Friederike Ott

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Friederike Ott (* 1983 in Köln) ist eine deutsche Schauspielerin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Friederike Ott wurde als Tochter einer Kinder- und Jugendpsychiaterin und eines Dolmetschers in Köln geboren.

Als Kind nahm sie Klavier- und klassischen Ballettunterricht und sammelte erste Bühnenerfahrungen.

Sie studierte an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt am Main und schloss 2009 mit Diplom ab. Im zweiten Studienjahr engagierte sie die Regisseurin Julia Hölscher für die Produktion Jugend ohne Gott von Ödön von Horváth an das Schauspiel Frankfurt (2007), weitere Gastengagements am Deutschen Theater Berlin und am Stadttheater Koblenz folgten.

Ihr erstes Festengagement führte sie an das Staatstheater Wiesbaden (2009) unter Manfred Beilhartz. Dort debütierte sie als Susanne in Pierre Augustin Caron de Beaumarché Der tolle Tag oder Figaros Hochzeit. Es folgten u. a. Julia in William Shakespeares Romeo und Julia (Regie: Tilmann Gersch) und Käthchen in The Black Rider von William S. Burroughs (Regie: Caroline Stolz).

2011 engagierte Martin Kusej sie fest an das Residenztheater München. Ihren Durchbruch erlebte sie 2012 mit einer kurzfristigen Übernahme der Rolle der Warja in Anton Tschechows Der Kirschgarten (Regie: Calixto Bieto). Sie spielte Pünktchen in Erich Kästners Pünktchen und Anton (Regie: Thomas Birkmeir) und Grete in Franz Kafkas Die Verwandlung (Regie: Gísli Örn Gardasson) sowie Madeleine Usher in Edgar Allen Poes Der Untergang des Hauses Usher (Regie: Suse Wächter).

Weitere wichtige Rollen am Residenztheater waren: Ingrid/die Grüne/Anitra in Henrik Ibsens Peer Gynt sowie Natalie- Prinzessin von Oranien in Heinrich von Kleists Der Prinz von Homburg (Regie: David Bösch). In Trilogie der Sommerfrische von Carlo Goldoni übernahm sie die Rolle der Vittoria (Regie: Herbert Fritsch). Sie erhielt 2013 den Bayerischen Kunstförderpreis in der Sparte Darstellende Kunst sowie den Kurt-Meisel–Förderpreis der Freunde des Residenztheaters.

Während ihres Engagements in München wirkte sie in diversen Film- und Fernsehproduktionen mit. Im Sommer 2016 übernahm sie eine der Hauptrollen im Münchner Tatort - Der Tod ist unser ganzes Leben (Regie: Philip Koch). Sie spielte in der ZDF-Reihe Unter Verdacht an der Seite von Senta Berger und Ulrich Noethen (Regie: Ulrich Zrenner).

Es folgten 2017 der Rosamunde Pilcher Film Wenn Fische lächeln (Regie: Stefan Bartmann), indem sie die Hauptrolle übernahm sowie der historische ZDF- Dreiteiler Bella Germania (Regie: Gregor Schnitzler). Seit der Spielzeit 2017/18 ist sie festes Ensemblemitglied am Schauspiel Frankfurt.

Neben der Schauspielerei ist sie als Sprecherin im Bereich Hörspiel, Hörfunk und Fernsehen tätig. So arbeitete sie für den Hessischen Rundfunk mit Heinz von Cramer und Leonard Koppelmann. Seit 2014 spricht sie regelmäßig für die Kulturmagazine Capriccio und TitelThesenTemperamente (TTT) im Bayerischen Rundfunk, Metropolis für ARTE sowie Hörbücher für Audible.

Filmografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Theater (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Publikumspreis Caligari Filmfestival für Dreissig
  • Kurt- Meisel- Förderpreis 2013 des Vereins der Freunde des Residenztheaters
  • Bayerischer Kunstförderpreis 2013 in der Sparte Darstellende Kunst

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]