Fremdspannungsabstand

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Der Fremdspannungsabstand ist das Verhältnis zwischen Nutzspannung und Fremdspannung eines Übertragungssystems für akustische Signale.

Eine Fremdspannung ist ein durch systembedingte Störquellen eines Übertragungssystems für akustische Signale verursachter Geräuschpegel. Zur Bestimmung des Fremdspannungsabstands wird gemäß der nachstehenden Beziehung die Fremdspannung zur Nutzspannung (elektrisches Nutzsignal) des Übertragungssystems ins Verhältnis gesetzt, logarithmiert und in dB angegeben:

.

Dabei bedeuten:
Df = Fremdspannungsabstand
Uf = Fremdspannung
Un = Nutzspannung

Die Messung der Fremdspannung erfolgt im Gegensatz zur Geräuschspannung, die ja die gleichen Ursachen hat, über einen den ganzen Übertragungsbereich des Systems umfassenden linearen Verstärker, d. h. also ohne Bewertungsfilter. Es kommt also insbesondere auch das Netzbrummen voll zur Wirkung.

Die mit Bewertungsfilter gemessene Spannung des Geräuschs heißt Geräuschspannung.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gustav Büscher, A. Wiegemann: Kleines ABC der Elektroakustik. 6. Auflage, Franzis Verlag, München, 1972, ISBN 3-7723-0296-3
  • Hubert Henle: Das Tonstudio Handbuch. 5. Auflage, GC Carstensen Verlag, München, 2001, ISBN 3-910098-19-3