Freizeitgesellschaft

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Die Freizeitgesellschaft ist eine vorhergesagte, zukünftige Gesellschaft, die es dem Einzelnen erlauben wird, weit weniger zu arbeiten und wesentlich mehr Freizeit zu haben, als es heute normalerweise möglich ist.

Der Begriff der Freizeitgesellschaft ist vielfach mit Vorbehalt verwendet worden, so zum Beispiel:

„Während einst berufsbezogener, wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Aufstieg mit individualpsychologischem Glücksempfinden harmonierte, werden für viele Menschen neben- und außerberufliche Rollen künftig noch wichtiger werden. In diesem nuancierten Sinne mag der Terminus Freizeitgesellschaft eine Bedeutung haben; genauer wäre: Gesellschaft weniger berufsbezogener Werthaltungen.

Helmar Krupp (1984) [1]

Ein angenommenes Problem der Freizeitgesellschaft ist der Mangel an Motivation, höherstufige Wünsche zu verfolgen, was eine Ursache für Dekadenz sein könnte.

Während die Freizeitgesellschaft, ähnlich wie in der Antike, zu einem Anstieg des Interesses an der Politik führen könnte, ist eine panem et circenses-Mentalität beklagt worden, dass nämlich die Zeit zu mehr Zerstreuung genutzt wird. So hat z.B. die Ausweitung der Sportberichterstattung dazu geführt, dass wichtige politische oder gesellschaftliche Fragen in den Massenmedien in den Hintergrund gedrängt werden.[2]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Werden wir's erleben? Ein technisch-wirtschaftliches Zukunftspanorama (PDF; 1,1 MB), Helmar Krupp, Sonderdruck aus: Mitteilungen aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, 17. Jg., Hrsg. von Jutta Allmendinger, 1984, S. 12
  2. Arnd Krüger: Cui bono? Zur Wirkung des Sportjournalismus. In: Arnd Krüger, Swantje Scharenberg (Hrsg.): Wie die Medien den Sport aufbereiten - Ausgewählte Aspekte der Sportpublizistik. Tischler, Berlin 1993, ISBN 3-922654-35-5, S. 24–65.