Friedrich Preller der Jüngere

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Friedrich Preller der Jüngere

Friedrich Preller der Jüngere (* 1. September 1838 in Weimar; † 21. Oktober 1901 in Blasewitz bei Dresden) war ein deutscher Landschafts- und Marinemaler.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grab Friedrich Prellers auf dem Johannisfriedhof in Dresden

Der jüngste Sohn des Malers, Radierers und Kunstprofessoren Friedrich Prellers des Älteren (1804–1878) trat im Alter von 13 Jahren in das Atelier seines Vaters ein, nachdem er von diesem erste Unterweisungen im Zeichnen und Malen erhalten hatte. Er setzte sein künstlerisches Studium an seiner Seite fort. Im Jahr 1859 reiste er zusammen mit seinem Vater nach Rom und unternahm bis ins Jahr 1862 „zahlreiche Exkursionen an die Küste, nach Neapel und Sizilien, um dort von der Natur die ursprüngliche Landschaft, den Schauplätzen der Odyssee, zu studieren.“[1]

Im Jahr 1864 unternahm Preller erneut eine Studienreise nach Italien und siedelte nach seiner Rückkehr im Jahre 1866 nach Dresden über, wo er ein eigenes Atelier gründete und mit Auftragsarbeiten ab 1876 erste künstlerische Erfolge hatte. Im Jahr 1880 wurde er als Kunstprofessor an die Dresdner Akademie berufen und unternahm in den 1880er-Jahren erneut Studienreisen nach Italien und Rügen und 1891 nach Griechenland.

Preller wohnte ab 1884 in einem von ihm selbst entworfenen Haus in der Friedrich-August-Straße 6c in Blasewitz (jetzt Stadtteil von Dresden). Die Straße wurde 1921 nach der Eingemeindung von Blasewitz nach ihm in 'Prellerstraße' umbenannt, sein Wohnhaus hat heute die Hausnummer 32.[2]

Er verstarb 1901 in Blasewitz und wurde auf dem Johannisfriedhof beigesetzt.

Familie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Preller war verheiratet mit Antonie (genannt Toni) Auguste Cornelie Preller geb. Rathgen (* 23. März 1844, † 7. März 1923), einer Tochter des Juristen Bernhard Rathgen. Prellers Tochter Lucie war mit dem Bildhauer Richard König (1863–1937) verheiratet, mit dem zusammen sie auch ein Buch über ihren Vater herausgab: Friedrich Preller d. J.: Eine Künstlerjugend. Es enthält Texte, die Preller selbst geschrieben hat.

Werke (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blick auf Citivella, um 1896
  • 1890/91: Griechische Landschaften (Wandbilder), Dresden, Albertinum
  • 1897: Wandbild Prometheus als Lichtbringer (zerstört), früher Wandelhalle am Albertinum der Universität Leipzig
  • Zyklus mit Szenen aus dem Oedipusmythos (zerstört), früher in Dresden, Semperoper
  • Zyklus mit Szenen aus dem Achillesmythos (zerstört), früher in Dresden, Semperoper
  • Zyklus mit Szenen aus dem Herkulesmythos (zerstört), früher in Dresden, Semperoper
  • Zyklus mit Szenen aus dem Mythos vom Goldenden Vlies (zerstört), früher in Dresden, Semperoper

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Friedrich Preller der Jüngere, Max Jordan (Hrsg.): Tagebücher des Künstlers, Kaufbeuren, 1904 München

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Richard König, Lucie König (Hrsg.): Friedrich Preller d. J.: Eine Künstlerjugend. A. Duncker, Weimar 1930.
  • Otto Roquette: Friedrich Preller: ein Lebensbild. Rütten & Loenig, Frankfurt am Main 1883.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Friedrich Preller der Jüngere – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. RS: Friedrich Preller d. J. In: Ketterer Kunst. Auctions, Exhibitions, 346. Auktion, 25. Oktober 2008
  2. Straßen und Plätze in Blasewitz. Abgerufen am 15. August 2017.