Friedersdorf (Vierlinden)

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Koordinaten: 52° 30′ 36″ N, 14° 23′ 43″ O

Friedersdorf
Gemeinde Vierlinden
Höhe: 52 m
Fläche: 10,75 km²
Einwohner: 327 (2008)
Bevölkerungsdichte: 30 Einwohner/km²
Eingemeindung: 26. Oktober 2003
Postleitzahl: 15306
Vorwahl: 03346
Friedersdorf (Brandenburg)
Friedersdorf

Lage von Friedersdorf in Brandenburg

Friedersdorf ist ein Ortsteil der Gemeinde Vierlinden im Brandenburger Landkreis Märkisch-Oderland. Der Ortsteil besteht heute aus den bewohnten Gemeindeteilen Friedersdorf und dem ehemaligen Vorwerk Ludwigslust.

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort liegt an der Bundesstraße 167 südlich von Seelow.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes stammt aus einem Testament im Jahr 1323. Das Dorf hieß damals fredrichstorp, was Dorf des Frederik bedeutet. Der Name wechselte mehrfach, so 1460 Frederichstorff und ab 1752 Fredersdorf oder Friedersdorf. Die Familie von Schapelow war ab 1441 Lehnsherr des Gutes. 1592 ging dieses aus Ermangelung eines Erben an Melchior Phuel zu Quilitz. Dieser verschuldete sich stark und musste 1652 von Generalleutnant Joachim Ernst von Görzke (1611–1682) ein Darlehen aufnehmen, als dessen Pfand das Gut fungierte. Nachdem das Darlehen nicht getilgt wurde, blieb das Gut im Besitz der Familie von Görtzke. Durch Heirat ging die Ortschaft 1682 an Hans Georg von der Marwitz. Damit begann die Verbindung Friedersdorfs zu einer der ältesten Familien der Mark Brandenburg. Die Familie von der Marwitz blieb bis Ende des Zweiten Weltkrieges Besitzer des Gutes und wurde 1945 im Rahmen der Bodenreform in der Sowjetischen Besatzungszone enteignet.

Schloss Friedersdorf um 1860, Sammlung Alexander Duncker

1956 wurde das Schloss, das den Zweiten Weltkrieg fast unbeschädigt überstanden hatte, als „Hort der Reaktion“ gesprengt.[1] 1990 kehrte mit Hans-Georg von der Marwitz (* 1961) ein Enkel des 1945 vertriebenen Besitzers zurück und begann auf zurückgekauften und gepachteten Flächen mit einem Landwirtschaftsbetrieb.

Die ehemalige Gemeinde schloss sich am 26. Oktober 2003 mit den bis dahin selbständigen Gemeinden Diedersdorf, Marxdorf und Worin zur Gemeinde Vierlinden zusammen.[2]

2006 fand zum vierten Mal der Dampfflugtag statt, zu welchem 12.000 Besucher kamen.[3]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1875 1890 1910 1925 1933 1946 1993 2000 2006
Einwohnerzahl[4] 407 378 392 459 392 483 266 294 318


Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Friedersdorfer Kirche

In der Liste der Baudenkmale in Vierlinden stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragenen Baudenkmale des Ortes Friedersdorf. Dazu gehören:

  • die Dorfkirche in Friedersdorf
  • der zu einem Kunstspeicher[5] umgebaute Getreidespeicher
  • das alte Inspektorenhaus des ehemaligen Vorwerks Ludwigslust

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Friedersdorf (Vierlinden) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Friedersdorf. In: vondermarwitz.com. Abgerufen am 11. Juli 2016.
  2. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2003
  3. Märkische Oderzeitung: Begeisterung unter Volldampf vom 28. August 2006.
  4. Das Genealogische Orts-Verzeichnis: Friedersdorf
  5. Märkische Oderzeitung: Frühlingserwachen im Kunstspeicher vom 14. März 2005.