Friedrich Förner

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Friedrich Förner (Ölbild im Besitz des Priesterseminars Bamberg)

Friedrich Förner (auch Friderich und Forner oder Fornerus) (* 14. März 1570 in Weismain; † 5. Dezember 1630 in Bamberg) war Generalvikar und Weihbischof in Bamberg. Er galt als „die Seele der Gegenreformation“ und war gleichzeitig auch ein unerbittlicher Hexenverfolger im Hochstift Bamberg. Christianus Erdtmannus ist ein Pseudonym für Friedrich Förner.

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Förner studierte im Collegium Germanicum zu Rom, wurde 1592 erster „Magister der Weltweisheit“ zu Würzburg, dann Doktor der Theologie, Canonicus zu St. Stephan in Bamberg und im Jahr 1599 Pfarrverweser zu Unserer Lieben Frau daselbst. 36 Jahre lang wirkte er dort als Domprediger. Seine lateinisch geschriebenen Predigten wurden, nach allgemeiner Sitte der Zeit, von ihm deutsch gehalten. Außerdem predigte er in seiner Pfarrkirche, und seit dem Jahre 1614 in der Kirche zum Heiligen Martin. 1610 wurde er Weihbischof in Bamberg, aber erst am 7. Oktober 1612 als Titularbischof von Hebron durch Johann Gottfried I. von Aschhausen geweiht. Mit dieser Würde war die Stelle eines Pfarrers von St. Martin verbunden.

Förner galt als die “Seele der Gegenreformation im Hochstift Bamberg”, er war gleichzeitig ein fanatischer Hexenprediger und veröffentlichte seine Hexenpredigten sogar in gedruckter Form als Flugblätter bei der sonntäglichen Predigt in Sankt Martin.

In Aufzeichnungen aus dem Jahr 1622 ergibt sich, dass Friedrich Förner auch einen Exorzismus an Kunigunde Kretzin anordnete, die aber vor der Ausführung des Exorzismus in der so genannten „Büttelstube“ verstarb.

In seiner Stellung als Weihbischof, Pfarrer und Domprediger blieb er bis zu seinem Tode am 5. Dezember 1630. Seine Grabschrift sagte unter anderem, dass er durch seinen fleckenlosen Wandel, durch Eifer für die Religion, durch seine Gesandtschaften (nach Rom und Regensburg), durch die Weisheit seiner Ratschläge, durch den lebhaften Vortrag des Wortes Gottes und durch seine Schriften der Welt bekannt war.

In der Verfilmung von Sabine Weigands Roman Die Seelen im Feuer wird er von Alexander Held verkörpert.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]