Friedrich-Wilhelms-Hütte (Troisdorf)

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Friedrich-Wilhelms-Hütte
Stadt Troisdorf
Koordinaten: 50° 48′ 3″ N, 7° 9′ 3″ O
Höhe: ca. 50 m
Einwohner: 7176 (31. Dez. 2016)[1]
Postleitzahl: 53840
Vorwahl: 02241

Friedrich-Wilhelms-Hütte ist eine der zwölf Ortschaften von Troisdorf im Rhein-Sieg-Kreis in Nordrhein-Westfalen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Friedrich-Wilhelm-Hütte (1853)
Kirche Herz Jesu

1825 begann Johann Wilhelm Windgassen (1779–1852) mit dem Bau der Friedrich-Wilhelms-Hütte an der Mündung der Agger in die Sieg.[2] 1843 wurde das Hüttenwerk durch Johann Jakob Langen (1794–1869) übernommen. 1911 erwarb die Façoneisen-Walzwerk L. Mannstaedt & Cie. AG die Friedrich-Wilhelms-Hütte und verlagerte nach Um- und Erweiterungsbauten ihre gesamte Produktion von Köln-Kalk hierher. Für die aus Kalk mitgebrachten Facharbeiter, Angestellten und deren Familien entstanden ab 1911 in der Nähe des Werks die Schwarze Kolonie und in Troisdorf-West die Rote Kolonie. Beide Namen beziehen sich auf die heute noch jeweils übliche Farbe der Dachziegel.

Bis zur kommunalen Neuordnung, die am 1. August 1969 in Kraft trat, gehörte Friedrich-Wilhelms-Hütte zur Gemeinde Menden (Rheinland) im Amt Menden, dessen Gebiet heute größtenteils mit den Stadtgrenzen von Sankt Augustin übereinstimmt.[3]

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben einzelnen Hochhäusern gibt es zahlreiche attraktive Einfamilienhaussiedlungen in Friedrich-Wilhelms-Hütte, vor allem die Schwarze Kolonie, die Beamtenkolonie und die noch im Bau befindliche Grüne Kolonie. Der Immobilienmarkt in Friedrich-Wilhelms-Hütte bleibt allerdings seit Jahren stabil. Laut Bodenrichtwertkarte Boris.NRW beträgt der Bodenrichtwert hier rund 195 Euro pro Quadratmeter (Stand: 2012) und liegt damit knapp unter dem Durchschnitt der benachbarten Ortsteile.

In den Jahren von 1970 bis 1975 wurden in Friedrich-Wilhelms-Hütte zahlreiche Wohnhochhäuser errichtet. Die meisten dieser Gebäude bilden bedingt durch die örtlichen Straßennamen die so genannte Blumensiedlung. Durch den Fall der Kaiserbauruine auf der westlichen Seite der Autobahn 59 wurde eines dieser Gebäude zum höchsten Wohnhaus innerhalb von Troisdorf.

Der Ausländeranteil des Stadtteils beträgt 16,81 Prozent (Stand: 30. Juni 2014) und ist damit der dritthöchste nach Oberlar (19,25 Prozent) und Troisdorf-Mitte (17,05 Prozent). Der Ausländeranteil an der Grundschule Roncallistraße beträgt rund 50 Prozent, weshalb die Schule auch entsprechende Sonderförderungsmaßnahmen beschlossen hat.

Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bahnhof Friedrich-Wilhelms-Hütte

Eine Umgehungsstraße sichert den Anschluss an die Autobahn A 59.

Der Bahnhof Friedrich-Wilhelms-Hütte an der Rechten Rheinstrecke liegt neben dem Gelände der Mannstaedt-Werke. Er wird stündlich durch die Rhein-Erft-Bahn (RB 27) und den Rhein-Erft-Express (RE 8) bedient. Im Zuge der S-Bahn-Erweiterung nach Bonn-Oberkassel wird die bisherige Station durch einen neuen S-Bahn-Halt ersetzt.

Bekannte Personen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Stadtportrait Stadt Troisdorf. Abgerufen am 14. September 2017 (Memento des Originals vom 2. Juli 2017 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.troisdorf.de
  2. Webseite der Stadt Troisdorf, Ortsteil Friedrich-Wilhelms-Hütte, abgerufen am 21. November 2016
  3. Martin Bünermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970, S. 85.