Frieda-Frauenzentrum

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FRIEDA-Frauenzentrum e. V.
Rechtsform Gemeinnütziger, eingetragener Verein
Gründung 14. Juni 1990, Berlin, Deutschland
Sitz Berlin, Deutschland
Schwerpunkt Stärkung und Beratung von Frauen, insbesondere im Rahmen vom Anti-Stalking-Projekt
Website www.frieda-frauenzentrum.de

Der gemeinnützige Verein FRIEDA-Frauenzentrum e. V. wurde im Jahr 1990 gegründet. Frauen im Berliner Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg[1] finden sich innerhalb der Bürgerbewegung Neues Forum zu einer Gruppe zusammen. Sie wollen die feministische Frauenbildungsarbeit stärken, Hilfe zur Selbsthilfe geben sowie die politische und soziale Arbeit im Bezirk voranbringen.[2] Das Kommunikations-, Informations- und Beratungszentrum bietet neben Beratungen, Gruppen- und Kursangeboten sowie Veranstaltungen und Projekten wie dem Anti-Stalking-Projekt vor allem einen offenen Raum für Frauen in Berlin.

Forderungen des Vereins[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Verein setzt sich für Chancengleichheit in allen Bereichen des Lebens, unabhängig von Geschlecht, Alter, Lebensform und sozialem oder religiösem Hintergrund. Gemeinsinn und Eigensinn haben gleichermaßen ihre Berechtigung als Motivation des menschlichen Miteinanders und zum Wohl der Gemeinschaft genauso wie des Einzelnen, Stärkung des Individuums und Förderung von Netzwerkstrukturen sind weitere Vereinsziele. Der Verein möchte Verständnis und Denkanstöße für individuelle Problemlagen aufbringen, in Lebensumbrüchen und -aufbrüchen, sowie ganz persönlichen Krisensituationen helfen. Bei der Entwicklung einer sozialen Stadt, für die Verbesserung der Lebensbedingungen im Bezirk und der Stärkung der Bewohner als Verbund wollen die Vereinsmitglieder mithelfen.

Daneben fordert der Verein individuelle Entfaltungsmöglichkeiten durch einen interdisziplinären Ansatz und entsprechende Angebote aus Kunst, Kultur, Sport, Entspannung, Politik und Gesellschaft. Initiativen im Zuge von Kooperationen mit anderen soziokulturellen Zentren und diversen anderen Einrichtungen, um gegen unsoziale Zustände wie beispielsweise Armut oder Vorhaben wie etwa soziale Kürzungen vorzugehen sind ebenso Anliegen des Vereins.

Aktivitäten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Verein verwirklicht seine Ziele durch die Vertretung der Interessen von Mädchen und Frauen. Er bringt sich in Börsen, Plenen, Foren und Beiräten sowie Netzwerken, wie dem Berliner Frauennetzwerk[3] ein. Vereinsmitglieder beteiligen sich an den Protesten gegen § 218, aktiv gegen Kürzungen im sozialen Bereich und unterstützen Alleinerziehende in ihren Forderungen nach mehr Rechten[4], Einsatz gegen Armut unter anderem im Rahmen der Landesarmutskonferenz[5]. Mit frauenspezifischen Bildungs-, Gruppen- und Kursangeboten sowie offenen Treffs werden Frauen unterstützt. Es gibt zudem Einzelberatungen zu Arbeitslosigkeit, Mieterberatung, Psychologische Beratung, psychosoziale Beratung, Rechtsinformation, Stalking-Beratung, systemische Beratung und Therapie sowie Beratung im Bereich Frau und Arbeit. Der Verein bietet auch Vernissagen und Ausstellungsmöglichkeiten für Künstlerinnen oder Lesungen von Autorinnen. Lesben haben die Möglichkeit zum regelmäßigen ungezwungenen und fachlichen Austausch.[6]

Anti-Stalking-Projekt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Rahmen eines von der EU geförderten Projektes hat das Frieda-Frauenzentrum einen Leitfaden[7] für von Stalking betroffene Frauen und ein Faltblatt für Multiplikatoren entwickelt. Das Faltblatt beschreibt neben den Folgen von Stalking vor allem Hilfestellungen für Opfer von Stalking. Im Leitfaden werden die wichtigsten Handlungsschritte erläutert, es wird eine Erste-Hilfe-Liste vorgestellt und über weitere Unterstützungsangebote informiert.

Das Frieda-Frauenzentrum bietet außerdem seit Jahren eine kostenfreie Stalkingberatung für Frauen an und wird auch von Seiten der Politik unterstützt.[8] Das Angebot des Stalking-Projektes bei Frieda umfasst neben der Stalking-Beratung und Stalking-Opfer-Betreuung auch eine Begleitung und Vor-Ort-Unterstützung für Betroffene sowie eine Angehörigen-Beratung. Es soll eine angeleitete Gruppe für von Stalking betroffene Frauen aufgebaut werden. Themen-Abende informieren unter dem Titel Let’s talk about stalking! und es gibt Informationsveranstaltungen für Multiplikatoren und Multiplikatorinnen zum Thema.

Phantalisa-Projekt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frieda hat außerdem im Jahr 2002 als Träger des Projektes „PHANTALISA“ Raum für Mädchen und junge Frauen die Arbeit für 10- bis 21-Jährige Mädchen und junge Frauen in Berlin aufgenommen. Diese Arbeit setzt an den Stärken der Mädchen und jungen Frauen an. Das Ziel ist eine aktive Unterstützung für eine selbstbestimmte Lebensgestaltung.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://frauenprojekte-fk.de/?page_id=1877/
  2. http://www.frieda-frauenzentrum.de/ueber-uns/geschichte/
  3. http://www.berlinerfrauennetzwerk.de/mitprojekte.html
  4. http://www.frieda-frauenzentrum.de/medien/publikationen0/#c650
  5. Zahlen, Fakten, Mitglieder. In: landesarmutskonferenz-berlin.de. Abgerufen am 19. Juni 2016.
  6. http://www.siegessaeule.de/berlin-service/termine/termin-einzel.html?sislistelements%5Btermin%5D=27666&sislistelements%5Bcaldate%5D=20140708&cHash=800ed31008b3716fe66d7b4ad0af6bed&PHPSESSID=8a18f2d05caeed5356c5ef2874762c95
  7. http://frauen-in-neukoelln.de/leitfaden-fuer-von-stalking-betroffene-frauen-vom-frieda-frauenzentrum/
  8. http://cansel-kiziltepe.de/wichtiges-projekt-gegen-stalking//