Friederike Becht

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Friederike Becht auf der Berlinale 2017

Friederike Becht (* 14. Oktober 1986 in Bad Bergzabern[1]) ist eine deutsche Schauspielerin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die aus dem pfälzischen Dorf Winden stammende[2] Becht studierte von 2004 bis 2008 Schauspiel an der Universität der Künste Berlin. Sie war als freischaffende Theaterschauspielerin unter anderem am Ernst Deutsch Theater Hamburg, Schauspielhaus Zürich, Berliner Ensemble und dem Stadttheater Freiburg tätig. Ihr erster größerer Erfolg war 2007 der Auftritt als Thekla in Peter Steins Wallenstein am Berliner Ensemble, für den sie von der Zeitschrift Theater heute mit einer Nominierung als beste Nachwuchsschauspielerin ausgezeichnet wurde. 2009/10 war sie Mitglied des Ensembles am Schauspiel Essen. Dort stellte sie unter anderem die Solveig in Peer Gynt, die Titelrolle in Die kleine Hexe sowie die Hauptrolle Tanja in der Lutz Hübner-Uraufführung Nachtgeschichte dar. In der darauffolgenden Spielzeit wechselte sie mit Intendant Anselm Weber an das Schauspielhaus Bochum, dessen festes Ensemblemitglied sie seitdem ist. In Bochum spielte sie unter anderem die Ljudmila (Wassas Tochter) in Wassa Schelesnowa, Cecily Cardew in Bunbury, Maria in Was ihr wollt, die Hauptrolle Vera Herbst in Haus am See und Maria in Yerma.[3]

Becht trat außerdem in mehreren Fernseh- und Kinofilmen auf. 2008 bekam sie eine Nebenrolle (Angela Berg) in der deutsch-amerikanischen Koproduktion Der Vorleser. Im Jahr darauf stellte sie Gerda Reich in der Fernsehbiografie Mein Leben – Marcel Reich-Ranicki dar. 2011 spielte sie in dem Spielfilm Westwind ihre erste Hauptrolle auf der großen Leinwand: die der ostdeutschen Ruderin Doreen, die sich während eines Ungarn-Aufenthalts in einen Westdeutschen verliebt. Bechts leibliche Zwillingsschwester sprach ebenfalls vor, die zweite weibliche Hauptrolle (Doreens Zwillingsschwester) bekam aber stattdessen Luise Heyer.[4]

Im Kinofilm Hannah Arendt teilte Becht 2012 als junge Hannah Arendt die Rolle mit der Hauptdarstellerin Barbara Sukowa, in der TV-Großproduktion Der Wagner-Clan. Eine Familiengeschichte ergänzte sie 2013 Iris Berben als junge Cosima Wagner. In der ARD-Filmbiografie über Käthe Kruse war sie 2015 in der Titelrolle zu sehen.

2020 übernahm Becht in der ARD-Produktion Ökozid die Hauptrolle der Rechtsanwältin Larissa Meybach.

Friederike Becht ist mit dem Comedian Sebastian Rabsahl verheiratet. Das Paar hat zwei Kinder.

Filmografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Friederike Becht – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Geburtsort laut ihren Profilen bei Castforward (abgerufen am 15. Juli 2019) sowie bei Agentur Lux, abgerufen am 15. Dezember 2013; andere Quellen nennen Winden
  2. „Theater ist für mich der Ur-Moment.“ (Memento vom 13. November 2013 im Internet Archive) Friederike Becht im Interview auf globe-m.de vom 10. Mai 2013, abgerufen am 15. Dezember 2013
  3. Schauspielerin Friederike Becht am Schauspielhaus Bochum (Memento des Originals vom 3. November 2013 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.schauspielhausbochum.de
  4. a b Ein Zwilling spielt einen Zwilling. (Memento vom 17. Juni 2016 im Internet Archive) In: DerWesten.de vom 25. August 2011
  5. Bochumer Theaterpreise und Minetti-Preis an Hoger verliehen. In: DerWesten.de vom 23. November 2014
  6. Nordmetall-Stiftung: Ulrich-Wildgruber-Preis 2015 – Friederike Becht (Memento vom 12. April 2015 im Internet Archive)
  7. Friederike Becht: „Ich war total aus dem Häuschen“ In: Hamburger Abendblatt vom 24. Januar 2015