Fritz Balogh

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Fritz Balogh
Spielerinformationen
Geburtstag 16. Dezember 1920
Geburtsort BratislavaTschechoslowakei
Sterbedatum 14. Januar 1951
Sterbeort NersingenDeutschland
Position Sturm
Junioren
Jahre Station
1934–1939 DSK Preßburg (Bratislava)
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
1939–1940 DSK Preßburg
1941–1944 Hertha BSC 19 (22)
1945–1951 VfL Neckarau 96 (66)
1946 Phönix Ludwigshafen 2 0(5)
1946 VfB Neunkirchen 0 0(0)
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)
1950 Deutschland 1 0(0)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.

Fritz Balogh (* 16. Dezember 1920 in Bratislava; † 14. Januar 1951 nahe Nersingen bei Ulm) war ein deutscher Fußballspieler.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Balogh begann 14-jährig mit dem Fußballspielen, wohl nicht beim ŠK Slovan Bratislava[1], sondern vielmehr beim DSK Preßburg, den er später auch in der Stadtauswahl repräsentierte.[2] Während des Zweiten Weltkriegs hatte es ihn in die Reichshauptstadt verschlagen, wo er für Hertha BSC zunächst in der dritten Mannschaft spielte, aber bald ins Ligateam „befördert“ wurde.[3] Für die Berliner gelangen ihm in 19 Punktspielen 22 Tore und auch in der Endrunde um die deutsche Meisterschaft 1944 erzielte er zwei Tore in drei Begegnungen.

Ab 1945 schnürte der Halblinke seine Fußballschuhe für den Mannheimer Vorortklub VfL Neckarau, mit dem er am Saisonende in die Oberliga Süd aufstieg. Während des Sommers 1946 war er vorübergehend auch bei Phönix Ludwigshafen und – zu Beginn der Saison 1946/47 – beim VfB Neunkirchen aktiv, kehrte jedoch in der laufenden Spielzeit nach Neckarau zurück und wurde dort mit 32 Toren zweitbester Ligatorschütze – hinter Hans Pöschl und vor Max Morlock (beide 1. FC Nürnberg).

Balogh blieb dem Verein aus familiären Gründen auch treu, als dieser am Saisonende 1947/48 in die zweitklassige Landesliga abstieg und sich u. a. der VfB Mühlburg und der FSV Frankfurt um ihn als torgefährlichen Spieler bemühten. Er trug in der Saison 1950/51 zur Rückkehr in die Oberliga Süd, eine von seinerzeit fünf höchsten deutschen Spielklassen, bei; für den VfL Neckarau erzielte er bis zum 14. Januar 1951 insgesamt 66 Tore in 96 Punktspielen.

Nationalmannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sein einziges Länderspiel für die A-Nationalmannschaft bestritt er gleich im ersten nach dem Zweiten Weltkrieg am 22. November 1950 im Stuttgarter Neckarstadion beim 1:0-Erfolg über die Auswahl der Schweiz. Der 90-minütige Einsatz blieb sein einziger; damit ist er bis heute der einzige Nationalspieler den der VfL Neckarau hervorgebracht hat.[4]

Tod[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am Sonntag, den 14. Januar 1951 gegen 21.30 Uhr stürzte Balogh während der Rückfahrt vom mit 3:5 verlorenem Punktspiel gegen den FC Bayern München aus dem fahrenden Zug und fand dabei den Tod.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Werner Skrentny, Als Morlock noch den Mondschein traf. Die Geschichte der Oberliga Süd 1945–1963, Kassel 2001, ISBN 3-89784-175-4
  • Tragmann, Voß: Das Hertha Kompendium. Verlag Harald Voß, Berlin 2002, ISBN 3-935759-05-3.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Dort nach Fritz Tauber: Deutsche Fußballnationalspieler. Spielerstatistiken. Agon-Verlag, Kassel 2010, Seite 16, ISBN 978-3-89784-366-0. Einen Verein dieses Namens gab es jedoch erst ab 1953.
  2. vgl. Wiener Neueste Nachrichten (Montagsblatt) vom 28. August 1939, Seite 11; noch eindeutiger: Illustrierte Kronen-Zeitung vom 30. April 1940, Seite 9
  3. So schildert es sein damaliger Mitspieler Heinz Tamm in: Lebenselixier Fußball, Jena 2013, Seite 51
  4. Baloghs A-Länderspiel auf dfb.de