Friedrich von Coelln

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Friedrich von Coelln (* 1766 in der Grafschaft Lippe-Detmold; † 31. Mai 1820 in Berlin) war ein deutscher Verwaltungsjurist und nationalökonomischer Schriftsteller.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Friedrich von Coelln studierte an der Philipps-Universität Marburg, der Friedrichs-Universität Halle und der Universität Jena. Nach dem Studium begann er 1790 eine Laufbahn im preußischen Staatsdienst. In Minden war er als Referendar, Auskultator und Assessor tätig. 1793 wurde er als Kriegsrat nach Posen berufen. In Südpreußen verwaltete er ab 1797 die Gebiete Pollagewo und Oborniki für sechs Jahre. Er wurde Steuerrat in Niederschlesien (1803) und Kriegs- und Domänenrat in Berlin (1805). Nach der Schlacht bei Jena und Auerstedt versuchte er vergeblich, dem preußischen König Friedrich Wilhelm III. einen Plan zur Verteidigung gegen die Franzosen vorzustellen. In den Zeiten der französischen Okkupation arbeitete er in der erfolgreichen sechsbändigen Arbeit Vertraute Briefe über die inneren Verhältnisse am preußischen Hofe seit dem Tode Friedrichs II. die Voraussetzungen für die Niederlage auf.

Er geriet durch seine freimütigen Publikationen mehrfach mit den Franzosen und Preußen in Konflikt und wurde zweimal verhaftet. Er flüchtete schließlich nach Österreich-Ungarn, wo sich Staatskanzler Karl August von Hardenberg für ihn einsetze. Auch diese Erfahrungen verarbeitete er in einem Buch.

Beim Wartburgfest von 1817 wurden mehrere Werke v. Coellns symbolisch verbrannt.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Aktenmäßige Rechtfertigung des Kriegsraths. Leipzig 1811
  • Beytrag zur Geschichte des Krieges in Preussen, Schlesien und Pohlen in den Jahren 1806 und 1807.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]