Friedrich Eduard Hoffmann

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Friedrich Eduard Hoffmann

Friedrich Eduard Hoffmann; auch Friedrich Hoffmann (* 18. Oktober 1818 in Gröningen; † 3. Dezember 1900 in Berlin) war ein deutscher Baumeister und Erfinder.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grabstätte in Berlin

Friedrich Eduard Hoffmann war Sohn eines Lehrers. Sein Bruder war der Architekt Carl Wilhelm Hoffmann. Er besuchte unter anderem das Domgymnasium in Halberstadt und machte eine Lehre im Baufach. Seine zweijährige Ausbildung zum Königlichen Baumeister erhielt er bis 1843 an der Königlichen Allgemeinen Bauschule in Berlin. Er arbeitete beim Eisenbahnbau und beschäftigte sich als Erfinder mit einer pneumatischen Mühle, einem hydraulischen Bagger und der Ziegelbrennerei, wobei er den Hoffmannschen Ringofen entwickelte. 1858 erhielt er zusammen mit dem Stadtbaurat von Danzig, Julius Albert Gottlieb Licht, für fünf Jahre das Preußische Patent für die „Erfindung eines ringförmigen Ofens zum ununterbrochenen Betriebe beim Brennen aller Arten von Ziegeln und Tonwaren, Kalk, Gips und dergleichen“. 1859 entstand der erste Ringofen in Scholwin (bei Stettin). Das Patent wurde zweimal um je fünf Jahre verlängert. Das Patent wurde ihm später wieder aberkannt, nachdem nachgewiesen werden konnte, dass der Maurermeister Arnold aus Fürstenwalde bereits 1839 den Ringofen erfunden, aber kein Patent angemeldet hatte.

1865 gründete Hoffmann zusammen mit Albrecht Türrschmiedt den „Deutschen Verein für die Fabrikation von Ziegeln, Tonwaren, Kalk und Zement“, ab 1868 gab er die Deutsche Töpfer- und Ziegler-Zeitung heraus. Er war Besitzer mehrerer Ziegeleien.

1867 erhielt Hoffmann für die Erfindung des Ringofens auf der Weltausstellung in Paris den Grand Prix.[1] Hoffmanns Grab befindet sich auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof in Berlin-Mitte.

Nachwirkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hoffmannsche Ringöfen sind z. B. in Glindow (von 1868), Ziegeleipark Mildenberg, Wiesenburg-Reetz, Ziegelei Lage und Westeregeln (von 1894) erhalten. Seit 2000 gibt es im Ziegeleipark Mildenberg im 1897 errichteten Ringofen III eine Hoffmann-Ausstellung.[2] Außerdem gibt es in Zehdenick-Mildenberg den Förderverein „Friedrich Hoffmann“ Ziegeleipark Mildenberg e. V.

In Großräschen gibt es eine Friedrich-Hoffmann-Oberschule.[3]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Lothar Schyia: „»Gut Brand!« – Der Siegeszug des Ringofens, Friedrich Eduard Hoffmann 1818–1900, Nestor der Ziegelindustrie“. Anderweit Verlag, 2000, ISBN 978-3-931824-13-6

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. „Größter Virtueller Friedhof von Europa“, MPW-Newsletter 4/2006, Seite 7@1@2Vorlage:Toter Link/www.mpwberlin.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. (PDF; 645 kB)
  2. Hoffmann-Ausstellung im Ziegeleipark Mildenberg
  3. „Großer Tag für Großräschen“ (Lausitzer Rundschau, 18. Juli 2008)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Friedrich Eduard Hoffmann – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien