Friedrich Wilhelm Otto (Politiker)

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Friedrich Wilhelm Otto (* 1897; † nicht zu ermitteln) war ein deutscher Politiker (LDP/LDPD). Er war Abgeordneter des Landtages Mecklenburg.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Kaufmann Otto trat 1945 der Liberal-Demokratischen Partei Deutschlands (LDP) bei. Im selben Jahr wurde er Stadtrat sowie Vorsitzender der Kreisleitung Wismar der LDP. Ab 1947 war er Mitglied der Gesellschaft für Deutsch-Sowjetische Freundschaft und von März 1948 bis April 1949 Beisitzer im Landesvorstand Mecklenburg der LDP. Ab August 1952 wirkte er als stellvertretender Vorsitzender und ab Juni 1955 als Vorsitzender des Bezirksvorstandes Rostock der LDPD, im Juli 1953 wurde er in den LDPD-Parteivorstand gewählt.

Von 1950 bis 1952 war Otto Abgeordneter des Landtages Mecklenburg, dort seit Juli 1951 Präsidiumsmitglied (Zweiter Vizepräsident). Von August 1952 bis Oktober 1963 war Otto Mitglied des Bezirkstags Rostock.

Otto hielt 1963 die Grabrede für die Malerin und Graphikerin Sella Hasse. Als Wismarer Stadtrat hat er sich um Werk und Andenken Sella Hasses in Wismar verdient gemacht.[1] Als in Wismar lebender Veteran erhielt er am 27. April 1967 aus den Händen des Präsidenten der Volkskammer, Johannes Dieckmann, den Vaterländischen Verdienstorden in Bronze.[2]

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wismar. Lebensbild einer Stadt. Rat der Stadt, Abteilung Kultur, Wismar [1978].

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Martin Broszat et al. (Hrsg.): SBZ-Handbuch: Staatliche Verwaltungen, Parteien, gesellschaftliche Organisationen und ihre Führungskräfte in der Sowjetischen Besatzungszone Deutschlands 1945–1949. 2. Auflage. Oldenbourg Wissenschaftsverlag, München 1993, ISBN 3-486-55262-7, S. 991.
  • Ines Soldwisch: „... etwas für das ganze Volk zu leisten und nicht nur den Zielen einer Partei dienen ...“ Geschichte der Liberal-Demokratischen Partei (LDP) in Mecklenburg 1946–1952. LIT Verlag, Berlin/Münster 2004, ISBN 978-3-8258-0629-3, S. 158, 187 und 261.
  • Berit Olschewski: „Freunde“ im Feindesland. Rote Armee und deutsche Nachkriegsgesellschaft im ehemaligen Großherzogtum Mecklenburg-Strelitz 1945–1953. BWV Verlag, Berlin 2008, ISBN 978-3-830-51690-3, S. 515.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Rolf Karnahl: Sella Hasse zum 100. Geburtstag. Ausstellung in der National-Galerie 1978. Berlin 1978, S. 15.
  2. Hohe staatliche Auszeichnungen. In: Neues Deutschland, 28. April 1967, S. 2.