Friederike Ellmenreich

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Friederike Ellmenreich (* 1775 in Köthen; † 5. April 1845 in Schwerin) war eine deutsche Schauspielerin, Opernsängerin (Alt) und Schriftstellerin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ellmenreich war die Tochter des Sängers Christian Brandl und Schauspielerin Marianne Rouillon. 1792 heiratete sie in Hanau den Sänger (Bassbuffo) Johann Baptist Ellmenreich. Ein Jahr später erfolgte ein Umzug der Familie nach Frankfurt am Main.

1794 trennte sich Ellmenreich von ihrem Ehemann und debütierte in Prag. Anschließend wurde sie vom Impresario Emanuel Schikaneder an sein Theater an der Wien verpflichtet. 1796 ging sie auf eine Tournee durch Italien.

1801 kehrte sie zu ihrem Ehemann nach Deutschland zurück. Im folgenden Jahr wurde Johann Baptist Ellmenreich nach Sankt Petersburg engagiert. Diese Zeit nutzte Friederike Ellmenreich, um bei Luigi Cherubini in Paris Gesang zu studieren. Als Opernsängerin trat sie zwischen 1805 und 1811 in Straßburg, Augsburg und Wien auf.

1812 war sie wieder als Schauspielerin, teilweise aber auch als Sängerin am Karlsruher Hoftheater verpflichtet. Es folgten Engagements in Hamburg (1817), Mannheim (1820) und Frankfurt am Main (1821–1837).

Mit 61 Jahren verabschiedete sie sich 1836 von der Bühne und zog zu ihrem Sohn Albert Ellmenreich nach Schwerin. Während ihres ganzen Lebens hatte sie zahlreiche Übersetzungen und Bearbeitungen meist französischer und italienischer Operntexte veröffentlicht, die durchweg oft aufgeführt wurden.[1]

Ihre Enkelin war die Schauspielerin Franziska Ellmenreich (1847–1931).

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Lustspiele. Frei nach dem Französischen bearbeitet von Friederike Ellemenreich. Erster Band. Mainz: Kupferberg 1827, (Digitalisat) enthält
    • Röschens Aussteuer oder: Das Duell. Lustspiel in drei Aufzügen. Frei nach dem Französischen bearbeitet.
    • Die beiden Wittwen oder: Der Konstrast. Lustspiel in einem Aufzug. Frei nach dem Französischen bearbeitet
    • Der Vamypr. Posse in einem Aufzug. Nach dem Französischen des Scribé
    • Der Großpapa. Lustspiel in einem Aufzug. Frei nach dem Französischen bearbeitet
  2. Lustspiele. Frei nach dem Französischen bearbeitet von Friederike Ellemenreich. Zweiter Band. Mainz: Kupferberg 1827, (Digitalisat) enthält:
    • Michel und Christine. Lustspiel in einem Aufzug
    • Der entführte Offizier. Lustspiel in einem Aufzug
    • Das beste Loos: Ein Mann. Lustspiel in einem Aufzug. Frei nach dem Französischen bearbeitet.
    • Die Nachtwandlerin. Lustspiel in zwei Aufzügen. Frei nach dem Französischen des Scribé
  3. Einheimischer Theater-Kalender für die kunstsinnigen Freunde der hiesigen Volks-Bühne. Hg. v. Friederike Ellmenreich. 1828 (Digitalisat)

Liste weiter Werke in Goedekes Grundriss zur Geschichte der deutschen Dichtung.[2]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Goedeke, Karl: Grundriss zur Geschichte der deutschen Dichtung aus den Quellen 11/1. Düsseldorf 1951, S. 381
  2. Goedeke, Karl: Grundriss zur Geschichte der deutschen Dichtung aus den Quellen 11/1. Düsseldorf 1951, S. 380–383