Friedrich Christian August Hasse

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Friedrich Christian August Hasse

Friedrich Christian August Hasse (* 4. Januar 1773 in Rehfeld; † 6. Februar 1848 in Leipzig) war ein deutscher Historiker, Enzyklopädist und Schriftsteller.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hasse besuchte nach Unterricht bei seinem Vater das Lyceum in Lübben bei Karl Benedikt Suttinger und war ein Bruder des Apothekers Johann Christoph Hasse. Er hatte am 24. Mai 1791 ein Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Wittenberg aufgenommen und dieses am 17. Juli 1794 mit seinem Examen pro praxi, als Notar abgeschlossen. Dann war er zwei Jahre Repetent und wurde Hauslehrer der Söhne des Fürsten von Schönburg-Waldenburg. Im Anschluss begab er sich nach Dresden, wo er an der dortigen Kadettenanstalt 1798 als außerordentlicher Professor eine Anstellung fand. Nachdem er dort 1803 Professor der Moral und Geschichte geworden war, begab er sich wieder nach Wittenberg und erwarb sich dort am 30. April 1811 den akademischen Grad eines Magisters an der philosophischen Fakultät. Nachdem er weiter in Dresden gewirkt hatte, wurde er im Oktober 1828 als Professor für die Historischen Hilfswissenschaften an die Universität Leipzig berufen, welches Amt er bis zu seinem Lebensende ausübte. Sein Nachfolger wurde Heinrich Wuttke. In ihrem Gründungsjahr 1846 wurde er zum ordentlichen Mitglied der Königlich Sächsischen Gesellschaft der Wissenschaften gewählt.

Während seiner Zeit verfasste er mehrere biographische Artikel und beteiligte sich an zahlreichen Artikeln in Enzyklopädien. So sollen hier die von 1816 bis 1820 geschaffene vierbändige „Taschen-Encyklopedie oder Handbibliothek des Wissenwürdigsten in Hinsicht auf Natur und Kunst“, Johann Samuel Erschs und Johann Gottfried GrubersAllgemeine Encyclopädie der Wissenschaften und Künste“ und das „Conversations-Lexicon“ von Brockhaus genannt sein. Nach dem Tod von Friedrich Arnold Brockhaus übernahm er die Redaktion der 6. und 7. Auflage des Conversations-Lexicons und im Oktober 1830 übertrug man ihm die Redaktion der Leipziger Zeitung, welche er bis 1846 ausübte. Er ist der Vater von Friedrich Rudolph Hasse (1808–1862) und Karl Ewald Hasse (1810–1902). Seine Tochter Christiane Therese († 1907) heiratete 1839 den Verlagsbuchhändler Wilhelm Engelmann (1808–1878).[1]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Heinrich Döring: Friedrich Christian August Hasse. In: Bernhard Friedrich Voigt (Hrsg.): Neuer Nekrolog der Deutschen. Jahrgang 26, 1848, Teil 1, Voigt, Weimar 1850, S. 149–154, Nr. 28. (online)
  • Allgemeine Deutsche Real-Encyklopädie für die gebildeten Stände. Conversations-Lexikon. 11. Auflage, Band 7, Brockhaus, Leipzig 1866, S. 695. (online)
  • Wilhelm Krafft: Hasse, Friedrich Christian August. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 10, Duncker & Humblot, Leipzig 1879, S. 754.
  • Reinhard Müller: Hasse, Friedrich Christian August. In: Wilhelm Kosch: Deutsches Literatur-Lexikon. 3. Auflage, Band 7, 1979, Spalte 467–468.
  • Matrikel der Universität Wittenberg. Band 6, S. 209.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hans Lülfing: Engelmann, Wilhelm. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 4, Duncker & Humblot, Berlin 1959, ISBN 3-428-00185-0, S. 517 (Digitalisat).