Freiwilliges Jahr in der Denkmalpflege

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Das Freiwillige Jahr in der Denkmalpflege (FSJ Denkmalpflege) ist ein Bildungs- und Orientierungsjahr für Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 16 bis 26 Jahren. Das FSJ Denkmalpflege ist eine Form des Freiwilligen Sozialen Jahres und basiert auf dem 2011 von der Bundesregierung eingeführten Gesetz über den Bundesfreiwilligendienst (BFD).

Das Freiwillige Jahr in der Denkmalpflege dauert in der Regel zwölf Monate. Es beginnt am 1. September und endet am 31. August des Folgejahres. Das FSJ Denkmalpflege kann bei der Stiftung für Hochschulzulassung, ehemals ZVS als Wartesemester angerechnet werden. Es wird von den Ländern und einzelnen Trägern finanziell unterstützt und durchgeführt. Von 2002 bis zur Aussetzung der Wehrpflicht im Jahr 2011 war es auch für anerkannte Kriegsdienstverweigerer (KDV) möglich, das Freiwillige Jahr als Ersatz zum Zivildienst in der Denkmalpflege zu leisten.

Träger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verwaltungsträger des Freiwilligen Jahres in der Denkmalpflege ist zurzeit ausschließlich die Deutsche Stiftung Denkmalschutz[1]. Die Zusammenarbeit mit den Internationalen Jugendgemeinschaftsdiensten (ijgd) ist im Sinne der Subsidiarität durch einen Kooperationsvertrag zur Betreuung der Jugendbauhütten geregelt.

Standorte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sitz der Jugendbauhütte Quedlinburg, Pölle 5

Standorte der Jugendbauhütten sind Brandenburg/Berlin, Sachsen-Görlitz, NRW-Westfalen, NRW-Rheinland, Lübeck, Hamburg, Mühlhausen (Thüringen), Quedlinburg, Hessen-Marburg, Wismar, Regensburg, Landkreis Stade, Potsdam/Altdöbern sowie Stralsund/Szczecin als Ort eines deutsch-polnischen Tandemprojekts.

Einsatzstellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Einsatzstellen kommen gemeinwohlorientierte Einrichtungen in Frage, die in ihrer Arbeit denkmalpflegerische Aspekte beachten (Denkmalbehörden, Museen, Vereine) sowie Handwerks- und Baubetriebe, Restaurierungswerkstätten sowie Architektur- und Planungsbüros oder ähnliches. Der Deutsche Handwerkskammertag hat entschieden, dass bei Vorliegen der ausbildungsberechtigenden Voraussetzungen in der Einsatzstelle das FSJ Denkmalpflege auf die Dauer einer folgenden Berufsausbildung angerechnet werden kann.

Seminare[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Leitung der einzelnen Jugendbauhütten organisiert insgesamt 30 Seminartage, aufgeteilt in sechs Wochen.[2] In den Seminarwochen werden Themen wie Geschichte und Aufgaben des Denkmalschutzes, Arbeitsmethoden, Stil- und Materialkunde sowie rechtliche Grundlagen der Denkmalpflege theoretisch und praktisch behandelt. Die Ausgestaltung der Seminare erfolgt durch fachkundige Referenten und durch Selbstorganisation.

Rechtliche Grundlagen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die sozialrechtlichen Grundlagen für das Freiwillige Jahr in der Denkmalpflege sind seit dem 1. Juni 2008 im „Gesetz zur Förderung von Jugendfreiwilligendiensten“ geregelt. Bis dahin galt das Gesetz zur Förderung des Freiwilligen Sozialen Jahres. Für zu diesem Zeitpunkt bestehende Dienstverhältnisse kann vereinbart werden, dass das neue Recht angewendet wird, ansonsten ist für sie das bis zum 1. Juni 2008 geltende Recht maßgebend.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Jugendbauhütten – Freiwilliges Jahr in der Denkmalpflege. Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Bonn 2007.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Jugendbauhütten. Abgerufen am 19. März 2018.
  2. Was ist das FSJ Denkmalpflege eigentlich? Darstellung des Ablaufs des FJD bei der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. Abgerufen am 24. November 2012.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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