Friedrich Julius Tittmann

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Friedrich Julius Tittmann (* 20. August 1814 in Northeim; † 17. Januar 1883 in Göttingen) war ein deutscher Literaturwissenschaftler.

Nach Schulbesuchen in Northeim, Holzminden und Hannover studierte er an der Universität Göttingen von 1834 bis 1839 Theologie. Zunächst begann er dann eine Lehre an der Handelsschule in Osnabrück, habilitierte aber schließlich an der Universität Göttingen in Literatur. 1848 bekam er dort Lehrberechtigung. Bis 1867 konnte er kaum Erfolge vorweisen. Nachdem Karl Goedeke nach Göttingen gezogen war, begann eine fruchtbare Zusammenarbeit der beiden. Fortan schrieb Tittmann zahlreiche Werke. Dabei handelt es sich vorwiegend um biographische Studien von Autoren des 17. Jahrhunderts sowie Quellenuntersuchungen dieses und anderer Jahrhunderte. Seine Abhandlungen beziehen sich auf Jakob Ayrer, Paul Fleming, Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen, Andreas Gryphius, Martin Opitz und andere.

Tittmann war der Sohn eines Juristen; seine Mutter, Oberaufseherin an der Hoftöchterschule in Hannover, veröffentlichte 1842 ein kurzes Epos namens „Alfhilde“ über die Christianisierung der Gegend der Rhume. Sein Sohn fiel im Deutsch-Französischen Krieg 1870.

Werke (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1847: Die Nürnberger Dichterschule: Harsdörfer, Klaj, Birken
  • 1869: Ausgewählte dichtungen von Martin Opitz
  • 1874: Der abenteuerliche Simplicissimus

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]