Friedenfels

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Dieser Artikel behandelt die Gemeinde Friedenfels in Bayern. Zum gleichnamigen ehemaligen Kurhaus in Sarnen siehe Kuranstalt Friedenfels.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Friedenfels
Friedenfels
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Friedenfels hervorgehoben
Koordinaten: 49° 53′ N, 12° 6′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberpfalz
Landkreis: Tirschenreuth
Höhe: 537 m ü. NHN
Fläche: 16,28 km2
Einwohner: 1263 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 78 Einwohner je km2
Postleitzahl: 95688
Vorwahl: 09683
Kfz-Kennzeichen: TIR, KEM
Gemeindeschlüssel: 09 3 77 118
Gemeindegliederung: 12 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Gemmingen-Str. 23
95688 Friedenfels
Webpräsenz: www.friedenfels.de
Bürgermeister: Gottfried Härtl (CSU)
Lage der Gemeinde Friedenfels im Landkreis Tirschenreuth
Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge Landkreis Bayreuth Landkreis Neustadt an der Waldnaab Erbendorf Pullenreuth Kastl (bei Kemnath) Waldershof Kemnath Wiesau Waldsassen Tirschenreuth Reuth bei Erbendorf Plößberg Pechbrunn Neusorg Neualbenreuth Mitterteich Mähring Leonberg (Oberpfalz) Kulmain Krummennaab Konnersreuth Fuchsmühl Friedenfels Falkenberg (Oberpfalz) Ebnath Brand (Oberpfalz) Bärnau Immenreuth TschechienKarte
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Friedenfels ist eine Gemeinde im Oberpfälzer Landkreis Tirschenreuth und ein staatlich anerkannter Erholungsort.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Friedenfels ist in zwölf Ortsteile eingeteilt[2]:

Das Gemeindegebiet umfasst folgende Gemarkungen: Bärnhöhe, Friedenfels, Voitenthan.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zum 19. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort ist aus den früher eigenständigen Dörfern Frauenreuth, Schönfuß, Trettmanns und Öd zusammengewachsen. Sein Name leitet sich vom Schloss Friedenfels ab. Die öfters genannte angebliche Ersterwähnung im Jahr 1553 lässt sich archivalisch nicht nachweisen. Das Schloss Friedenfels entstand vielmehr erst nach der Erbteilung zwischen den Brüdern Christoph und Friedrich Sittich Notthafft von Weißenstein im Jahr 1586. Während Christoph das Schloss Thumsenreuth erhalten hatte, baute sich Friedrich Sittich auf der Anhöhe über Schönfuß ein neues Schloss. Der Name des Schlosses Friedenfels ist verknüpft mit dem Streit der Brüder Christoph und Friedrich Sittich Notthafft, von denen ihr Vormund einst sagte, es würde nicht guttun, wenn sie beisammen in einem Haus wohnten, selbst wenn sie „zween sonderliche Küchen haltten“ würden. Der jüngere von beiden war froh, nach der Erbteilung endlich Frieden mit seinem Bruder gefunden zu haben und nannte sein neues Schloss wohl deshalb Friedenfels.

Bis 1882 blieb das Gut Friedenfels in den Händen der Familie von Notthafft, dann gelangte es an den Stuttgarter Großindustriellen Gustav von Siegle und schließlich über dessen Tochter an die Freiherrn von Gemmingen-Hornberg.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1939 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Bärnhöhe eingegliedert.[3] Am 1. Januar 1978 kamen Teile der aufgelösten Gemeinde Voitenthan hinzu.[4]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Friedenfelser Rathaus

Blasonierung: „Unter einem goldenen Schildhaupt, darin ein blauer Balken, in Blau ein dreiteiliger silberner Felsenberg, auf dessen äußeren Spitzen je eine silberne Fichte steht; dazwischen schwebend ein goldener Steinhauerhammer.“

Die Gemeinde führt das Wappen seit 1957.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schloss Friedenfels 2004

Das Schloss Friedenfels liegt inmitten eines gepflegten Parks und erhielt sein heutiges Aussehen durch einen Umbau nach Plänen des Münchener Architekten Emanuel von Seidel im Jahr 1900. Bis 1882 war Schloss Friedenfels im Besitz der Freiherrn Notthafft von Weißenstein, heute besitzen es die Freiherren von Gemmingen-Hornberg. Schloss und Park sind Privatbesitz und können nicht besichtigt werden.

Die dem Schlosskomplex eingefügte katholische Kirche Maria Immaculata ist aus der 1684 von Georg Rudolf Notthafft Freiherr von Weißenstein errichteten Schlosskapelle hervorgegangen. Um 1870 musste das zu klein gewordene Kirchlein einem neugotischen Neubau weichen, der in den Jahren 1937/38 nochmals vergrößert wurde und dadurch sein heutiges Aussehen erhielt. Der Innenraum wird von einer Holztonnenkonstruktion überspannt; die Ausstattung ist neugotisch-byzantinisierend. Ein an der Außenseite der Kirche angebrachter Epitaph erinnert an den Freiherrn Georg Rudolff Notthafft (* 14. Januar 1660; † 28. Mai 1714), den Stifter der Friedenfelser Schlosskapelle, und dessen Ehefrau Anna Sophia Barbara Notthafft, geb. Freiin von Sparneck (* 24. Oktober 1675; † 6. März 1729).

Eine Friedenfelser Besonderheit stellt der etwas außerhalb des Ortes gelegene Notthafftische Waldfriedhof dar. 1878 hatte Baron Maximilian Joseph von Notthafft auf dem sogenannten Muttergottesbühl ein Familienbegräbnis gestiftet. Nachdem nachts vorher die im 19. Jahrhundert auf dem Thumsenreuther Friedhof bestatteten Familienmitglieder exhumiert worden waren, wurde der Notthafftische Waldfriedhof am 16. April 1878 durch die Pfarrgeistlichkeit von Erbendorf und den Friedenfelser Benefiziaten Georg Bissinger feierlich eingeweiht und die aus Thumsenreuth überführten sterblichen Überreste wieder der geweihten Erde übergeben. Jede Grabstätte wurde mit einem Grabmonument aus der Friedenfelser Syenitschleiferei versehen. Zwölf Mitglieder der Familie Notthafft fanden hier ihre letzte Ruhe.

Naturdenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Friedenfels grenzt an den Naturpark Steinwald.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 1894 bis 1958 war Friedenfels Endpunkt einer schmalspurigen Industriebahn, der Bahnstrecke Reuth–Friedenfels.

Blick von Friedenfels zum Steinwaldkamm

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schlossbrauerei Friedenfels.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Freibad
  • Kindergarten
  • Grundschule Friedenfels
  • Jugendraum Exile
  • Altenstube Steinwaldhalle
  • Kinderkrippe

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Grundschule Friedenfels

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111108/085002&attr=OBJ&val=1080
  3. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 580.
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 663.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Friedenfels – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien