Frensdorf

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Frensdorf (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Frensdorf
Frensdorf
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Frensdorf hervorgehoben
Koordinaten: 49° 49′ N, 10° 51′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberfranken
Landkreis: Bamberg
Höhe: 255 m ü. NHN
Fläche: 44,01 km²
Einwohner: 4961 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 113 Einwohner je km²
Postleitzahl: 96158
Vorwahl: 09502
Kfz-Kennzeichen: BA
Gemeindeschlüssel: 09 4 71 131
Gemeindegliederung: 14 Gemeindeteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Kaulberg 1
96158 Frensdorf
Webpräsenz: www.frensdorf.de
Bürgermeister: Jakobus Kötzner (AWL)
Lage der Gemeinde Frensdorf im Landkreis Bamberg
Landkreis Haßberge Landkreis Schweinfurt Landkreis Kitzingen Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim Pommersfelden Landkreis Erlangen-Höchstadt Landkreis Coburg Landkreis Kulmbach Landkreis Bayreuth Landkreis Lichtenfels Bamberg Landkreis Forchheim Zückshuter Forst Winkelhofer Forst Steinachsrangen Semberg Lindach (gemeindefreies Gebiet) Koppenwinder Forst Hauptsmoorwald Geisberger Forst Eichwald (Oberbayern) Ebracher Forst Ebracher Forst Walsdorf (Oberfranken) Rattelsdorf Baunach Reckendorf Lauter (Oberfranken) Gerach (Oberfranken) Gundelsheim (Oberfranken) Hallstadt Schlüsselfeld Zapfendorf Wattendorf Viereth-Trunstadt Strullendorf Stegaurach Stadelhofen Schönbrunn im Steigerwald Scheßlitz Priesendorf Pommersfelden Pommersfelden Pettstadt Oberhaid (Oberfranken) Litzendorf Lisberg Königsfeld (Oberfranken) Kemmern Hirschaid Frensdorf Ebrach Buttenheim Burgwindheim Burgebrach Breitengüßbach Bischberg Altendorf (Landkreis Bamberg) MemmelsdorfKarte
Über dieses Bild

Frensdorf ist eine Gemeinde im oberfränkischen Landkreis Bamberg mit knapp 5000 Einwohnern.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt in Oberfranken südlich von Bamberg am Unterlauf der Rauhen Ebrach an den östlichen Ausläufern des Steigerwaldes.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachbargemeinden sind (von Norden beginnend im Uhrzeigersinn): Stegaurach, Pettstadt, Hirschaid, Höchstadt an der Aisch (Landkreis Erlangen-Höchstadt, Mittelfranken), Pommersfelden und Burgebrach.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frensdorf gliedert sich in 14 Ortsteile (Einwohnerzahlen in Klammern, Stand: 1. Januar 2015)[2][3]:

Es gibt die Gemarkungen Birkach, Frensdorf, Herrnsdorf und Reundorf.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frensdorf dürfte in der Zeit zwischen den Jahren 750 und 900 (sogenannte Fränkische Landnahme) entstanden sein und wurde erstmals 1139 urkundlich erwähnt. Die Grafen von Abenberg machten im 12. Jahrhundert Frensdorf zum Verwaltungsmittelpunkt ihrer Besitzungen im Bamberger Raum. Sie waren wie die ihnen um 1190 nachfolgenden Grafen von Andechs-Meranien Vögte des Hochstifts Bamberg, zu dessen Besitz Frensdorf bis zum Reichsdeputationshauptschluss von 1803 gehörte. Ab 1500 lag die Ortschaft im Fränkischen Reichskreis. Seit dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 gehört der Ort wie weite Teile Frankens zu Bayern (Siehe auch Geschichte Frankens).[4]

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch die Gebietsreform entstand am 1. Mai 1978 die heutige Gemeinde Frensdorf durch die Eingliederung der mit dem Gemeindeedikt von 1818 gebildeten Gemeinden Birkach, Herrnsdorf und Reundorf.[5]

Verwaltungsgemeinschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis 2002 bildete Frensdorf mit der Nachbargemeinde Pettstadt die Verwaltungsgemeinschaft Frensdorf.

Religionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Konfessionelle Zusammensetzung:

  • römisch-katholisch: 4038 Bewohner
  • evangelisch: 492 Bewohner
  • sonstige: 549 Bewohner

(Stand: 1. Januar 2013)

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1961: 2899 Einwohner
  • 1970: 3042 Einwohner
  • 1987: 3541 Einwohner
  • 1995: 4372 Einwohner
  • 2000: 4697 Einwohner
  • 2005: 4786 Einwohner
  • 2010: 4890 Einwohner
  • 2015: 4961 Einwohner

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jakobus Kötzner (Aktive Wählerliste) ist seit 1. Mai 1996 Bürgermeister. Er wurde seither dreimal wiedergewählt, zuletzt 2008 mit 81,86 % und 2014 mit 83,0 % der Stimmen.

Gemeinderatswahl 2014[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • CSU/FBG (Frensdorfer Bürgergemeinschaft) 4
  • AWL (Aktive Wählerliste Herrnsdorf-Schlüsselau-Wingersdorf-Ellersdorf-Lonnershof) 2
  • BLR (Bürgerliste Reundorf) 3
  • FWG (Freie Wählergemeinschaft Frensdorf) 3
  • CWL (Christliche Wählerliste Abtsdorf, Birkach, Hundshof und Vorra) 2
  • VW (Vereinigte Wähler Vorra-Birkach-Abtsdorf-Hundshof) 1
  • Freie Wähler 1

Gemeinderatswahl 2008[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • CSU/FBG (Frensdorfer Bürgergemeinschaft) 5
  • AWL (Aktive Wählerliste Herrnsdorf-Schlüsselau-Wingersdorf-Ellersdorf-Lonnershof) 2
  • BLR (Bürgerliste Reundorf) 3
  • FWG (Freie Wählergemeinschaft Frensdorf) 2
  • CWL (Christliche Wählerliste Abtsdorf, Birkach, Hundshof und Vorra) 2
  • VW (Vereinigte Wähler Vorra-Birkach-Abtsdorf-Hundshof) 2

Gemeinderatswahl 2002[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat hatte 16 Mitglieder.

  • CSU/FBG (Frensdorfer Bürgergemeinschaft) 4
  • AWL (Aktive Wählerliste Herrnsdorf-Schlüsselau-Wingersdorf-Ellersdorf-Lonnershof) 3
  • BLR (Bürgerliste Reundorf) 3
  • FWG (Freie Wählergemeinschaft Frensdorf) 3
  • CWL (Christliche Wählerliste Abtsdorf, Birkach, Hundshof und Vorra) 2
  • VW (Vereinigte Wähler Vorra-Birkach-Abtsdorf-Hundshof) 1

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 1.545.000 Euro, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 178.000 Euro.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: „Der Schild ist gespalten von Blau und Gold; vorne (vom Beschauer gesehen links) übereinander zwei schreitende Löwen, hinten der Heilige Johannes in schwarzem Fellgewand, in der Rechten einen schwarzen Kreuzstab haltend, zu seinen Füßen ein schwarzes Lamm.“

Die vordere Schildhälfte gibt das Wappen der Grafen von Abenberg wieder. Der Heilige Johannes ist als Patron der Pfarrkirche schon im 14. Jahrhundert bezeugt. Die Farben Schwarz auf Gold der rückwärtigen Schildhälfte entsprechen den Farben des Hochstifts Bamberg. Die Feldfarben Blau und Gold könnten an die Wappenfarben der Andechs-Meranier erinnern.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wallfahrtskirche Zur Schmerzhaften Dreifaltigkeit in Schlüsselau
  • Kloster Schlüsselau
  • Bauernmuseum des Landkreises Bamberg in Frensdorf

Siehe auch: Liste der Baudenkmäler in Frensdorf

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im Bereich der Land- und Forstwirtschaft 17, im produzierenden Gewerbe 216 und im Bereich Handel und Verkehr 33 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 81 und am Wohnort 1732 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Im verarbeitenden Gewerbe gab es zwei, im Bauhauptgewerbe elf Betriebe. 117 landwirtschaftliche Betriebe nutzten im Jahr 1999 eine Fläche von 2674 Hektar, davon waren 2214 Hektar Ackerfläche und 445 Hektar Dauergrünfläche.

Freiwillige Feuerwehren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den Ortsteilen Birkach, Frensdorf, Herrnsdorf, Reundorf und Vorra bestehen Freiwillige Feuerwehren.

  • Freiwillige Feuerwehr Frensdorf mit LF 10/6
  • Freiwillige Feuerwehr Herrnsdorf mit LF 8/6
  • Freiwillige Feuerwehr Vorra mit TSF
  • Freiwillige Feuerwehr Reundorf mit TSF-W
  • Freiwillige Feuerwehr Birkach mit TSA

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 1999):

  • 150 Kindergartenplätze mit 179 Kindern
  • Eine Volksschule mit 31 Lehrern und 608 Schülern

Brauereien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Gemeinde Frensdorf gibt es noch die Brauerei Büttner in Untergreuth und die Brauerei Müller in Reundorf. Die Brauerei Barnikel in Herrnsdorf stellte den Braubetrieb 2012 ein. Bis Ende der 1970er Jahre gab es in Frensdorf noch die Brauereien Pickel und Messingschlager. Im Gemeindeteil Wingersdorf wurde bis 1978 in der Brauerei Schütz Bier gebraut.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111101/192923&attr=OBJ&val=1113
  3. Einwohnerzahlen
  4. Johannes Neumann: Der Reichsdeputationshauptschluss von 1803: Voraussetzungen und Folgen (PDF-Datei; 179 kB)
  5. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 673.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Frensdorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien