Friedrich Hartau

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Friedrich Hartau (* 7. Oktober 1911 in Dresden, Sachsen[1]; † 8. Februar 1981 in Hamburg[2]) war ein deutscher Schauspieler, Übersetzer, Dramaturg, Schriftsteller und Regisseur.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Besuch des Gymnasiums in Görlitz arbeitete Hartau zunächst als Buchhändler. Es folgten erste Bühneninszenierungen in Waldenburg. Weitere Bühnenstationen waren unter anderem Hamburg sowie das Staatstheater Kassel. Darüber hinaus trat er auch in zahlreichen Film- und Fernsehproduktionen auf wie in Alfred Weidenmanns Kino-Adaption von Theodor Storms Schimmelreiter, in Peter Fleischmanns Science-Fiction-Film Die Hamburger Krankheit, im Heimatfilm Mariandls Heimkehr mit Cornelia Froboess in der Hauptrolle, in der Satire Wir Kellerkinder sowie dem Mehrteiler Bauern, Bonzen und Bomben nach Hans Fallada. Daneben übernahm er zahlreiche Gastauftritte in Fernsehserien und -reihen wie Hamburg Transit und Stahlnetz. Einem breiten Publikum wurde er durch die Vorabendserie Percy Stuart bekannt: Hartau spielte „Mr. Joshua Brown“, ein joviales Mitglied des Excentric Clubs, das dem Titelhelden stets gewogen war.

Neben seiner Tätigkeit als Schauspieler führte Hartau auch Regie und betätigte sich als Drehbuchautor. So schrieb er 1936 „Ritter, Tod und Teufel“ (Spiel vom Menschen f. 3 Sprecher und gem. Chor a cappella/Musik Bruno Stürmer), die Vorlagen für Eugen Yorks Die letzte Nacht (1949) und Helmut Käutners Fernsehfilm Die Flasche nach Motiven von Joachim Ringelnatz. Ebenso arbeitete er als Journalist/Theaterkritiker/Feuilletonchef für die Hamburger Morgenpost und verfasste Biographien von Molière, Wilhelm II. und Klemens von Metternich für den Rowohlt Verlag.

Hartau war mit der Künstlerin Claudia Tressin (1917–2013) verheiratet.[3]

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Werke (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1971: Madame – es ist serviert, München: Herbig.
  • 1976: Molière in Selbstzeugnissen und Bilddokumenten, Reinbek: Rowohlt.
  • 1977: Clemens Fürst von Metternich in Selbstzeugnissen und Bilddokumenten, Reinbek: Rowohlt.
  • 1978: Wilhelm II. in Selbstzeugnissen und Bilddokumenten, Reinbek: Rowohlt.
  • 1978: Trotzdem haben wir gelacht, Bergisch Gladbach: Lübbe (nur Herausgeberschaft).
  • 1978: Immer Ärger mit dem Personal, Bergisch Gladbach: Lübbe.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Geburtsdaten gemäß der Autoreninformation Friedrich Hartau: Clemens Fürst von Metternich, Rowohlts Monographien, Rowohlt 1977, S. 156; Geburtsort nach Johannes Hösle: Molières Komödie Dom Juan, Winter 1978, S. 10.
  2. Deutsches Bühnen-Jahrbuch, 1982, S. 756.
  3. Who's who in the arts: a biographical encyclopedia containing some 15,000 biographies and addresses of prominent personalities, organizations, associations and institutions connected with the arts in the Federal Republic of Germany, Austria and Switzerland, Otto J. Groeg (Hrsg.), Who's Who-Book & Pub. 1978, Bd. 2, S. 313.