Fritz Berckhemer

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Fritz Berckhemer (* 25. Mai 1890 in Stuttgart; † 2. September 1954 Stuttgart) war ein deutscher Paläontologe.

Berckhemer wurde 1913 an der Universität Tübingen promoviert. Danach war er Austausch-Kurator für Paläontologie an der Columbia University und ab 1919 Assistent am Naturalienkabinett in Stuttgart. 1921 wurde er dort zweiter Konservator und 1925 dessen Direktor. 1930 wurde er Privatdozent an der TH Stuttgart und 1949 ordentlicher Professor.

1933 beschrieb er den Hominiden-Schädel von Steinheim an der Murr, der 1933 in einer Kiesgrube entdeckt worden war. Er wurde von ihm Homo steinheimensis genannt.[1]

Er war mit der Tochter von Eberhard Fraas verheiratet, dem früheren Direktor des Stuttgarter Naturalienkabinetts.[2]

Er ist der Vater des Geophysikers Hans Berckhemer.

1952 wurde er Ehrenmitglied der Paläontologischen Gesellschaft.

Schriften[Bearbeiten]

  • mit Helmut Hölder: Ammoniten aus dem Oberen Weißen Jura Süddeutschlands, Geologisches Jahrbuch (Bundesanstalt Geowiss.), Beiheft, Band 35, 1959
  • Untersuchungen über die Meerkrokodile des schwäbischen oberen Lias, Paläontologische Zeitschrift, Band 10, 1927, S. 60–64
  • Die Sprache der Steine, Stuttgart 1951 (englische Übersetzung The language of rocks, New York 1957)

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Berckhemer Ein Menschen-Schädel aus den diluvialen Schottern von Steinheim a. d. Murr. Anthropologischer Anzeiger, Band 10, 1933, S. 318–321
  2. Werner Quenstedt: Fraas, Eberhard. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 5, Duncker & Humblot, Berlin 1961, ISBN 3-428-00186-9, S. 307 f. (Digitalisat).