Fritz!Box

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Logo der AVM-FRITZ!-Produkte
FRITZ!Box Fon WLAN, AR7-Plattform (MIPS-Kern)

Fritz!Box (Eigenschreibweise: FRITZ!Box) ist eine Produktreihe von AVM von Routern für Internetanschlüsse über DSL, Kabel bzw. DOCSIS, FTTH bzw. Glasfaser und LTE.

Fritz!OS ist der Name des Betriebssystems, das auf den Fritz!Boxen installiert ist.

Allgemeines[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Platine einer Fritz!Box von 2005

Im Jahr 2010 dominierte die FRITZ!Box-Familie mit über 68 % Marktanteil den DSL-Endgerätemarkt in Deutschland.[1] Dazu haben die deutsche Insellösung des ADSL-over-ISDN-Einsatzes sowie die hohe Verbreitung von ISDN-Endgeräten beigetragen, worauf AVM seine Produktpalette angepasst hat. Auf dem Weltmarkt stehen DSL-Endgeräte für ADSL-over-POTS und analoger Telefonschnittstelle im Fokus der Hersteller. Aber auch AVM bietet einige Modelle in einer speziellen OEM-Version für Österreich, die Schweiz und englischsprachige Regionen, die zu ADSL-over-POTS umgeschaltet werden können. Die FRITZ!Box-Familie wurde in der Fachpresse mehrfach für ihre Benutzerfreundlichkeit, Leistungsfähigkeit und ihren Funktionsumfang ausgezeichnet.[2][3][4][5][6]

Das Betriebssystem der Geräte basiert auf Linux.

Im Jahre 2014 lag der Marktanteil in Deutschland bei ca. 50 Prozent.

Fremdzubehör[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf Grund der hohen Verbreitung der Fritz!Box gibt es viel Zubehör von Drittanbietern, die sowohl für professionelle als auch private Anwender passende Lösungen, wie Wandkonsolen oder Server-Zubehör anbieten. Auch Umbauten für mehr W-LAN-Reichweite werden im Markt angeboten.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf der CeBIT 2004 wurde die erste FRITZ!Box vorgestellt.[7] Der Name Fritz wurde gewählt, „weil ein nicht-technischer Name gesucht wurde, der auch im Ausland augenzwinkernd deutsche Wertarbeit andeuten sollte.“[8] Fritz! allein ist ein älteres Softwarepaket für Windows am ISDN. Der Fritz!x genannte Vorläufer der Fritz!Box im gleichen Gehäuse kommt ohne Fritz! auf dem einzigen anschließbaren PC nicht ins Internet.[9] Die ursprüngliche Fritz!Box hat für diese Betriebsart als Modem noch eine USB-Buchse, aber statt einer ISDN-Buchse eine ADSL-Buchse, statt Buchsen für analoge Endgeräte einen Switch mit zwei Ethernet-Buchsen, und ist mittels Browser auch ohne Installation von Software nutzbar zu machen.[10]

Im selben Jahr wurden auch Varianten mit WLAN- und Telefon-Adapter für VoIP eingeführt. Damit ließen sich bereits vorhandene Telefone an den Router anschließen und für Internet- und Festnetztelefonie einsetzen. Als Betriebssystem setzt AVM auf seinen FRITZ!Boxen Linux ein. Ende 2007 wurde mit der Modellbezeichnung FRITZ!Box Fon WLAN 7270 erstmals ein Modell mit Texas-Instruments-UR8-Chipsatz eingeführt, während alle Modelle zuvor auf dem Texas-Instruments-AR7-Chipsatz basierten. Auf der CeBIT 2009 stellte AVM die FRITZ!Box Fon WLAN 7390 vor, welche nach zwei OEM-Modellen und der in Deutschland ebenfalls nur als OEM-Gerät erhältlichen FRITZ!Box Fon WLAN 7570 VDSL erstmals VDSL und Gigabit-Netzwerkleitungen unterstützt.[11] W722 und 7390 verwenden einen neuen Chipsatz Fusiv Vx180 von Ikanos. Bereits vor Eröffnung der CeBIT 2010 hat AVM in einem Newsletter die FRITZ!Box WLAN 3370 und die FRITZ!Box Fon WLAN 6360 vorgestellt.[12] 2014 wurde auf der CeBIT erstmals seit der FRITZ!Box ATA eine Box für FTTH-Anschlüsse, also für den Einsatz als „Glasfasermodem“ ONT (Optical Network Termination), der Öffentlichkeit präsentiert.[13]

Sicherheit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anfang Februar 2014 wurden erfolgreiche Kaperungen der Telefonie von FRITZ!Boxen bekannt, die mit massenhaft gestohlenen Kennwörtern erklärt wurden.[14] Einige Tage später wurde erklärt, dass bei aktiviertem Fernzugang wider Erwarten gar kein Kennwort zur vollkommenen Übernahme jeglicher FRITZ!Box erforderlich sei, und als AVM nach weiteren drei Tagen übers Wochenende ein Update gegen diese Sicherheitslücke lieferte, wurde es in namhafter deutscher Fachpresse ausgiebig gelobt.[15] Nach einigen weiteren Tagen offenbarten Journalisten, dass die Sicherheitslücke auch ohne aktivierten Fernzugang jahrelang bestanden hatte und ihre Ausnutzung nur einer einfachen präparierten Webseite bedurfte.[16]

Laut einer Untersuchung von Heise online waren im April 2014 immer noch 34 % aller im Internet angetroffenen FRITZ!Boxen (hochgerechnet mehrere Millionen) verwundbar.[17]

Produktlinien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

AVM bietet unter dem Namen FRITZ!Box mehrere Modellreihen an:

  • FRITZ!Box: Aktuelle DSL-Modelle
  • FRITZ!Box Cable: Geräte mit Kabelmodem
  • FRITZ!Box LTE: Geräte mit LTE-Modem
  • FRITZ!Box Glasfaser: Geräte für den Glasfaser-Anschluss
  • FRITZ!Box: Ehemalige Geräte ohne WLAN. Ursprünglich bestanden die Geräte aus einem LAN-Router mit integriertem DSL-Modem
  • FRITZ!Box WLAN: Ehemalige Geräte mit zusätzlichem WLAN
  • FRITZ!Box Fon: Ehemalige Geräte mit zusätzlicher ISDN/Analog-Festnetztelefonanlage (VoIP)
  • FRITZ!Box Fon WLAN: Ehemalige Geräte mit zusätzlicher ISDN/Analog-Festnetztelefonanlage (VoIP) und WLAN

Die neueren Produkte bieten meist eine Kombination aus WLAN nach IEEE 802.11ac, VoIP und DECT für schnurlose Telefone, sowie Datei- und Druckerserverfunktion in Verbindung mit einer Anschlussmöglichkeit für USB-Geräte (Drucker, externe Festplatten, UMTS-Sticks u. ä.). Andere Geräte wie Scanner können über das Programm für den USB-Fernanschluss direkt an einen Windows-PC durchgereicht werden.


Anmerkungen zu allen Modellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

FRITZ!Box-Anschlüsse

An allen Geräten mit USB-Host-Schnittstelle können USB-Massenspeicher und/oder Drucker angeschlossen werden.

An alle Fritz!Boxen mit DECT-Basisstation können durch den Standard Generic Access Profile bis zu sechs Schnurlostelefone angemeldet werden. Die interne S0-Schnittstelle ist ein ISDN-Mehrgeräteanschluss. An diesen können – über zusätzliche Verteiler – jeweils bis zu acht ISDN-Endgeräte oder aber direkt eine Telefonanlage angeschlossen werden. Für den internationalen Markt werden die Varianten der FRITZ!Box Fon WLAN und FRITZ!Box Fon WLAN 7270 mit Annex-A („ADSL over POTS“) angeboten.

Alle FRITZ!Boxen mit VDSL, mit Ausnahme der 7570, sind mit der aktuellen FRITZ!OS-Version (z. B. 84.06.51 für FRITZ!Box 7390) VDSL Vectoring-fähig.

Unter der Bezeichnung FRITZ!WLAN werden auf die FRITZ!Box abgestimmte USB-WLAN-Sticks angeboten. Seit Kernel-Version 4.19 werden sie unter Linux unterstützt.[18] Allerdings enthalten neuere FRITZ!WLAN v2-USB-WLAN-Sticks unter Umständen einen Atheros-WLAN-Chip (z. B. ath9271), den Linux schon mit Kernel-Treiber unterstützt.

FRITZ!OS[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anfang des Jahres 2012 wurde die von AVM für ihre Produkte gepflegte Firmware auf den Namen FRITZ!OS getauft.[19][20]

OEM-Versionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fritz!Box Fon WLAN 7141, OEM-Version für 1&1

Die Deutsche Telekom vermarktete OEM-Modelle der FRITZ!Box-DSL-Router mit integriertem ADSL2+-Modem (Eumex 300 IP, Sinus W 500V sowie diverse Speedport-Modelle (weiß)) und mit integriertem VDSL2-Modem (Speedport W 721V, Speedport W 722V Typ A, Speedport W 920V). Weitere Provider, welche FRITZ!Box-Modelle unter anderen Bezeichnungen als OEM-Produkte anbieten, sind 1&1/Web.de/GMX (Kabel-Modem, DSL-Modem, WLAN-Router, Homeserver, Homeserver+ (schwarz)), Telefónica, EWE TEL (Multibox), Vodafone (Homebox) oder Unitymedia (Fritz!Box 6320 Cable (dunkelblau), Fritz!Box 6360 Cable (dunkelblau), Fritz!Box 6490 Cable (weiß)).

Mit dem Branding verbunden sind zum Teil nur kosmetische Anpassungen, wie zum Beispiel andere Farbgebung oder Logo-Aufdruck. Manche Modelle enthalten jedoch auch Beschränkung auf anbietereigene DSL-Login-Eingabemasken oder VoIP-Profile. Technisch entsprechen die Modelle aber den Originalen von AVM. Populär ist deshalb das Entbranden, um beispielsweise Geräte auch an Internet-Anschlüssen anderer Anbieter nutzen zu können.

FRITZ! Labor[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vom Hersteller AVM selbst werden in regelmäßigen Abständen sogenannte FRITZ! Labor-Firmwares veröffentlicht. Dabei handelt es sich um Beta-Versionen mit zahlreichen experimentellen Verbesserungen und neuen Erweiterungen (verbesserte DSL-Treiber, IPv6-Unterstützung – welche inzwischen Bestandteil der offiziellen Firmware ist, Streaming-Fähigkeiten). Nach und nach werden daraus (zum Teil) die stabilen Versionen, die dann in die offizielle Firmware eingepflegt werden. Diese stetige Optimierung, vor allem der DSL-Treiber, um einen möglichst reibungslosen und stabilen Betrieb auch an grenzwertigen DSL-Anschlüssen zu gewährleisten, begründet einen großen Anteil an der Leistungsfähigkeit der Geräte. Andere DSL-Modem-Hersteller vernachlässigen oder bieten zumeist nur selten eine regelmäßige Firmware-Pflege ihrer Geräte auf diesem Gebiet, auch angesichts der rein deutschen Annex-B-Insellösung.

Kostenoptimierter Verbindungsaufbau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Firmware des Fritz!OS verfügt über eine rudimentäre Least Cost Router-Funktionalität, indem es möglich ist, für einzelne Vorwahlnummernbereiche eine gesonderte Vorwahl (Call-by-Call) zu hinterlegen. Mit einer von einem Drittanbieter angebotenen Zusatzsoftware (Telefonsparbuch), die sich als Ergänzung zum originalen Fritz!OS in das Betriebssystem einklinkt, war es möglich, eine FRITZ!Box als Least Cost Router mit automatischem Datenupdate zu nutzen. Das originale Fritz!OS wurde hierbei erweitert, blieb selbst aber unverändert. Durch die Zusatzsoftware wurde dann bei jedem Telefongespräch automatisch der günstigste Telefonanbieter gesucht, was vor allem bei Auslandstelefonaten und Telefonaten zu Mobiltelefonen zu Ersparnissen führte. Die FRITZ!BOX verwaltete hierzu im Speicher eine Anbietertabelle, die automatisch über das Internet aktualisiert wurde. Ab dem Fritz!OS 6.20 hat AVM zur Erhöhung der Systemsicherheit die Möglichkeit blockiert, parallel zur Fritz!OS-Firmware Betriebssystemerweiterungen zu installieren. Hierdurch ist ab dem Fritz!OS 6.20 die Verwendung der Zusatzsoftware Telefonsparbuch nicht mehr möglich.[21]

Alternative Firmware[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bedingt durch den großen Funktionsumfang und die relativ hohe Leistungsfähigkeit der Fritz!Box-Geräte entstanden im Laufe der Zeit zahlreiche modifizierte Firmware-Versionen. Da Teile der AVM-Firmware unter der GPL stehen, bot es sich an, die Originalfirmware zu verändern. So wurden die freien GPL-Komponenten der Firmware durch Skripte ergänzt oder teilweise ersetzt.

Die Installation alternativer Firmware wird zunehmend erschwert. Mit Fritz!OS 6.25 wurde der freischaltbare Telnet-Zugang durch AVM entfernt, der als Einstieg zur Modifikation verwendet werden konnte.[22] Seit der Version 6.51 ist es auch nicht mehr möglich, unsignierte Firmware zu installieren oder eine ältere als die bereits installierte Firmware zu installieren (Downgrade). Die Hürde, eine Fritz!Box mit einer alternativen Firmware auszustatten, ist damit extrem hoch. AVM begründet dies mit mehr Sicherheit für die Systeme. Unter Moddern wird vermutet, dass auch eine neue EU-Regelung Mitursache für die neue Firmenpolitik von AVM sein könnte. Diese Regelung sieht vor, dass Hersteller dafür haften, dass bei Geräten mit Funk-Schnittstelle (z. B. WLAN) stets die gesetzlichen Bestimmungen eingehalten werden. Dies ist aber nur möglich, wenn man fremder Software keine Kontrolle über die Funkschnittstellen überlässt.[23]

Danisahne-Mod[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

danisahne-mod
Basisdaten

Maintainer Daniel Eiband
Erscheinungsjahr 2005
Aktuelle Version 0.2.9
(2006-08-07)
Lizenz GPLv2
https://sourceforge.net/projects/ds-mod/

Schon ziemlich bald nach Erscheinen des ersten FRITZ!Box-Modells waren einige Nutzer mit Beschränkungen in den originalen AVM-Geräten unzufrieden. Es entstand der Danisahne-Mod (kurz DS-Mod), ein Entwicklerpaket, mit dessen Hilfe Linux-Programmierer Firmwares modifizieren und mit zusätzlichen Softwarepaketen ergänzen konnten.

Freetz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Freetz
Basisdaten

Maintainer Freetz Projekt
Erscheinungsjahr 2008
Aktuelle Version 2.0
Lizenz GPLv2
http://freetz.org/

Freetz[24] (ein Kofferwort aus englisch free ‚frei‘ und dem deutschen Namen Fritz) wurde am 2. Februar 2008 als Weiterentwicklung des Danisahne-Mod ins Leben gerufen. Es ist ein Software-„Baukasten“ für Entwickler und setzt die Entwicklungswerkzeuge des freien Betriebssystems Linux voraus. Mit Freetz können versierte Anwender auf der Original-Firmware des Herstellers aufbauende, funktional modifizierte Firmware-Versionen für die diverse DSL-, LAN-, WLAN- bzw. VoIP-Router der Marken FRITZ!Box bzw. Speedport und die auf ihnen beruhenden Geräte bauen und diese auf das betreffende Gerät transferieren. Eine Vielzahl von Erweiterungspaketen wird angeboten sowie die Möglichkeit, nicht benötigte Funktionalitäten der Original-Firmware zu entfernen. Die Bandbreite der Einflussmöglichkeiten reicht vom Einbinden diverser Linux-Dienste bis zum Ausblenden gestörter Trägerbänder im DSL-Spektrum, um Anschlüsse mit hoher Dämpfung zu optimieren.

Im Freetz-Download-Bereich[25] sind gepackte TAR-Files der Projekt-Meilensteine zu finden.

Speed-to-fritz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Firefox und Speed-to-fritz-Menü auf dem speedLinux-Desktop

Speed-to-fritz[26] richtet sich in erster Linie an OEM-Versionen der Speedport-Modelle der Deutschen Telekom, kann jedoch auch für alle AVM-Modelle verwendet werden. Es ist ein aus dem DS-Mod und Freetz abgeleitetes Projekt, um Neuerungen der originalen AVM-Firmware, die für einzelne Modelle noch nicht vorgesehen sind, in diese Modelle zu integrieren und deren Funktionsumfang zu erweitern. Es gibt einen gewissen Rückfluss an Erkenntnissen zu Freetz. Es ermöglicht auch die nahtlose Nutzung von Freetz. Besonders für den W920V und den fast baugleichen 7570 wird dadurch die Nutzung von Freetz in Kombination mit AVM-Laborfirmware möglich. Dafür gibt es einfache, für jedermann verständliche Anleitungen. Für Standardänderungen sind keinerlei Linux-Vorkenntnisse erforderlich. Es existieren einige Lösungen, um Linux als Arbeitsbasis zu installieren, empfohlen wird einerseits SpeedLinux für ältere PCs und 32 Bit oder ein aufbereitetes Ubuntu 10.04 als Abbild einer virtuellen Maschine,[27] welches sowohl im VMware Player als auch unter VirtualBox lauffähig ist.

modfs[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

modfs ist eine Alternative, die nicht die komplette Firmware ersetzt, sondern lediglich einen Zugang schafft, weitere Software zusätzlich zu installieren.[28] Dem Originalkernel wird dabei ein modifiziertes Dateisystem untergeschoben.

Belegung der kombinierten DSL-Telefon-Buchse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fritz-Boxen neuerer Bauart verfügen meist über eine kombinierte RJ-45(8P8C)-Buchse, welche sowohl die Schnittstelle für ADSL als auch zum ISDN-NTBA bzw. analogen Amtsanschluss darstellt. AVM liefert ein entsprechendes Y-Kabel mit aus, welches Stecker für die entsprechenden deutschen Anschlussdosen aufweist. Um eine Fritz-Box jedoch in einem anderen Land mit anderen Anschlussdosennormen zu betreiben, muss man sich entsprechende Adapter konfektionieren.

Die Anschlussbelegung der Kombibuchse ist wie folgt:

  • Pin 1: ISDN 1a
  • Pin 2: ISDN 1b
  • Pin 3: analog La
  • Pin 4: DSL
  • Pin 5: DSL
  • Pin 6: analog Lb
  • Pin 7: ISDN 2a
  • Pin 8: ISDN 2b

Der RJ-45-Stecker am grauen DSL-Zweig des Y-Kombikabels zeigt folgende Belegung:

  • Pin 4: DSL
  • Pin 5: DSL

Die übrigen Pins sind unbenutzt.

Am schwarzen Telefonzweig ist der RJ-45-Stecker folgendermaßen belegt:

  • Pin 1: analog La
  • Pin 2: frei
  • Pin 3: ISDN 2a
  • Pin 4: ISDN 1a
  • Pin 5: ISDN 1b
  • Pin 6: ISDN 2b
  • Pin 7: frei
  • Pin 8: analog Lb

Somit ist ein direkter Anschluss an ISDN möglich, für analoge Anschlüsse liegt für Deutschland ein Adapter auf TAE bei:

  • Pin 1 RJ-Buchse auf Pin 1 TAE
  • Pin 8 RJ-Buchse auf Pin 2 TAE

Ein normales Kabel mit TAE-Stecker und sechspoligem RJ-Stecker, wie es für den Anschluss analoger Telefone an eine TAE-Dose verwendet wird, funktioniert nicht.

Bei entbündelten Anschlüssen (ohne analoges oder ISDN-Telefon) kann ein direktes Kabel verwendet werden.

Das Kabel für deutsche Anschlüsse:

  • Pin 4 RJ-Stecker auf Pin 1 TAE
  • Pin 5 RJ-Stecker auf Pin 2 TAE

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Typenschild einer Fritz!Box Fon WLAN 7141 mit WPA-Schlüssel und Seriennummer
  • Das werksseitig eingestellte WLAN-Passwort ist üblicherweise auf dem Typenschild an der Unterseite des Geräts aufgedruckt. Auch wenn es bei jedem Gerät unterschiedlich ist, empfiehlt es sich aus Sicherheitsgründen, dieses nach der Installation zu ändern.
  • Die FRITZ!Box Fon ATA 1020, die FRITZ!Box 4020 und die FRITZ!Box 4040 haben als einzige Modelle kein integriertes Modem.
  • Die Produktvariante, die gleichzeitig als Ladestation für das mitgelieferte DECT-Telefon dient, heißt FRITZ!Fon 7150.
  • Daneben haben u. a. die Fritz-Boxen 5490, 5491, 6320, 6340, 6360, 6430, 6490, 6590, 6591, 6890, 7240, 7270, 7272, 7320, 7330, 7340, 7360, 7360 SL, 7362 SL, 7369, 7390, 7412, 7430, 7490, 7530, 7560, 7570, 7580, 7581, 7582, 7583 und 7590 ebenfalls eine integrierte DECT-Station.
  • Beim Betrieb einer FRITZ!Box Fon oder eines FRITZ!Fon an einem entbündelten DSL-Anschluss spricht man auch von einem Integrated Access Device an einem All-IP- oder NGN-Anschluss.
  • Mit FRITZ!Boxen älterer Firmware (älter als 05.5x[29]) kann als WDS-WLAN-Repeater oder Basisstation die WLAN-Reichweite verbessert werden. Die WDS-Verbindung kann dabei durch eine proprietäre Erweiterung sicher mit WPA2 verschlüsselt werden. Als Nachfolger bietet AVM die Funktion WLAN-Repeater[30] an.
  • Neuere FRITZ!Boxen der 63er, 64er, 65er, 68er, 72er, 73er, 74er, 75er, 32er, 33er, 34er Serien verwenden ab Firmwareversion 05.50 nicht mehr WDS, sondern, ein anderes herstellerinternes, WDS-inkompatibles WLAN-Verfahren, um die Reichweite zu erhöhen.
  • Einige FRITZ!Box Fon-Modelle wie z. B. 6490, 6590, 6591, 6890, 7170, 7270, 7272, 7390, 7490, 7570, 7580, 7583 und 7590 stellen einen einzelnen internen S0-Bus zur Verfügung. Somit ist es möglich, eine ISDN-Telefonanlage an einem Breitbandanschluss über VoIP zu betreiben, aber auch mit ISDN-Telefonen an analogen Telefonanschlüssen zu telefonieren. Bei der FRITZ!Box 7583 ist die S0-Bus - Schnittstelle über einen serienmäßigen Adapter doppelt vorhanden.
  • Die Seriennummer einer FRITZ!Box lässt sich am Beispiel W485.304.00.085.448 wie folgt entschlüsseln:
    • W – Produktionsjahr (2004:S, 2005:T, 2006:U, 2007:V, 2008:W, 2009:X, 2010:A, 2011:B, 2012:C, 2013:D, 2014:E, 2015:F, 2016:H, 2017:J, 2018:K, 2019:L, 2020:M usw.)[31]
    • 485 – Produktionswoche und Tag (hier Kalenderwoche 48, am 5. Tag – Freitag)
    • 304 – Hardwarerevision (hier „originale“ rote 7270 mit 16 MB Speicher)
    • 00.085.448 – fortlaufende Nummer

Weitere AVM-Produkte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: FRITZ!Box – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. AVM – Neues von der Fritz!Box. Onlinekosten.de; abgerufen am 2. März 2010
  2. DSL-Modems und ADSL-Aushandlung. Heise.de (ausführlicher in der c’t, 8/2007, S. 86 ff. und ADSL-Modemrouter-Test S. 92 ff.)
  3. Netzwerk-Jumbos – Breitband-Router als Server-Ersatz. Heise.de (ausführlicher in der c’t, 7/2008, S. 152 ff.)
  4. Basis-Netzwerk – 15 Einsteiger-Router mit internem ADSL-Modem und WLAN. Heise.de (ausführlicher in der c’t, 2/2009, S. 88 ff.)
  5. Internet-Stick – Stromsparender Datenaustausch mit dem heimischen Netz. Heise.de (ausführlicher in der c’t, 9/2009, S. 174 ff.)
  6. Nach Hause tunneln – Router mit VPN-Service im Test. Heise.de (ausführlicher in der c’t, 21/2009, S. 128 ff.)
  7. Meldung zur CeBIT 2004 bei PC Welt (offline)
  8. Udo Flohr: Hardware-Hersteller AVM – Die drei erfolgreichen Vier. Spiegel Online
  9. Handbuch Fritz!x USB v2.0 (PDF; 2,1 MB) AVM. September 2002.
  10. Installation, Konfiguration und Bedienung der Fritz!Box (PDF; 2,3 MB) AVM. Mai 2004. Archiviert vom Original am 23. Dezember 2015.
  11. Vorführung der FRITZ!Box 7390 bei wlan-info.net (Memento vom 25. Januar 2009 im Internet Archive)
  12. CeBIT-Premiere für zwei neue FRITZ!Box-Modelle auf avm.de (Memento vom 14. Februar 2010 im Internet Archive)
  13. Archivlink (Memento vom 26. Januar 2014 im Internet Archive)
  14. Telefonie-Missbrauch anscheinend kein Massenhack von AVMs Fritzboxen. In: Heise online. 2. März 2014.
  15. Ernst Ahlers: Kommentar zum Hack gegen AVMs Fritzbox-Router: fieser Fehler, professionelle Reaktion. In: Heise online. 11. Februar 2014.
  16. Jetzt Fritzbox aktualisieren! Hack gegen AVM-Router auch ohne Fernzugang. In: Heise online. 17. Februar 2014.
  17. Das Router-Desaster: Fritzbox-Update gerät ins Stocken Heise Security, 19. April 2014
  18. Thorsten Leemhuis: Schöner starten, schneller funken & Strom sparen, heise online, 24. Januar 2019.
  19. Archivlink (Memento vom 8. August 2013 im Internet Archive)
  20. wehavemorefun.de (Memento vom 25. August 2012 im Internet Archive)
  21. AVM-Router- Fritzbox-Update hängt Bastler ab, Meldung auf dem Nachrichtenportal des Heise-Verlages vom 15. September 2014; abgerufen am 19. September 2014
  22. Zugang zur FRITZ!Box per Telnet wird nicht unterstützt – FRITZ!Box 7490. AVM Deutschland, abgerufen am 26. Dezember 2016.
  23. Funkregulierung: Angriff auf alternative Software. In: heise online. Abgerufen am 26. Dezember 2016.
  24. Inoffizielles Wiki zu Freetz
  25. freetz.org (Memento des Originals vom 22. Januar 2016 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/freetz.org Freetz-Download-Bereich
  26. IP-Phone-forum: Skript Jpascher LINK
  27. Abbild einer virtuellen Maschine mit installiertem Ubuntu 10.04
  28. PeterPawn/modfs. In: GitHub. Abgerufen am 26. Dezember 2016.
  29. WDS-Betrieb nach FRITZ!OS-Update nicht möglich. AVM, Archiv vom 19. Oktober 2015
  30. WLAN-Reichweite der FRITZ!Box mit einem Repeater vergrößern. AVM; abgerufen am 27. Januar 2018
  31. Herstellungsdatum nach DIN EN 60062 elektronotdienst-nuernberg.de; abgerufen am 5. Dezember 2015