Friesenheim (Baden)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Friesenheim
Friesenheim (Baden)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Friesenheim hervorgehoben
48.3730555555567.8833333333333159Koordinaten: 48° 22′ N, 7° 53′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Freiburg
Landkreis: Ortenaukreis
Höhe: 159 m ü. NHN
Fläche: 46,6 km²
Einwohner: 12.621 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 271 Einwohner je km²
Postleitzahl: 77948
Vorwahlen: 07821,
07808 (Oberschopfheim)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: OG, BH, KEL, LR, WOL
Gemeindeschlüssel: 08 3 17 031
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Friesenheimer Hauptstraße 71
77948 Friesenheim
Webpräsenz: www.friesenheim.de
Bürgermeister: Armin Roesner
Lage der Gemeinde Friesenheim im Ortenaukreis
Ill (Elsass) Ill (Elsass) Frankreich Landkreis Rastatt Baden-Baden Landkreis Calw Landkreis Emmendingen Landkreis Freudenstadt Rheinau (Baden) Lauf (Baden) Sasbach Landkreis Rastatt Landkreis Rottweil Schwarzwald-Baar-Kreis Achern Achern Achern Appenweier Bad Peterstal-Griesbach Berghaupten Biberach (Baden) Durbach Ettenheim Fischerbach Friesenheim (Baden) Gengenbach Gutach (Schwarzwaldbahn) Haslach im Kinzigtal Hausach Hofstetten (Baden) Hohberg Hornberg Kappel-Grafenhausen Kappel-Grafenhausen Kappelrodeck Willstätt Kehl Kehl Kippenheim Kippenheim Kippenheim Lahr/Schwarzwald Lauf (Baden) Lauf (Baden) Lautenbach (Ortenaukreis) Mahlberg Mahlberg Mahlberg Meißenheim Mühlenbach (Schwarzwald) Neuried (Baden) Nordrach Oberharmersbach Oberkirch (Baden) Oberkirch (Baden) Oberkirch (Baden) Oberkirch (Baden) Oberwolfach Offenburg Ohlsbach Oppenau Ortenberg (Baden) Ottenhöfen im Schwarzwald Renchen Renchen Ringsheim Ringsheim Rust (Baden) Rheinau (Baden) Rheinau (Baden) Rheinau (gemeindefreies Gebiet) Sasbach Sasbach Sasbach Sasbachwalden Schuttertal Schutterwald Schwanau Seebach (Baden) Seelbach (Schutter) Steinach (Ortenaukreis) Willstätt Willstätt Wolfach Zell am Harmersbach RheinKarte
Über dieses Bild

Friesenheim ist eine Gemeinde im Ortenaukreis in Baden-Württemberg.

Geographie[Bearbeiten]

Friesenheim liegt am Rande der Rheinebene und erstreckt sich über die Vorgebirgszone bis in den Schwarzwald. Durch das Gemeindegebiet fließt der Fluss Schutter. Nachbargemeinden von Friesenheim sind: Lahr, Seelbach, Biberach, Gengenbach, Hohberg, Neuried und Meißenheim.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Zur Gemeinde Friesenheim gehören die Ortsteile Friesenheim, Heiligenzell, Oberschopfheim, Oberweier und Schuttern. Die Ortsteile entsprechen den ehemals selbstständigen gleichnamigen Gemeinden. Mit Ausnahme im Ortsteil Friesenheim sind in den Ortsteilen Ortschaften im Sinne der baden-württembergischen Gemeindeordnung mit jeweils eigenem Ortschaftsrat und Ortsvorsteher als dessen Vorsitzender eingerichtet. Die Ortschaften haben jeweils eigene örtliche Verwaltungsstellen[2] Zum Ortsteil Friesenheim gehören das Dorf Friesenheim und der Wohnplatz Am Bahnhof. Zum Ortsteil Oberschopfheim gehören das Dorf Oberschopfheim und das Gehöft Riedmühle. Zu den Ortsteilen Heiligenzell, Oberweier und Schuttern gehören jeweils nur die gleichnamigen Dörfer. Im Ortsteil Friesenheim befand sich das abgegangene Wasserschloss Sternenberg. Im Ortsteil Heiligenzell liegt der abgegangene Weiler Leimbach und im Ortsteil Oberweier liegt die abgegangene Ortschaft Schutterweiler.[3]

In Schuttern befindet sich das Naherholungsgebiet "Baggersee Campingplatz Schuttern". Nordwestlich von Friesenheim liegt der Matschelsee.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Ortsteil Oberschopfheim wurde erstmals 763 urkundlich erwähnt. Das Gebiet der heutigen Gemeinde fällt im 11. Jahrhundert an das Bistum Bamberg, später kommt es an die Herren von Geroldseck, die das Gebiet 1481 an die Markgrafen von Baden verpfänden. Zunächst den Grafen von Baden-Baden gehörend, fiel der Ort nach deren Aussterben 1771 an Baden-Durlach.

Am 1. Januar 1972 wurden die beiden bis dahin selbstständigen Gemeinden Heiligenzell und Oberweier eingemeindet. Die Eingemeindung von Oberschopfheim erfolgte am 1. April 1972. Schuttern wurde am 1. Januar 1975 eingemeindet.

Religionen[Bearbeiten]

Da das Gebiet der heutigen Gemeinde zur katholischen Grafschaft Baden-Baden gehörte, wurde die Reformation nicht eingeführt, daran konnte auch die Erbschaft durch die evangelischen Grafen von Baden-Durlach nichts mehr ändern, in den Ortschaften mussten nun aber auch protestantische Gläubige zugelassen werden. Die vier Ortsteile sind auch heute noch römisch-katholisch geprägt und besitzen jeweils eine Kirche. In Friesenheim selbst findet sich zudem auch eine evangelische Kirche. Auf dem Gebiet des Ortsteils Oberschopfheim befindet sich auf freiem Feld die zu besonderen Anlässen genutzte Leutkirche.

Wappen der Ortsteile[Bearbeiten]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Friesenheim Bevölkerungsentwicklung

Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Die Zahlen sind Schätzungen, Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen des Statistischen Landesamtes Baden-Württemberg.[4]

Jahr Einwohnerzahl
1871 ¹ 5.587
1880 ¹ 5.868
1890 ¹ 5.976
1900 ¹ 6.171
1910 ¹ 6.620
1925 ¹ 6.889
1933 ¹ 7.144
1939 ¹ 7.058
1950 ¹ 7.923
1956 ¹ 8.502
1961 9.148
1966 9.838
1970 9.870
31. Dezember 1975 9.959
31. Dezember 1980 10.136
Jahr Einwohnerzahl
1985 10.173
31. Dezember 1990 10.677
31. Dezember 1995 12.283
31. Dezember 2000 12.476
31. Dezember 2005 12.721
31. Dezember 2010 12.741
31. Dezember 2013 12.568

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 brachte bei einer Wahlbeteiligung von 45,03 % folgendes Ergebnis:

Sitzverteilung
10
8
4
2
10 
Von 24 Sitzen entfallen auf:
Kommunalwahl 2014
 %
50
40
30
20
10
0
43,42 %
31,33 %
17,12 %
8,13 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2009
 %p
   4
   2
   0
  -2
  -4
-0,16 %p
+2,07 %p
+1,94 %p
-3,85 %p
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Bürgermeister[Bearbeiten]

  • 2000 bis heute: Armin Roesner

Partnerschaften[Bearbeiten]

Friesenheim unterhält mit folgenden Städten eine Städtepartnerschaft:

Seit dem 4. Juli 2014 ist Dorlisheim (Elsass) Partnergemeinde des Teilortes Oberweier.

Kloster- und Pfarrkirche Schuttern
Reste aus der Römerzeit

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Museen[Bearbeiten]

  • Oberweierer Heimatmuseum

Bauwerke[Bearbeiten]

  • Schutterner Kirche: Klosterkirche des ehemaligen Klosters Schuttern
  • Friesenheimer Rathaus
  • Leutkirche: Feldkirche, Oberschopfheim
  • Heiligenzeller Schlössle: Sommerresidenz der Äbte des ehemaligen Klosters Schuttern
  • Römische Straßenstation: Fundamente, rekonstruierter Straßenverlauf, sowie ein kleiner rekonstruierter Tempel

Naturdenkmäler[Bearbeiten]

  • Bildsteine: natürliche Steinformationen im Friesenheimer Wald

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Durch das Gemeindegebiet führen die Bundesautobahn 5 (HattenbachWeil am Rhein), die Bundesstraße 3 (BuxtehudeWeil am Rhein) und die Rheintalbahn (MannheimBasel) der Deutschen Bahn. Es halten zweistündlich Regionalbahnen.

Bildung[Bearbeiten]

Im Hauptort gibt es eine Haupt- und Realschule, die auch für Schüler aus Nachbarorten wie Hohberg zuständig ist. In den Ortsteilen Friesenheim, Oberweier und Oberschopfheim befinden sich außerdem Grundschulen. In Heiligenzell und Schuttern befinden sich Außenstellen der Grundschule Friesenheim. Daneben gibt es in allen Ortsteilen römisch-katholische Kindergärten (in Oberschopfheim sogar zwei, die organisatorisch aber zusammengehören). Im Hauptort Friesenheim befindet sich auch ein evangelischer Kindergarten.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

  • Mathilde Otto (1875–1933) Abgeordnete in der Badischen Nationalversammlung und Frauenrechtlerin, wurde im Ortsteil Oberweier geboren.

Persönlichkeiten mit Verbindung zur Gemeinde[Bearbeiten]

  • Alanis Morissette (* 1974), die kanadische Sängerin lebte als Kind zwischen 1977 und 1981 im Ortsteil Heiligenzell.

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bevölkerungsentwicklung in den Gemeinden Baden-Württembergs 2014 (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. Hauptsatzung der Gemeinde Friesenheim vom 26. November 2001, zuletzt geändert am 30. Mai 2005 (PDF; 48 kB)
  3. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band VI: Regierungsbezirk Freiburg Kohlhammer, Stuttgart 1982, ISBN 3-17-007174-2. S. 316–319
  4. Bevölkerungsentwicklung in Baden-Württemberg von 1871 bis 2013

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Friesenheim (Baden) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien