Friedrich Wilhelm Alexander Petzel

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Friedrich Wilhelm Alexander Petzel (* 10. Mai 1814 in Harmelsdorf, Kreis Deutsch-Krone; † 23. Oktober 1882 in Berlin) war königlich preußischer Generalmajor und zuletzt Kommandeur des Festungs-Artillerie-Regiments Nr. 3.

Herkunft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seine Eltern waren der Oberamtsmann und Gutspächter von Harmelsdorf Johann Gottlieb Pentzel (* 17. Mai 1781; † 20. Mai 1864) und dessen Ehefrau Johanne Henriette Krause (* 1791; † 23. Januar 1819).

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Er bekam seine Schulbildung auf dem Joachimsthaler Gymnasium in Berlin. Nach seinem Abschluss ging er am 1. April 1832 als Kanonier in die 3. Artillerie-Brigade. Vom 1. Oktober 1833 bis zum 31. Juli 1836 war er in die Vereinigte Artillerie- und Ingenieurschule abkommandiert. In dieser Zeit wurde er am 23. Dezember 1834 zum Portepeefähnrich ernannt und am 27. Oktober 1835 als Seconde-Lieutenant aggregiert. Nach seiner Rückkehr wurde er am 26. Januar 1837 als Artillerieoffizier einrangiert. Vom 1. Oktober 1843 bis zum 30. Juni 1846 war er dann an die Allgemeine Kriegsschule abkommandiert. Im Jahr 1844 konnte er dann am Kabylen-Feldzug der Franzosen teilnehmen. Er befand sich bei der Expedition unter Marschall Bugeaud gegen die Kabylen im Jurjura-Gebirge bei Algier. Bei dem Gefecht bei Aminel-Ari am Bourberak-Nisfah am 28. Oktober 1844 erwarb er sich das Ritterkreuz der Ehrenlegion.

Nach seiner Rückkehr nahm er 1848 am ersten schleswigschen Krieg teil. Er war vom 21. April 1848 bis zum 30. September 1848 Führen einer halben Haubitzen-Batterie. Im Gefecht bei Schleswig erwarb er sich den Roten Adlerorden 4. Klasse mit Schwertern. Nach dem Feldzug wurde er am 26. Oktober 1848 als Premier-Lieutenant in die 2. Artilleriebrigade versetzt. Während der Mobilmachung von 1850 fungierte er dort als Generalstabsoffizier der mobilen 5. Division. Am 22. Juni 1852 zum Hauptmann befördert, wurde er 1854 Chef des 4. Festungskompanie und 1856 Chef des 1. 12-pfünder Batterie. Am 29. Juni 1859 kam er dann als Artillerie-Offizier vom Platz in die Festung Graudenz. Dort wurde er am 17. März 1863 als Major in die Artilleriebrigade Nr. 2 versetzt, wo er nun Chef des 2. 6-pfünder-Batterie wurde. Aber schon am 6. Juni 1863 kam er als Abteilungskommandeur in die Artilleriebrigade Nr. 6 und am wurde am 26. November 1863 zur Wahrnehmung der Geschäfte in die Kommandantur nach Swinemünde abkommandiert. Am 9. Februar 1864 wurde er dann Kommandant von Swinemünde und dazu á la suite des Feld-Artillerie-Regiments Nr. 2 gestellt. Er kam am 23. September 1865 in das Feld-Artillerie-Regiment Nr. 7, wo er nun Kommandeur der reitenden Abteilung wurde.

Während des Deutschen Krieges von 1866 kämpfte er bei Langensalza. Er kämpfte hier im Detachement des Generalmajor Flies zusammen mit dem Herzog Ernst II. von Sachsen-Coburg-Gotha, mit dem er seit dem Gefecht bei Schleswig befreundet war.

Nach dem Krieg wurde er am 30. Oktober 1866 als Kommandeur der reitenden Abteilung in das Feld-Artillerie-Regiment Nr. 2 versetzt. Dort wurde er am 31. Dezember 1866 zum Oberstleutnant mit Patent zum 30. Oktober 1866 befördert. Am 14. Januar 1868 wurde er das Kommandeur des Festungsartillerie-Regiments Nr. 1. Er wurde dort am 18. Juni 1869 zum Oberst befördert und am 13. November 1869 als Kommandeur in das Festungsartillerie-Regiment Nr. 3 versetzt.

Während des Deutsch-Französischen Krieges erwarb er sich in der Schlacht bei Gravelotte das Eiserne Kreuz 2. Klasse. Ferner kämpfte er bei den Belagerungen von Metz und Paris. Er erwarb sich bei Champginy das Eiserne Kreuz 1. Klasse und nahm noch am Feldzug über den französischen Jura teil. Mit seiner Artillerie konnte er hier der schwerbedrängten württembergischen Felddivision erfolgreich Hilfe leisten. Dafür erhielt er auch den Württembergischen Militär-Verdienst-Orden. Außerdem war er noch an der Einnahme des befestigten Salins beteiligt.

Nach dem Krieg wurde er krankheitsbedingt am 20. April 1872 mit dem Charakter als Generalmajor zur Disposition gestellt. Er starb am 23. Oktober 1882 in Berlin und wurde am 26. Oktober 1882 in Landsberg an der Warthe beigesetzt.

Familie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Petzel heiratete am 28. Oktober 1851 in Glindow Pauline Fritze (* 24. Februar 1828; † 24. Januar 1854), eine Tochter des Ziegeleibesitzers Ferdinand Fritze. Das Paar hatte eine Tochter:

  • Pauline Friederike Ida (* 21. Januar 1854)

Nach dem Tod seiner ersten Frau heiratet er am 12. April 1856 Rosalie Wilhelmine Emilie Schröder (* 10. Dezember 1836; † 19. Februar 1922), die Tochter des Kaufmanns Wilhelm Schröder aus Stettin. Das Paar hatte mehrere Kinder:

  • Bertha Theona (* 11. Juni 1864)
  • Theodat Siegfried Wilhelm (* 7. April 1866; † 1941), Generalmajor ∞ Julie Marie Birschel, Eltern von Walter Petzel, General der Artillerie
  • Barnim (* 1868; † 13. Dezember 1874)

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]