Frieden von Bautzen

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Der Frieden von Bautzen war ein Friedensvertrag zwischen dem Kaiser des Heiligen Römischen Reiches, Heinrich II. und dem polnischen Herrscher Bolesław I. Chrobry.

Der Frieden von Bautzen, der auf Drängen Kaiser Heinrichs II. überraschend am 30. Januar 1018 auf der Ortenburg zu Bautzen zustande kam, beendete seit 15 Jahren miteinander geführte Kriege und zugleich das Bündnis, das Heinrich II. 1003 mit den heidnischen Lutizen geschlossen hatte. Er bedeutete nach nichterfüllten Hoffnungen, die beide Seiten an den Frieden von Merseburg 1013 geknüpft hatten, die Rückkehr zu einer gemeinsamen, gegen das Byzantinisch-Oströmische Reich gerichteten Politik auf der Grundlage des Konzeptes des römisch-deutschen Kaisers Ottos III. der Restauratio (Renovatio) imperii Romanorum, der Wiederherstellung (Erneuerung) alter Rechte beziehungsweise Besitzungen des (West-)Römischen Reiches.

Boleslaw behielt bis 1031 lehnsfrei die zwischen den Parteien strittigen Mark Lausitz und das Land der Milzener im Gebiet der heutigen Oberlausitz. Zudem knüpfte er dynastische Bande mit den Ekkehardinern, indem er – unmittelbar nach Friedensschluss – am 3. Februar 1018 Oda, die jüngste Tochter des Markgrafen von Meißen, Ekkehard I., heiratete.[1]

Im Sommer 1018 gewann Bolesław mit deutschen und ungarischen Hilfstruppen für kurze Zeit die Herrschaft über Kiew, das Zentrum der Kiewer Rus, von wo aus er als Partner des deutsch-römischen Reiches dem byzantinischen Kaiser Basileios II. vom Norden drohte, der um den Besitz Süditaliens mit Kaiser Heinrich II. im Streit lag.

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. vgl. E. Mühle: Die Piasten. S. 27 ff.