Friedrich Kramer

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Friedrich Kramer (genannt Fritz Kramer, * 5. Februar 1938 in Hindenburg, Oberschlesien) ist ein deutscher Politiker der CDU und war 33 Jahre lang Landrat des Landkreises Fulda.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kramer studierte an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz Rechtswissenschaft und war nach dem Staatsexamen Gerichtsassessor und später Staatsanwalt am Landgericht Wiesbaden. 1970 gehörte er zur Wahlkampfmannschaft von Alfred Dregger und wurde bei der Landtagswahl, bei der die CDU ihren Stimmanteil um 13 % erhöhte als Abgeordneter der 7. Wahlperiode des Hessischen Landtags in diesen gewählt. Im Mai 1973 wurde er vom Kreistag zum erster Landrat des Landkreises Fulda nach der Gebietsreform im Lande Hessen gewählt. Er schied daher vorzeitig am 22. Juni 1973 aus dem Landtag aus.[1]

Fritz Kramer war für mehrere Jahrzehnte CDU-Kreis- und auch Bezirksvorsitzender, Mitglied im Präsidium der hessischen CDU sowie Fraktionsvorsitzender in der Verbandsversammlung des Landeswohlfahrtsverbands Hessen.[1]

Der Landkreis Fulda war Aktionär der Aktiengesellschaft Bad Salzschlirf. Kramer war in seiner Funktion als Landrat lange Zeit als stellvertretender bzw. Vorsitzender des Aufsichtsrats dort tätig. Anfang 2001 musste diese unter seinem Aufsichtsratsvorsitz Insolvenz anmelden. Der Anteilsbesitz verteilte sich bei der Hauptversammlung am 21. Juli 2000 wie folgt: 45,22 % Landkreis Fulda, 25,54 % Landesbank Baden Württemberg, 11,1 % Familie Retzmann [2]. Der Mantel der AG wurde nach der Insolvenz aufgekauft und am 24. Juni 2002 in Arques AG umbenannt.

Im Februar 2006 schied Kramer nach 33 Jahren mit Erreichen der gesetzlichen Altersgrenze von 68 Jahren als Landrat des Landkreises Fulda aus.

Der Kunst- und Literaturliebhaber ist verheiratet und hat zwei Töchter.

Nach dem Ende seiner hauptamtlichen politischen Tätigkeit ist Kramer als Strafverteidiger tätig.

Kramer ist Ehrenvorsitzender sowohl des Kreisverbands Fulda als auch des Bezirksverbands Osthessen der CDU. Im Januar 2018 verlieh ihm die CDU Hessen die Alfred-Dregger-Medaille in Gold als höchste von ihr verliehene Auszeichnung. Volker Bouffier würdigte ihn in seiner Laudatio als einen der Männer und Frauen, welche den Grundstein für den Erfolg der CDU in Hessen gelegt hätten. Seine immer pointierte Meinung, die er unabhängig vom jeweiligen Zeitgeist vertreten habe, sei auch jederzeit vom politischen Gegner respektiert worden.[1]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Volker Nies: "Ein Mann, der Geschichte schrieb und für uns ein Beispiel ist in der Fuldaer Zeitung vom 27. Januar 2018, S. 7
  2. Bericht der GSC-Research über die HV der AGBS vom 21. Juli 2000