Fritz-Schumacher-Schule

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Fritz-Schumacher-Schule
Fritz-Schumacher-Schule (Hamburg-Langenhorn)
Fritz-Schumacher-Schule
Schulform Stadtteilschule
Schulnummer 5065[1]
Gründung 1931[2]
Adresse

Timmerloh 27–29

Ort Hamburg
Land Hamburg
Staat Deutschland
Koordinaten 53° 39′ 23″ N, 10° 1′ 21″ OKoordinaten: 53° 39′ 23″ N, 10° 1′ 21″ O
Träger Freie und Hansestadt Hamburg
Schüler 1079[3]
Leitung Catherine Lötsch[4]
Website fss-hh.de

Die Fritz-Schumacher-Schule ist eine Stadtteilschule im Hamburger Stadtteil Langenhorn. Leiterin der Schule ist Catherine Lötsch.[4]

Das 1931 im Heimatschutzstil errichtete, denkmalgeschützte Gebäude wurde von Fritz Schumacher entworfen. Es zählt zu den besonders geschichtsträchtigen Gebäuden in Langenhorn.

Besonderheiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die ursprüngliche Sporthalle wird heute als Pausenhalle verwendet. Eine Sanierung der alten Pausenhalle fand Anfang 2014 statt.[5][6]

Die gymnasiale Oberstufe wird in Kooperation mit der Stadtteilschule am Heidberg an einem externen Standort, am Foorthkamp 36 geführt. Zudem wird die ehemalige Förderschule am Foorthkamp 42 für Internationale Vorbereitungsklassen der Fritz-Schumacher-Schule genutzt.

Keramikbrunnen von Richard Kuöhl
Wandbild Pferdeführer von Otto Thämer

Historie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwischenkriegszeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1918 wurde Fritz Schumacher als Oberbaudirektor der Freien und Hansestadt Hamburg beauftragt 800 Wohnungen für Soldatenfamilien, kinderreiche Familien und Veteranen zu errichten (Fritz-Schumacher-Siedlung). Von den geplanten 800 Wohnungen, wurden am Ende aus Geldmangel 658 realisiert. Fritz-Schumacher wollte zu dem Wohnraum alle nötigen Infrastrukturelle Elemente errichten, so auch die Fritz-Schumacher-Schule.[7]

1921 errichtete Fritz Schumacher zunächst eine Barackenschule am Heerskamp (heute Timmerloh), um 1931 war dann das heutig bekannte Gebäude bezugsfähig. Zunächst befand sich die Turnhalle im Gebäude, heute befindet sich dort die Pausenhalle (im Bild der Gebäudeteil zwischen den beiden großen Türen).[7]

Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Während der Zeit des dritten Reichs wurde die Schule von den Nationalsozialisten zu deren Zwecken umgestaltet und zu einer Kaserne für SS-Soldaten umfunktioniert. Das Gebäude wurde nicht bombardiert, aber durch die SS-Soldaten in Mitleidenschaft gezogen worden. Nach der Kapitulation der Nationalsozialisten, wurde die Schule von britischen Einheiten zu einer Kaserne umfunktioniert.[8]

Nachkriegszeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Während zu Beginn 1945 die britischen Truppen 12 Klassenräume für den Schulunterricht freiräumten, wurde gegen Ende 1945 das gesamte Gebäude zur Verfügung gestellt.[9]

Um 1950 bis 1982 wurde die Schule als eine Haupt- und Realschule parallel geführt.[10] In dem Gebäude befand sich zudem auch ein Kindergarten, der in den 1980er Jahren in die Tangstedter Landstraße 152 zog.

Entwicklung ab 1950[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den 1950er und 1960er Jahren wurde die Schule in Heerskamp-Ost und Heerskamp-West organisatorisch getrennt, zusätzlich wurde eine Berufs- und Haushaltsschule (welche um 1950 wieder aufgelöst wurde), eine Hilfsschule und das Gymnasium Langenhorn gegründet.[10]

Bis 1979 befand sich in dem Gebäude zusätzlich auch eine Grundschule und bis 2002 hatte dort auch die von dem Lehrer Johannes Böse 1925 gegründete Griffelkunst-Vereinigung Langenhorn ihren Sitz, die dann nach St. Pauli zog und sich in Griffelkunst-Vereinigung Hamburg umbenannte.

1979 bis 2010 wurde die Schule als eine Gesamtschule geführt.[10]

1986 wurde die neue Turnhalle gegenüber der Fritz-Schumacher-Schule am Timmerloh 32 fertiggestellt.[7]

Heute[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 2010 wird die Schule als eine Stadtteilschule geführt.[10]

Sekundarstufe II[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bekannte ehemalige Lehrer und Schulleiter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Johannes Böse (1879–1955), Lehrer (auch im vorherigen Bau)
  • Anita Hilda Christine Sellenschloh (1911–1997), Lehrerin. Nach ihr wurde 2002 der Anita-Sellenschloh-Ring in Hamburg-Langenhorn benannt.[11]

Bekannte ehemalige Schüler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Fritz-Schumacher-Schule – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

NDR.de - „Schlägt Herkunft Leistung ?“
DIE WELT - Neuengamme

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Schulnummern (PDF-Datei)
  2. http://www.gemeinschaft-fritz-schumacher-siedlung.de/siedlungsgeschichte.html
  3. Schülerzahlen (PDF-Datei)
  4. a b Schulleitung
  5. Einweihungsfeier der umgestalteten Pausenhalle. In: Fritz-Schumacher-Schule. (fss-hh.de [abgerufen am 15. März 2017]).
  6. Schulleiterchronik – Gymnasium Heidberg. Abgerufen am 29. August 2017.
  7. a b c Geschichte der Siedlung. Abgerufen am 15. März 2017.
  8. Düring, Theodor: Fritz-Schumacher-Schule: 1931-1956. Hrsg.: Presseausschuss der Fritz-Schumacher-Siedlung e.V. De Börner.
  9. Barfaut, John: 25 Jahre Fritz-Schumacher-Schule. In: Presseausschuss der Fritz-Schumacher-Siedlung e.V. (Hrsg.): De Börner, Fritz-Schumacher-Schule: 1931-1956.
  10. a b c d Straub, Ingo: Schulgeschichte. In: Fritz-Schumacher-Schule. (fss-hh.de [abgerufen am 15. März 2017]).
  11. Biografie von Anita Sellenschloh auf grundschule-am-heidberg.de
  12. ImMon6510: Vlog 23 -Vergangenheit (Schule)-. YouTube, 7. März 2011, abgerufen im 16. März 2017.