Friedrich Wilhelm IV.

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Friedrich Wilhelm IV. von Preußen, Porträtaufnahme von Hermann Biow, Daguerreotypie von 1847
Unterschrift

Friedrich Wilhelm IV. (* 15. Oktober 1795 in Berlin; † 2. Januar 1861 in Potsdam) war vom 7. Juni 1840 bis zum 2. Januar 1861 König von Preußen. Er entstammte der Dynastie der Hohenzollern. Friedrich Wilhelm IV. sah sich in seiner Regierungszeit mit zwei elementaren Umbrüchen konfrontiert, erstens der Industriellen Revolution und zweitens der bürgerlichen Forderung nach politischer Mitsprache. Trotz dieser Umstände betrieb Friedrich Wilhelm IV. eine Politik, die nach außen auf eine Erneuerung des mittelalterlichen Heiligen Römischen Reiches abzielte und nach innen auf Basis des Gottesgnadentums eine Festigung des feudalen Treueverhältnisses zwischen Monarch und Volk beabsichtigte. Die erste Regierungsphase (1840–1848) des Königs war anfänglich von scheinbaren Zugeständnissen geprägt (Lockerungen der Zensur, eine Amnestie politisch Verfolgter und eine Versöhnung mit der katholischen Bevölkerung). Da Friedrich Wilhelms IV. mit diesen Maßnahmen daran scheiterte, der Forderung nach einer preußischen Verfassung den Boden zu entziehen, wurden viele Zugeständnisse noch vor Ausbruch der Revolution von 1848 wieder zurückgenommen. In der zweiten Regierungsphase (1848–1849) gelang es dem König mit einer Strategie der anfänglichen Zurückhaltung seine absolutistische Position zurückzugewinnen. Mit der Ablehnung der Kaiserkrone und der militärischen Niederschlagung der Revolution im Königreich Sachsen, im Großherzogtum Baden und in der Pfalz trug er entscheidend zum Ende der Revolution bei. Obwohl er in der dritten Regierungsphase (1849–1858), der sogenannten preußischen Reaktionsära, mehrfach bedeutende Abänderungen an der von ihm oktroyierten preußischen Verfassung vornahm, war er trotzdem dazu gezwungen, die Konstitutionelle Monarchie als Staatsform hinzunehmen. In diesem Zeitraum erreichte er einige territoriale Zuwächse wie Hohenzollern-Sigmaringen und den Erwerb eines Teils des Jadebusens, um den preußischen Kriegshafen Wilhelmshaven gründen zu können. Zuletzt musste er jedoch aus gesundheitlichen Gründen die Regierungsgeschäfte seinem jüngeren Bruder Prinz Wilhelm I. übertragen.[1]

Inhaltsverzeichnis

Leben bis zum Herrschaftsantritt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Herkunft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kronprinzessin Luise von Mecklenburg-Strelitz mit Friedrich Wilhelm (1796)

Friedrich Wilhelm wurde am 15. Oktober 1795 um 6 Uhr morgens im Berliner Kronprinzenpalais als ältester Sohn des Kronprinzen und späteren Königs Friedrich Wilhelms III. (Regierungszeit: 1797–1840) und der späteren Königin Luise geboren.[2][3] Die Nachricht seiner Geburt wurde durch das dreifache Abfeuern von 24 Kanonen bekannt gegeben. Am 28. Oktober 1795 wurde er im Kronprinzenpalais getauft.[4] Schon seine frühe Kindheit fällt dabei in eine Zeit, in der Preußen wie die anderen Monarchien des vorrevolutionären Europa mit der von Frankreich ausgehenden revolutionären Herausforderung konfrontiert war.[2] Da die Französische Revolution mit der Hinrichtung Ludwigs XVI. die dynastische Tradition in Frage stellte, schuf sie die Voraussetzungen für Friedrich Wilhelms spätere politischer Ausrichtung nach geschichtlicher Kontinuität und Tradition.[5] Die Angst vor und Bekämpfung von Revolutionen sollte noch das ganze Leben Friedrich Wilhelms bestimmen.

Nach dem Tode seines Großvaters Friedrich Wilhelm II. bestieg am 16. November 1797 Friedrich Wilhelms Vater den preußischen Thron[6]; der Zweijährige war damit Kronprinz von Preußen.[3] Friedrich Wilhelm III. sollte den Kronprinzen nicht in die Staatsgeschäfte einbeziehen, sodass dieser sich ins Private zurückzog und keine politische Erfahrung sammeln konnte. Dennoch hatte der spätere Friedrich Wilhelm IV. ein für Adelskreise ungewöhnlich liebevolles, fast bürgerliches Verhältnis zu seinen Eltern. Das enge höfische Umfeld beschrieb ihn als ein künstlerisch begabtes und aufgewecktes, aber auch ungehorsames und eigenwilliges Kind, das auch seinen Erziehern Probleme machte.[7] Im Mai 1803 schrieb Königin Luise über ihren Sohn:

„Fritz ist über alle Maßen lebhaft, oft unbändig, aber sehr gescheit und ein gutes Herz.“

Luise von Mecklenburg-Strelitz über Friedrich Wilhelm[8]

Später zeigte Friedrich Wilhelm rhetorische Fähigkeiten und galt seinem Umfeld als gebildet und phantasiereich, aber auch als sehr unbeständig, inkonsequent und von Natur aus unpraktisch.[9] Neben der Dynastie sollten jedoch auch die Erzieher das Politikverständnis Friedrich Wilhelms wesentlich mitprägen.[10]

Erziehung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Familienportrait von 1805: Friedrich Wilhelm an der Hand seines Vater Friedrich Wilhelm III. dargestellt

Zum Erzieher Friedrich Wilhelms und seines jüngeren Bruders Wilhelm bestimmten die Eltern 1801 den Rektor am Pädagogium des Klosters Unserer lieben Frauen zu Magdeburg; Friedrich Delbrück.[7] Delbrück war zwar kein unbedingter Anhänger des Pädagogen und Schriftstellers Johann Bernhard Basedow, doch dessen menschenfreundliche Bildungskonzeption nahm auf ihn durchaus Einfluss.[11] Basedow war ein Verfechter des sogenannten Philanthropinismus gewesen, eine Strömung der Aufklärung, die die Natur des Kindes zum Bezugspunkt aller pädagogischen Maßnahmen machte.[11] Diesem Kerngedanken folgend ermöglichte Friedrich Delbrück es dem Kronprinzen seine Individualität zu entfalten. Schon beim fünfjährigen Friedrich Wilhelm erkannte er dessen künstlerisches Talent und bestellte einen Zeichenlehrer.[12][13] Trotz des ursprünglich aufklärerischen Grundgedankens des Philanthropinismus mündete Delbrücks Erziehungskonzept bereits in einer postaufklärerischen Geistesströmmung; in der gefühlsbetonten Romantik.[13] Friedrich Wilhelm gilt als der erste preußische König seit Friedrich II., der keine Erziehung mehr im Sinne der Aufklärung erhielt.[14] So zielte die von Delbrück geleitete Erziehung vor allem darauf ab, dem jungen Friedrich Wilhelm Christentum, Humanismus und Klassizismus zu vermitteln. Der durch Delbrück und andere Hauslehrer erteilte Unterricht in Geschichte, Geographie, Physik, Latein, Französisch, Englisch, Mathematik, Musik und Zeichnen erreichte nicht das zum Besuch einer Universität nötige Niveau[15], sondern beschränkte sich auf lebensnahe Stoffe. Delbrück hielt in seinem Tagebuch fest, dass der Kronprinz mit der "ihm eigenen Weise, mehr zeichnend wie schreibend" am Unterricht teilnahm.[16] Im Jahr 1803 begann der Französischunterricht, der üblichen Sprache an den europäischen Fürstenhöfen. Später führte Delbrück auch Lateinunterricht ein und weckte dabei das Interesse des späteren Königs für die klassische Antike.[13] Delbrück achtete zugleich aber auch auf das korrekte Verhalten Friedrich Wilhelms. Obwohl Friedrich Wilhelm III. und Königin Luise keine Einwände zu haben schienen, bemühte sich Delbrück das Springen und Toben auf den Möbeln in Schlössern zu unterbinden.[17]

Friedrich Wilhelm IV. im Jahr 1810, gezeichnet von Heinrich Anton Dähling

Für die militärische Ausbildung bestellte Friedrich Wilhelm III. zwei Unteroffiziere. Am 15. Oktober 1805, seinem zehnten Geburtstag, wurde ihm das Offizierspatent verliehen.[18] Der Vater ließ den zum Leutnant der königlichen Garde ernannten Kronprinzen noch am selben Tag mit der ganzen Familie von dem Maler Heinrich Dähling porträtieren (siehe Abbildung rechts oben). Der Kronprinz wird dabei an der Hand des Königs dargestellt, während seine Brüder Wilhelm und Carl lesen. Seine Schwester Charlotte, die spätere russische Zarin, lehnt sich an Königin Luise, während seine Schwester Alexandrine vor ihnen sitzt.[18] Dennoch wurde der spätere Friedrich Wilhelm IV. nie ein überzeugter Soldat, weswegen sein Ansehen im Offizierskorps weit hinter dem seines Bruders Wilhelm zurückstand.[13] 1809 wurde Friedrich Delbrück als Erzieher abgelöst und 1809 durch Jean Pierre Frédéric Ancillon ersetzt, dem Friedrich Wilhelm ein Leben lang verbunden blieb.

Zeit der Napoleonischen Kriege (1806–1815)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste ihm auch bewusste Zäsur im Leben des Kronprinzen war die Niederlage der preußischen Armee gegen die französischen Truppen Napoleons I. in der Schlacht bei Jena und Auerstedt am 14. Oktober 1806.[19] Der Zusammenbruch Preußens sollte nicht nur die äußeren Lebensbedingungen Friedrich Wilhelms radikal verändern, sondern auch das Erziehungskonzept Delbrücks. Das Jahr 1806 markierte damit gleichsam das Ende seiner Kindheit.[19]

Der erste Erzieher: Friedrich Delbrück

Am 17. Oktober 1806 musste Friedrich Wilhelm in Begleitung von Delbrück Berlin fluchtartig verlassen, da die Gefahr einer Gefangennahme durch die Franzosen drohte.[20] Zusammen mit seinen Geschwistern, aber getrennt von seinen Eltern, wurde Friedrich Wilhelm über Danzig in die ostpreußische Hauptstadt Königsberg gebracht. Erst am 9. Dezember 1806 trafen dort auch Friedrich Wilhelm III. und Königin Luise ein.[21] Da Napoleon jedoch weiter vorrückte, musste die Flucht nach Memel, in den nordöstlichsten Rand Preußens, fortgesetzt werden. Statt im Berliner Kronprinzenpalais musste sich der elfjährige Friedrich Wilhelm mit seinem jüngeren Bruder Wilhelm mit den Wohnverhältnissen eines Kaufmannshauses begnügen.[20] Der Kronprinz erhielt einen ersten Begriff von der Verantwortung, die die politische Führung eines Landes mit sich brachte. Zu seinem zwölften Geburtstag am 15. Oktober 1807 schrieb Königin Luise an Friedrich Wilhelm:

„Aus der ersten Kindheit bist du nun heraus, und ernstes Nachdenken tritt nun an die Stelle von mancher Spielerei.“[22]

Nach dem Zusammenbruch Preußens wurde die Erziehung Friedrich Wilhelms auf Druck der Eltern mehr den Erfordernissen einer Regierungsvorbereitung angepasst. Er wurde mit einem Schlag nicht mehr als Kind, sondern als zukünftiger Thronerbe behandelt.[23] Delbrück erteilte Friedrich Wilhelm erstmals Unterricht in politischer Absicht. So lehrte Delbrück, dass der russische Zar Peter III. wegen seiner "Wankelmuth" und "Unentschlossenheit", die er auch dem Kronprinzen in seinem Tagebuch zuschrieb, innerhalb von nur 6 Monaten einer politischen Verschwörung zum Opfer gefallen sei.[23]

Neben der Änderung des Unterrichtes fand aber noch eine weitaus bedeutendere Umwälzung statt. Friedrich Wilhelm III. war gezwungen zu erkennen, dass der militärische, politische und wirtschaftliche Niedergang Preußens nur durch radikale Reformen überwunden werden konnte.[24] So ließ er es zu, dass ein Führungskader aus Ministern und Beamten eine Reihe von Regierungsedikten erließen, die Preußen zu einem modernen Staat machen sollten.[24] Hier spricht man von den sogenannten „Preußischen Reformen“. Die Reformen wurden von Freiherrn vom Stein, Karl August von Hardenberg, Wilhelm von Humboldt und Militärs wie Gerhard von Scharnhorst und August Graf Neidhardt von Gneisenau vorangetrieben. Das Verhältnis des Kronprinzen zu den Staatsreformern war aus zwei Gründen überaus angespannt. Zum einen war dem Kronprinzen durch Friedrich Delbrück so sehr eine Abscheu gegenüber Revolutionären eingeimpft worden, dass er für die Forderung Hardenbergs, Preußen müsse durch eine „Revolution von oben“, nämlich den Preußischen Reformen, instand gesetzt werden, kein Verständnis hatte.[25] Für Friedrich Wilhelm bedeutete der "bürokratische Absolutismus eines Hardenberg" die Entfernung des von ihm befürworteten "ständischen Prinzips".[26] Aus seiner Sicht stellten die Reformen eine gesellschaftliche Annäherung Preußens an die Verhältnisse der Französischen Revolution dar.[27][26] Hinzu kamen persönliche Spannungen zwischen dem Staatsreformer Heinrich Friedrich Karl vom und zum Stein und dem Kronprinzen Friedrich Wilhelm. Der Freiherr vom Stein vermisste den militärischen Aspekt in der Erziehung durch den philosophischen Delbrück.[28] In einem Beschwerdebrief an den König warf Stein Delbrück vor Friedrich Wilhelm auf eine "verweiblichte Art" zu erziehen.[27] 1809 ersetzte der König Delbrück tatsächlich durch den ihm von Stein empfohlenen Jean Pierre Frédéric Ancillon. Der Kontakt des Kronprinzen mit Delbrück riss jedoch auch nach dessen Entlassung nie vollständig ab.[29]

Der zweite Erzieher: Jean Pierre Frédéric Ancillon

Ancillon war 1767 geboren und hatte in Genf Theologie studiert.[29] Der von französischen Hugenotten abstammende Ancillon war Pastor der Friedrichswerderschen Kirche in Berlin und bestärkte Friedrich Wilhelm noch in seiner Ablehnung gegenüber der Französischen Revolution, diesmal jedoch verstärkt aus religiösen Motiven, wie sich vor allem bei Friedrich Wilhelms Äußerungen während der Befreiungskriege noch zeigen wird. Friedrich Wilhelm begann sich für die pietistische Erweckungstheorie des Theologen Karl Heinrich Sack zu interessieren.[30]

Friedrich Wilhelm war vierzehnjährig, als seine Mutter Luise am 19. Juli 1810 verstarb[30] und er somit Halbwaise wurde. Am Morgen desselben Tages erlaubte ihm sein Vater, die verstorbene Mutter ein letztes Mal zu sehen.[31] Diese zweite große Zäsur seiner Kronprinzenzeit empfand er als Strafe Gottes. Er schrieb am 26. Juli 1810:

„So weit war ich gekommen, als Gott uns, den schmerzlichsten Verlust der er uns treffen konnte, erleiden ließ. Er nahm uns unsere unaussprechlich verehrte Mutter, die geliebte Königin“[32]

Der Schicksalsschlag wurde von Friedrich Wilhelm in einem direkten Zusammenhang mit seiner Lebensperspektive gebracht.[30] Nur durch ein gottgefälligeres Leben glaubte er seine angebliche Schuld am Tod seiner Mutter abtragen zu können.[30]

Der Kriegsgegner: Napoleon Bonaparte

Den Höhepunkt der Jugendjahre Friedrich Wilhelms bildete die Teilnahme an den Feldzügen gegen Kaiser Napoleon I. in den Befreiungskriegen von 1813/1814. Für Friedrich Wilhelms Kriegsverständnis verwischten die Grenzen zwischen Patriotismus und religiösem Eifer. So empfand er den Konflikt als „Kreuzzug“ gegen die gewaltsam durch Napoleon aufgezwungenen Ideen der Aufklärung und Französischen Revolution.[33] Folglich schrieb Friedrich Wilhelm in seinem Feldzugstagebuch über „des Satans (gemeint: Napoleons) finstre Heerscharen“. Für ihn war Napoleon als Erbe der Französischen Revolution eine Gottesstrafe, die man nun niederringen müsse.[34] In zahllosen Korrespondenzen dieser Zeit finden sich Berichte des Kronprinzen über religiöse Erlebnisse, die Motive der pietistischen Erweckungsbewegung aufgreifen, wozu subjektive Gotteserfahrung, Kraft des persönlichen Gebets und individuelles Streben nach Heil und Erlösung gehören.[35] Seine Frankophobie sollte Friedrich Wilhelm sein ganzes Leben beibehalten. Friedrich Wilhelm schrieb sogar, dass der umstürzlerische Geist den Franzosen "im Blut" liegen würde.[36] Von der angeblichen revolutionären Serie in Paris 1789, 1830 und 1848 sollte er sich später noch in seiner paranoiden Ansicht bestätigt fühlen.[36] Auch die Herrschaft Napoleons mit ihrer "Mischung von absolutistischen, revolutionären und plebiszitären Elementen" erschien ihm als typische Ausgeburt der französischen Volksseele.[36]

Der Anblick des Schlachtfeldes bei Großgörschen mit 8500 gefallenen und verwundeten preußischen Soldaten hatte zur Folge, dass der spätere König versuchte, Kriege als politisches Mittel zu vermeiden.[37] An seinen Vater schrieb Friedrich Wilhelm drei Tage vor seinem 20. Geburtstag rückblickend:

„Wie kann man noch einen Krieg mit heiligem Eifer führen, wenn Napoleon nicht mehr sein wird!“[38]

Der endgültige Sieg über das napoleonische Frankreich im Jahre 1815 bildete den Hintergrund des von Friedrich Wilhelm 1816–17 verfassten Briefromans Die Königin von Borneo. Seine finanzielle Großzügigkeit führte während der Kronprinzenzeit zu erheblichen Schulden.[39]

Politische Verhältnisse (1815–1840)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

→ Hauptartikel: Friedrich Wilhelm III.

Territorium des Staates Preußen; dunkelblau innerhalb, hellblau außerhalb des Deutschen Bundes

Nach dem Sieg über Kaiser Napoleon I. herrschte im Deutschen Bund die sogenannte Restaurationspolitik mit repressiven Maßnahmen vor. Der Begriff leitet sich vom lateinischen Wort restaurare – wiederherstellen – ab, womit die Wiederherstellung des politischen Zustandes vor der Französischen Revolution gemeint ist.[40] Allerdings kann dieser Begriff nur eingeschränkt auf Preußen bezogen werden. Die Preußischen Reformen wurden nach 1815 zwar nicht rückgängig gemacht, aber auch nicht weitergeführt.[40] Auch die Grenzen von vor 1806 bzw. der Niederlage gegen Napoleon wurden nicht wiederhergestellt.[40]

Mit den Karlsbader Beschlüssen vom 20. August 1819 ließ es Friedrich Wilhelm III. zu, dass missliebige Professoren entlassen, Burschenschaften verboten wurden sowie alle Bücher, Zeitschriften und Zeitungen unter 320 Seiten zensiert wurden.[41] Bürgerliche Freiheitsbestrebungen wie nationale Einheitsbewegungen oder die Forderung nach einer Verfassung wurden unterdrückt. Im Jahr 1836 kam es im Rahmen der Demagogenverfolgung durch eine 1833 unter Justizminister von Kamptz gebildete Ministerialkommission zur Verurteilung von 209 Studenten.[42] Die 39 Todesurteile wurden nicht vollstreckt, sondern in Festungshaft umgewandelt.[42] Friedrich Wilhelm III. versprach in den Jahren 1810, 1812, 1813, 1815, 1820 und 1821 die Einführung einer Verfassung.[43] Doch es blieb bei leeren Versprechungen des Königs.[43]

Mit der katholischen Kirche war 1825 durch das Mischehengesetz ein Konflikt entstanden.[44] Während preußisches Recht vorschrieb, dass Kinder die Religion ihres Vaters anzunehmen hatten, forderte die römisch-katholische Lehre, dass der protestantische Partner zu unterschreiben hatte, die Kinder als Katholiken zu erziehen.[44] Der Erzbischof von Köln, Clemens August Droste zu Vischering, und der Erzbischof von Posen und Gnesen, Martin von Dunin, setzten sich in diesem Bereich über das preußische Recht hinweg und wurden daraufhin verhaftet.[44]

In außenpolitischer Hinsicht schloss Friedrich Wilhelm III. an der Seite Russlands und Österreichs 1815 eine Heilige Allianz, der später bis auf Großbritannien alle europäischen Großmächte angehörten.[45] Die darin vertretenen Monarchen sahen sich als Väter einer "christlichen Familie" an, die sich gegenseitig zur Aufrechterhaltung von Frieden und Gerechtigkeit beizustehen hatten.[45] Bis zu ihrem Zerbrechen im Krimkrieg sollte die Heilige Allianz für 40 Jahre den Frieden in Europa sichern.

Vermählung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Friedrich Wilhelm IV. und seine Gemahlin Elisabeth 1847

Um den Fortbestand der Hohenzollern-Dynastie zu sichern, schickte König Friedrich Wilhelm III. seinen Sohn im Jahr 1819 auf „Brautschau“. Am 5. Juli 1819 erhielt der Kronprinz die Einladung des bayerischen Königs Maximilian I. Joseph nach Baden-Baden.[46] Dort hielt sich der bayerische Hof zur Kur auf. Die durch eine Heirat geschlossene politische Verbindung zwischen dem deutschen Mittelstaat Bayern und der deutschen Großmacht Preußen war sowohl von preußischer als auch von bayerischer Seite erwünscht.

Als Oberhaupt der evangelischen Kirche in Preußen akzeptierte Friedrich Wilhelm III. jedoch keine Heirat zwischen der katholischen Kronprinzessin Elisabeth Ludovika von Bayern und Kronprinz Friedrich Wilhelm.[47] Auch die preußischen Hausgesetze, an die der König gebunden war, schrieben die Verpflichtung zur protestantischen Konfession ausdrücklich vor. Der Kronprinz war jedoch in Elisabeth verliebt und schrieb seinem ehemaligen Erzieher Jean Pierre Frédéric Ancillon:

„Ein liebliches, ein rundes anmutiges Antlitz, Augen so klar wie der neapolitanische Himmel, schwarze Brauen, dunkle Haare, dabei ein Anstand, wie ich ihn träumen kann.“[48]

Die Ehefrau: Elisabeth Ludovika

Die Standhaftigkeit, mit der sich Elisabeth weigerte zum Protestantismus zu konvertieren, steigerte Friedrich Wilhelms Wertschätzung zu Elisabeth noch.[49] In ihr sah er eine Person, die wie er, ihren Glauben für wichtiger als alles andere hielt.[49] Eine Vermählung sah der protestantische Kronprinz zugleich als Chance an, die konfessionellen Spannungen im Rheinland (Kölner Mischehenstreit) abzubauen.[47] Erst nach umfänglichen diplomatischen Bemühungen beider Seiten gelang es, eine Kompromissformel zu finden, nach der Elisabeth ihre Konfession zwar (zunächst) beibehalten sollte, sich aber verpflichtete, Unterricht in den protestantischen Glaubenslehren zu nehmen, und überdies Zurückhaltung im Praktizieren des Katholizismus versprach.

Am 29. November 1823 heiratete Friedrich Wilhelm Prinzessin Elisabeth von Bayern. Nach längerer Zeit des Lebens am preußischen Hofe kam es dann schließlich zum freiwilligen Übertritt Elisabeths zum reformierten Bekenntnis der Hohenzollern. Die Ehe zwischen Friedrich Wilhelm und Elisabeth verlief allen Zeugnissen zufolge glücklich. 1828 erlitt Elisabeth eine derart schwere Fehlgeburt, dass sie danach keine Kinder mehr empfangen konnte.[50] Friedrich Wilhelm III. bestimmte seinen Zweitgeborenen, den jüngeren Bruder des Kronprinzen Friedrich Wilhelm, Prinz Wilhelm, zu dessen Thronfolger. Nach der Thronbesteigung Friedrich Wilhelms IV. trug Wilhelm den Namen Prinz von Preußen.[51] Als Kronprinz übte Friedrich Wilhelm zeitweise die rein repräsentative Funktion eines Statthalters in Pommern aus.[52]

Friedrich Wilhelms IV. als König[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Büste, Original um 1840

Zeit des Vormärzes (1840–1848)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Regierungswechsel (1840)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Thronbesteigung Friedrich Wilhelms IV. am 7. Juni 1840 war im liberalen und patriotischen Lager mit großen Erwartungen verknüpft, die der neue König in den ersten sechs Monaten seiner Regentschaft durchaus erfüllte. Aufgrund einer am 10. August 1840 verkündeten Amnestie wurden alle politischen Gefangenen entlassen.[53] Auch politisch motivierte Untersuchungen und Gerichtsverfahren wurden zunächst abgebrochen. Damit entfiel der staatspolizeiliche Auftrag der Ministerialkommission, welche auf Anordnung des Königs am 6. Oktober 1840 aufgelöst wurde. Bereits im Juli 1840 erlaubte Friedrich Wilhelm IV. dem Professor Ernst Moritz Arndt die Wiederaufnahme seiner Lehrtätigkeit an der Universität Bonn.[54] Der Militärreformer Heinrich von Boyen kehrte im März 1841 in sein Amt als Kriegsminister zurück, das er seit 1820 nicht mehr innegehabt hatte.[55] Die Brüder Grimm wurden auf Einladung des Königs an die Universität nach Berlin berufen.

Diese Zugeständnisse führten dazu, dass die Liberalen zunächst übersahen, dass Friedrich Wilhelm IV. keineswegs einer der Ihren war.[56] Aus der Sicht des Königs sollten die Zugeständnisse ein mittelalterlich-feudales Treueverhältnis zwischen preußischem Volk und Monarch wiederherstellen, das die liberale Reformierung des Staates überflüssig machen sollte.[57] Vom Gottesgnadentum leitete er eine heilige Inspiration seiner Herrschaft ab:

„Es gibt Dinge, die man nur als König weiß, die ich selbst als Kronprinz nicht gewusst und nun erst als König erfahren habe“

Friedrich Wilhelm IV.[58]

Der König leitete daraus ab, dass die ihm von Gott verliehenen mystisch-transzendenten Kräfte intuitiv das Richtige tun lassen würden. Jede Einschränkung seiner de facto absolutistischen Macht erschien ihm als unverantwortliche Behinderung seiner gottgewollten Mission.[59] Friedrich Wilhelm IV. wollte sich selbst aber nicht im absolutistischen Sinne über die aus seiner Sicht historisch bewährten Rechte der staatlichen Zwischengewalt hinwegsetzen. Er wollte vielmehr ein Nebeneinander von Krone und Ständen betonen. Eine erste, wenn auch nur symbolische Chance dafür sah er in den sogenannten Ständehuldigungen.

Ständehuldigung (1840)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Huldigung vor Friedrich Wilhelm IV. am 15. Oktober 1840 vor dem Königlichen Schloss zu Berlin, Gemälde von Franz Krüger, 1844

Als offizielle Zeremonie des Amtsantrittes diente die Huldigung von Ständen und Untertanen. Im Kern war die Huldigung ein Eidschwur, den Vertreter im Namen des ganzen Volkes vor ihrem Monarchen sprachen.[60] Wie sein Vater im Jahr 1798 beschränkte sich Friedrich Wilhelm IV. auf Huldigungsfestlichkeiten lediglich in Königsberg und Berlin. Friedrich Wilhelm hatte angekündigt, „von den Ständen des Königreichs Preußen (Ostpreußen, Westpreußen und Litthauen) und von denen des Großherzogtums Posen am 10. September d. J. in Königsberg, von den Ständen aller übrigen Landesteile aber am 15. Oktober d. J. in Berlin die Huldigung einzunehmen“.[61] Während in Königsberg die Ständevertreter aus den preußischen Provinzen außerhalb des Deutschen Bundes (d. h. Preußen, das Königreich, und Posen, das Großherzogtum) empfangen wurden, erschienen in Berlin die Ständevertreter aus den Provinzen innerhalb des Deutschen Bundes (d. h. Brandenburg, Pommern, Sachsen, Schlesien, Rheinprovinz und Westfalen).[62] Im August 1840 reiste Friedrich Wilhelm IV. nach Königsberg.[63] Während des festlichen Einzuges ertönten Kirchenglocken und Kanonendonner. Lobgedichte auf den Herrscher wurden verlesen. Am 10. Oktober 1840 begannen die Hauptzeremonien der Königsberger Huldigung: Um 8:30 Uhr ging der König mit den Kammerherren und Prinzen der Königsfamilie in die Schlosskirche, um die Predigt zu hören.[64] Danach begab er sich in den Schlosshof, wo sich ein Thron mit Baldachin befand.[62] Nachdem der König den Eidschwur der Ständevertreter entgegengenommen hatte, versprach er „ein gerechter Richter, ein treuer, sorgfältiger, barmherziger Fürst und ein christlicher König“ sein zu wollen. Als erster preußischer König richtete Friedrich Wilhelm IV. eine improvisierte Rede an die aus 30.000 Zuhörern bestehende Menge und entfachte dadurch unwillentlich öffentliche Spekulationen über königliche Verfassungspläne.[65]

Am 15. Oktober 1840 begannen die sich fünf Tage hinziehenden Huldigungsfestlichkeiten in Berlin. Der König betonte bei dieser Gelegenheit symbolisch die Standesunterschiede: Während Fürsten, Standesherren und Ritterschaft (d. h. der Adel) im Großen Säulensaal des Berliner Schlosses huldigen durften, ließ der König die bürgerlichen Vertreter der Städte und Landkreise zwei Stunden im Herbstregen vor der im Lustgarten eigens zum Saal errichteten Freitreppe warten. Der Oberbürgermeister von Berlin durfte auf ihr nur so weit emporsteigen, dass er von unten herauf zum König sprechen konnte.[66] Die Beziehung zwischen Monarch und Volk zeigte erste größere Risse.

Verfassungsfrage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vordenker der Staatsidee Friedrich Wilhelms IV.: Friedrich Schlegel

Im Zuge seiner Versöhnungspolitik war Friedrich Wilhelm IV. durchaus an einer Lösung der preußischen Verfassungsfrage interessiert.[67] Die Verfassungsproblematik bestand in Preußen seit dem Wiener Kongress bzw. dem Jahr 1815. Bei der in diesem Zusammenhang verabschiedeten Bundesakte hatten die Einzelstaaten des Deutschen Bundes nach Artikel XIII eine "landständische Verfassung" zu gewähren.[68] Unter Friedrich Wilhelm III. hatte es zwar mehrere Versprechen gegeben, eine solche Verfassung in Kraft zu setzen, doch war nichts dergleichen geschehen.[43] Erst Friedrich Wilhelm IV. unternahm konkrete Verfassungsplanungen. Den staatsphilosophischen Kernpunkt dafür bildete die Lehre des sogenannten organischen Ständestaates, der sich auf Philosophen wie Friedrich Wilhelm Joseph Schelling und Friedrich Schlegel stützte.[67] Bereits 1805 schrieb Schlegel in seiner "Vorlesung über Universalgeschichte":

„Die einzige dauerhafte Verfassung ist die ständische, durch Priester und Adel gemilderte Monarchie, sie ist auch zugleich die älteste und beste.“

Friedrich Schlegel[69]

Nach Ansicht der "politischen Romantiker" trage die Ständegliederung der naturgegebenen Ungleichheit des Menschen Rechnung.[67] Der Einzelne solle an seinem von Gott ihm zugewiesenen Platz die Aufgaben und Pflichten erfüllen, die dem Wohl der Gesamtgesellschaft dienen.[67] Friedrich Wilhelm IV. strebte bei der preußischen Verfassungsfrage also keine Verwirklichung einer konstitutionellen Monarchie an, sondern einen christlich-ständisch geführten Staat.[70] Dies gab er nur zwei Monate nach dem Ende der Ständehuldigung auch dem Oberpräsidenten der Provinz Preußen zu verstehen:

„Ich fühle mich ganz und gar von Gottes Gnaden und werde mich so mit seiner Hilfe bis zum Ende fühlen. Glanz und List überlasse ich ohne Neid sogenannten konstitutionellen Fürsten, die durch ein Stück Papier (gemeint: Verfassung) dem Volk gegenüber eine Fiktion, ein abstrakter Begriff geworden ist.“

Friedrich Wilhelm IV.[71]
Titelblatt der 1841 erstveröffentlichten Schrift Vier Fragen, beantwortet von einem Ostpreußen

In der Denkschrift Vier Fragen beantwortet von einem Ostpreußen erinnerte der Königsberger Arzt Johann Jacoby den König an das uneingelöste Verfassungsversprechen Friedrich Wilhelms III. und forderte die Wahl eines preußischen Parlaments.[72] Der König regte daraufhin einen Prozess wegen „Majestätsbeleidigung“ und „Hochverrat“ gegen Jacoby an. Auf Hochverrat stand im preußischen Rechtswesen die Todesstrafe. Als sich jedoch das Oberlandesgericht Königsberg für nicht zuständig erklärte und das Berliner Kammergericht Jacoby freisprach, mischte sich der verärgerte König in den Prozess ein. Auf seinen Druck hin wurde Jacoby zu zwei Jahren Festungshaft verurteilt, zu denen es aber nicht kam, da Jacoby Berufung einlegte und danach ein weiteres Mal durch das Berliner Kammergericht freigesprochen wurde.

Als Gegenpol zu allen parlamentarisch geprägten Volksvertretungen richtete Friedrich Wilhelm IV. sein Augenmerk auf die bereits 1823 gegründeten Provinziallandstände, die Vertretungskörperschaften der acht preußischen Provinzen.[73] Allerdings sah der König in dieser Institution vor allem eine Kreditquelle für das entstehende Eisenbahnnetz. Das Staatsverschuldungsgesetz vom 17. Januar 1820 schrieb fest, dass es der preußischen Regierung untersagt war, Kredite ohne Freigabe durch eine „landesweite Ständeversammlung“ aufzunehmen. [74] Der König sah sich gezwungen, im Oktober 1842 die Vereinigten ständischen Ausschüsse, bestehend aus je zwölf Delegierten der Provinziallandtage, zur gemeinsamen Beratung nach Berlin einzuberufen.[75] Während der Verhandlungen über die für den Bau der Eisenbahnlinie zwischen Berlin und Königsberg notwendigen Staatsanleihen machten die Vereinigten ständischen Ausschüsse darauf aufmerksam, dass es für deren Aufnahme der Zustimmung eines Gesamtlandtages bedürfe. Als Folge dieser Forderung ließ Friedrich Wilhelm IV. die Versammlung am 10. November 1842 wieder auflösen.[76]

Zensurpolitik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den ersten drei Jahren seiner Regentschaft lockerte Friedrich Wilhelm IV. die Zensurvorschriften. In der Zensurinstruktion vom 24. Dezember 1841 sprach der König davon, die „Presse von unstatthaften (gemeint: unerlaubten) Beschränkungen“ zu befreien.[77] Am 4. Oktober 1842 hob er die Zensur von Büchern über 20 Bogen bzw. 320 Seiten auf. Allerdings schränkte er diese Zugeständnisse schnell wieder ein. Die am 28. Mai 1842 eingeführte Bilderfreiheit bzw. Karikaturfreiheit wurde bereits am 3. Februar 1843 zurückgenommen. In diesem Zusammenhang bezeichnete Karl Marx die Zensurpolitik Friedrich Wilhelms IV. als „Scheinliberalismus“ In Wahrheit hatte die Regierung einsehen müssen, dass eine vollumfängliche Unterdrückung der Presse nicht mehr möglich war.[78] Schließlich verboten die Verfassungen von 1848 und 1850 in Preußen jede Zensur.

Außenpolitik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

→ Hauptartikel: Rheinkrise (1840)

Die Gefahr eines Krieges mit dem Königreich Frankreich überschattete die Thronbesteigung Friedrich Wilhelms IV.[79] Ohnehin sah der preußische König im französischen Monarchen Louis-Philippe I., der erst durch die Julirevolution von 1830 auf den Thron gelangt war, einen illegitimen Usupatoren aus dem Herzogshaus Orlean.[80] Louis Philippe stammte also nicht von der Bourbonen-Dynastie ab, die Frankreich seit 1589 regiert hatte.[80] Spätestens seit der Flucht vor Napoleon empfand er stark frankophobe Gefühle und eine Neigung zu deutsch-nationalen Äußerungen.[36] Bereits kurz nach dem Regierungsantritt Friedrich Wilhelms IV. im Jahr 1840 sollte es zu einer schweren diplomatischen Krise mit Frankreich kommen. Schon zuvor hatte der liberale, französische Ministerpräsident Adolphe Thiers versucht durch eine nationale Prestigepolitik von der steigenden soziale Unruhe im Inneren Frankreichs abzulenken.[81] Durch die Unterstützung für Muhammad Ali Pascha, den gegen die osmanische Oberhoheit kämpfenden Vizekönig von Ägypten, hatte sich Frankreich jedoch Russland und Großbritannien zu Feinden gemacht; beide fanden Verbündete in Preußen und Österreich.[82] Im Londoner Vertrag vom Juli 1840 garantierten die vier europäischen Großmächte die Erhaltung des Osmanischen Reiches. Dass Frankreich seinen Einfluss in Ägypten aufgeben musste, empfand man in Paris als schwere nationale Demütigung.[82] Um den Unmut der Bevölkerung zu beschwichtigen, verfolgte Thiers nun das Ziel einer Entschädigung der Verluste in Ägypten und eine Teilrevision der Grenzziehung des Wiener Kongresses.[83] Das in Frankreich als "Schmach" empfundene Trauma der Schlacht bei Waterloo sollte mit der Wiederherstellung einer einer „natürlichen“ Rheingrenze nach Osten getilgt werden.[83]

Die deutsch-nationale Empörung gegenüber Frankreich fiel beim König auf fruchtbaren Boden. Allerdings schwebte ihm kein einheitlicher Nationalstaat vor, sondern eine Erneuerung des Heiligen Römischen Reiches.[84] Nikolaus Becker, dem Dichter des patriotischen Rheinliedes, in dem es hieß „sie sollen ihn nicht haben, den freien, deutschen Rhein“, schenkte der König 1000 Taler.[85] Obwohl der französische König Louis-Philippe I. Truppenverstärkungen verweigerte und sich nach dem Rücktritt seines Ministers Adolphe Thiers Preußen wieder annäherte, bestand Friedrich Wilhelm auf einer effizienteren Militärverteidigung des Deutschen Bundes gegen Frankreich.[86] Dafür war er in außenpolitischer Hinsicht an einer engen Zusammenarbeit mit Österreich interessiert, mit dem Preußen auch durch die Heilige Allianz weiterhin verbunden blieb. Bei dem Bundestag 1841/1842 wurde auch auf Drängen Friedrich Wilhelms IV. der Bau der Bundesfestungen Rastatt und Ulm beschlossen- Verteidigungsanlagen gegen das Königreich Frankreich.[87] Bei diesen diplomatischen Treffen sagte Friedrich Wilhelm IV. Österreich zu, den militärischen Schutz des habsburgischen Königreiches Lombardo-Venetien zu gewähren.[87] Im Gegenzug gestand Österreich Preußen den Oberbefehl über norddeutsche Kontingente zu.[87] Durch diese grobe territoriale Absteckung von Einflusspären der beiden Großmächte des Deutschen Bund sollte eine direkte Konfrontation vermieden werden.[87] Die Rivalität zwischen Preußen und Österreich bzw. der deutschen Dualismus war damit jedoch nicht überwunden. So brachte Friedrich Wilhelm IV. 1842 die Arbeit der von den österreichischen Staatskanzler Metternich mitbegründeten Bundeszentralbehörde zur Durchsetzung der Karlsbader Beschlüsse zum Erliegen.[88] Die Gemeinsamkeiten zwischen Berlin, Wien und Sankt Petersburg ermöglichten 1846 dennoch eine Einigung auf ein Vorgehen gegen die polnische Nationalbewegung.[89] In diesem Jahr ging von der Freien Stadt Krakau, die 1815 keiner der drei Teilungsmächte zugesprochen war, ein neuer Aufstand aus, der auch andere polnische Gebiete erfasste.[89] Mit Zustimmung des russischen Zaren und preußischen Königs annektierte Österreich daraufhin Krakau.[89]

Religionspolitik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kölner Dom im Jahr 1824

Anders als alle seine Vorgänger seit Friedrich II., die in der Tradition der Aufklärung standen, war Friedrich Wilhelm IV. tiefreligiös. Von der Romantik und der pietistischen Erweckungsbewegung geprägt, schwebte ihm ein „christlicher Staat“ im Sinne Friedrich Julius Stahls oder Karl Ludwig von Haller vor. Nur das Christentum könne die Säkularisierung, den zunehmenden Materialismus und andere als schädlich angesehene Prozesse der Modernisierung rückgängig machen und seine Untertanen vor revolutionären Utopien bewahren. Religion und Politik waren für Friedrich Wilhelm untrennbar miteinander verbunden.[90]

Dem Katholizismus stand Friedrich Wilhelm IV. im Unterschied zu seinem Vater mit Sympathie gegenüber.[91] Nach der Empörung über die Verhaftung des Kölner Erzbischofs Clemens August Droste zu Vischering in der Regierungszeit Friedrich Wilhelms III. lag Friedrich Wilhelm IV. viel daran, seine katholischen Untertanen mit dem preußischen Staat zu versöhnen.[92] Zu diesem Zweck genehmigte er im Jahr 1840 die Gründung eines Kölner Dombau-Vereins. 1842 bereiste er die Provinzen Rheinland und Westfalen. Symbolischer Höhepunkt dieser Visitationsreise war die Grundsteinlegung zur Vollendung des katholischen Kölner Doms am 4. September 1842. Die Hälfte der hierfür anfallenden Finanzierungen kamen aus der preußischen Staatskasse. Friedrich Wilhelm IV. trat während des Dombaufestes gemeinsam mit dem Kölner Erzbischof Johannes von Geissel auf. Indem Friedrich Wilhelm IV. den spätmittelalterlichen Südturmkran mit preußischem Adler und Bundesfahne schmücken ließ, inszenierte er während des Dombaufestes eine Einheit zwischen Mittelalter und Gegenwart.[93] In seiner Dombaufestrede verband er ein Lob auf den die konfessionelle Spaltung überwindenden deutschen Frühnationalismus, wie er sich in den Befreiungskriegen gezeigt hatte, mit einem Bekenntnis zur Dynastie der Hohenzollern:

„Der Geist […] ist derselbe, der vor neun und zwanzig Jahren unsere Ketten brach, die Schmach des Vaterlandes, die Entfremdung dieses Ufers wandte, derselbe Geist, der, gleichsam befruchtet von dem Segen des scheidenden Vaters, des letzten der drei großen Fürsten, vor zwei Jahren der Welt zeigte, daß er von ungeschwächter Jugend kraft da sei. Es ist der Geist deutscher Einigkeit und Kraft. Ihm mögen die Kölner Dompforten Thore des herrlichsten Triumphes werden! Er baue! er vollende! Und das große Werk verkünde den spätesten Geschlechtern von einem durch die Einigkeit seiner Fürsten und Völker großen, mächtigen, ja, den Frieden der Welt unblutig erzwingenden Deutschland! – von einem durch die Herrlichkeit des großen Vaterlandes und durch eigenes Gedeihen glücklichen Preußen, von dem Brudersinn verschiedener Bekenntnisse, der inne geworden, daß sie Eines sind in dem einigen, göttlichen Haupte!“[94]

Der Kölner Dom stellte aus der Sicht des Königs das Symbol eines künftigen Deutschlands in der Gestalt des mittelalterlichen Heiligen Römischen Reiches dar.

Für Verhandlungen mit der römischen Kurie kündigte der König im Juni 1840 an, eine Abteilung für katholische Angelegenheiten im Kultusministerium einzurichten, die ausschließlich aus katholischen Räten bestehen sollte.[95] Außerdem gab die preußische Regierung ihre Mischehengesetze auf und garantierte einen freien Verkehr der preußischen Bischöfe mit dem Vatikan. Die als ultramontan abgesetzten und in Festungshaft genommenen Bischöfe von Köln und Posen, Clemens August Droste zu Vischering und Martin von Dunin, wurden freigelassen. Der Streit zwischen der römisch-katholischen Kirche und dem preußischen Staat war vorerst beendet.[96] Das Selbstbewusstsein der preußischen Katholiken wurde dadurch deutlich gestärkt, was sich 1844 in der Trierer Wallfahrt zeigte: Über eine halbe Million Gläubige pilgerten in den Trierer Dom, wo eine angeblich wundertätige Christusreliquie ausgestellt wurde, der Heilige Rock.[97]

Friedrich Wilhelms Vater hatte 1817 mit der Gründung der Evangelischen Kirche in Preußen, in der Calvinisten und Lutheraner uniert worden waren, eine unmittelbar vom Landesherrn als dem summus episcopus abhängige Institution geschaffen für alle Protestanten seines Königreiches geschaffen. Als Reaktion darauf formierten sich im Jahr 1830 die sogenannten Altlutheraner.[98] Sie nahmen für sich in Anspruch, die „wahre“ lutherische Kirche darzustellen und waren damit staatlichen Verfolgungsmaßnahmen ausgesetzt (Haftstrafen, Verbot der Organisation und der gewaltsamen Unterbrechung von Gottesdiensten). Friedrich Wilhelm IV. hob das Verbot der altlutherischen Kirchenbildung auf, ließ Pfarrer frei und erteilte mit einer Generalkonzession vom 23. Juli 1845 Korparationsrechte. Auch den Bau von Kirchengebäuden der Altlutheraner ließ Friedrich Wilhelm IV. zu, wenn auch mit Einschränkungen (Kirchen ohne Türme und Glocken).[99] Das konsitutionelle Prinzip, das er nach der Revolution von 1848 auf staatlicher Ebene eingeführt hatte, wurde nicht auf die evangelische Kirche ausgedehnt. Friedrich Wilhelm IV. setzte einen so genannten Oberkirchenrat ein, mit dem das obrigkeitliche Prinzip des königlichen Kirchenregiments aufrecht erhalten wurde.[100] Versuche, die urchristliche Einheit aller Konfessionen wiederherzustellen, scheiterten aber. Lediglich mit der anglikanische Kirche kam es 1845 mit der Gründung eines gemeinsamen Bistums in Jerusalem zu einer begrenzten Kooperation.[101]

Erstes Attentat (1844)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Attentäter: Heinrich Ludwig Tschech

Der ehemalige Bürgermeister von Storkow, Heinrich Ludwig Tschech, verübte am 26. Juli 1844 am Portal des Berliner Schlosses ein Pistolenattentat auf Friedrich Wilhelm IV. und seine Gattin Elisabeth Ludovika von Bayern.[102] Die erste Kugel, vom Mantel und dem Überrock in ihrer Durchschlagkraft geschwächt, verursachte nur eine leichte Quetschung auf der Brust des Königs.[103] Die zweite Kugel drang in das Holzgestell der Kutsche ein, dicht über dem Kopf Elisabeths, deren Hut getroffen wurde. Tschech hatte sich, nachdem ihm eine Wiedereinstellung in den Staatsdienst verweigert worden war, ungerecht behandelt gefühlt. Das Attentat erzeugte in der Öffentlichkeit zunächst Sympathien für den preußischen Monarchen, wobei man davon ausging, dass Tschech aufgrund seiner zerrütteten Psyche die Todesstrafe erspart bleiben würde.[104] Tschech wurde jedoch vom König zum Tode verurteilt und am 14. Dezember 1844 hingerichtet. Damit verspielte Friedrich Wilhelm wiederum Sympathien, und zahlreiche Spottgedichte sowie Karikaturen auf den König machten die Runde.

Industrielle Anfänge in Berlin: Die Maschinenbau-Anstalt des Unternehmer August Borsig im Jahr 1847

Verhältnis zur Industriellen Revolution[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Regierungszeit Friedrich Wilhelms IV. entwickelten das Ruhrgebiet, Schlesien und Berlin sich langsam zu Zentren der frühen Industrialisierung in Preußen.[105] Zuvor war diese Entwicklung durch den Protektionismus der deutschen Klein- und Mittelstaaten gehemmt worden. Erst der seit 1834 bestehende Deutsche Zollverein schuf unter Ausschluss Österreichs einen einheitlichen Wirtschaftsraum im Deutschen Bund. Der Straßen- und Kanalbau wurde vorangetrieben, vor allem aber trug das entstehende Eisenbahnnetz zum Aufschwung des preußischen Kohlebergbau, des Textilgewerbe und des Maschinenbau bei.[106] Trotz seiner politisch rückwärts gewandten Haltung sympathisierte Friedrich Wilhelm IV. schon als Kronprinz mit dem durch die Industrielle Revolution einhergehenden technologischen Fortschritt.[107] Während sein Vater Friedrich Wilhelm III. 1838 aus Krankheitsgründen den Einweihungsfestlichkeiten der ersten preußischen Bahnlinie fernblieb, nahm er begeistert an der Eröffnungsfahrt der Lokomotive von Berlin nach Potsdam teil.[107] Anlässlich der Fahrt soll er er sich geäußert haben: „Diesen Karren, der durch die Welt rollt, hält kein Menschenarm mehr auf.“[108] Als König förderte er mithilfe von Staatsanleihen den Ausbau des Eisenbahnnetzes, etwa den der Ostbahn zwischen Berlin und Königsberg.[107] Die Finanzierung der Ostbahn mündete letztlich auch in die Einberufung des Vereinigten Landtages, um dem es im nächsten Abschnitt noch detaillierter gehen wird. Wie wichtig Friedrich Wilhelm IV. die Förderung des Eisenbahnnetzes war, zeigt sich daran, dass er sich auf dem Triumphtor in Potsdam damit selbst glorifizieren ließ.[107] Im Bildprogramm des Reliefschmuck erscheinen an der Rückseite Allegorien auf die Eisenbahn und die Telegrafie.[107] [109] Dies stellt eine Anspielung auf den 1851 ersten fertiggestellten Teilabschnitt der preußischen Ostbahn dar. Die Eisenbahn wurde vom König auch persönlich wegen ihrer schnellen und bequemen Beförderungsmöglichkeit als das bevorzugte Verkehrsmittel genutzt.[107] Mitunter befuhr er in einem Extra-Zug die Strecke zwischen seinen Residenzen Berlin und Potsdam mehrfach täglich.[107]

Weil der König Preußen von einem Agrarstaat in einen Industriestaat umwandeln wollte, sollten auch seine Bauprojekte die industrielle Entwicklung fördern.[110] 1842 betraute der König den Lokomotivenproduzenten Johann Carl Friedrich August Borsig mit der schwierigen Aufgabe, die Fontänen-Anlage vor Schloss Sanssouci, die noch nie funktioniert hatte, mittels einer Dampfmaschine in Gang zu bringen.[111] Den ganzen Sommer über war die Eisengießerei mit der Herstellung der Röhren so sehr beschäftigt, dass keine anderen Aufträge angenommen werden konnten.[111] Im Oktober 1842 konnte die 81,4 PS leistende und damit größte in Deutschland erbaute Dampfmaschine eingeweiht werden.[112] Das Dampfmaschinenhaus, so teilte die königliche Verwaltung Borsig mit, habe "zur größten Zufriedenheit seiner Majestät dem König" fertiggestellt werden können. Mit Borsig pflegte der König auch persönliche Kontakte. Anlässlich der Fertigstellung der 500sten Lokomotive ließ sich Friedrich Wilhelm IV. im April 1854 von dem Fabrikherren über das Werkgelände führen. Schon für die "vaterländische Pioniertat"- so der König- in einem Wettrennen eine englische Lokomotive besiegt zu haben, zeichnete er Borsig mit dem Roten-Adler-Orden aus.[113]

Mit der Industriellen Revolution gingen neben dem technischen Fortschritt jedoch auch soziale Spannungen einher, auf die der König mit keiner nennenswerten Sozialpolitik reagierte.[105] Da die entstehende Industriearbeiterschaft noch in keinen Gewerkschaften organisiert war, war sie der Willkür der Fabrikbesitzer und damit häufig unmenschlichen Arbeits- und Wohnbedingungen ausgesetzt. So lebten vor dem Hamburger Tor in Berlin in nur 400 Zimmern 2500 Menschen. 35 % aller Berliner Wohnungen bestanden in den 1850er Jahren aus nur einem Zimmer.[114] Die einzige sozialpolitische Maßnahme des Königs bestand in Spenden für bürgerlich-private Sozialvereine.[105] 1844 stellte er dem "Verein für das Wohl der arbeitenden Klasse" 15.000 Taler zur Verfügung.[105] Zugleich erließ der König 1845 eine "Allgemeine Preußische Gewerbeordnung", die ein striktes Streikverbot beinhaltete.[115] Wer sich mit anderen zur Einstellung der Arbeit verabredete, um den Staat oder die Arbeitgeber "zu gewissen Handlungen oder Zugeständnissen" zu bewegen, dem wurde eine Gefängnisstrafe von bis zu einem Jahr angedroht.[115] In seiner Ständekonzeption wollte Friedrich Wilhelm mit einer solchen Politik ein Auseinanderbrechen des dritten Standes, des Bürgertum einerseits und der Fabrikarbeiter andererseits, unterbinden.[105]

Der Vereinigte Landtag (1847)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

→ Hauptartikel: Vereinigter Landtag (Preußen)

Friedrich Wilhelm IV. von Preußen, 1847

Erst Ende 1844 rang sich Friedrich Wilhelm IV. zu dem Entschluss durch, binnen der nächsten drei Jahre eine nationale Versammlung der Provinziallandtage einzuberufen. Diese Versammlung sollte eine Anleihe in Höhe von 25 Millionen Talern bewilligen, mit der der Bau einer Eisenbahnstrecke von Berlin nach Königsberg finanziert werden sollte, der so genannten Ostbahn.[116] Am 3. Februar 1847 erließ der König ein Dekret zur Bildung des Vereinigten Landtages. Nach Vorstellungen Friedrich Wilhelms sollte dieser das Recht der Steuerbewilligung und der Genehmigung von Staatsanleihen haben, nicht jedoch das Recht der Selbsteinberufung. Ob und wann er zusammentreten könne, darüber wollte allein Friedrich Wilhelm IV. entscheiden. Der Vereinigte Landtag war kein repräsentatives Parlament, sondern eine ständestaatlich orientierte Versammlung von Delegierten der acht preußischen Provinziallandtage. Sie war gegliedert in vier so genannte Kurien, nämlich die adlige Herrenkurie, die Kurie der Rittergutsbesitzer, die der sonstigen Grundbesitzer auf dem Lande und in eine Kurie besonders qualifizierter städtischer Grundbesitzer.[116] Am 11. April 1847 hielt der König zur Eröffnung des Landtages im Weißen Saal des Berliner Schlosses eine mehr als eine halbe Stunde dauernde und frei vorgetragene Thronrede.[117] Darin betonte er ausdrücklich, dass der Vereinigte Landtag kein legislatives Parlament sei und daher keine Verfassung ausarbeiten könne:

„Es drängt mich zu einer feierlichen Erklärung: dass es keiner Macht der Erde jemals gelingen soll, Mich zu bewegen, das natürliche, gerade bei uns durch seine innere Wahrheit so mächtig machende Verhältnis zwischen Fürst und Volk in ein conventionelles, constitutionelles zu wandeln, und dass ich es nun und nimmermehr zugeben werde, dass sich zwischen unseren Herrn Gott im Himmel und dieses Land ein beschriebenes Blatt gleichsam als zweite Vorsehung eindränge, um uns mit seinen Paragraphen zu regieren und durch sie die alte, heilige Treue zu ersetzen.“

Friedrich Wilhelm IV.[118]

Das liberale Zugeständnis einer Verfassung setzte der König mit dem Beginn einer Revolution gleich, die die gottgewollte Ordnung der Gesellschaft stürzen würde.[117] Daher bestritt er den Abgeordneten des Landtages jedes Recht zum kontroversen politischen Diskurs:

„Das aber ist ihr Beruf nicht: Meinungen zu repräsentieren, Zeit- und Schulmeinungen zur Geltung bringen zu sollen. Das ist völlig undeutsch und obendrein völlig unpraktisch […], denn es führt nothwendig zu unlösbaren Konflikten mit der Krone, welche nach dem Gesetze Gottes und des Landes und nach eigener Bestimmung herrschen soll, aber nicht nach dem Willen von Majoritäten regieren kann und darf.“[119]

Mit diesen Äußerungen rief Friedrich Wilhelm nicht nur den Unmut der Liberalen hervor, sondern stieß auch bei Verfechtern einer altständischen Ordnung und selbst bei den Hochkonservativen auf Unverständnis. Nachdem der Landtag die Finanzierung der Ostbahn an die Bedingung einer regelmäßigen Zusammenkunft geknüpft hatte, löste der König den Vereinigten Landtag am 26. Juni 1847 auf. Dieses kompromisslose Vorgehen des Königs verstärkte die Legitimationskrise des spätabsolutistischen Obrigkeitsstaates.[120]

Die Revolution von 1848/1849[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Sturz der französischen Julimonarchie vom 24. Februar 1848 leitete in ganz Europa eine revolutionäre Bewegung ein. Die Nachricht vom Rücktritt des österreichischen Staatskanzlers Klemens Wenzel Lothar von Metternich aufgrund von Protesten in Wien erreichte den preußischen König um einen Tag verspätet am 14. März 1848.[121] In einem Brief teilte Friedrich Wilhelm IV. Metternich seine Empörung über die Revolution im Kaisertum Österreich mit:

„Wer riefe nicht aus- Welch ein Mann (gemeint: Metternich)!- und welche Zeit!!! die den Mann nicht verträgt!“

Brief Friedrich Wilhelms IV. an Metternich vom 14. Februar 1848

Seit Anfang März drohte der revolutionäre Funke auch auf Berlin überzuspringen. Am 9. März 1848 und den darauf folgenden Tagen hatten sich im Tiergarten zehntausende Berliner zu Volksversammlungen zusammengefunden.[122] Am 11. März 1848 kam es zu einer Zusammenarbeit zwischen Volksversammlung und städtischem Magistrat. Politische, gesetzliche und konstitutionelle Forderungen wurden erhoben.[123]

Berliner Barrikadenaufstand (18.–19. März 1848)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

→ Hauptartikel: Berliner Barrikadenaufstand

Am 17. März 1848 planten die Aufständischen für den 18. März 1848 eine Demonstration auf dem Schlossplatz.

Um einer Revolution in Berlin zuvorzukommen, entschloss sich der König widerstrebend zu Zugeständnissen, was nicht zuletzt dem Einfluss seines Oberhofpredigers Friedrich Strauß zugeschrieben wird. Er hoffte die Demonstration damit abwenden zu können. In einem Patent vom 18. März 1848 hob der König die Pressezensur auf, versprach die Beseitigung der Zollschranken, die Einberufung des Landtages und eine Reform des Deutschen Bundes.[124] Um dem König zu danken oder ihn zu weiteren Reformmaßnahmen zu ermutigen, versammelten sich am Mittag laut zeitgenössischen Angaben zehntausend oder mehr Menschen auf dem Schlossplatz. Der Beifall und die Hochrufe, die vom Platz zu vernehmen waren, lockte gegen 13:30 Uhr den König und seine Entourage auf den Schlossbalkon.[125] Der König und der Staatsminister Ernst von Bodelschwingh verlasen die Reformpatente.

Die nicht nachlassende Zahl der hinzuströmenden Bürger drängte den Rand der Masse an das Schlossportal. Die im Schlosshof postierten Soldaten befürchteten daher eine Erstürmung des Berliner Schlosses. Mit dieser Entwicklung gewann auf Friedrich Wilhelm IV. die Militärpartei an Einfluss. Der König verlor die Nerven und gab den preußischen Truppen unter General Prittwitz den Befehl, „den Schlossplatz zu säubern und dem dort herrschenden Skandal endlich ein Ende zu machen“. Beim Aufmarsch lösten sich kurz nach 14:30 Uhr aus Versehen zwei Schüsse, die aber niemanden trafen bzw. verletzten.[126] Dennoch geriet die Masse vollends in Panik. Das Gerücht eines blutigen, vom Militär verursachten Massakers mit Hunderten von Toten machte die Runde.

Um den ausgebrochenen Straßenkampf zwischen Militär und Berliner Zivilisten möglichst schnell zu beenden und die Kontrolle zurückzugewinnen, beauftragte Friedrich Wilhelm IV. seinen Hofmaler Eduard Graewert damit, ein weißes Leinentuch mit der Aufschrift „Ein Missverständnis! Der König will das Beste“ zu bemalen.[127] Zwei freiwillige Zivilisten trugen das Plakat durch die Straßen Berlins. Allerdings konnte die Aktion die Zusammenstöße nicht verhindern. Obwohl das Militär mit 14.000 Soldaten und 36 Geschützen den nur 4.000 Aufständischen zahlen- und waffenmäßig weit überlegen war, war es langfristig mit den Häuser- und Barrikadenkämpfen überfordert.[128][129] Die Kämpfe waren selbst noch im Berliner Schloss zu hören und sollen, so legen es eine Reihe von Tagebucheinträgen aus dem direkten Umfeld des Monarchen nahe, den König angeblich an den Rand eines Nervenzusammenbruches gebracht haben. Diese Einschätzung ist in der Forschung jedoch umstritten. [130] In einem Tagebucheintrag notierte der monarchietreue Diplomat und Chronist Karl August Varnhagen von Ense: [131]

„In der Nacht zum 19. (März), als die Sachen immer schlechter wurden und ganz verzweifelt schienen, fiel der König einmal rücklings in seinen Lehnstuhl, hob Augen und Hände zum Himmel und rief weinend: O Gott, O Gott, hast du mich denn ganz verlassen“

Tagebucheintrag von Karl August Varnhagen von Ense am 18. März 1848
Karikatur von 1848 über den janusköpfigen Friedrich Wilhelm, der erst schießen lasse und dann auf die deutschen Farben schwöre

Nachdem General Karl von Prittwitz dem König um Mitternacht empfohlen hatte, Berlin durch einen äußeren Artilleriebelagerungsring in die Unterwerfung zu bombardieren, entschloss sich Friedrich Wilhelm IV. zu einer Abwendung von der militärischen Option.[132] Er verfasste die Proklamation An meine lieben Berliner. In dieser Erklärung vom 19. März 1848 kündigte er an, das Militär teilweise dann abzuziehen, wenn die Bürger im Gegenzug dafür die Barrikaden entfernen würden. So heißt es in dem Manifest:

„Kehrt zum Frieden zurück, räumt die Barrikaden, die noch stehen, (...) und ich gebe euch mein königliches Wort, daß alle Straßen und Plätze sogleich von den Truppen geräumt werden sollen und die militärische Besetzung nur auf die nothwendigsten Gebäude (...) beschränkt werden wird“

Friedrich Wilhelm IV.

Obwohl der Berliner Barrikadenkampf mit 300 toten Demonstranten zu den verlustreichsten Unruhen der Märzrevolution gehörte, wies der König jede Verantwortung von sich und verbreitete im Manifest stattdessen das Gerücht einer ausländischen Verschwörung:

„Eine Rotte Bösewichter, meist aus Fremden bestehend, (...) sind so die gräulichen Urheber von Blutvergießen geworden“

Friedrich Wilhelm IV. im Manifest „An meine lieben Berliner“[133]

Die heutige Geschichtsforschung gesteht einer solchen Schuldzuweisung keinerlei Bedeutung zu.[134] Friedrich Wilhelms Briefwechsel mit Christian Karl Josias von Bunsen, dem preußischen Botschafter in London, belegt jedoch, dass der König die Situation als Putsch oder Verschwörung, nicht aber als Revolution einstufte.[135] Der König behauptete in den Briefen, dass für den Barrikadenkampf schon Wochen vorher "allergräßlichstes Gesinde", 10 000 bis 20 000 Mann, planmäßig nach Berlin gebracht worden seien und bis zum "großen Tage" vor der Polizei verborgen gehalten worden seien.[135] Er wollte nicht wahrhaben, dass sein eigenes Volk gegen seine Politik protestierte.[135] Die königliche Proklamation "An meine lieben Berliner" wurde von einer Bürgerdeputation unter Führung des späteren Berliner Bürgermeisters Franz Christian Naunyn mit dem Hinweis zurückgewiesen, dass es für einen Waffenstillstand eines vollständigen Militärabzuges bedürfe.[128] Um 10:30 Uhr gab Friedrich Wilhelm IV. diesen Forderungen nach. Die Truppen wurden aus Berlin abgezogen. Anlässlich dieses Rückzuges sangen enttäuschte Truppen des Zweiten Garderegimentes eine Umdichtung des Preußenliedes mit der Zeile „hier fiel ein König, aber nicht im Streit“.[136]

Zugeständnisse an Revolution[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch den Abzug der Soldaten hatte sich der König unmittelbar in die Hände der Bürger begeben. Die erste Auswirkung dieser folgenschweren Entscheidung zeigte sich bereits am Nachmittag des 19. März 1848: Die Aufständischen trugen die Leichen der Märzgefallenen in den Schlosshof, ein Akt indirekter Anklage gegen den König.[128] Vom Balkon des Berliner Schlosses musste er den Trauerzug beobachten. Um dem König die Schuss-, Bajonett- und Schrapnellwunden vor Augen zu führen, hatte man die Oberkörper der Toten entblößt.[137] Mit dem Zuruf „Mütze ab“ zwang man Friedrich Wilhelm IV. sogar zur Ehrenerweisung gegenüber den Toten. Mit dieser Demutsgeste gelang es Friedrich Wilhelm IV., die Bevölkerung von seiner persönlichen Schuld am Massaker abzulenken. Prinz Wilhelm und die militärische Führung wurden von der Berliner Öffentlichkeit für die Barrikadenkämpfe verantwortlich gemacht, weniger aber Friedrich Wilhelm IV.

National-liberaler Kurswechsel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Der Ritt Friedrich Wilhelms IV. durch Berlin am 21. März 1848

Am 21. März 1848 leitete der König bzw. seine Kamarilla einen scheinbaren Kurswechsel ein, in dem sich Friedrich Wilhelm IV. an die Spitze der Revolution stellte. Der König gab bekannt, dass er die Bildung eines gesamtdeutschen Parlamentes unterstützen würde. In Wahrheit fehlte es ihm noch an Mitteln, eine von der Bürgerbewegung unabhängige Politik zu betreiben. So ritt der König am 21. März 1848 mit einer schwarz-rot-goldenen Armbinde durch die Stadt.[138] Von einem in Zivil gekleideten Offizier ließ er zusätzlich eine schwarz-rot-goldene Fahne voraus tragen. Immer wieder hielt der König an, um in improvisierten Reden seine angebliche Unterstützung für eine deutsche Einheit zu beteuern.

Insgeheim aber schrieb er am 22. März 1848 seinem Bruder, dem Prinzen Wilhelm:

„Die Reichsfarben musste ich gestern freiwillig aufstecken, um Alles zu retten. Ist der Wurf gelungen […], so lege ich sie wieder ab!“

Demzufolge war Friedrich Wilhelm von Anfang an entschlossen, bei veränderten Kräfteverhältnissen der Revolution durch eine Gegenrevolution zu begegnen. In neuen Veröffentlichungen (zum Beispiel von David Barclay und von Rüdiger Hachtmann) wird das wohlüberlegte Kalkül Friedrich Wilhelms in der Revolution hervorgehoben, das es ihm erlaubte, bei vorübergehendem Zurückweichen auf Dauer die absolutistische Macht zurückzugewinnen. Mit dem kurzzeitigen Zurückweichen des Königs traten auch die Spannungen innerhalb der Revolution hervor.[139] Mit den sogenannten Märzerrungenschaften (Presse- und Versammlungsfreiheit sowie dem Versprechen einer konstitutionellen Monarchie als zukünftigen Staatsform) waren Forderungen der gemäßigten Liberalen erfüllt. Im Gegensatz zu radikaleren Kräften betrachteten die Liberalen die Revolution für abgeschlossen und schoben in der Berliner Nationalversammlung soziale Themen, von denen insbesondere Handwerker und Industriearbeiter betroffen waren, aus Angst vor Anarchie ins Nebensächliche. Aus dieser Uneinigkeit der revolutionären Kräfte resultierte letztlich eine „Revolutionsmüdigkeit“, die es Friedrich Wilhelm langfristig noch ermöglichen sollte, die Revolution zu beenden. [139]

Noch am Abend des 21. März 1848 hatte der König seine nur scheinbar liberale und nationale Gesinnung durch die Proklamation An mein Volk und die deutsche Nation verbreitet. Darin drückte er seinen Wunsch aus, der auf den 2. April 1848 einberufene zweite Vereinigte Landtag möge sich durch Zutritt anderer Ständeversammlungen in eine gesamtdeutsche Ständeversammlung verwandeln. In den Schlüsselsätzen der Proklamation zollte der Monarch sogar der Legende Tribut, wonach schwarz-rot-gold schon die Farben des Heiligen Römischen Reiches gewesen seien.[140] So heißt es wörtlich:

„Ich habe heute die alten deutschen Farben (gemeint: schwarz-rot-gold) angenommen und mich und mein Volk unter das ehrwürdige Banner des Deutschen Reiches gestellt. Preußen geht fortan in Deutschland auf“

Proklamation „An mein Volk und die deutsche Nation“
Regierung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 29. März 1848 setzte Friedrich Wilhelm IV. eine liberale Regierung um den Ministerpräsidenten Ludolf Camphausen und Finanzminister David Hansemann ein.[141] Gleichsam als Gegenpol zur Regierung Camphausen gründete der König noch am 30. März 1848 mit dem „ministre occulte“ ein geheimes Nebenkabinett. Diese höfische Interessensgemeinschaft, zu der der General Leopold von Gerlach, dessen Bruder, Richter und Publizist Ernst Ludwig von Gerlach, der Gutsherr Ludwig von Massow, der General Ludwig Gustav von Thile und der Graf Anton zu Stolberg-Wernigerode gehörten, redete dem König seine kurzzeitigen Abdankungsideen aus.[142] Eine Abdankung Friedrich Wilhelms IV. hätte ihnen jeden politischen Einfluss genommen.[143] Als Ideengeber der „Kamarilla“ wirkten die konservativen Theoretiker Heinrich Leo und Friedrich Julius Stahl, gegen Ende 1848 traten auch Otto von Bismarck und Hans-Hugo von Kleist-Retzow der Gruppe hinzu.

Sitzung der Preußischen Nationalversammlung in der Sing-Akademie zu Berlin 1848, Holzstich, veröffentlicht in der Illustrierten Zeitung
Preußische Nationalversammlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der am 2. April 1848 von Friedrich Wilhelm einberufene zweite Vereinigte Landtag kündigte Wahlen an, aus denen eine Preußische Nationalversammlung hervorging. Am 22. Mai 1848 trat die Nationalversammlung im Weißen Saal des Berliner Schlosses zusammen. Einige Abgeordnete hatten das Gebäude der Singakademie, den Tagungsort der Versammlung, als Eröffnungsort verlangt. Friedrich Wilhelm IV. bestand jedoch darauf, dass die Abgeordneten bei ihm zu erscheinen hatten, nicht umgekehrt.[144] Die preußische Monarchie hatte an Selbstbewusstsein zurückgewonnen. Gegenüber der Berliner Nationalversammlung kündigte Friedrich Wilhelm IV. zwar noch die schriftliche Vorlage eines Verfassungsentwurfes an, der noch am gleichen Tag veröffentlicht wurde, doch die realen Machtverhältnisse sprachen weiterhin für eine dominierende Stellung des Königs im Staat. [145] So sah der Verfassungsentwurf vor, dass Armee und Bürokratie der Monarchie und nicht der Nationalversammlung verpflichtet waren. Friedrich Wilhelm IV. ließ den ihm ohnehin schon sehr entgegenkommenden Verfassungsentwurf bis Juni 1848 durch Revisionen weiter einschränken. In dem von ihm überarbeiteten Entwurf wurde festgehalten, dass er „König von Gottes Gnaden“ sei und die Verfassung lediglich eine „Vereinbarung zwischen Krone und Volk“ darstelle. Ein echter Vorrang der Volkssouveränität gegenüber dem monarchischen Prinzip war damit nicht zustande gekommen.

Dänemark-Feldzug[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zum Wendepunkt der Revolution in Preußen und dem Deutschen Bund wurde die Schleswig-Holsteinische Erhebung.[146] Obwohl der Vertrag von Ripen (1460) die „Unteilbarkeit“ der beiden Herzogtümer Schleswig und Holstein bestimmt hatte, gliederte der dänische König Friedrich VII. Schleswig am 24. März 1848 in den dänischen Nationalstaat ein. Formal waren Schleswig und Holstein zwar durch Personalunion an die dänische Monarchie gebunden, doch war Holstein im Unterschied zu Schleswig auch Teil des Deutschen Bundes. Um nicht gegen die Unteilbarkeitsklausel zu verstoßen, besaß Schleswig daher eine relative politische Autonomie, die der dänische König mit der Übertragung der dänischen Verfassung auf Schleswig nun aufhob. Nach der Annexion Schleswigs durch Dänemark bildete sich im holsteinischen Kiel eine deutsch-nationale provisorische Regierung, die in Anspruch nahm, Holstein und Schleswig zu regieren. Die provisorische Regierung wollte zugleich einen Beitritt zum Deutschen Bund erreichen, wofür sie sich an den Frankfurter Bundestag wendete. Am 12. April 1848 übertrug der Frankfurter Bundestag dem preußischen König den Oberbefehl für einen Krieg gegen Dänemark.[147] Friedrich Wilhelm IV. sah den dänischen König zwar als rechtmäßigen Herrscher in Schleswig an, doch erteilte er aus Angst vor neuen Aufständen in Berlin trotzdem General Friedrich Freiherr von Wrangel den Befehl, gegen Dänemark zu marschieren.[148] Mit 13.000 Soldaten stellte Preußen den Löwenanteil der Bundestruppen. Damit unterstrich Friedrich Wilhelm IV. scheinbar seinen Anspruch, die Revolution führen und verteidigen zu wollen. In Wahrheit verhinderte der preußische König mit dem Dänemark-Feldzug vor allem, dass die gesamtdeutsche Frankfurter Nationalversammlung eine von den Fürsten unabhängige Armee aufbaute. Frankfurt blieb damit auf das militärische Wohlwollen Berlins angewiesen.

Gegenrevolution[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Waffenstillstand von Malmö[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Karikatur auf den Waffenstillstand Malmö (1848): Friedrich Wilhelm IV. krault den Bart von Friedrich VII. (Dänemark)

Der unter preußischer Führung stehende Vorstoß der Bundestruppen bis Jütland rief Proteste seitens Großbritanniens und Russlands hervor. Beide Großmächte wollten die Zugänge zur Ostsee unter der Kontrolle Dänemarks erhalten wissen. Aus ihrer Sicht erschien die Großmacht Preußen oder gar ein mögliches geeintes Deutschland als Gefährdung des europäischen Mächtegleichgewichts. Wenn es die Kämpfe nicht einstellen würde, drohte Russland Preußen sogar mit einer militärischen Intervention. Unter dem Druck der Großmächte und der schwedischen Vermittlung schloss Friedrich Wilhelm IV.- ohne Befragung der Frankfurter Nationalversammlung - am 26. August 1848 den Waffenstillstand von Malmö.[148] Am 16. September 1848 stimmte die Mehrheit der Abgeordneten in Frankfurt am Main der Entscheidung Friedrich Wilhelms IV. zu. Der Waffenstillstand von Malmö wurde anerkannt, was der Nationalversammlung jedoch im ganzen deutschsprachigen Raum den Rückhalt breiter Bevölkerungsschichten kostete.[148]

Ernennung von Graf Brandenburg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Preußischer Ministerpräsident: Friedrich Wilhelm Graf von Brandenburg

Hatte in außenpolitischer Hinsicht die Schleswig-Holsteinische Erhebung einen Wendepunkt zu Gunsten Friedrich Wilhelms IV. bedeutet, so geschah dies in der Innenpolitik durch die Debatten der preußischen Nationalversammlung. Nachdem sie am 20. Juni 1848 den Verfassungsentwurf der Regierung Camphausen abgelehnt hatte, begannen sich linke Kräfte immer deutlicher durchzusetzen.[149] Der damit verbundenen Annäherung an die Berliner Volksbewegung entsprach auf der anderen Seite ein Bruch mit der Krone, der darin gipfelte, dass am 31. Oktober 1848 Adel, Titel und Orden abgeschafft werden sollten.[150] Die Worte „von Gottes Gnaden“ wurden bereits am 12. Oktober 1848 aus dem Dokument gestrichen und damit das Gottesgnadentum des Königs offen in Frage gestellt.[151] Friedrich Wilhelm IV. sah sich zu einem politischen Gegenschlag gezwungen. Am 1. November 1848 ernannte der König seinen Onkel Friedrich Wilhelm Graf von Brandenburg, einen nicht ehelichen Sohn König Friedrich Wilhelms II., zum preußischen Ministerpräsidenten. Der Graf von Brandenburg stammte aus dem konservativen Militärlager.[152] Anders als vorherige Ministerpräsidenten der Revolutionszeit stand Brandenburg dem König näher als der preußischen Nationalversammlung.

Die preußische Nationalversammlung protestierte gegen die Einsetzung Brandenburgs und schickte am 2. November 1848 fünfundzwanzig Deputierte zum König. Der Monarch zeigte sich darüber wenig beeindruckt und brach die Audienz, nachdem die Abgeordneten ihre Bitte verlesen hatten, ab. Bei dieser Gelegenheit soll der Arzt Johann Jacoby dem König den in Preußen berühmt gewordenen Satz zugerufen haben: „Das ist das Unglück der Könige, daß sie die Wahrheit nicht hören wollen“.[153]

Berliner Oberkommandant: Friedrich von Wrangel
Ende der Nationalversammlung und oktroyierte Verfassung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unter dem Vorwand, die preußische Nationalversammlung dem Druck der Berliner Straße zu entziehen, ließ der König durch die Verordnung vom 9. November 1848, die Abgeordneten nach Brandenburg an der Havel verlegen und bis zum 27. November 1848 vertagen.[150] Nur wenige Stunden später trat Graf Brandenburg vor die Abgeordneten der Nationalversammlung und verkündete die königliche Verordnung.

Auf Befehl des Königs marschierte am frühen Nachmittag des 10. November 1848 General Friedrich von Wrangel an der Spitze von 13.000 Soldaten und sechzig Geschützen durch das Brandenburger Tor ein. Auf Widerstand traf Wrangel nicht. Dies hing mit einer Revolutionsenttäuschung der Handwerker und Industriearbeiter zusammen. An ihrer wirtschaftlichen Not hatte die Revolution nichts geändert, was zu vereinzelten Ausschreitungen wie dem Berliner Zeughaussturm vom 14. Juni 1848 geführt hatte. Obwohl die bürgerliche Mittel- und Oberschicht mit Handwerkern und Industriearbeitern durchaus sympathisierte, wollte sie keine gewaltsame soziale Umwälzung tolerieren; sie schlug sich stattdessen auf die Seite des Königs.[154] Am 13. November 1848 wurde die Berliner Bürgerwehr entwaffnet.

Am 5. Dezember 1848 ließ der König zuerst die Preußische Nationalversammlung in Brandenburg an der Havel auflösenund erließ dann eine Verfassung. Auf diese Weise konnte die aufgelöste Nationalversammlung die vom König diktierte bzw. oktroyierte Verfassung nicht mehr per Abstimmung anfechten. Friedrich Wilhelm IV. lehnte es innerlich zwar ab, überhaupt eine Verfassung einzuführen, doch die Mehrheit seines Ministeriums drängte ihn zu einem solchen Schritt, um neu aufflammenden Protesten vorzubeugen.[155] Preußen wandelte sich damit zu einer sogenannten konstitutionellen Monarchie, die es bis 1918 bleiben sollte. Die preußische Verfassung sah zwar ein frei gewähltes Parlament vor, beließ die Macht aber größtenteils beim Monarchen. Das Militär blieb einzig und allein dem König unterstellt. Friedrich Wilhelm IV. erhielt ein absolutes Vetorecht, mit dem er Beschlüsse des Parlamentes blockieren konnte. Vor allem schrieb die Verfassung vor, dass sie durch „zu berufende Kammern einer Revision unterworfen“ sei. Damit war die Erwartung verknüpft, dass eine konservative Mehrheit im vorgesehenen Zwei-Kammern-Parlament in Zukunft Abänderungen der Verfassung zu Gunsten des Königs beschließen konnte.

Kaiserwahl[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Friedrich Wilhelm IV. entzog der Revolution jedoch nicht nur auf preußischer, sondern auch auf gesamtdeutscher Ebene den Boden: Das Ziel der Frankfurter Nationalversammlung bestand in der Gründung eines deutschen Nationalstaates. An seiner Spitze, so sah es die am 28. März 1849 verabschiedete Verfassung vor, sollte ein „Kaiser der Deutschen“ stehen.[156] Zu diesem Zeitpunkt kam dafür der Habsburger Franz Joseph I. von Österreich im Unterschied zu Friedrich Wilhelm IV. nicht mehr in Frage. Bereits am 27. November 1848 hatte der österreichische Ministerpräsident Fürst Felix zu Schwarzenberg angekündigt, dass der habsburgische Vielvölkerstaat eine unteilbare politische Einheit darstelle. Dies war unvereinbar mit Artikel 2 der Paulskirchenverfassung vom 28. März 1849, in der es hieß:

„Hat ein deutsches Land mit einem nichtdeutschen Lande dasselbe Staatsoberhaupt, so soll das deutsche Land eine von dem nichtdeutschen Land getrennte eigene Verfassung, Regierung und Verwaltung haben. In die Regierung und Verwaltung des deutschen Landes dürfen nur deutsche Staatsbürger berufen werden.“

Artikel 2 der Paulskirchenverfassung

In Preußen setzte sich die Bevölkerung anders als in der Habsburger-Monarchie hauptsächlich aus einer deutschsprachigen Bevölkerung zusammen. Aus diesem Grund wählte die Frankfurter Nationalversammlung noch am 28. März 1849 Friedrich Wilhelm IV. zum „Kaiser der Deutschen“.[156] Die so propagierte kleindeutsche Lösung hätte Österreich aus dem deutschen Staat gedrängt.[157]

Ablehnung der Kaiserwürde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 3. April 1849 trug die Kaiserdeputation der Frankfurter Nationalversammlung dem König die Kaiserkrone an. Die Kaiserdeputation wurde dabei nur durch den Lieferanteneingang in das Schloss eingelassen. Friedrich Wilhelm IV. verlas eine vom Ministerpräsidenten Brandenburg verfasste Rede, die eine bedingte Annahme der Krone intendieren sollte, akzentuierte den Text allerdings derart, dass die Kaiserdeputierten eine Ablehnung herauslesen mussten. Gegenüber einem engen Vertrauten rechtfertigte sich der König später brieflich wie folgt[157]:

„Ich nehme die Krone nicht an. (...) Alle Minister wissen es, aber sie glauben, ich heuchle. Und ich kann Gott zum Zeugen anrufen, daß ich es nicht will, und zwar aus dem einfachen Grunde, weil Österreich aus Teutschland dann scheidet.“

Holzstich der Kaiserdeputation 1849

Der Ausschluss Österreichs hätte die Vision Friedrich Wilhelms IV. von der Erneuerung eines Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation endgültig zunichte gemacht. Österreich war für Jahrhunderte Teil des Heiligen Römischen Reiches gewesen. Eine Annahme der Kaiserwürde hätte zudem eine offene außenpolitische Brüskierung Österreichs bedeutet und damit wahrscheinlich Krieg heraufbeschworen.[158] Noch wichtiger aber war, dass die Kaiserwürde nach Ansicht des Königs wie im 1806 untergegangenen Heiligen Römischen Reich deutscher Nation nur von den Fürsten bzw. einem Kurfürstenkollegium vergeben werden durfte. Als Vertreter des monarchischen Legitimationsprinzips verabscheute er den Gedanken an einem einseitigen Griff nach der Macht, der die historischen Rechte der anderen deutschen Monarchien verletzt hätte.[159] Die von Volksvertretern angebotene Krone war für Friedrich Wilhelm, der in seinem monarchischen Selbstbild vom traditionellen Gedanken des Gottesgnadentums ausging und die Idee der Volkssouveränität ablehnte, unannehmbar. Schon in einem Brief vom 13. Dezember 1848 hatte Friedrich Wilhelm IV. gegenüber dem preußischen Botschafter in England, Christian Karl Josias Freiherr von Bunsen, angedeutet[160]:

„Einen solchen imaginären Reif (gemeint: die Krone der Frankfurter Nationalversammlung) aus Dreck und Letten (gemeint:Ton) gebacken soll ein legitimer König von Preußen sich gefallen lassen? (..) Ich sage es Ihnen rundheraus: Soll die tausendjährige Krone deutscher Nation, die 42 Jahre geruht hat, wieder einmal vergeben werden, so bin ich es und meinesgleichen, die sie vergeben werden“

Der König hielt die freiwillige Zustimmung der Fürsten und Freien Städte für unabdingbar, die Wahl durch die Volksvertreter hingegen nur für eine wünschenswerte Ergänzung. Dies entsprach dem herrschenden Staatsrecht (Wiener Schlussakte). Intern hatte er seine persönliche Ablehnung damit begründet, er wolle keine „Krone aus der Gosse“ akzeptieren, wobei er diese Krone auch als „Hundehalsband“ titulierte.

Einführung des Dreiklassenwahlrechts[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

→ Hauptartikel: Dreiklassenwahlrecht

Dreiklassenwahlrecht: Anteil der Wählerklassen an der Wahl 1849

Die Ablehnung der Kaiserwürde durch Friedrich Wilhelm IV. verursachte in weiten Teilen Deutschlands heftige Proteste, die unter dem Begriff der Reichsverfassungskampagne zusammengefasst werden.[161] Dieser Stimmung schloss sich auch die von der oktroyierten preußischen Verfassung vorgesehene Zweite Kammer des Parlamentes an. Aus ihr sollte das spätere preußische Abgeordnetenhaus hervorgehen. Die preußische Zweite Kammer erkannte am 21. April 1849 die Frankfurter Paulskirchenverfassung vom 28. März 1849 an. Möglich wurde dies aufgrund des allgemeinen Wahlrechts in Artikel 61 der preußischen Verfassung, wodurch sich liberale und demokratische Kräfte durchsetzten. Da dies unvereinbar mit den Machtansprüchen des Königs war, löste er die Zweite Kammer am 27. April 1849 auf. Am 30. Mai 1849 führte er per Notverordnung das sogenannte Dreiklassenwahlrecht für die Zweite Kammer ein. Durch dieses ungleiche Zensuswahlrecht, das sich an dem Steuereinkommen orientierte, sollte sich dauerhaft eine konservative Mehrheit etablieren.

Maiaufstand[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Preußischer Angriff auf die Barrikaden am Neumarkt im Zuge des Dresdner Maiaufstandes, Ölgemälde

Im Verständnis des Königs hatte die Revolution einen teuflischen Ursprung.[162] Daher interpretierte Friedrich Wilhelm IV. seine Erfolge über die Revolution als Zeichen des göttlichen Beistandes. Aus seiner Sicht hatte ihn Gott dazu bestimmt, der Revolution nicht nur in Preußen, sondern in allen deutschen Einzelstaaten den Todesstoß zu versetzen. Womöglich, so das Kalkül des Königs, würden ihn die deutschen Fürsten als ihren Protektor anerkennen, was einen ersten Schritt zu einem erneuerten Heiligen Römischen Reich unter preußischer Führung bedeutet hätte.[163] Die Gelegenheit sich als militärische Schutzmacht der Fürsten zu inszenieren, bot sich dem preußischen König im Königreich Sachsen, in der bayerischen Pfalz und vor allem im Großherzogtum Baden an. In Sachsen hatte König Friedrich August II. durch sein Festhalten am „Nein“ zur Paulskirchenverfassung einen Sturm von Aufständischen auf das Zeughaus in Dresden provoziert.[164] Als daraufhin am 3. Mai 1849 der sächsische Außenminister Friedrich Ferdinand Graf von Beust preußische Truppen zu Hilfe rief, brach der sogenannte Dresdner Maiaufstand aus. Der sächsische König schrieb kurz vor seiner Flucht aus Dresden einen Brief an Friedrich Wilhelm IV., in dem er ihn dazu aufforderte, den Aufstand gewaltsam niederzuschlagen:

„Allerteuerster Schwager! Ich ersuche dich dringend, mir diese Nacht, die möglichste Anzahl Truppen auf beiden Bahnen zukommen zu lassen. Ich (bin) aufs äußerste gedrängt und wahrscheinlich im Augenblicke, wo Du diese Zeilen erhälst, auf dem Königstein oder nicht mehr frei. Dein treuer Schwager Friedrich August.“

Am 5. Mai 1849 ließ Friedrich Wilhelm IV. preußische Truppen nach Dresden schicken, die die Stadt bis zum 9. Mai 1849 unter ihre Kontrolle brachten. 700 Revolutionäre wurden gefangen genommen und 250 Aufständische bei den Kämpfen getötet.

Entstehung der Erfurter Union[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Erfurter Union in hellrosa, Lithographie. H. Straub, um 1850

→ Hauptartikel: Erfurter Union

Die Niederschlagung des Aufstandes in Sachsen stärkte Preußens Verhandlungsposition, einen geeinten deutschen Bundesstaat der Fürsten unter preußischer Führung zu gründen. Der bereits am 22. April 1849 von Friedrich Wilhelm IV. zum Außenminister ernannte Joseph von Radowitz sollte dieses Ziel des Königs verwirklichen. Preußen sollte nach den Vorstellungen von Radowitz einer engeren Fürstenunion vorstehen, die wiederum durch eine weitere Fürstenunion lose mit Österreich verbunden bleiben sollte.[165] Die seit den Befreiungskriegen engen Beziehungen Preußens zu Österreich, auf die Friedrich Wilhelm IV. wegen der gemeinsamen Abwehr von Revolutionen durch die Heilige Allianz bestand, wurden somit gelockert, aber nicht abgekappt.[166] Zudem sollte vor allem das monarchische Prinzip in dem angestrebten Nationalstaat verankert werden.[167] Grundlage hierfür war das sogenannte Dreikönigsbündnis vom 26. Mai 1849 zwischen Preußen, dem Königreich Sachsen und dem Königreich Hannover. Darin verpflichteten sich die drei Monarchen für die Dauer eines Jahres, gemeinsam für die Verwirklichung einer konservativen Reichsverfassung zu wirken, die sich an dem preußischen Dreiklassenwahlrecht orientierte.[168] Allerdings schlossen sich Ernst August I. von Hannover und Friedrich August II. von Sachsen den Forderungen des konstitutionellen Preußens nur solange an, wie das absolutistische Österreich noch mit Aufständen in Ungarn zu kämpfen hatte.

Baden-Feldzug[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Ende der Revolution: Kapitulation der revolutionären Besatzung von Rastatt am 23. Juli 1849

Wie zuvor schon im Königreich Sachsen intervenierte Friedrich Wilhelm IV. auch gegen die Revolution im Großherzogtum Baden und der bayerischen Pfalz. Zwar hatte Großherzog Leopold von Baden die Verfassung der Paulskirche vom 28. März 1849 anerkannt, doch forderten die Revolutionäre den Rücktritt der Regierung, die sofortige Volksbewaffnung und Freilassung aller politischen Häftlinge. Diese Forderungen wurden vom Großherzog abgelehnt, woraufhin badische Soldaten der Bundesfestung Rastatt sich am 11. Mai 1849 weigerten, eingesperrte Revolutionäre weiterhin zu bewachen.[169] Bald schloss sich dem Aufstand die Mehrheit der badischen Linientruppen an. Von regulären Soldaten unterstützt, wurde am 12. Mai 1849 in Offenburg eine Versammlung abgehalten, die sich für das Programm einer sozialen und demokratischen Republik aussprach. Am 13. Mai 1849 floh die Familie des Großherzogs Leopold und der Hofstaat aus Karlsruhe in die preußische Festung Ehrenbreitstein.[170] Am 1. Juni 1849 wurde in Baden die Republik ausgerufen und damit die Monarchie als Staatsform kurzzeitig abgeschafft.

Siegessymbol über die Revolution: Das Triumphtor in Potsdam

Schon am 10. Mai 1849 begann Friedrich Wilhelm IV. eigenhändig einen militärischen Operationsplan sowohl für die bayerische Pfalz als auch für das Großherzogtum Baden zu entwerfen. Der König zeigte bereits hier den strategisch richtigen Gedanken, zuerst die bayerische Pfalz von Westen, von Saarbrücken her, zu sichern, dann bei Ludwigshafen über den Rhein zu gehen und von Norden aus Baden nach Süden zu besetzen.[171] Er fasste seinen Plan mit folgenden Worten zusammen:

„Den Rebellen muß die Flucht 1) nach Lothringen 2) nach dem Elsaß 3) nach der Schweiz unmöglich gemacht werden, dieselben müssen im Gegentheil in und um Rastatt zusammengekeilt und ihre Häupter und Führer gefällt werden.“

Friedrich Wilhelm IV. schickte unter Führung des preußischen Thronfolgers und Oberbefehlshabers Prinz Wilhelm schließlich 80.000 preußische Soldaten nach Baden. Um ein Überlaufen seiner Armee zu verhindern, drohte der König in einer Kabinettsordre vom 14. Juni 1849 „jedem auf der falsche Seite“ kämpfenden Preußen die Todesstrafe an. Mit dem Mut der Verzweiflung kämpfte die 45.000 Mann starke badische Revolutionsarmee in offenen Feldschlachten gegen die besser ausgerüstete preußische Übermacht an. Die badischen Truppen mussten sich in die Festung Rastatt zurückziehen. Nach Belagerung der Festung kapitulierten die ausgehungerten und demoralisierten Überreste der badischen Revolutionsarmee am 23. Juli 1849. Dieses Datum markiert zugleich das Ende der Deutschen Revolution von 1848/1849.

Friedrich Wilhelm IV. feierte auch architektonisch seinen Sieg über die Revolution: Er ließ neben Schloss Babelsberg, das dem Prinzen Wilhelm gehörte, ein von August Kiß ausgeführtes Denkmal aufstellen, das den Erzengel Michael im Kampf mit dem „Lindwurm der Revolution“ zeigt.[172] Die preußische Monarchie in Gestalt des Erzengel, so die Aussage des Denkmals, habe die gottgewollte Gesellschaftsordnung gegen den Angriff der Revolution, den Mächten des Bösen, bewahrt. Nördlich des Parks Sanssouci steht ein weiteres königliches Monument, das das Ende der Revolution zelebriert: Obwohl auf dem Fries des Potsdamer Triumphtors die Rückkehr römischer Soldaten erkennbar ist, so erinnerte es doch an den badischen Feldzug der preußischen Armee. So handelt es sich um den auf einem Pferd reitenden Feldherren um Prinz Wilhelm.[173]

Friedrich Wilhelm IV. mit Ehrenzeichen (um 1850)

Reaktionsära (1850–1858)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

→ Hauptartikel: Reaktionsära

Scheitern der Erfurter Union[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Da acht deutsche Einzelstaaten, darunter das Königreich Bayern und das Königreich Württemberg, sich von Anfang an nicht an der Erfurter Union beteiligten, verlor Friedrich Wilhelm IV. das Interesse an dem Projekt.[174] Bis Winter 1849 zogen die Königreiche Hannover und Sachsen ihre Zustimmung zurück. Als Friedrich Wilhelm IV. am 9. Mai 1850 den Berliner Fürstentag eröffnete, zu dem er seine monarchischen Verbündeten einlud, gab er den Versammelten unmissverständlich zu verstehen, dass er selbst kaum noch Interesse an dem Bundesstaat hatte[175]:

„Ich rede keinem der verbündeten Herren zu, dem Bündnis treu zu bleiben und werde es auch keinem der Herren verargen, wenn er aus Rücksicht auf die Landeswohlfahrt, in den Augenblicken der Chancen des Krieges nicht laufen will...“

Der Außenminister: Joseph von Radowitz

Ein Grund für die Unentschlossenheit des Königs war die Rivalität zwischen dem preußischen Außenminister Joseph von Radowitz einerseits, der das Unionsprojekt vorantrieb, und den dem König nahestehenden Beratern und Ministern andererseits, die um ihren Einfluss auf den Monarchen bedacht waren. Die Uneinigkeit der preußischen Führung, die der König nicht bereit war zu beenden, blieb der österreichischen Regierung nicht verborgen.[176] Durch ein hartes Vorgehen in der Außenpolitik glaubte der österreichische Ministerpräsident Felix Fürst zu Schwarzenberg den preußischen König so weit verunsichern zu können, dass er den Kreis der Unionsbefürworter um Joseph von Radowitz fallen lassen würde.

Der Gegenspieler Preußens: Felix Fürst zu Schwarzenberg

Im Gegensatz zu Preußen wollte Österreich den Deutschen Bund wiederherstellen und lehnte die Unionspläne Preußens ab. Vor allem Sachsen, Hannover, Bayern und Württemberg schlugen sich im sogenannten Vierkönigsbündnis auf die Seite Österreichs. Als Kurfürst Friedrich Wilhelm I. von Hessen-Kassel den Bundestag in Frankfurt am Main um militärische Hilfe gegen protestierende Untertanen bat (siehe Kurhessischer Verfassungskonflikt), erkannte Österreich seine Chance, den Deutschen Bund in preußisches Einflussgebiet ausweiten. Vor allem verliefen zwei Militärstraßen, die die westlichen und östlichen Provinzen Preußens miteinander verbanden, durch das Kurfürstentum Hessen-Kassel. Die Besetzung Kurhessens durch bayerische Bundestruppen am 1. November 1850 machte Preußen erpressbar, seine Unionspolitik aufzugeben. Am 5. November 1850 verlangte Österreich den Abzug preußischer Truppen von den kurhessischen Militärstraßen. Friedrich Wilhelm IV. befahl daraufhin am 6. November 1850 die volle Mobilmachung. Am selben Tag wurde er von heftigen Weinkrämpfen erfasst. Der König schwankte zwischen Parteilagern. Das eine Lager, die Mehrheit der Regierung, hielt ihm vor, dass aus Gründen der Staatsräson ein Krieg mit Österreich unausweichlich sei. Das andere Lager, bestehend aus nur drei Ministern (Otto von Manteuffel, Leopold von Gerlach und Ludwig von Gerlach), erreichte dennoch ihr Ziel.[177]

Am 24. November 1849 stellte der österreichische Ministerpräsident Felix Fürst zu Schwarzenberg dem preußischen König ein Kriegsultimatum, indem er den Abzug aller preußischen Truppen binnen 48 Stunden aus Kurhessen forderte.[176] Die preußische Königin Elisabeth, eine Tante von Kaiser Franz Joseph von Österreich, bat ihren Gemahl erfolgreich um ein Nachgeben. Der König solle Otto von Manteuffel nach Olmütz entsenden, um dort mit Schwarzenberg zu verhandeln. Kurz vor Ablaufen des Ultimatums stimmte der König dem zu. Radowitz trat zurück, womit das Kalkül Schwarzenbergs aufgegangen war. Mit den konservativen Unionsgegnern der preußischen Regierung konnte er den Deutschen Bund wiederherstellen, ohne dafür Krieg führen zu müssen. Die Olmützer Punktation vom 28. und 29. November 1849 ließ die Erfurter Union dementsprechend endgültig scheitern. In dem Abkommen von Olmütz erklärte sich Preußen zur Rückkehr in den Deutschen Bund bereit, ohne von Österreich eine rechtliche Gleichstellung bei der Leitung des Deutschen Bundes zugesichert zu bekommen.[178]

Inkrafttreten der Verfassung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Handschriftliches Billet Friedrich Wilhelms IV. (1852)[179]

Nach Einarbeitung zahlreicher Änderungswünsche wie dem Dreiklassenwahlrecht und Vorbehaltsklauseln zu Gunsten der Krongewalt trat die revidierte Verfassung am 31. Januar 1850 in Kraft.[180] Am 6. Februar 1850 leistete Friedrich Wilhelm IV. im Weißen Saal des Berliner Schlosses widerstrebend einen Eid auf die Verfassung. Obwohl ihn seine Kamarilla dazu drängte, die Verfassung komplett aufzuheben, wollte Friedrich Wilhelm IV. wegen religiösen und moralischen Skrupeln keinen Wortbruch begehen. Gegenüber Kaiser Franz Joseph I., der die Verfassung in Österreich wieder abgeschafft hatte, begründete der preußische König seine Entscheidung wie folgt[181]:

„Es ist geschehen (der Eid auf die Verfassung) und mein Wort ist heilig und ich brech' es nicht.“

Tatsächlich erließ der König auf Basis von Vorbehaltsklauseln der Verfassung zwischen 1852 und 1857 neun verfassungsändernde Gesetze, zu einem rechtlichen Verfassungsbruch von Seiten des Königs kam es dadurch aber nicht. [182][181]

1853 beschloss der König die Erblichkeit eines Sitzes in dem nun geschaffenen „Herrenhaus“ für bestimmte Personen. Er behielt sich ebenso das Recht vor, einzelne Abgeordnete selbst zu bestimmen. Die Verfassung blieb bis zur Novemberrevolution 1918 gültig.

Friedrich Wilhelm akzeptierte die Verfassung, die jedem seiner Nachfolger bei Gelegenheit der Inthronisation erneut zur Anerkennung vorgelegt werden musste. Im Geheimen ordnete er in seinem Testament an, dass bei dieser Vorlage dem jeweiligen Descendenten auch ein Schriftstück vorzulegen sei, in dem Friedrich Wilhelm ihn aufforderte, der Verfassung die Anerkennung zu versagen. Dieses zusätzliche Schriftstück wurde von Wilhelm I. und Friedrich III. ignoriert und von Wilhelm II. verbrannt.

Eingliederung von Hohenzollern-Sigmaringen und Hohenzollern-Hechingen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stammburg der Dynastie: Burg Hohenzollern

Nachdem preußische Truppen im Sommer 1849 im Fürstentum Hohenzollern-Hechingen revolutionäre Unruhen niedergeschlagen hatten, entsagte Fürst Konstantin von Hohenzollern-Hechingen, ein Vetter Friedrich Wilhelms IV., in einem Staatsvertrag den Rechten eines regierenden Fürsten zugunsten des Königs von Preußen. Im Gegenzug erhielt Konstantin eine Leibrente von 10.000 Talern und zog sich auf seine schlesischen Güter in Löwenberg zurück.[183] Mit dem Fürstentum Hohenzollern-Hechingen waren 1850 das Stammland und die Stammburg der Hohenzollern preußisch geworden. Zwar hatte Friedrich Wilhelm IV. bereits 1846 mit dem Fürsten von Hohenzollern-Hechingen einen Wiederaufbau der Burg Hohenzollern vertraglich beschlossen, doch gab ihm der direkte Besitz der Burgruine neue Möglichkeiten. Unter dem Eindruck der Revolution von 1848/1849 ließ der König die Burg befestigen und mit einer Militärbesatzung versehen. Im Sommer 1851 nahm Friedrich Wilhelm IV. im Burghof die Huldigung von Vertretern der Hohenzollerischen Lande entgegen.[184][185]

1850 wurde auch das Fürstentum Hohenzollern-Sigmaringen als Teil des süddeutschen Regierungsbezirks Hohenzollerische Lande dem preußischen Staat angegliedert.

Zweites Attentat (1850)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als der König am 22. Mai 1850 aus den Königszimmern des Potsdamer Bahnhofs kam, um in einen Salonwagen nach Potsdam einzusteigen, schoss der ehemalige Garde-Feuerwerker Max Sefeloge aus nächster Nähe auf den König.[186] Der König erlitt eine stark blutende Fleischwunde am rechten Arm, die nur langsam heilte. Der Attentäter wurde für den Rest seines Lebens in die Irrenanstalt in Halle eingewiesen.

Statue von Friedrich Wilhelm IV. auf der Burg Hohenzollern

Jade-Vertrag (1853)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Feierliche Übernahme des Jadegebiets 1854 durch Preußen

Da Preußens Küste fast ausschließlich an der Ostsee lag und somit leicht blockiert werden konnte, drängte der marinebegeisterte Prinz Adalbert von Preußen, ein Vetter Friedrich Wilhelms IV., den König zum Bau eines preußischen Kriegshafens, aus dem sich die Stadt Wilhelmshaven entwickeln sollte. Vor allem im zum Großherzogtum Oldenburg gehörenden Jadebusen war ein geschützter Nordseehafen mit Tiefwasserrinne möglich; weiter von Dänemark und der britischen Insel Helgoland entfernt als die Weser- und Elbmündung im Osten und weiter von den Niederlanden als Emden im Westen entfernt. [187] Im Jahr 1852 ließ Friedrich Wilhelm IV. zwei preußische Diplomaten nach Oldenburg reisen, die Verhandlungen über einen preußischen Landerwerb am Jadebusen führen sollten. Ergebnis war der sogenannte Jade-Vertrag vom 20. Juli 1853, in dem sich das Großherzogtum Oldenburg gegen die preußische Zahlung von 500.000 Taler bereit erklärte, 340 Hektar seines Territoriums an Preußen abzutreten. Im Vorfeld des Vertragabschlusses war der König prinzipiell mit den Vereinbarungen einverstanden, bekam jedoch zunächst Bedenken wegen des hohen finanziellen Aufwands. Allerdings gelang es dem preußischen Ministerpräsidenten Otto Theodor Freiherr von Manteuffel den König zu überzeugen.[188] Am 25. September 1852 reiste Friedrich Wilhelm IV. nach Rastede, um sich dort mit dem Großherzog Paul Friedrich August von Oldenburg zu treffen. Dort erklärte sich der preußische Monarch vollkommen einverstanden mit dem Jade-Vertrag und wünschte den schnellstmöglichen Beschluss.[188] Mit seiner Kabinettsorder vom 25. Juni 1856 genehmigte der König die Baupläne der Marine-Hafenbaukommission.[189]

Neutralität im Krimkrieg (1853–1856)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel → Krimkrieg

Aus dem Wiener Kongress von 1814/1815 war das Russische Zarenreich als europäische Vormacht hervorgegangen. Diese Position wollte Zar Nikolaus I. auf Kosten des geschwächten Osmanischen Reiches weiter ausbauen. Durch die Eroberung von Bosporus und Dardanellen sollte Russland einen direkten Zugang zum Mittelmeer gewinnen.[190] Da die Pläne des Zaren das Gleichgewicht zwischen den fünf europäischen Großmächten gefährdete, traten das Zweite Französische Kaiserreich und Großbritannien am 28. März 1854 auf Seiten der Osmanen gegen das Zarenreich in den Krieg ein. Mit dieser Entwicklung geriet das Königreich Preußen unter außenpolitischen Druck. Einerseits war Preußen durch die Heilige Allianz eng mit dem autoritär geführten und anti-revolutionären Zarenreich verbunden, andererseits fürchtete der König ein machtpolitisch zu stark werdendes Zarenreich an seiner Grenze. Am 27. Februar 1854 formulierte Friedrich Wilhelm IV. nach einigem Zögern seine Außenpolitik in einer Direktive wie folgt[190]:

„Preußen soll in Neutralität verharren (...). Preußens Neutralität soll wirklich unbeteiligt, nicht hierhin, nicht dorthin neigend sein, aber selbstständig und selbstbewusst. (...)“

Friedrich Wilhelm IV.

Die von Friedrich Wilhelm IV. verfolgte Neutralitätspolitik während des Krimkrieges erwies sich im historischen Rückblick, wenn auch vom König nicht vorhergesehen, als überaus vorteilhaft für Preußen: Da das Kaisertum Österreich im Gegensatz zu Preußen Truppen an der russischen Grenze zusammenzog, blieben die Beziehungen zwischen Österreich und Russland so angespannt, dass Russland im Preußisch-Österreichischen Krieg von 1866 nicht zu Gunsten Österreichs intervenierte und so einen preußischen Sieg zuließ.

Neuenburger Frage (1856/1857)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anschlagsort der Royalisten: Schloss Neuenburg (Schweiz)

Hauptartikel → Neuenburgerhandel

Eine weitere Krise der späten Regierungszeit Friedrich Wilhelms IV. wurde durch das Fürstentum Neuenburg ausgelöst. Das im Westen der Schweiz liegende Land gehörte seit 1717 zum Besitz der preußischen Hohenzollern-Dynastie, war zugleich aber auch seit dem Westfälischen Frieden von 1648 ein Teil der Schweiz.[191] Die preußischen Könige regierten das Fürstentum durch Gouverneure, die sich nur selten in die inneren Angelegenheiten des Fürstentums einmischten. Mit dem Jahr 1848 war Neuenburg jedoch Teil einer demokratischen Republik geworden, die nicht mehr bereit war, die Rechte des preußischen Monarchen anzuerkennen. Im Londoner Protokoll von 1852 erkannten die europäischen Großmächte zwar Preußens rechtlichen Anspruch auf das Fürstentum an, halfen jedoch nicht aktiv bei dessen Durchsetzung, weshalb der König auf einen militärischen Einmarsch verzichtete. Im Sommer 1856 kam der Oberstleutnant der Artillerie des ehemaligen Fürstentums Neuenburg, Graf Ludwig August von Pourtalès, nach Berlin, um sich von Friedrich Wilhelm IV. das Einverständnis für einen Putsch einzuholen, der die Rechte der Krone wiederherstellen sollte.[192] Obwohl der König sich nicht mit ihm traf, zog der Graf aus einem Gespräch mit Prinz Wilhelm den Schluss, dass Friedrich Wilhelm IV. sein Vorgehen billigen würde. Am 2. September 1856 rebellierten schließlich Royalisten bzw. Königsanhänger gegen die demokratische Regierung des Kantons und besetzten strategisch wichtige Orte. Die republikanischen Milizen schlugen den Aufstand jedoch nieder. 667 Royalisten gerieten in Gefangenschaft, wogegen Friedrich Wilhelm IV. mit einer Teilmobilmachung protestierte. Es gelang ihm, den französischen Kaiser Napoleon III. als Vermittler zu gewinnen. Auf französischen Druck hin wurden die Hochverratsprozesse gegen die Royalisten eingestellt und die Königsanhänger freigelassen. Im Gegenzug erzwangen die Großmächte Großbritannien, Frankreich, Österreich und Russland, dass Friedrich Wilhelm IV. im Vertrag von Paris am 26. März 1857 auf Neuenburg verzichtete; nur den Titel eines Fürsten von Neuenburg durfte er behalten.

Regierungsunfähigkeit (1857/1858)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In seinen letzten Jahren war er von einer schweren Krankheit betroffen, deren Symptome aus der Perspektive des zeitgenössischen medizinischen Wissens es nahe liegend schienen ließen, von einer „Geisteskrankheit“ zu sprechen.[193] Dieser vor allem von dem Historiker Heinrich von Treitschke (1834-1896) verbreiteitete Standpunkt gilt jedoch in der Forschung mittlerweile als überholt.[193] Nach heutigem medizinischen Erkenntnisstand (Friedrich Vogel) litt Friedrich Wilhelm an einer „celebralen Gefäßerkrankung“, an einer „Gehirnarteriosklerose“, was nicht als „Geisteskrankheit“ bezeichnet werden könne.[194] Allerdings müssen bereits vor den Schlaganfällen bzw. Lähmungen psychopathologische Auffälligkeiten eingetreten sein, sodass er sein Regierungsamt kaum noch führen konnte.[195]

Letzte Talermünze mit dem Konterfei Friedrich Wilhelms IV., 1860

Ab dem 14. Juli 1857 erlitt Friedrich Wilhelm IV. mehrere Schlaganfälle, wodurch auch sein Sprachzentrum in Mitleidenschaft gezogen wurde. Nachdem die Stellvertretung durch den Prinzen von Preußen dreimal verlängert worden war, unterzeichnete der kranke König am 7. Oktober 1858 die Regentschaftsurkunde für den Prinzen von Preußen. Diese Unterschrift läutete in Preußen die sogenannte Neue Ära ein, die de facto das Ende des Regierungskonzeptes Friedrich Wilhelms IV. bedeutete. Prinz-Regent Wilhelm entließ den reaktionären Ministerpräsidenten Otto Theodor Freiherr von Manteuffel und holte sich aus dem liberal-nationalen Lager Karl Anton von Hohenzollern-Sigmaringen.[196] Er entließ auch die Höflinge, die zur Kamarilla Friedrich Wilhelms IV. gehört hatten. Da laut Verfassung die Regentschaftsübernahme nur bei einem längeren Auslandsaufenthalt möglich war, reiste das Königspaar mit seinem Hofstaat am 12. Oktober 1858 nach Italien.[197] Unter anderem besuchte der genesende König zweimal Papst Pius IX. und die Vatikanischen Museen.

Tod und Bestattung (1858–1861)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grabplatten Friedrich Wilhelms IV. und der Elisabeth Luise in der Potsdamer Friedenskirche
Die Gruft mit den Sarkophagen Friedrich Wilhelms und Elisabeths unterhalb des Altars

Über das Sterben des kranken Königs liegt das Zeugnis seines Flügeladjutanten Prinz Kraft zu Hohenlohe-Ingelfingen vor. Zu dessen Aufgaben gehörte die Benachrichtigung der nächsten Verwandten. Am 24. November 1859 erlitt der König einen Schlaganfall, der ihn linksseitig lähmte.[198] Halb sitzend, halb liegend musste er fortan im Rollstuhl herumgefahren werden. Da er nicht mehr transportfähig war, blieb der Hof in Schloss Sanssouci. Am 4. November 1860 verfiel er nach einem neuen Schlaganfall in Besinnungslosigkeit.

Um Mitternacht, mit Beginn des Jahres 1861, telegrafierte Hohenlohe an den Prinzregenten:

„Plötzlich schnellerer Verlauf zum Ende als dies zu erwarten war. Ableben jeden Augenblick möglich. Alleruntertänigstes Anheimstellen, ob und wann von der Königlichen Familie dies in der Nacht mitzuteilen.“

Der Prinz von Preußen ließ die gesamte königliche Familie benachrichtigen und reiste unverzüglich nach Potsdam. Die Vossische Zeitung berichtete, dass in Berlin bald keine Lokomotiven mehr zu bekommen seien, weil jeder aus dem Königshaus einen Extrazug nahm, um von dem Sterbenden Abschied zu nehmen.[196] Prinz Friedrich Karl soll mit dem Schlitten nach Sanssouci gekommen sein. So vollzog sich der Tod des Monarchen fast öffentlich. Am 2. Januar 1861 setzte ein letzter Schlaganfall den Leiden des Königs im Schloss Sanssouci ein Ende.

Der König wurde seinen testamentarischen Anweisungen von 1854 entsprechend in der Friedenskirche in Potsdam bestattet, nachdem sein Herz dem Körper entnommen und im Mausoleum im Schlosspark Charlottenburg im heutigen Berlin – an der Ruhestätte seiner Eltern – begraben worden war.

Architektur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einflüsse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Denkmalskizze Friedrich Wilhelms für das Schildhorndenkmal, 1844

Architektonische Anregungen erhielt der Kronprinz Friedrich Wilhelm bereits von seiner Bildungsreise nach Italien, die ihn im Herbst 1828 über Florenz und Rom bis nach Neapel führte.[50] Die antike und mittelalterliche Baukunst Italiens, vor allem frühchristliche Sakralbauten, prägten zusammen mit der italienischen Renaissance die architektonischen Konzepte des späteren Königs entscheidend.

Über 7000 Seiten, die von Friedrich Wilhelm IV. mit Architekturskizzen versehen wurden, haben sich bis heute erhalten.[199] Um diese architektonischen Visionen umzusetzen, war der König auf eine Reihe bedeutender Baumeister angewiesen. Zu nennen sind hier Karl Friedrich Schinkel, dessen Schüler Friedrich August Stüler, Ludwig Persius und Christian Daniel Rauch, deren architektonisches Schaffen eine kongeniale Ergänzung in den Arbeiten an den großen Parkanlagen durch Peter Joseph Lenné und Hermann von Pückler-Muskau fand. Nach seiner Arbeitsmethode übergab der König die Skizzen dem zuständigen Architekten, um sie später mit diesem zu besprechen. Die überarbeiteten Pläne wurden dann erneut dem König vorgelegt, der entweder die Überarbeitungen akzeptierte oder erneut modifizierte. Er ließ sich generell die Fassadenentwürfe aller öffentlichen Bauten vorlegen.

Die königlichen Skizzen waren nicht nur Traumbilder, sondern ideologische Abbilder eines monarchischen Projektes. Bauwerke sollten Zweckobjekte sein und zur Verherrlichung der antirevolutionären Politik beitragen. Auf diese Weise ermöglichen die Zeichnungen Einblicke in die politische Vorstellungswelt Friedrich Wilhelms IV.[200]

So sah der König in der frühchristlichen Basilika beispielsweise die Einheit der abendländischen Religionen als Bollwerk gegen den Unglauben und damit gegen Bestrebungen des revolutionären Umsturzes verwirklicht.[201] Angeregt wurde Friedrich Wilhelm IV. besonders durch das zwischen 1822 und 1827 von Cotta in München herausgegebene Stichwerk Denkmale der christlichen Religion, aufgenommen von den Architecten J. G. Gutensohn und J. M. Knapp (auch: Die Basiliken des christlichen Roms).[202]

Potsdam[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Sommerresidenz: Schloss Sanssouci

Die Bauten unter Mitwirkung oder Förderung des Königs lagen mit Ausnahme des Neuen Museums hauptsächlich außerhalb Berlins.[50] Vor allem Potsdam, der einstige Wirkungsort Friedrichs des Großen, hatte eine große Anziehungskraft auf Friedrich Wilhelm IV. Seinen dynastischen Vorfahren verehrte der König, weil er Preußen zum einen zur Großmachtstellung verholfen und zum anderen Kunst und Kultur in einem bis dahin nicht gekannten Maße gefördert hatte.[203] Friedrichs Lieblingsschloss Sanssouci, das seit dessen Tod nicht mehr bewohnt gewesen war, nutzte Friedrich Wilhelm IV. bis zu seinem Tod als Sommerresidenz. Er ließ das friderizianische Interieur aufwendig wiederherstellen und die Schlossanlage baulich erweitern. Am 2. Januar 1861 starb Friedrich Wilhelm IV. in Schloss Sanssouci.

Der Begräbnisort: Friedenskirche

Der tiefreligiöse und vom Gottesgnadentum durchdrungene Friedrich Wilhelm verabscheute den Deismus Friedrichs des Großen.[203] Aus diesem Grund errichtete er, um das Seelenheil seiner Dynastie zu sichern, als Gegenpol zum rein weltlichen Lustschloss Sanssouci am östlichen Abschluss der Parklandschaft die Friedenskirche.[204] Eine Skizze für den Bau hatte er bereits im Jahr 1839 angefertigt. Dieser Entwurf orientierte sich an der frühchristlichen Kirche San Clemente in Rom.[205] Die von Ludwig Persius überarbeiteten Versionen lehnte der König jedoch mehrfach ab: So kritisierte er unter anderem, dass beim ersten Entwurf ein Turm fehlen würde oder die Größenverhältnisse nicht stimmig wären. Erst am 20. Oktober 1843, nach fast zweijähriger Planungszeit, genehmigte der König abgewandelte Baupläne. Vorbild des frei stehenden Glockenturms der Friedenskirche war der Campanile von Santa Maria in Cosmedin in Rom. Diese Kirche hatte der Kronprinz in dem Kupferstichwerk Denkmale der christlichen Kirchen Roms kennengelernt.

Sommerwohnsitz des Kronprinzen: Schloss Charlottenhof

Schloss Charlottenhof (Bauzeit: 1826-1828) war der erste eigene Wohnsitz Friedrich Wilhelms. Dort konnte er, frei von Regierungsgeschäften, seinen Interessen nachgehen, dort entstanden viele seiner Zeichnungen.[206] Er bezeichnete Charlottenhof nach der Heimat des griechischen Götterboten Hermes als sein persönliches „Arkadien“. Mit seiner dorischen Säulenhalle spielte das Schloss bewusst auf antike Landvillen an, die weniger repräsentativ sein mussten, da sie als private Rückzugsorte dienten.[207]

Ort der Gemäldesammlung und Pflanzenüberwinterung: Orangerieschloss in Potsdam

Nördlich des Parks Sanssouci, zwischen Mühlenberg und Belvedere auf dem Klausberg, plante Friedrich Wilhelm IV. eine Triumphstraße. Das Bauvorhaben konnte jedoch aus finanziellen Gründen nur zum Teil realisiert werden.[173] Auf Gelder für seine Schloss- und Parkprojekte durfte Friedrich Wilhelm IV., so hatte es noch Friedrich Wilhelm III. festgelegt, nur aus der sogenannten Familienfideikommissrente zurückgreifen.[208] Dem König standen also nur insgesamt 2,5 Millionen Taler für höfische Bauten zur Verfügung. Den Eingang zur Triumphstraße markierte das Triumphtor. Friedrich Wilhelm IV. skizzierte den Bau nach Vorbild des Argentarierbogens in Rom. Das Tor symbolisierte zugleich den Sieg des Königs über die Revolution von 1848/1849. Obwohl auf dem Fries die Rückkehr römischer Soldaten erkennbar ist, erinnerte es doch an den badischen Feldzug der preußischen Armee. So handelt es sich um den auf einem Pferd reitenden Feldherren um Friedrich Wilhelms Bruder, Prinz Wilhelm.[173]

Das einzige weitere verwirklichte Bauprojekt der Potsdamer Triumphstraße war das Orangerieschloss. Über 300 m lang ist die Orangerie mit ihrem mächtigen Mittelbau und den beiden seitlich anschließenden Pflanzenhallen. Zwei römische Renaissancevillen, die Villen Doria Pamphili und die Villa Medici, die Friedrich Wilhelm IV. als Kronprinz auf seiner Italienreise gesehen hatte, standen Pate für die Entwürfe der Fassaden. Sogar während der Revolution von 1848/1849 hatte der König persönlich den Arbeitsfortschritt der für den Bau der Anlage notwendigen Erdarbeiten überprüft.[209] Der Potsdamer Denkmalpfleger Friedrich Mielke bezeichnet die Orangerie deshalb als „Trotzbau“.

Das „Ausflugsschloss“: Belvedere auf dem Pfingstberg in einem Aquarell von 1856, das den ursprünglichen Plan zeigt

Schon als Kronprinz schwebte Friedrich Wilhelm IV. vor, auf dem Pfingstberg, der höchsten Erhebung Potsdams, ein Schloss mit Aussichtsterrassen und Salons erbauen zu lassen. Im Innenhof der Anlage sollte seinen Plänen nach ein Wasserbecken entstehen, das über Kaskadenläufe die Fontänen des Neuen Gartens speisen sollte.[210] Zwei Jahre nach dem Tod des Königs wurde der Bau des Belvedere 1863 als kaum bewohnbares Fragment abgeschlossen, denn der Nachfolger König Wilhelm I. zeigte kaum Interesse an dem Bauwerk. Nur zwei Räume wurden fertiggestellt. Einer davon, das sogenannte Maurische Kabinett, sollte nach den Vorstellungen Friedrich Wilhelm IV. auf die Sage vom Prinzen Achmed al Kamel anspielen. In diesem Märchen warten ein maurischer Prinz und eine christliche Prinzessin aus Toledo auf die Erlaubnis zur Heirat. Damit identifizierte sich Friedrich Wilhelm IV., der vier Jahre auf die Zustimmung seines Vaters für die Heirat mit Elisabeth Ludovika von Bayern hatte warten müssen, mit dem maurischen Prinzen. Nach der Heirat lebten die beiden Märchenfiguren in der Alhambra, deren Stil der König mit dem Maurischen Kabinett zitierte.[211] Der Raum wurde als Teesalon von der Königin Elisabeth benutzt.

In Gestalt einer maurischen Kuppelmoschee wollte Friedrich Wilhelm IV. das Pumpwerk zur Wasserversorgung der Fontäne von Schloss Sanssouci sehen.[212] Der Schornstein des Dampfmaschinenhauses war als Minarett verkleidet. Die Dampfmaschine pumpte Wasser in das Bassin am Ruinenberg, das die 38 Meter hohe Fontäne unterhalb der Weinterrassen speiste.

Beteiligt war Friedrich Wilhelm IV. auch am Bau der Römischen Bäder und der Heilandskirche Sacrow, welche ebenfalls nach seinen Entwürfen entstanden.[213]

Rheinprovinz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Sommerresidenz am Oberen Mittelrheintal: Schloss Stolzenfels

Obwohl Preußen die Rheinprovinz erst im Jahr 1815 erworben hatte und damit über keine auf das Mittelalter zurückgehende Rechte auf die Region besaß, wollte sich Friedrich Wilhelm IV. als rechtmäßiger Nachfolger der rheinischen Adelsfamilien inszenieren.[214] Gelegenheit am Oberen Mittelrheintal herrschaftliche Präsenz zu zeigen, erhielt der Kronprinz Friedrich Wilhelm als ihm die Stadt Koblenz im Jahr 1823 die Burgruine Stolzenfels schenkte, die er im neogotischen Stil zu einem Schloss ausbauen ließ.[215] Als zeitweiliger Regierungssitz konnte er von Stolzenfels aus Nähe zu den rheinischen Bevölkerungsschichten demonstrieren. Dies war gerade während der französischen Julirevolution 1830 und damit verbunden mit einem möglichen Überschwappen revolutionärer Ideen äußerst wichtig.[216] Am 14. September 1842 wurde Schloss Stolzenfels mit einem Fest in mittelalterlichen Kostümen und in Anwesenheit des Königspaares eingeweiht.[217]

Zum architektonischen Herrscherprogramm am Oberen Mittelrheintal gehören auch der Binger Mäuseturm, Burg Ehrenfels und Burg Klopp.[218]

Berlin[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erweiterung der Museumsinsel: Der Ägyptische Hof des Neuen Museums (1862)

Das Verhältnis des Königs zu seiner Hauptstadt Berlin war überaus angespannt. Dies ist auf zwei Gründe zurückzuführen: Erstens begann das aufstrebende Berliner Bürgertum die Bauprojekte des regierenden Monarchen in ihrer räumlichen Ausdehnung zu übertreffen. Wegen seines unkontrollierten industriellen Wachstums hatte Berlin anders als Potsdam stellenweise seinen Charakter als Residenzstadt eingebüßt. Zweitens sah Friedrich Wilhelm IV. seine Hauptstadt als revolutionären Unruheherd an.[219] Die Spreeinsel sollte jedoch, so hatte es der König am 8. März 1841 angeordnet, „zu einer Freistätte für Kunst und Wissenschaft“ werden.[220] Der Monarch fantasierte, dass die Kraft von Kunst und Bildung dem revolutionären Aberglauben der Hauptstadt dem Boden entziehen würde. Mit einer Erweiterung der Museumsinsel glaubte Friedrich Wilhelm IV. also auch die Treue der Berliner gegenüber der preußischen Monarchie zu festigen. Schon als Kronprinz hatte er durchgesetzt, dass die Flotte der Spreeschiffer ihre Hafenanlage nördlich des Alten Museums räumten. Genau an dieser Stelle ließ er das Neue Museum errichten, das Sammlungen aufnehmen sollte, die aus Platzgründen nicht im Alten Museum untergebracht werden konnten. Mit den Exponaten aus den Anfängen und frühen Hochkulturen der Menschheits- und Kulturgeschichte konnte sich der König als Fortführer der Zivilisationsgeschichte inszenieren. Nachdem Friedrich Wilhelm IV. erneut starken Einfluss auf die Baupläne genommen hatte, schuf Friedrich August Stüler, der 1842 zum „Architekten des Königs“ ernannt wurde, einen Bau mit zwei Innenhöfen, Tempelgiebeln an den Längsseiten und einem Treppenhaus im opulenten Festsaalstil. Die Innenausstattung prunkte mit viel Wandmalerei und Gold, die Bezug nahmen zu den Exponaten.[221]

Auch das Schildhorndenkmal in Berlin-Grunewald legt vom Geschichtsverständnis Friedrich Wilhelms IV. Zeugnis ab. Das Denkmal verknüpft eine historische Tat, den Sieg des brandenburgischen Markgrafen Albrecht des Bären über slawische Stämme, mit dem Bekenntnis zum Christentum. Nach der Schildhornsage sollen Albrecht der Bär und zwei Ritter den slawischen Fürsten Jaxa verfolgt haben. Jaxa hatte keine andere Wahl, als in seiner aussichtslosen Lage samt Pferd in die Havel zu springen. Seine Verfolger blieben dem Slawenfürst dicht auf den Fersen. Immer höhere Wellen sollen sich über Jaxa aufgetürmt haben- bis dieser nicht mehr zu seinem Kriegsgott Triglaw betete, sondern zum Christengott. Jaxa habe dann eine schützende Hand gespürt und unbeschadet die andere Uferseite erreicht. An dem Ufer, wo das Denkmal entstehen sollte, soll er als Zeichen der Dankbarkeit Schild und Horn an einer Eiche aufgehängt haben und trat tatsächlich zum Christentum über.[222] Für die künstlerische Umsetzung der Schildhornsage fertigte der König 1844 eigenhändige Bleistiftskizzen an und beauftragte Friedrich August Stüler mit der Konzeption des Denkmals, das der Baurat Christian Gottlieb Cantian im Sommer 1845 errichtete. Das Werk des „geistreichen königlichen Dilettanten“[223] fand in der Regel wenig Beifall. Schon der Schriftsteller Theodor Fontane schrieb, dass es „halb einem Telegraphenpfosten und halb einem Fabrikschornstein“ gleiche.[224] Auch die Kunstkritikerin Eva Börsch-Supan bemängelt, dass Friedrich August Stüler dem Monarchen in Fragen der Ästhethik nicht entschieden genug entgegentrat.

Blick auf den Großen Tiergarten

Der Berliner Tierpark wurde von Friedrich Wilhelm IV. am 1. August 1844 gegründet. Er verlegte das Hofjagdgebiet der Hohenzollern, das sich seit dem 16. Jahrhundert im Großen Tiergarten befunden hatte, in einen Wildpark bei Potsdam.[225] Das frei gewordene Gelände mit der dortigen Fasanerie schenkte er der Berliner Bevölkerung. Auch die 850 Tiere der königlichen Menagerie, die sich auf der Pfaueninsel befand, wurde den Bürgern überlassen. Auf dieser Grundlage entstand in Berlin der älteste Tierpark Deutschlands.

Zu Beginn der 1840er Jahre fasste Friedrich Wilhelm den Entschluss, „mit der Errichtung von […] sinnvollen Monumenten die oft todten uninteressanten Gegenden“[226] der Mark zu beleben. Drei Wendepunkte der Landesgeschichte sollten den abgelegenen „Sandschellen“[227] Geschichte einhauchen und den Reisenden Anreize bieten.

Stüler, mit dem er 1858/59 in Italien war, akzeptierte seine Konzeptionen bei Kirchenbauten (etwa in der Ausformung von Basilika und Campanile) oder bei Denkmälern in der Regel ohne größere Einwände.

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zeitgenössische Karikaturen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Friedrich Wilhelm IV. war der erste preußische König, der in Karikaturen verhöhnt wurde. Dies hing zum einen mit der schleichenden Politisierung der Bevölkerung in den 1830er und 1840er zusammen und zum anderen mit der kurzzeitigen liberalen Phase während der Revolution von 1848/1849, in der uneingeschränkte Pressefreiheit herrschte.[228] Friedrich Wilhelm IV. bot dabei nicht nur politisch eine Angriffsfläche. Ihm fehlten viele Eigenschaften, die seine Vorgänger noch besaßen. So war er ein schlechter Reiter und zeigte wenig Interesse am Militärischen. Äußerlich war er korpulent, hatte einen Ansatz zur Glatze, eine hohe Stirn und war stark kurzsichtig.[229] In Karikaturen wurden diese optischen Auffälligkeiten aufgegriffen. Eine der bekanntesten Karikaturen Friedrich Wilhelms IV. schuf 1842 Heinrich Wilhelm Storck (1808–1850). Sie zeigte den König als Gestiefelten Kater vor seinem Wohnsitz Sanssouci. Mit der linken Pfote trägt er eine Champagnerflasche, mit der rechten ein überschäumendes Glas. Torkelnd versucht er in die Fußstapfen Friedrichs des Großen zu treten. Die Karikatur stellt ihn im Gegensatz zu seinem dynastischen Vorfahren als entscheidungsschwachen und wankelmütigen Monarchen dar.[230] Die Karikatur soll Friedrich Wilhelm IV. so verletzt haben, dass er am 3. April 1843 die Bildzensur wieder einführte.[231]

Eine im Zuge der Revolution entstandene und von Isidor Popper 1849 entworfene Karikatur zeigt wiederum einen korpulenten Friedrich Wilhelm, wie er an den Knöpfen seiner Uniform abzählt, ob er die ihm von der Frankfurter Paulskirche angebotene Kaiserkrone annehmen oder ablehnen soll. Am unteren Bildrand steht der Text: „Soll ich? - Soll ich nich? - Soll ich?! Kneppe, ihr wollt! nu jerade nich!!“ Mit seiner rechten Hand hebt er die Kaiserkrone hoch, setzt sie sich aber nicht auf. Im Hintergrund erscheint ein gedeckter Tisch mit Weinflasche. Die Art der Entscheidungsfindung des Königs wird damit als willkürlich und vom Zufall abhängig dargestellt.[232]

Bewertungen des 19. Jahrhunderts[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Reiterstandbild: Friedrich Wilhelm IV. auf der Freitreppe der Alten Nationalgalerie (1875–1886), als einziges der fünf Berliner Reiterstandbilder wurde es zu DDR-Zeiten weder versetzt noch zerstört

Von Zeitgenossen wurde der König heftig kritisiert. Friedrich Engels erklärte in einem Aufsatz von 1842, Friedrich Wilhelms Kampf für einen christlichen und gegen einen freien Staat sei zum Scheitern verurteilt. In ihm komme das „preußischen Prinzip […] in seiner letzten Aufraffung, aber zugleich in seiner vollkommenen Kraftlosigkeit gegenüber dem freien Selbstbewußtsein zur Erscheinung“. Preußen müsse sich nun notwendigerweise entweder liberalisieren oder „in sich selbst zusammenstürzen, wenn es zu jenem Fortschritt nicht die Kraft haben sollte“. Ohne voreilige Schlüsse ziehen zu wollen, ähnele Preußen doch dem vorrevolutionären Frankreich.[233]

Der Dichter Ludwig Pfau stellte ihn in seinem Gedicht Der Gottesgnadenfritz als Alkoholiker dar:

„Des Morgens trinkt er einen Schnaps
Und thut was oktroyieren;
Des Mittags hat er einen Taps
Und thut sich was blamieren.
Nachts beim Champagnerglase,
Da fällt er auf die Nase“.[234]

Heinrich Heine spottete 1855 in seinem Gedicht Die Menge tut es:

„Ich habe ein Faible für diesen König;
Ich glaube, wir sind uns ähnlich ein wenig.
Ein vornehmer Geist, hat viel Talent -
Auch ich, ich wäre ein schlechter Regent.“[235]

Die Bewertung der politischen Leistung Friedrich Wilhelms IV. folgte lange Zeit diesem Diktum.[236] Andere Zeitgenossen verschärften noch den Eindruck eines schöngeistig-weltfremden Charakters des Königs. Der Schriftsteller und Philosoph David Friedrich Strauß prägte erstmals 1847 für Friedrich Wilhelm IV. den bis heute häufig verwendeten Beinamen als „Romantiker auf dem Thron“.[237][238] Die Zeitgenossen sahen im König überwiegend einen "gefühlsseligen Phantasten", der in "den Idealen längst vergangener Welten schwelgte".[238] Er sei "verantwortungsscheu, entschlußarm und unausgeglichen" gewesen, aber auf der anderen Seite auch durchaus gutmütig, vielseitig interessiert und ideenreich".[238] Strauß verglich Friedrich Wilhelm IV. mit dem spätantiken Kaiser Julian. Wie jener römische Kaiser vergeblich um die Wiederbelebung des alten Polytheismus, der römischen Götterwelt, bemüht hatte, so strebte nach Strauß, auch Friedrich Wilhelm danach, historisch längst vergangene Zustände restaurieren zu wollen.[239]

Die Beurteilung des Königs war im 19. Jahrhundert eng an nationale Vorstellungen gekoppelt, die im Zuge der Herausbildung eines deutschen Nationalstaates entstanden.[240] Nicht zuletzt deshalb stand Friedrich Wilhelm IV. während des Deutschen Kaiserreiches im Schatten seines militärisch tatkräftigen Nachfolgers Wilhelm I. Der „Romantiker auf dem Thron“ galt dagegen als machtpolitischer Schwächling, der zugunsten Österreichs auf die deutsche Nationaleinigung verzichtet habe.[240] Diese von Historikern wie Heinrich von Treitschke und Heinrich von Sybel geprägte Sicht hatte bis in die Zeit der frühen Bundesrepublik Deutschland Bestand.

Bewertungen im 20. und 21. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gegen diese Sicht erhob etwa 1981 Gerd Heinrich Einspruch, der dem „aus dem Rahmen gefallenen Hohenzollern“ „neben aller nervösen Empfänglichkeit und Illusionsbereitschaft einen gewandten Realismus und eine luzide Intelligenz“ bescheinigt.[241] Historiker wie David E. Barclay und Frank-Lothar Kroll hoben in ihren Veröffentlichungen der 1980er und 1990er Jahren hervor, dass Friedrich Wilhelm IV. aus den Möglichkeiten und Abhängigkeiten der Jahrhundertmitte des 19. Jahrhunderts zu verstehen sei. Meiner zufolge verfolgte der König das Ziel, die Gegensätze einer Gesellschaft des Industriezeitalters zu harmonisieren, indem er sie in das Ordnungsgerüst des mittelalterlichen Ständestaates stellte.[242] Auch die Kunst habe der König, so Meiner, als Erziehungsmöglichkeit für seine Untertanen verwendet. Inspiriert sei er dabei durch die Allgemeine Theorie der Schönen Künste des Schweizer Philosophen Johann Georg Sulzer. Dieser beschrieb, dass „Geist und Herz“ des Menschen durch den Eindruck des „Schönen, Wohlgereimten und Schicklichen“ eine „edlere Wendung“ nehmen würden.[242]

Das Urteil des Historikers Heinrich Lutz steht dagegen eher in der Tradition des alten Bildes vom „Romantiker auf dem Thron“. Friedrich Wilhelm sei eher durchsetzungsschwach gewesen, in seiner gesamten Regierungszeit sei er „von wechselnden Situationen abhängig [gewesen], statt sie zu meistern und zu leiten, wie es seinem hochgespannten monarchischen Selbstverständnis entsprochen hätte“.[243] Historiker wie Christopher Clark und Uwe A. Oster sehen ihn als eine Figur an, die politisch nicht mehr in die Zeit des 19. Jahrhunderts passte. Er habe weder auf Begleiterscheinungen der beginnenden Industriellen Revolution in Deutschland, auf die Soziale Frage und den Pauperismus noch auf die Forderung des Bürgertums nach politischer Mitsprache im Staat eine Antwort gefunden. Den Grund hierfür sehen sie darin, dass er diese Umwälzungen als persönliche Gottesstrafe ansah und nicht als Triebfeder für dringend notwendige Reformen.[244] Von seinem Vater habe er eine Entscheidungsschwäche geerbt; dies habe die Bildung einer Kamarilla begünstigt. Historikern fällt es im Bezug auf die Revolution von 1848/1849 schwer zu beurteilen, ob oder welche Beschlüsse tatsächlich von ihm ausgingen. Als unzweifelhaft gilt, dass er sich eine deutsche Einigung unter preußischer Führung und mit Anerkennung der deutschen Fürsten vorstellen konnte. Er gilt als der erste preußische König, der nationale Vorstellungen hatte, allerdings nicht im zeitgenössischen liberalen oder gar freiheitlichen Sinne wie die Frankfurter Paulskirche.[244]

Innenpolitisch, so Christopher Clark, sei Friedrich Wilhelm IV. daran gescheitert, seine ständische Verfassungskonzeption gegenüber der Konstitutionellen Monarchie durchzusetzen. In der Folge sei Preußen zu einem Staat mit gewähltem Parlament geworden.[245] Auf der anderen Seite sei es dem König gelungen die von der Verfassung unberührten Elemente des preußischen Staates unter seiner Kontrolle zu halten – dies gelte vor allem für exekutive Befugnisse wie die Regierungsbildung und das Militär. Friedrich Wilhelm IV. habe somit eine zwar veränderte, aber dennoch immer noch starke Position der preußischen Monarchie absichern können.[245] Außenpolitisch habe er Preußen einerseits mehrfach aus Konflikten der europäischen Großmächte herausgehalten, andererseits habe er seine Ambition einer Umwandlung des Deutschen Bundes in einen Fürstenbund unter preußischer Führung (Erfurter Union) nicht realisieren können. Dieser Umstand sei jedoch weniger auf politische oder militärische Schwäche zurückzuführen, wie es das 19. Jahrhundert postuliert hatte: Da die Verwirklichung der Deutschen Frage zugleich eine europäische Frage sei, die das bisherige machtpolitische Gleichgewicht auf dem Kontinent gefährdet konnte, hätte eine Verwirklichung von Friedrich Wilhelms außenpolitischer Ambition womöglich langfristig einen Krieg mit den anderen europäischen Großmächten provoziert. Eine großflächige militärische Eskalation wie der Erste Weltkrieg hätte hypothetisch nach Ansicht des Historikers Alexander Demandt Jahrzehnte früher stattfinden, jedoch mit weniger verhängnisvollen Waffen ausgetragen werden können.[246]

Dynastische Verbindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ahnentafel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ahnentafel Friedrich Wilhelm IV. (Preußen)
Ururgroßeltern

König
Friedrich Wilhelm I. (Preußen) (1688–1740)
∞ 1706
Sophie Dorothea von Braunschweig- Lüneburg (1687–1757)

Herzog
Ferdinand Albrecht II. (Braunschweig-Wolfenbüttel) (1680–1735)
∞ 1712
Antoinette Amalie von Braunschweig-Wolfenbüttel (1696–1762)

Herzog
Christian III. (Pfalz- Zweibrücken) (1674–1735)
∞ 1719
Karoline von Nassau- Saarbrücken (1704–1774)

Landgraf
Ludwig VIII. von Hessen- Darmstadt (1691–1768)
∞ 1717
Charlotte Christine Magdalene Johanna von Hanau- Lichtenberg (1700–1726)

Graf
Christian Karl Reinhard von Leiningen- Dagsburg- Falkenburg (1695–1766)
∞ 1726
Katharina Polyxena von Solms-Rödelheim (1702–1765)

Herzog
Adolf Friedrich II. (Mecklenburg) (1658–1708)
∞ 1705
Christiane Emilie Antonie von Schwarzburg- Sondershausen (1681–1715)

Herzog
Ernst Friedrich I. (Sachsen- Hildburghausen) (1681–1724)
∞ 1704
Sophia Albertine von Erbach-Erbach (1683–1742)

Urgroßeltern

Prinz August Wilhelm von Preußen (1722–1758)
∞ 1742
Luise Amalie von Braunschweig-Wolfenbüttel (1722–1780)

Landgraf Ludwig IX. von Hessen- Darmstadt (1719–1790)
∞ 1741
Henriette Karoline von Pfalz-Zweibrücken (1721–1774)

Prinz Georg Wilhelm von Hessen- Darmstadt (1722–1782)
∞ 1748
Maria Luise Albertine von Leiningen- Dagsburg- Falkenburg (1729–1818)

Karl zu Mecklenburg (1708–1752)
∞ 1735
Elisabeth Albertine von Sachsen- Hildburghausen (1713–1761)

Großeltern

König Friedrich Wilhelm II. (Preußen) (1744–1797)
∞ 1769
Friederike von Hessen-Darmstadt (1751–1805)

Großherzog Karl II. (Mecklenburg) (1741–1816)
∞ 1768
Friederike Caroline Luise von Hessen-Darmstadt (1752–1782)

Eltern

König Friedrich Wilhelm III. (Preußen) (1770–1840)
∞ 1793
Luise von Mecklenburg-Strelitz (1776–1810)

König Friedrich Wilhelm IV. (Preußen) (1795–1861)

Stammbaum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]


August (Sachsen-Gotha-Altenburg)/Luise Charlotte zu Mecklenburg

König Georg III./Sophie Charlotte von Mecklenburg-Strelitz

Franz (Sachsen-Coburg-Saalfeld)/Auguste Reuß zu Ebersdorf

Franz (Sachsen-Coburg-Saalfeld)/Auguste Reuß zu Ebersdorf

Friederike Luise von Hessen-Darmstadt/ König Friedrich Wilhelm II.
Herzog Karl II. von Mecklenburg-Strelitz/ Herzogin Friederike Caroline Luise Karl August (Sachsen-Weimar-Eisenach)/Luise von Hessen-Darmstadt Zar Paul I./Sophie Dorothee von Württemberg {{{ }}}
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Victoire von Sachsen-Coburg-Saalfeld
 
Edward Augustus, Duke of Kent and Strathearn
 
Luise von Sachsen-Gotha-Altenburg
 
Ernst I. (Sachsen-Coburg und Gotha) König Friedrich Wilhelm III.
 
Luise von Mecklenburg-Strelitz Großherzog Carl Friedrich von Sachsen-Weimar-Eisenach
 
Maria Pawlowna
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Königin Victoria von Großbritannien
 
 
Albert von Sachsen-Coburg und Gotha
 
 
 
Kaiser Wilhelm I. Friedrich Wilhelm IV. Charlotte von Preußen (1798–1860)
 
Augusta von Sachsen-Weimar-Eisenach
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Victoria von Großbritannien und Irland (1840–1901)
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Kaiser Friedrich III.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Kaiser Wilhelm II.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 


Denkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Reiterstandbild Friedrich Wilhelm IV. von Gustav Blaeser an der Kölner Hohenzollernbrücke

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Friedrich Wilhelm IV. – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikisource: Friedrich Wilhelm IV. – Quellen und Volltexte

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Franz Herre: Friedrich Wilhelm IV.: Der andere Preußenkönig. S. 7–8.
  2. a b Dirk Blasius: Friedrich Wilhelm IV., 1795–1861: Psychopathologie und Geschichte. Vandenhoeck & Ruprecht, Götttingen 1992, ISBN 978-3-525-36229-7, S. 25.
  3. a b Wolfram Letzner: Berlin - eine Biografie: Menschen und Schicksale von den Askaniern bis Helmut Kohl und zur Hauptstadt Deutschlands. 1. Auflage. Nünnerich Asmus Verlag & Media GmbH, ISBN 978-3-945751-72-5.
  4. Merete van Taack: Königin Luise. Die unbesiegbare Liebe. Heyne Verlag, 1996, ISBN 978-3-453-55084-1, S. 253.
  5. Franz Herre: Friedrich Wilhelm IV.: der andere Preussenkönig. Katz Verlag, 2007, ISBN 978-3-938047-22-4, S. 4.
  6. Daniel Schönpflug: Luise von Preußen: Königin der Herzen, S. 133.
  7. a b Franz Herre: Friedrich Wilhelm IV.: Der andere Preußenkönig. ISBN 978-3-938047-22-4, S. 12.
  8. Franz Herre: Friedrich Wilhelm IV.: Der andere Preußenkönig. ISBN 978-3-938047-22-4, S. 12.
  9. Karl-Heinz Börner: Wilhelm I. Eine Biographie. S. 56. Berlin: Akademieverlag, 1984.
  10. Dirk Blasius: Friedrich Wilhelm IV., 1795–1861: Psychopathologie und Geschichte. Vandenhoeck & Ruprecht, Götttingen, ISBN 978-3-525-36229-7, S. 26.
  11. a b Dirk Blasius: Friedrich Wilhelm IV., 1795-1861: Psychopathologie und Geschichte. Vandenhoeck & Ruprecht, Götttingen 1992, ISBN 978-3-525-36229-7, S. 27.
  12. Dirk Blasius: Friedrich Wilhelm IV., 1795–1861: Psychopathologie und Geschichte. Vandenhoeck & Ruprecht, Götttingen, ISBN 978-3-525-36229-7, S. 29.
  13. a b c d Franz Herre: Friedrich Wilhelm IV. Der andere Preußenkönig. Katz Verlag, 2007, ISBN 978-3-938047-22-4, S. 13.
  14. Christopher Clark: Preußen: Aufstieg und Niedergang. S. 500.
  15. Karl-Heinz Börner: Wilhelm I. Eine Biographie. S. 16. Berlin: Akademieverlag, 1984.
  16. Dirk Blasius: Friedrich Wilhelm IV., 1795–1861: Psychopathologie und Geschichte. Vandenhoeck & Ruprecht, Götttingen 1992, ISBN 978-3-525-36229-7, S. 30.
  17. Daniel Schönpflug: Luise von Preußen: Königin der Herzen. 3. Auflage. C.H.Beck, 2010, ISBN 978-3-406-59813-5, S. 170.
  18. a b Dorothea Minkels: Elisabeth von Preussen: Königin in der Zeit des AusMÄRZens. 1. Auflage. 2008, ISBN 978-3-8370-1250-7, S. 571.
  19. a b Dirk Blasius: Friedrich Wilhelm IV., 1795–1861: Psychopathologie und Geschichte. Vandenhoeck & Ruprecht, Götttingen, ISBN 978-3-525-36229-7, S. 31.
  20. a b Franz Herre: Friedrich Wilhelm IV. Der andere Preußenkönig. ISBN 978-3-938047-22-4, S. 15.
  21. Daniel Schönpflug: Luise von Preußen: Königin der Herzen. 3. Auflage. C.H.Beck, 2010, ISBN 978-3-406-59813-5, S. 222.
  22. Franz Herre: Friedrich Wilhelm IV. Der andere Preußenkönig. ISBN 978-3-938047-22-4, S. 15.
  23. a b Dirk Blasius: Friedrich Wilhelm IV., 1795–1861: Psychopathologie und Geschichte. Vandenhoeck & Ruprecht, Götttingen 1992, ISBN 978-3-525-36229-7, S. 32.
  24. a b Christopher Clark: Preußen. Aufstieg und Niedergang. 1600–1947.
  25. Franz Herre: Friedrich Wilhelm IV.: Der andere Preußenkönig. S. 19.
  26. a b Stiftung Preußische Schlösser und Gärten (Hrsg.): Friedrich Wilhelm IV., Künstler und König. 1995, S. 25.
  27. a b Franz Herre: Friedrich Wilhelm IV. Der andere Preußenkönig. Katz Verlag, 2007, ISBN 978-3-938047-22-4, S. 19.
  28. Margret Dorothea Minkels: Die Stifter des Neuen Museums: Friedrich Wilhelm IV. von Preussen und Elisabeth von Baiern. 1. Auflage. 2012, ISBN 978-3-8448-0212-2, S. 16.
  29. a b Dirk Blasius: Friedrich Wilhelm IV., 1795–1861: Psychopathologie und Geschichte. Vandenhoeck & Ruprecht, Götttingen 1992, ISBN 978-3-525-36229-7, S. 38.
  30. a b c d Dirk Blasius: Friedrich Wilhelm IV., 1795–1861: Psychopathologie und Geschichte. Vandenhoeck & Ruprecht, Götttingen 1992, ISBN 978-3-525-36229-7, S. 46.
  31. Franz Herre: Friedrich Wilhelm IV.: Der andere Preußenkönig. Katz, 2007, ISBN 978-3-938047-22-4, S. 22.
  32. Dirk Blasius: Friedrich Wilhelm IV., 1795–1861: Psychopathologie und Geschichte. Vandenhoeck & Ruprecht, Götttingen 1992, ISBN 978-3-525-36229-7, S. 46.
  33. Maja Galle: Der Erzengel Michael in der deutschen Kunst des 19. Jahrhunderts. 2002, ISBN 978-3-8316-0185-1, S. 45.
  34. Franz Herre: Friedrich Wilhelm IV.: Der andere Preußenkönig. 2007, ISBN 978-3-938047-22-4, S. 23.
  35. Frank-Lothar Kroll: Friedrich Wilhelm IV. und das Staatsdenken der deutschen Romantik. Colloquium Verlag, 1990, ISBN 978-3-7678-0778-5, S. 31.
  36. a b c d Frank-Lothar Kroll: Friedrich Wilhelm IV. und das Staatsdenken der deutschen Romantik. Edition Colloquium im Wissenschaftsverlag Spiess, 1990, ISBN 978-3-89166-808-5, S. 161.
  37. Franz Herre: Friedrich Wilhelm IV.: Der andere Preußenkönig. Katz Verlag, 2007, ISBN 978-3-938047-22-4, S. 26.
  38. Rolf Thomas Senn: In Arkadien: Friedrich Wilhelm IV. von Preussen : eine biographische Landvermessung. ISBN 978-3-86732-163-1, S. 84.
  39. Karl-Heinz Börner: Wilhelm I. Eine Biographie. S. 53. Berlin: Akademieverlag, 1984.
  40. a b c Christopher Clark: Preußen: Aufstieg und Niedergang. Auflage: 10. Pantheon Verlag, 2007, ISBN 978-3-570-55060-1, S. 463.
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  42. a b Hans-Ulrich Wehler: Deutsche Gesellschaftsgeschichte. Band 2. Von der Reformära bis zur industriellen und politischen Deutschen Doppelrevolution 1815–1845/49. Beck, München 2005 (4. Auflage), ISBN 3-406-32262-X, S. 367 f.
  43. a b c Über Frankreich 1831–1837. Berichte über Kunst und Politik. De Gruyter, 1983, ISBN 978-3-05-001473-9, S. 76.
  44. a b c Christopher Clark: Preußen: Aufstieg und Niedergang. C. H. Beck, 2008, S. 483.
  45. a b S. Fischer-Fabian: Preußens Krieg und Frieden: Der Weg ins Deutsche Reich. 1. Auflage. Bastei Verlag, 2008, ISBN 978-3-404-64229-8, S. 270.
  46. Dorothea Minkels: Elisabeth von Preussen: Königin in der Zeit des AusMÄRZens. S. 46.
  47. a b Anmut im märkischen Sand: Die Frauen der Hohenzollern. Aufbau Verlag, 2015, ISBN 978-3-351-03597-6, S. 34.
  48. Franz Herre: Friedrich Wilhelm IV. Der andere Preußenkönig S. 42
  49. a b Franz Herre: Friedrich Wilhelm IV.: Der andere Preußenkönig. ISBN 978-3-938047-22-4, S. 43.
  50. a b c Wolfram Letzner: Berlin - eine Biografie: Menschen und Schicksale von den Askaniern bis Helmut Kohl und zur Hauptstadt Deutschlands. Auflage: 1. Nünnerich Asmus Verlag & Media GmbH, 2016, ISBN 978-3-945751-37-4.
  51. Jürgen Angelow: Wilhelm I. (1797–1888). In: Frank-Lothar Kroll (Hrsg.): Preußens Herrscher. Von den ersten Hohenzollern bis Wilhelm II. Beck, München 2000, ISBN 3-406-46711-3, S. 248 f.
  52. Karl-Heinz Börner: Wilhelm I. Eine Biographie. S. 56. Berlin: Akademieverlag, 1984.
  53. Wolfram Siemann: »Deutschlands Ruhe, Sicherheit und Ordnung«: Die Anfänge der politischen Polizei 1806–1866. De Gruyter, ISBN 978-3-484-35014-4, S. 195.
  54. Wolfgang Ribbe: Geschichte Berlins: Von der Frühgeschichte bis zur Industrialisierung. Band 1. C. H. Beck Verlag, München, ISBN 978-3-8305-0166-4, S. 587.
  55. Wolf Nitschke: Adolf Heinrich Graf v. Arnim-Boitzenburg (1803–1868): Eine politische Biographie. (Studien und Texte zur Erforschung des Konservatismus). Duncker & Humblot, 2004, ISBN 978-3-428-11114-5, S. 103.
  56. Wilhelm von Sternburg: Die Geschichte der Deutschen. Campus Verlag GmbH, S. 134.
  57. Wolfgang J Mommsen: 1848: die ungewollte Revolution. Die revolutionären Bewegungen in Europa 1830–1849. FISCHER Taschenbuch, Berlin 2000, ISBN 978-3-596-13899-9, S. 71.
  58. Olaf Jessen: Die Moltkes: Biographie einer Familie. 2. Auflage 2010, ISBN 978-3-406-60499-7, S. 91
  59. Frank Lothar Kroll: Friedrich Wilhelm IV. von Preußen: Politik - Kunst - Ideal. ISBN 978-3-86732-176-1, S. 26.
  60. Daniel Schönpflug: Luise von Preußen: Königin der Herzen. Auflage: 3. C.H.Beck, 2010, ISBN 978-3-406-59813-5, S. 133.
  61. Zit. bei Iselin Gundermann [Planung und Katalog der Ausstellung]: Via Regia. Preußens Weg zur Krone. Ausstellung des Geheimen Staatsarchivs Preußischer Kulturbesitz, Duncker & Humblot, Berlin 1998, S. 101.
  62. a b Dorothea Minkels: Elisabeth von Preussen: Königin in der Zeit des AusMÄRZens. Auflage: 1. Books on Demand, 2008, ISBN 978-3-8370-1250-7, S. 249.
  63. Gaby Huch: Zwischen Ehrenpforte und Inkognito: Preußische Könige auf Reisen: Quellen zur Repräsentation der Monarchie zwischen 1797 und 1871. Hrsg.: Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften. De Gruyter, 2016, ISBN 978-3-11-040915-4, S. 88.
  64. Jörg Meiner: Friedrich Wilhelm IV. von Preußen: Politik - Kunst - Ideal. Auflage: 1. Lukas Verlag für Kunst- und Geistesgeschichte, 2014, ISBN 978-3-86732-176-1, S. 125.
  65. Christopher Clark: Preußen: Aufstieg und Niedergang. C. H. Beck, S. 505.
  66. Wolfgang Ribbe: Geschichte Berlins: Von der Frühgeschichte bis zur Industrialisierung. S. 588.
  67. a b c d Frank-Lothar Kroll: Friedrich Wilhelm IV. und das Staatsdenken der deutschen Romantik. Colloquium Verlag, 1990, ISBN 978-3-7678-0778-5, S. 69 ff.
  68. Elisabeth Fehrenbach: Vom Ancien Régime zum Wiener Kongreß. S. 133.
  69. Frank-Lothar Kroll: Friedrich Wilhelm IV. und das Staatsdenken der deutschen Romantik, Colloquium Verlag, 1990, ISBN 978-3-7678-0778-5, S. 69 ff.
  70. Heinrich August Winkler: Der lange Weg nach Westen: Deutsche Geschichte vom Ende des Alten des Alten Reiches bis zum Untergang der Weimarer Republik. Auflage: 1. Band 1. C.H.Beck, 2014, ISBN 978-3-406-66080-1, S. 86.
  71. Heinrich August Winkler: Der lange Weg nach Westen: Deutsche Geschichte vom Ende des Alten des Alten Reiches bis zum Untergang der Weimarer Republik. Auflage: 1. Band 1. C.H.Beck, 2014, ISBN 978-3-406-66080-1, S. 86.
  72. Patrick Eidden-Offe: Rat geben: Zu Theorie und Analyse des Beratungshandelns. Hrsg.: Michael Niehaus. Auflage: 1. Transcript, 2014, ISBN 978-3-8376-2359-8, S. 280.
  73. Frank-Lothar Kroll: Friedrich Wilhelm IV. von Preußen: Politik - Kunst - Ideal. Auflage: 1. Lukas Verlag für Kunst- und Geistesgeschichte, 2014, ISBN 978-3-86732-176-1, S. 27.
  74. Christopher Clark: Preußen: Aufstieg und Niedergang - 1600–1947. S. 525.
  75. Franz Herre: Friedrich Wilhelm IV.: der andere Preussenkönig. 2007, S. 71.
  76. Michael Kotulla: Deutsche Verfassungsgeschichte: Vom Alten Reich bis Weimar (1495 bis 1934). S. 416.
  77. Karl Gutzkows: Arrivierungsstrategie unter den Bedingungen der Zensur (1830–1847). 1. Auflage. Peter Lang GmbH, Hamburg 2010, ISBN 978-3-631-61296-5, S. 129.
  78. Thomas Christian Müller: Der Schmuggel politischer Schriften - Bedingungen exilliterarischer Öffentlichkeit in der Schweiz und im Deutschen Bund (1830–1848). De Gruyter, 2001, ISBN 978-3-484-35085-4, S. 223.
  79. Dirk Blasius: Friedrich Wilhelm IV., 1795–1861: Psychopathologie und Geschichte. Vandenhoeck & Ruprecht, Götttingen 2000, ISBN 978-3-525-36229-7, S. 96.
  80. a b Frank-Lothar Kroll: Friedrich Wilhelm IV. und das Staatsdenken der deutschen Romantik. 1990, ISBN 978-3-89166-808-5, S. 164.
  81. Heinrich August Winkler: Geschichte des Westens: Von den Anfängen in der Antike bis zum 20. Jahrhundert. 5. Auflage. C.H.Beck, 2016, ISBN 978-3-406-59235-5.
  82. a b Heinrich August Winkler: Der lange Weg nach Westen: Deutsche Geschichte vom Ende des Alten Reiches bis zum Untergang der Weimarer Republik. ISBN 978-3-406-66080-1, S. 87.
  83. a b Klaus J Müller (Hrsg.): Über Frankreich nach Europa: Frankreich in Geschichte und Gegenwart. 1996, ISBN 978-3-926952-92-9, S. 243.
  84. Franz Herre: Friedrich Wilhelm IV.: der andere Preussenkönig. 2007, ISBN 978-3-938047-22-4, S. 74.
  85. Johanna Kinkel: Romantik und Revolution. Universitätsverlag Winter GmbH Heidelberg, ISBN 978-3-8253-5987-4, S. 104.
  86. Dirk Blasius: Friedrich Wilhelm IV., 1795–1861: Psychopathologie und Geschichte. S. 96.
  87. a b c d Michael Gehler (Hrsg.): Ungleiche Partner?: Österreich und Deutschland in ihrer gegenseitigen Wahrnehmung.: Historische Analysen und Vergleiche aus dem 19. und 20. Jahrhundert. Studien Verlag, ISBN 978-3-7065-4849-6, S. 88.
  88. Braunschweigisches Jahrbuch für Landesgeschichte. Band 80, 1999, S. 115.
  89. a b c Jürgen Kocka: Handbuch der deutschen Geschichte: 19. Jahrhundert 1806-1918. 2004, ISBN 978-3-608-60013-1, S. 466.
  90. Gerd Heinrich: Geschichte Preußens. Staat und Dynastie. Propyläen, Frankfurt am Main 1981, S. Christopher Clark: Preußen. Aufstieg und Niedergang 1600–1947. DVA. Stuttgart 2006, S. 500 f.; Frank-Lothar Kroll: Die Hohenzollern. C.H. Beck, München 2008, S. 86.
  91. Wolfgang Neugebauer (Historiker, 1953): Wolfgang Neugebauer: Preußen. In: Religion in Geschichte und Gegenwart, Bd. 6. Mohr Siebeck, Tübingen 2003, Sp. 1636.
  92. Christina Rathgeber: Von der Kirchengesellschaft zur Kirche in der Gesellschaft: Frömmigkeit, staatliches Handeln und die frühe Politisierung preußischer Katholiken (1815–1871). Band 8. De Gruyter Akademie Forschung, S. 50.
  93. Renate Matthaei: Sulpiz Boisserée und die Vollendung des Kölner Doms: Eine Biographie. Books on Demand, Norderstedt 2016, ISBN 978-3-7392-3517-2.
  94. Dirk Blasius: Friedrich Wilhelm IV., 1795–1861. Psychopathologie und Geschichte. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1992 S. 132.
  95. Christina Rathgeber: Von der Kirchengesellschaft zur Kirche in der Gesellschaft. Frömmigkeit, staatliches Handeln und die frühe Politisierung der preußischen Katholiken (1815–1871). De Gruyter, Berlin/Boston 2016, S. 51.
  96. Frank-Lothar Kroll: Die Hohenzollern. C.H. Beck, München 2008, S. 88.
  97. Hans-Ulrich Wehler: Deutsche Gesellschaftsgeschichte, Bd. 2. Von der Reformära bis zur industriellen und politischen Deutschen Doppelrevolution 1815–1845/49. C.H. Beck, München 1987, S. 473 f.
  98. Deya, Hannelore: Neues historisches Lexikon: Edition Vorpommern. Auflage: 1. Haff Verlag, 2013, ISBN 978-3-942916-83-7, S. 29.
  99. Christopher Clark: Preußen. Aufstieg und Niedergang 1600–1947. DVA. Stuttgart 2006, S. 502.
  100. Wolfgang Neugebauer: Preußen. In: Religion in Geschichte und Gegenwart, Bd. 6. Mohr Siebeck, Tübingen 2003, Sp. 1636 f.
  101. Frank-Lothar Kroll: Die Hohenzollern. C.H. Beck, München 2008, S. 87.
  102. Wolfgang Neugebauer: Handbuch der preussischen Geschichte. Band 1. De Gruyter, S. 210.
  103. Franz Herre: Friedrich Wilhelm IV.: der andere Preussenkönig. 2007, ISBN 978-3-938047-22-4, S. 101.
  104. Preußen: Aufstieg und Niedergang. C. H. Beck, ISBN 978-3-421-05392-3, S. 515.
  105. a b c d e Franz Herre: Friedrich Wilhelm IV.: Der andere Preußenkönig. Katz, 2007, ISBN 978-3-938047-22-4, S. 92 ff.
  106. Uwe A. Oster: Preußen: Geschichte eines Königreiches. 2. Auflage. Piper Verlag, ISBN 978-3-492-26491-4, S. 271.
  107. a b c d e f g Stiftung Preussische Schlösser (Hrsg.): Friedrich Wilhelm IV., Künstler und König: zum 200. Geburtstag. Fichter Verlag, S. 171.
  108. Wolfgang Ribbe: Geschichte Berlins: Von der Frühgeschichte bis zur Industrialisierung. Band 1. Berliner Wissenschafts-Verlag, 1987, ISBN 978-3-8305-0166-4, S. 574.
  109. Sabine Bohle-Heintzenberg: Architektur & Schönheit: die Schinkelschule in Berlin und Brandenburg. Transit, 1997, ISBN 978-3-88747-121-7, S. 100.
  110. Margret Dorothea Minkels: Die Stifter des Neuen Museums: Friedrich Wilhelm IV. von Preussen und und Elisabeth von Baiern. 2012, ISBN 978-3-8448-0212-2, S. 174.
  111. a b Wolfgang Ribbe: Geschichte Berlins: Von der Frühgeschichte bis zur Industrialisierung. Berliner Wissenschafts-Verlag, ISBN 978-3-8305-0166-4, S. 580.
  112. Hartmut Dorgerloh: Preussische Residenzen: königliche Schlösser und Gärten in Berlin und Brandenburg. Deutscher Kunstverlag, S. 95.
  113. Werner Lorenz: Konstruktion als Kunstwerk: Bauen mit Eisen in Berlin und Potsdam 1797-1850. 1995, ISBN 978-3-7861-1774-2, S. 87.
  114. Wolfgang Ribbe: Geschichte Berlins. Band 2. Berliner Wissenschafts-Verlag, ISBN 978-3-8305-0166-4, S. 664.
  115. a b Uwe A. Oster: Preußen: Geschichte eines Königreiches. 2010, ISBN 978-3-492-05191-0, S. 273.
  116. a b Heinrich August Winkler: Der lange Weg nach Westen: Deutsche Geschichte vom Ende des Alten Reiches bis zum Untergang der Weimarer Republik. C.H.Beck, 2014, ISBN 978-3-406-66049-8, S. 95 f.
  117. a b Christopher Clark: Preußen. Aufstieg und Niedergang. C. H. Beck, S. 528.
  118. Christopher Clark: Preußen. Aufstieg und Niedergang C. H. Beck S. 528
  119. Zit. nach Wolfgang J. Mommsen: 1848. Die ungewollte Revolution. Die revolutionären Bewegungen in Europa 1830–1849. Frankfurt 1998, ISBN 3-10-050606-5, S. 82 f.
  120. Hans-Ulrich Wehler: Deutsche Gesellschaftsgeschichte. Band 2. Von der Reformära bis zur industriellen und politischen Deutschen Doppelrevolution 1815–1845/49. Beck, München 2005, S. 678.
  121. Dirk Blasius: Friedrich Wilhelm IV., 1795–1861: Psychopathologie und Geschichte. ISBN 978-3-525-36229-7, S. 118.
  122. Demokratische Tradition und revolutionärer Geist: erinnern an 1848 in Berlin. S. 13.
  123. Christopher Clark: Preußen: Aufstieg und Niedergang. 10. Auflage. Pantheon Verlag, ISBN 978-3-570-55060-1, S. 540.
  124. Brigitte Beier: Die Chronik der Deutschen. S. 227.
  125. Christopher Clark: Preußen: Aufstieg und Niedergang - 1600–1947. S. 540.
  126. Rüdiger Hachtmann: Berlin 1848: eine Politik- und Gesellschaftsgeschichte der Revolution. Karl Dietz Verlag, 1997, ISBN 978-3-8012-4083-7, S. 156.
  127. Elisabeth von Preussen: Königin in der Zeit des AusMÄRZens. ISBN 978-3-8370-1250-7, S. 395.
  128. a b c Geschichte Berlins: Von der Märzrevolution bis zur Gegenwart. Zweiter Band. C. H. Beck, München, ISBN 978-3-406-31592-3, S. 616.
  129. Dominik Glorius: Im Kampf mit dem Verbrechertum: Die Entwicklung der Berliner Kriminalpolizei. Berliner Wissenschafts-Verlag, ISBN 978-3-8305-3608-6, S. 123.
  130. Franz Herre: Friedrich Wilhelm IV.: Der andere Preußenkönig. Casimir Katz Verlag, S. 113.
  131. Karl August Varnhagen von Ense: Tagebücher von K. A. Varnhagen von Ense. Band 4, S. 313.
  132. Otto Büsch: Das 19. Jahrhundert und Große Themen der Geschichte Preußens. S. 235.
  133. Wolfgang Ribbe: Geschichte Berlins Von der Frühgeschichte bis zur Industrialisierung Band 2 ISBN 978-3830501664 S. 616
  134. Wolfgang Ribbe: Geschichte Berlins. Band 2, S. 616.
  135. a b c Helmut Altrichter: Rußland 1917: Ein Land auf der Suche nach sich selbst. Schöningh Verlag, Paderborn 1997, ISBN 978-3-506-70303-3, S. 15.
  136. Friedrich Kabermann: Brennpunkte deutscher Geschichte: 1450-1850. Athenaeum Verlag, Bodenheim 1982, ISBN 978-3-7610-8011-5, S. 273.
  137. Christopher Clark: Preußen: Aufstieg und Niedergang. S. 545.
  138. Franz Herre: Friedrich Wilhelm IV.: Der andere Preußenkönig. S. 114.
  139. a b Christopher Clark: Preußen: Aufstieg und Niedergang. S. 553.
  140. Heinrich August Winkler: Der lange Weg nach Westen. C. H. Beck Verlag, S. 103.
  141. Jörg Passlack: Die preußische Gegenrevolution 1848/49. S. 4.
  142. Dorothea Minkels: Elisabeth von Preussen: Königin in der Zeit des AusMÄRZens. S. 418.
  143. Das Wirken der „Kamarilla“ ist im Nachlass Ernst Ludwig von Gerlachs im Gerlach-Archiv an der Universität Erlangen-Nürnberg dokumentiert.
  144. Otto Büsch: Handbuch der preussischen Geschichte: Das 19. Jahrhundert. Band 2. Berlin 1992, S. 254.
  145. Norbert Friedrich: Auf dem Weg zum Grundgesetz: Beiträge zum Verfassungsverständnis des neuzeitlichen Protestantismus. 1999, ISBN 978-3-8258-4224-6, S. 39.
  146. Brigitte Beier: Die Chronik der Deutschen. Chronik Verlag, 2007, ISBN 978-3-577-14387-5, S. 229.
  147. Rolf Klodt: Der Schleswig-Holsteinische Traum: Das Schicksal der Blankeneser Gefallenen während der Erhebung der Schleswig-Holsteiner gegen Dänemark 1848–1851. 1. Auflage. Books on Demand, 2015, ISBN 978-3-7392-5112-7, S. 39.
  148. a b c Mathias Bernath: Handbuch der europäischen Geschichte. Band 5, 1981, ISBN 978-3-12-907570-8, S. 499.
  149. Wolfgang Ribbe: Geschichte Berlins. C. H. Beck Verlag, Berlin, S. 634.
  150. a b Volker Sellin: Das Jahrhundert der Restaurationen: 1814–1906. München 2014, ISBN 978-3-486-76504-5.
  151. Franz Herre: Friedrich Wilhelm IV. S. 118.
  152. Dieter Hein: Die Revolution von 1848/49. Auflage: 5. C.H.Beck, 2015, ISBN 978-3-406-45119-5.
  153. Heinrich August Winkler: Der lange Weg nach Westen. ISBN 978-3-406-66080-1, S. 115.
  154. Adam Zamoyski: Phantome des Terrors: Die Angst vor der Revolution und die Unterdrückung der Freiheit. ISBN 978-3-406-69766-1, S. 535.
  155. Norbert Friedrich: Auf dem Weg zum Grundgesetz: Beiträge zum Verfassungsverständnis des neuzeitlichen Protestantismus. ISBN 978-3-8258-4224-6, S. 40.
  156. a b Uwe A. Oster: Preußen: Geschichte eines Königreiches. S. 289.
  157. a b In Arkadien: Friedrich Wilhelm IV. von Preussen : eine biographische Landvermessung. S. 368.
  158. Uwe A. Oster: Preußen: Geschichte eines Königreiches. S. 293.
  159. Christopher Clark: Preußen: Aufstieg und Niedergang. S. 562.
  160. Volk, Reich und Nation: Texte zur Einheit Deutschlands in Staat, Wirtschaft und Gesellschaft. 1806–1918. 1994, S. 120.
  161. Wolfgang Ribbe: Berlin: Geschichte einer Stadt. S. 640.
  162. Maja Galle: Der Erzengel Michael in der deutschen Kunst des 19. Jahrhunderts. ISBN 978-3-8316-0185-1, S. 102.
  163. Franz Herre: Friedrich Wilhelm IV.: Der andere Preußenkönig. S. 131.
  164. Dorothea Minkels: Elisabeth von Preussen: Königin in der Zeit des AusMÄRZens. S. 440.
  165. Christopher Clark: Preußen: Aufstieg und Niedergang. S. 567.
  166. Franz Herre: Friedrich Wilhelm IV.: Der andere Preußenkönig. S. 132.
  167. Tim Ostermann: Die verfassungsrechtliche Stellung des Deutschen Kaisers nach der Reichsverfassung. S. 13.
  168. Theodor Schieder: Handbuch der europäischen Geschichte 7 Bde. Ln., Bd.5, Europa von der Französischen Revolution zu den nationalstaatlichen Bewegungen des 19. Jahrhunderts. ISBN 978-3-12-907570-8, S. 513.
  169. Ernst Willi Hansen: Die Zeit Bis 1914: Vom Kriegshaufen Zum Massenheer. ISBN 978-3-486-59009-8, S. 294.
  170. Uwe A Oster: Preußen: Geschichte eines Königreiches. S. 295.
  171. Winfried Baumgart: König Friedrich Wilhelm IV. und Wilhelm I.: Briefwechsel 1840-1858. ISBN 978-3-506-77597-9, S. 24.
  172. Frank Büttner: Peter Cornelius: Fresken und Freskenprojekte. Band 2, S. 420.
  173. a b c Dagmar Klose: Die Herausbildung moderner Strukturen in Gesellschaft und Staat der Frühen Neuzeit. Universitätsverlag Potsdam, 2010, ISBN 978-3-86956-013-7, S. 269.
  174. Detlef Wienecke-Janz: Die große Chronik-Weltgeschichte: Industrialisierung und nationaler Aufbruch. S. 46.
  175. Johannes Willms: Nationalismus ohne Nation: Deutsche Geschichte von 1789–1914. Claassen-Verlag, ISBN 978-3-546-49695-7.
  176. a b Christopher Clark: Preußen: Aufstieg und Niedergang. S. 570.
  177. Dorothea Minkels: Elisabeth von Preussen: Königin in der Zeit des AusMÄRZens. S. 448.
  178. Volker Ullrich: Otto von Bismarck. ISBN 978-3-499-50602-4.
  179. Billet die Baptisten betreffend; Sanssouci, 29. Mai 1852.
  180. Otto Büsch: Handbuch der preussischen Geschichte. Band 3, S. 303.
  181. a b Franz Herre: Friedrich Wilhelm IV.: Der andere Preußenkönig. S. 141.
  182. Was bleibt von Preußen übrig? Im Gespräch mit Frank-Lothar Kroll
  183. Margret Dorothea Minkels: Reisen im Auftrag preussischer Könige. S. 232.
  184. Feldhahn, Ulrich: Burg Hohenzollern: Historische Fotografien 1850–1970. ISBN 978-3-95400-405-8, S. 11.
  185. Neun Forscher stellen Untersuchungen zur Landesgeschichte an. Die Beiträge erscheinen in der aktuellen Ausgabe der vom Geschichtsverein herausgegebenen Vierteljahresschrift „Hohenzollerische Heimat“. In: Schwäbische Zeitung vom 7. Juli 2011.
  186. Maren Goltz: Herzog Georg II. von Sachsen-Meiningen (1826–1914): Kultur als Behauptungsstrategie? Böhlau, Köln 2015, ISBN 978-3-412-50151-8, S. 59.
  187. Hanswilhelm Haefs: Ostfriesland: Anmerkungen zur Geschichte durch Berichte über die politische Entwicklung der Friesen, ihrer Häuptlinge, die 6 Landschaften wie wie Reiderland, Saterland, Wursterland, sowie Sitten wie das Teetrinken; die Landgewinnung von Meer und Moor; die ostfriesischen Inseln : Ortsnamen und Ortsgeschichten. Books on Demand, ISBN 978-3-8334-2384-0, S. 214.
  188. a b Henning Krüger: Zwischen Küstenverteidigung und Weltpolitik: Die politische Geschichte der preussischen Marine 1848 bis 1867. S. 113.
  189. Stefan Appelius: Die braune Stadt am Meer: Wilhelmshavens Weg in die Diktatur. S. 12.
  190. a b Franz Herre: Friedrich Wilhelm IV. S. 152.
  191. Franz Herre: Friedrich Wilhelm IV.: Der andere Preußenkönig. S. 162.
  192. Die große Chronik-Weltgeschichte: Industrialisierung und nationaler Aufbruch. Auflage: 1. wissenmedia, 2008, ISBN 978-3-577-09073-5, S. 117.
  193. a b Dirk Blasius: Friedrich Wilhelm IV., 1795–1861: Psychopathologie und Geschichte. Vandenhoeck & Ruprecht, 1992, ISBN 978-3-525-36229-7, S. 20.
  194. Franz Herre: Friedrich Wilhelm IV.: Der andere Preußenkönig. Katz, ISBN 978-3-938047-22-4, S. 165.
  195. Peter Krüger (Hrsg.): Der verkannte Monarch: Friedrich Wilhelm IV. in seiner Zeit. Verlag für Berlin-Brandenburg, 1997, ISBN 978-3-930850-67-9, S. 116.
  196. a b Heinz Ohff: Preußens Könige.
  197. Margret Dorothea Minkels: Die Stifter des Neuen Museums: Friedrich Wilhelm IV. von Preussen. S. 530.
  198. Andreas Kitschke: Die Kirchen der Potsdamer Kulturlandschaft. S. 201.
  199. Eva Börsch-Supan: Karl Friedrich Schinkel. Arbeiten für König Friedrich Wilhelm III. von Preußen und Kronprinz Friedrich Wilhelm (IV.). Deutscher Kunstverlag, Berlin/München 2011.
  200. Catharina Hasenclever und Jörg Meiner im Gespräch mit David E. Barclay Friedrich Wilhelm IV. von Preußen: Politik und Architektur
  201. Vera Frowein-Ziroff: Die Kaiser Wilhelm-Gedächtniskirche: Entstehung und Bedeutung. Gebrüder Mann Verlag, ISBN 978-3-7861-1305-8, S. 82.
  202. J. M. Knapp und J. G. Gutensohn: Denkmale der christlichen Religion oder Sammlung der christlichen Kirchen Roms. Rom 1822–1827. Auch: Die Basiliken des christlichen Roms. Mit 50 Kupfertafeln. München 1843.
  203. a b Potsdam Museum (Hrsg.): Potsdam und Friedrich: Die Erfindung seiner Stadt. Hirmer Verlag, Potsdam 2012, ISBN 978-3-7774-5541-9, S. 166.
  204. Joachim Mehlhausen: Vestigia Verbi: Aufsätze zur Geschichte der evangelischen Theologie. S. 255.
  205. Anke Reiß: Rezeption frühchristlicher Kunst im 19. und frühen 20. Jahrhundert: ein Beitrag zur Geschichte der Christlichen Archäologie und zum Historismus. Auflage: 1. J.H.Röll Verlag, 2008, ISBN 978-3-89754-274-7, S. 117.
  206. Jürgen Krüger: Rom und Jerusalem: Kirchenbauvorstellungen der Hohenzollern im 19. Jahrhundert. 1995, ISBN 978-3-05-002427-1, S. 116.
  207. Uwe A. Oster: Preußen: Geschichte eines Königreiches. S. 301.
  208. Dorothea Minkels: Elisabeth von Preussen: Königin in der Zeit des AusMÄRZens. Books on Demand, 2008, ISBN 978-3-8370-1250-7, S. 271.
  209. Christiane Petri: Potsdam und Umgebung: Sinnbild von Preußens Glanz und Gloria. ISBN 978-3-7701-6610-7, S. 132.
  210. Christiane Petri: Potsdam und Umgebung: Sinnbild von Preu§ens Glanz und Gloria. S. 145.
  211. Margret Dorothea Minkels: Reisen im Auftrag preussischer Könige gezeichnet von Julius von Minutoli. S. 109.
  212. Bärbel Beinhauer-Köhler: Moscheen in Deutschland: religiöse Heimat und gesellschaftliche Herausforderung. 2009, ISBN 978-3-406-58423-7, S. 18.
  213. Anke Reiß: Rezeption frühchristlicher Kunst im 19. und frühen 20. Jahrhundert: Ein Beitrag zur Geschichte der Christlichen Archäologie und zum Historismus. ISBN 978-3-89754-274-7, S. 123.
  214. Lutz Engelskirchen: Denkmal im politischen Raum. ISBN 978-3-643-13348-9, S. 105.
  215. Ingrid Bátori: Geschichte der Stadt Koblenz: Von der französischen Stadt bis zur Gegenwart. 1. Oktober 1993, S. 496.
  216. Jan Werquet: Historismus und Repräsentation: Die Baupolitik Friedrich Wilhelms IV. Deutscher Kunstverlag, S. 306.
  217. Richard Hörner: Schloss Stolzenfels: Preussen und eine Rheinburg: Geschichte, Baugeschichte, Architektur, Ausstattung, Gebrauch : eine Einführung. ISBN 978-3-938846-21-6, S. 32.
  218. Landesamt für Denkmalpflege Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Das Rheintal von Bingen und Rüdesheim bis Koblenz: eine europäische Kulturlandschaft, Band 2. S. 786.
  219. Wolfgang Ribbe: Geschichte Berlins: Von der Frühgeschichte bis zur Industrialisierung. S. 478.
  220. Marc Loth: Pharaonen an der Spree: Ägyptisierende Architektur und Skulptur in Berlin. ISBN 978-3-8482-1242-2, S. 74.
  221. Edda Neumann: Reclams Städteführer Berlin: Architektur und Kunst. S. 136.
  222. Attila Schauschitz: Berliner Miniaturen. S. 84.
  223. Eva Börsch-Supan: Berliner Baukunst nach Schinkel 1840–1870. Prestel-Verlag, München 1977, ISBN 3-7913-0050-4, S. 697 ff.
  224. Anne Franzkowiak: Fontane und sein Jahrhundert: Ausstellung vom 11. September 1998 bis 17. Januar 1999 im Märkischen Museum, Stiftung Stadtmuseum Berlin. Hrsg.: Stiftung Stadtmuseum Berlin. ISBN 978-3-89487-309-7, S. 217.
  225. Nastasja Klothmann: Gefühlswelten im Zoo: Eine Emotionsgeschichte 1900–1945. S. 71.
  226. Eintrag von Ludwig Persius in seinem Tagebuch am 5. November 1844; wiedergegeben nach: Gregor Geismeier: Stülers „sinnvolle Monumente“ in der Mark. In: Die Mark Brandenburg: Marika Großer Verlag, Berlin 1999, Heft 35 (Der Architekt des Königs Friedrich August Stüler), S. 8.
  227. Die Bezeichnung „Sandschellen“ geht auf Friedrich den Großen zurück: „Förster, warum sind die Sandschellen nicht besäet?“ (Reise durchs Rhinluch, 1779)
  228. Christopher Clark: Preußen: Aufstieg und Niedergang. 8. Auflage. Deutsche Verlags-Anstalt, 2007, ISBN 978-3-421-05392-3, S. 514.
  229. Adam Zamoyski: Phantom des Terrors. 1. Auflage. C. H. Beck Verlag, 2016, ISBN 978-3-406-69766-1, S. 498.
  230. Wilhelm Storck: [[1] Nr_027 Lithographie, Karikatur auf Friedrich Wilhelm IV, 1842.] Humboldt Universität, abgerufen am 12. Juli 2017 (deutsch).
  231. Ursula E. Koch und Martin Loiperdinger: Political Images and Censorship in Germany before 1914. In: Robert Justin Goldstein, Andrew M. Nedd (Hrsg.): Political Censorship of the Visual Arts in Nineteenth-Century Europe. Arresting Images. Palgrave MacMillan, New York 2015, S.139.
  232. Wolfram Siemann: Die deutsche Revolution von 1848/49. 1. Auflage. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1985, S. 192.
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  236. Uwe A. Oster: Preußen: Geschichte eines Königreichs. Piper, München 2010, S. 266.
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  238. a b c Frank-Lothar Kroll: Friedrich Wilhelm IV. und das Staatsdenken der deutschen Romantik. Edition Colloquium im Wissenschaftsverlag Spiess, 1990, ISBN 978-3-89166-808-5, S. 2.
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  240. a b Frank Lothar Kroll: Geschichtswissenschaft in politischer Absicht: Hans Joachim Schoeps und Preußen. 1. Auflage. 2010, ISBN 978-3-428-13434-2, S. 36.
  241. Gerd Heinrich: Geschichte Preußens. Staat und Dynastie. Propyläen, Frankfurt am Main 1981, S. 346.
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  243. Heinrich Lutz: Zwischen Habsburg und Preußen. Deutschland 1815–1866. Siedler, Berlin 1994, S. 205.
  244. a b Uwe A. Oster: Preußen. Geschichte eines Königreichs. Piper, München 2010, S. 266.
  245. a b Christopher Clark: Preußen: Aufstieg und Niedergang. S. 575.
  246. Alexander Demandt: Ungeschehene Geschichte: ein Traktat über die Frage: Was wäre geschehen. 4. Auflage. 2001, ISBN 978-3-525-34022-6, S. 119.
Vorgänger Amt Nachfolger
Friedrich Wilhelm III. König von Preußen
1840–1861
Wilhelm I.