Friedrich Pockels

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Friedrich Carl Alwin Pockels (* 18. Juni 1865 in Vicenza; † 29. August 1913 in Heidelberg) war ein deutscher Physiker und Bruder von Agnes Pockels.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pockels Grab in Heidelberg

Friedrich Pockels erhielt in Braunschweig seine Schulbildung, wo er auch ab 1883 Physik an der TH Braunschweig studierte. Dieses Studium setzte er zunächst an der Universität Freiburg im Breisgau und ab 1883 an der Universität Göttingen fort. Dort wurde er 1888 promoviert, er bestand im Jahr 1889 die Prüfungen für das Lehramt an höheren Schulen und wurde im selben Jahr Assistent am Physikalischen und Mineralogischen Institut der Universität Göttingen. Im Jahr 1892 habilitierte sich Pockels als Privatdozent für Physik.

Im Jahr 1896 wurde er außerordentlicher Professor für Physik an der TH Dresden und wirkte von 1900 bis 1913 als etatmäßig außerordentlicher Professor für Theoretische Physik an der Universität Heidelberg. Seit 1908 war er Schriftleiter der Beiblätter zu den Annalen der Physik und Chemie.[1]

Sein Name ist verbunden mit dem Pockels-Effekt, der in der Pockels-Zelle Verwendung findet.

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Friedrich Pockels, Ueber den Einfluss elastischer Deformationen, speciell einseitigen Druckes, auf das optische Verhalten krystallinischer Körper, Dissertation, Göttingen, 1889. Zugl.: Annalen der Physik. Band 273, Nr. 5, 1889, S. 144–172, doi:10.1002/andp.18892730509.
  • Friedrich Pockels, Ueber den Einfluss des elektrostatischen Feldes auf das optische Verhalten piezoelektrischer Kristalle, Göttingen, 1894. Nachdruck: VDM-Verlag Dr. Müller, Saarbrücken 2008, ISBN 978-3-8364-4082-0 (Digitalisat).
  • Friedrich Pockels, Lehrbuch der Kristalloptik, Teubner, Leipzig, 1906 (Digitalisat). Nachdruck: VDM-Verlag Dr. Müller, Saarbrücken 2008, ISBN 978-3-8364-4063-9.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. W. Voigt: Nachruf für Prof. Dr. Friedrich Pockels in: Beibl. zu Ann. d. Phys. 37, Nr. 19, I-IV (1913).