Stadt Freinsheim e. V.

Stadtbürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Juni 2016 wurde der Diplom-Pädagoge Matthias Weber (FWG) zum Nachfolger von Jürgen Oberholz (FWG) gewählt.[8]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Banner, Wappen und Hissflagge
Banner Freinsheim.svg DEU Freinsheim COA.svg
Hissflagge Freinsheim.svg
Blasonierung: „Von Blau und Silber geteilt, oben ein wachsender linksgewendeter rotbewehrter, -bezungter und -bekrönter goldener Löwe, unten ein roter Großbuchstabe F, beseitet von je einer grünbestielten blauen Traube.“
Wappenbegründung: Der gekrönte Löwe symbolisiert die historische Kurpfalz, das F steht für den Anfangsbuchstaben der Stadt, die beiden blauen Trauben verdeutlichen, dass in Freinsheim schon früh auf den Anbau roter Rebsorten gesetzt wurde, die hier nahezu die Hälfte der bestockten Rebfläche einnehmen.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Freinsheim unterhält Städtepartnerschaften mit den Kleinstädten Marcigny in Burgund (Frankreich) und Buttstädt im thüringischen Landkreis Sömmerda.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Erinnerung an den Schriftsteller Hermann Sinsheimer wird seit 1983 der Hermann-Sinsheimer-Preis für Literatur und Publizistik verliehen, der im Jahr 2000 um die Hermann-Sinsheimer-Plakette ergänzt wurde. Bisherige Preisträger sind unter anderen Siegfried Lenz, Hilde Domin, Carola Stern, Marcel Reich-Ranicki und Marion Gräfin Dönhoff.

Seit 2010 findet die Literarische Lese statt. Das Literaturfestival wurde von Hasan Özdemir initiiert und wird von Kultur Rhein-Neckar e. V. in Kooperation mit Partnern veranstaltet. Zu Gast waren u. a. Dimitré Dinev, Nora Iuga, Karl-Heinz Ott und Sibylle Lewitscharoff.

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stadtmauer

Die spätgotische Stadtmauer von Freinsheim mit Türmen und Toren ist fast vollständig erhalten. Sie ist etwa 1300 Meter lang und prägt das Stadtbild. Besonders bemerkenswert ist das Vortor zum Eisentor mit Flankierungstürmen und kurpfälzischem Wappen. Der Stadtkern ist außerordentlich gut restauriert. Aufgrund des intakten historischen Ortskerns wird Freinsheim auch als das „pfälzische Rothenburg“ bezeichnet, in Anlehnung an den fränkischen Ort, der als Sinnbild des romantischen deutschen Städtchens weltweite Bekanntheit erlangt hat.

Protestantische Kirche

Rathaus und protestantische Pfarrkirche

Die alte Hauptkirche am Markt, die seit dem 16. Jahrhundert protestantisch ist, blickt auf eine bewegte Geschichte zurück. Bereits im 9. Jahrhundert wurde erstmals eine „Basilika“ in Freinsheim erwähnt. Von einer Pfarrkirche St. Peter ist in einer Schenkung an das Kloster Enkenbach 1257 die Rede.

Der Turm der heutigen Kirche ist im Untergeschoss noch romanisch. Als eigentliches Baudatum der sich an den Turm anschließenden Kirche wird häufig das Jahr 1470 genannt, was durch den Baubefund (romanische Grundbauten, spätgotische Anbauten) bestätigt wird. Reste des spätgotischen Gewölbes zeugen von der früheren Gestalt als Hallenkirche.

Nach der Zerstörung der Kirche 1689 im Pfälzischen Erbfolgekrieg wurde beim Wiederaufbau eine Flachdecke eingezogen und das Gotteshaus unter Einbeziehung der romanischen und spätgotischen Reste als barocke Saalkirche gestaltet. Sehenswert sind zudem der Treppenturm mit seinem Portal aus der Renaissancezeit sowie die sechseckige Kanzel aus Sandstein, die ebenfalls während der Renaissance geschaffen wurde.

Ehemaliges Schloss

Die seit 1471 in kurpfälzischem Besitz stehende Wasserburg lag außerhalb der Stadtmauern. Der umgebende Graben ist noch mit Wasser gefüllt, der jetzige Hauptbau ist ein Wohnhaus vom Anfang des 19. Jahrhunderts.

Bildstock

Bildstock Schwarzes Kreuz

In den Weinbergen an der Straße nach Ungstein steht ein spätgotischer Bildstock mit Kreuzigungsgruppe in spitzbogigem Gehäuse. Er trägt den Namen Schwarzes Kreuz; nach ihm ist auch eine Freinsheimer Weinlage benannt.

Kapellenruine

Auf dem Bergfriedhof südlich und etwas außerhalb der Stadt steht ein romanischer Westturm als ehemaliger Eingangsturm in die ebenfalls romanische Kapelle Zu unserer lieben Frau auf dem Berge. Formen am Westportal lassen auf eine Entstehung um die Mitte des 11. Jahrhunderts schließen, die ursprüngliche Dachausbildung ist nicht mehr vorhanden.[9]

Museen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rotweinwanderung

Die Rotweinwanderung wird am vierten Wochenende des Januars veranstaltet. Zur Eröffnung findet freitags mit Einbruch der Dunkelheit eine Fackelwanderung statt, bei der unterwegs Schwedenfeuer aufgebaut sind. Samstags und sonntags findet die Wanderung über Tag statt. Entlang des Wanderwegs durch die Weinberge um Freinsheim bieten dabei die örtlichen Winzer ausgesuchte Rotweine und begleitende Speisen an.

Blütenfest

Das Blütenfest findet jedes Jahr zur Frühlingszeit statt. Teilnehmer können in den Winzerhöfen mit einer Weinkarte zum Festpreis die verschiedenen neu abgefüllten Weine probieren.

Freinsheimer Altstadtfest

Am ersten Wochenende im Juni findet jährlich das Freinsheimer Altstadtfest statt. Es steht unter dem Motto „Wein und Kultur auf historischen Plätzen“. Die Stadt Freinsheim legt dabei Wert auf anspruchsvolle Kulturdarbietungen, die dann auf dem Marktplatz, im Retzer- oder im Saarhof präsentiert werden. Das Fest dauert in der Regel von Freitag bis Sonntag.

Stadtmauerfest

Das Stadtmauerfest am dritten Wochenende im Juli in der historischen Kulisse zählt zu den bedeutendsten Weinfesten der Region.

Kulinarischer Weinwanderweg

Am vierten Septemberwochenende führt samstags und sonntags der Kulinarische Weinwanderweg durch die Weinberge der Stadt. Winzer und Gastronomiebetriebe offerieren traditionelle Pfälzer Hausmannskost, mediterrane Gerichte sowie Wein und Federweißen.

Weihnachtsmarkt

Der Weihnachtsmarkt an den vier Wochenenden in der Adventszeit wirbt mit seinem Krippenspiel, bei dem als besondere Attraktion lebende Tiere mitwirken.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Größte
Weinbaugemeinden
im Anbaugebiet
Rang unter allen
rheinland-pfälzischen
Weinbaugemeinden
nach Rebfläche
Bestockte
Rebfläche 2017
(in ha)
Rebsorten
weiße  rote 
(in %)
Pfalz 23.652 65 35
Landau (Pfalz) 1 2.067 66 34
Neustadt (Weinstr.) 2 2.031 67 33
Billigheim-Ingenheim 4 843 62 38
Bad Dürkheim 6 819 68 32
Kirrweiler 14 589 67 33
Edesheim 17 505 61 39
Deidesheim 18 498 85 15
Wachenheim (Weinstr.) 20 473 75 25
Göcklingen 22 464 65 34
Freinsheim 25 437 61 39
Quelle: Faltblatt Weinbau 2018. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz, Bad Ems, Mai 2018

Freinsheim zählt zu den größten Weinbaugemeinden der Pfalz. Seit der Mitte des 20. Jahrhunderts hat der Weinbau, vor allem die Kultivierung von roten Rebsorten, den früher vorherrschenden Obstanbau zurückgedrängt. Auf Gemarkung der Stadt befinden sich die Großlage Rosenbühl sowie die Einzellagen Goldberg, Musikantenbuckel, Oschelskopf und Schwarzes Kreuz. Von 1956 bis Anfang 2010 war die Stadt Sitz eines der großen deutschen Obstsäfte-Hersteller. Dank der historischen Altstadt ist mittlerweile auch der Tourismus zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor geworden.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schienenverkehr

Der Freinsheimer Bahnhof ist Schnittpunkt der 1873 auf voller Länge eröffneten Pfälzischen Nordbahn NeustadtMonsheim und der Bahnstrecke Freinsheim–Frankenthal. Somit gibt es Direktverbindungen in Richtung Neustadt, Frankenthal sowie nach Grünstadt beziehungsweise Ramsen.

Da sich die Verkehrsströme in der Region nördlich von Freinsheim nach dem Zweiten Weltkrieg zunehmend in Richtung Ludwigshafen am Rhein und Frankenthal umorientierten, endeten die Züge der Nordbahn aus südlicher Richtung in Freinsheim, während die aus Richtung Frankenthal bis nach Grünstadt durchgebunden wurden. Mittlerweile wird jede zweite Fahrt aus Neustadt nach Grünstadt durchgebunden, während die übrigen in Freinsheim enden oder beginnen. Die Züge aus Frankenthal werden bis nach Ramsen an der Eistalbahn geführt, an Sonn- und Feiertagen führen diese bis zum Eiswoog.

Von Neustadt und Frankenthal aus bestehen Fernverbindungen in Richtung Mannheim, Saarbrücken und Mainz.

Straßenverkehr

Über die nahe B 271 ist Freinsheim an die A 6 (MannheimSaarbrücken), A 61 (KoblenzSpeyer) und A 65 (LudwigshafenKarlsruhe) angebunden. Außer auf den Hauptdurchfahrtsstraßen (Landesstraßen) ist im gesamten Ort entweder 30 km/h oder verkehrsberuhigte Zone ausgewiesen.

Radwege

Durch Freinsheim verlaufen der Radweg Deutsche Weinstraße und der Kraut-und-Rüben-Radweg.

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Freinsheim gibt es ein reges Vereinsleben. Die beiden größten Vereine sind der Turn- und Sportverein 1885 und der Diakonieverein. In weiteren Vereinen wird Sport getrieben, das kulturelle Erbe gepflegt, geselliges Miteinander gelebt, und zahlreiche Fördervereine unterstützen gemeinnützige Einrichtungen.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Klaus Bähr (* 1938), mehr als zwei Jahrzehnte Stadtbürgermeister, Mitinitiator und Juryvorsitzender des Hermann-Sinsheimer-Preises, erhielt 2009 das Bundesverdienstkreuz für 60 Jahre politisches und kulturelles Engagement.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Philipp Tillmann 1851

Weitere Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nicht in Freinsheim geborene, aber mit der Gemeinde verbundene Persönlichkeiten:

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Freinsheim – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerungsstand 2017 - Gemeindeebene (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3. Website mit Foto des Retzerhauses in Freinsheim
  4. Hans-Helmut Görtz: Der Erbauer des Lambsheimer Jagdschlosses. In: Heimat-Jahrbuch des Rheinpfalz-Kreises, Band 30 (2014), S. 110–118, ISBN 978-3-00-042960-6.
  5. Hans-Helmut Görtz: Höchst rühmlicher Fortgang unseres Christenthumbs undt schönen Gottesdienstes dahier – Ein Quellenbuch zur Geschichte der Freinsheimer Katholiken, Freinsheim 2014, ISBN 978-3-00-048474-2, S. 72–94, 99 und 531.
  6. Amtliches Gemeindeverzeichnis (= Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz [Hrsg.]: Statistische Bände. Band 407). Bad Ems Februar 2016, S. 187 (PDF; 2,8 MB).
  7. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  8. http://www.rheinpfalz.de/lokal/artikel/freinsheim-weber-wird-neuer-buergermeister/
  9. Eduard Finke: Die romanischen Kirchtürme in der Pfalz. Mainz 1994, ISBN 3-929135-03-5
  10. Website zum Grabstein
  11. Website zum Grabstein der Frau
  12. Hans-Helmut Görtz. rzuser.uni-heidelberg.de, abgerufen am 31. Juli 2014.