Frelinghien

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Frelinghien
Wappen von Frelinghien
Frelinghien (Frankreich)
Frelinghien
Region Hauts-de-France
Département Nord
Arrondissement Lille
Kanton Armentières
Gemeindeverband Métropole Européenne de Lille
Koordinaten 50° 43′ N, 2° 56′ OKoordinaten: 50° 43′ N, 2° 56′ O
Höhe 14–20 m
Fläche 11,3 km2
Einwohner 2.415 (1. Januar 2017)
Bevölkerungsdichte 214 Einw./km2
Postleitzahl 59236
INSEE-Code
Website http://www.ville-frelinghien.fr

Die Kirche Saint-Amand von Frelinghien

Frelinghien (ndl.: „Ferlingen“[1]) ist eine französische Gemeinde im Département Nord in der Region Hauts-de-France. Die Gemeinde zählt 2415 Einwohner (Stand 1. Januar 2017) und ist Teil des Arrondissements Lille.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Detailkarte von Frelinghien mit den wichtigsten Verkehrswegen

Die Gemeinde liegt an der Leie (frz. Lys), die hier Grenzfluss zwischen Frankreich und Belgien ist. Frelinghien gehört außerdem zum Kanton Armentières. Das Gemeindegebiet von Frelinghien erstreckt sich über eine Fläche von 11,3 km².

Angrenzende Gemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Comines‑Warneton (B)
(Komen‑Waasten)
Deûlémont
Comines‑Warneton (B)
(Komen‑Waasten)
Nachbargemeinden Quesnoy‑sur‑Deûle
Houplines Pérenchies Verlinghem

Etymologie und Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der ursprünglich flämische Ortsname soll auf eine germanische Wortbildung „FRELO‑ING‑HEIM “ zurückgehen, was so viel bedeutet wie „Wohnstätte der Leute des Frelo “.[2] Die erste bekannte Erwähnung des Ortes als „Ferlinghem “ findet sich in einem Schriftstück aus dem Jahr 1066 über die Abtretung eines Teils der Güter des Grafen von Flandern an das Stiftskapitel Saint-Pierre in Lille.[2][3] Durch seine Lage in der Grafschaft Flandern geriet Frelinghien während des 16. bis Anfang des 18. Jahrhunderts unter die Herrschaft der Spanischen Niederlande. Erst nach dem Ende des Spanischen Erbfolgekriegs im Jahr 1713 fiel Frelinghien wieder zurück an Frankreich.[2][4]

Demografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die folgende Grafik zeigt die Entwicklung der Einwohnerzahl von Frelinghien. (Quelle: INSEE).

Entwicklung der Einwohnerzahl von Frelinghien bis 2008.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Liste der Monuments historiques in Frelinghien

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Le Patrimoine des Communes du Nord. Flohic Editions, Band 1, Paris 2001, ISBN 2-84234-119-8, S. 105–107.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Frelinghien – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. De Nederlanden in Frankrijk, Jozef van Overstraeten, 1969
  2. a b c Ville de Frelinghien: Le Patrimoine, offizieller Internetauftritt der Stadt Frelinghien, abgerufen am 22. Dezember 2013 (französisch)
  3. Honoré Claerebout: Origines de la Population de la Flandre Maritime, Seite 238,
    erschienen in: Bulletin („Mitteilungsblatt “) der Union Faulconnier, Société Historique de Dunkerque et de la Flandre Maritime, Tome XXX („Band 30 “), Dünkirchen 1933,
    Online-Digitalisat von Gallica, abgerufen am 22. Dezember 2013 (französisch)
  4. W. Hilgemann, M. Hergt, H. Kinder: dtv-Atlas Weltgeschichte – Band 1: Von den Anfängen bis zur Französischen Revolution,
    Herausgeber: Deutscher Taschenbuch Verlag, München, 40. Auflage März 2011, ISBN 978-3-423-03331-2, abgerufen am 22. Dezember 2013