Frenkendorf

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Frenkendorf
Wappen von Frenkendorf
Staat: Schweiz
Kanton: Basel-Landschaft (BL)
Bezirk: Liestal
BFS-Nr.: 2824i1f3f4
Postleitzahl: 4402
UN/LOCODE: CH FKD
Koordinaten: 620852 / 261366Koordinaten: 47° 30′ 10″ N, 7° 42′ 55″ O; CH1903: 620852 / 261366
Höhe: 333 m ü. M.
Fläche: 4,58 km²
Einwohner: 6471 (31. Dezember 2017)[1]
Einwohnerdichte: 1413 Einw. pro km²
Ausländeranteil:
(Einwohner ohne
Bürgerrecht)
32,6 %
Website: www.frenkendorf.ch
Frenkendorf

Frenkendorf

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Frenkendorf ist eine politische Gemeinde im Bezirk Liestal des Kantons Basel-Landschaft in der Schweiz.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frenkendorf ist 12 Kilometer vom Stadtzentrum Basels und 2 km vom Kantonshauptort Liestal entfernt. Es gibt sechs angrenzende Gemeinden: Füllinsdorf, Gempen (Kanton Solothurn), Liestal, Muttenz, Nuglar-St. Pantaleon (Kanton Solothurn) und Pratteln. Die Grenze ist rund 14,5 Kilometer lang.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frenkendorf wurde 1249 erstmals urkundlich erwähnt. Das Dorf wurde von einer alemannischen Sippe unter der Führung eines Mannes namens Franko gegründet. Ursprünglich hiess der Ort „Frankovilare“. Der heutige Name stammt aus dem Jahr 1302. Auf der Schauenburger Fluh (Schauenburg) fanden sich die Fundamente eines gallo-römischen Heiligtums aus dem 1. bis 4. Jahrhundert, Münzen von 253 bis 350 n. Chr. und Reste einer frühneuzeitl. Hochwacht. Die Burg Neu-Schauenburg stammt aus dem 13. Jahrhundert, der Vorgängerbau evtl. aus dem 11. Jahrhundert; nach dem Erdbeben von 1356 wurde der Komplex wieder aufgebaut. Die Burg Alt-Schauenburg wurde zwischen 1275 und 1356 besiedelt.

Frenkendorf war ein Teil der frohburgischen, dann bischöfl. Herrschaft Schauenburg, deren hohe und niedere Gerichtsbarkeit später zu Liestal gehörten. Die Herren von Eptingen aus Pratteln erwarben im 14. und 15. Jahrhundert einen Grossteil des Dorfes und verkauften diesen 1517–25 der Stadt Basel. Frenkendorf kam zum Amt Liestal, die hohe Gerichtsbarkeit blieb indes beim Amt Farnsburg. Kirchlich gehörte Frenkendorf zur Pfarrei Munzach. Ab 1765 bildete es mit Füllinsdorf eine Kirchgemeinde.

Durch das Dorf führte zu römischer Zeit ein Weg nach Pratteln, der später auch den Lieferanten der Basler Seidenbandfabrikanten diente.

Am 3. August 1833 fand an der Grenze zu Pratteln bei der Hülftenschanze eine bewaffnete Auseinandersetzung zwischen Basel-Städtischen Truppen und den Landschäfter Widerständlern statt, durch dessen Ausgang der Halbkanton Basel-Land in seiner ursprünglichen Gemarkung entstand. Ein schlichter Obelisk aus rotem Sandstein im Wäldchen nördlich des Friedhofs äussere Egg erinnert an diese Ereignisse.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frenkendorf ist eine der wenigen Gemeinden des Kantons, die ein historisches Wappen besitzen. Bereits 1865 ist es beim Bau des Dorfbrunnens in den Stein gemeisselt worden.

Das Wappen stellt einen zunehmenden weissen Halbmond mit nachdenklichem Gesicht auf blauem Grund dar. Die Farben entstammen dem Wappen der Herren von Schauenburg (Schöwenberch), Erbauer der Burgen Alt-Schauenburg und Neu-Schauenburg. Diese waren Lehnsträger von Frenkendorf bis zu ihrem Aussterben Ende des 14. Jahrhunderts, danach Übergang in Basler Besitz. (Das Frenkendörfer Wappen befindet sich zudem am Dachgiebel der Basler Barfüsserkirche)

Schulen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Primarschule Egg
  • Sekundarschule Mühlacker

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Schauenburgerfluh
  • Dorfmuseum
  • Bienenberg
  • Hülftendenkmal
Evangelisch-reformierte Kirche
Altes Dorfschulhaus
Bürger- und Kulturhaus

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frenkendorf ist Sitz der Läckerli Huus AG. Zudem befindet sich hier als weiteres grosses Unternehmen der Migros-Betrieb Mifa, welcher der grösste Waschmittel- und Speisefetthersteller der Schweiz ist.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hans-Rudolf Heyer: Die Kunstdenkmäler des Kantons Basel-Landschaft, Band II: Der Bezirk Liestal. Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK. Bern 1974 (Kunstdenkmäler der Schweiz Band 62). ISBN 3-7643-0727-7. S. 105–122.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Frenkendorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ständige und nichtständige Wohnbevölkerung nach Jahr, Kanton, Bezirk, Gemeinde, Bevölkerungstyp und Geschlecht (Ständige Wohnbevölkerung). In: bfs.admin.ch. Bundesamt für Statistik (BFS), 31. August 2018, abgerufen am 30. September 2018.