Fritz Brause

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Fritz Brause nach einem kleinen Weihnachtskonzert am 22. Dezember 2014 in ihrem Bunker in Bochum.

Fritz Brause ist eine deutsche Jazzpop-/Lounge-Bar-Jazz-Band aus dem Ruhrgebiet, die sich 1983 in Bochum formierte. Hatte die Band zunächst mit Instrumentalmusik auf sich aufmerksam gemacht, so wurde sie mit dem Beitritt der Sängerin Sabine Sabine (bürgerlich Sabine Speisekorn) 1984 um eine prägnante Gesangsstimme bereichert. Stilistisch mit Fritz Brause vergleichbar sind Bands wie Shakatak, Working Week, Style Council, Swing Out Sister oder Matt Bianco. Wie auch bei der englischen Band Matt Bianco war der Namensgeber kein Bandmitglied; sowohl Fritz Brause als auch Matt Bianco sind fiktive Personen.

Werdegang und Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit der LP „Shilly Shally“ gelang es Fritz Brause 1985, den fünften Platz der deutschen Album-Charts zu erreichen; die gleichnamige Single gehörte zu den in diesem Jahr meistgespielten Songs im deutschen Radio[1]. Im darauf folgenden Jahr erschien das Album „Bow-Tie and Rubberboots“, das sich ebenfalls gut verkaufte, jedoch nicht ganz an den kommerziellen Erfolg des Vorgängers anschließen konnte. 1987 verließ Sabine Sabine die Band, um sich ihrer Solokarriere zu widmen und unter anderem auch als Gesangslehrerin zu arbeiten. Ihren Platz nahm Linda Fields ein, mit der das Album „Don't Go“ (1989 veröffentlicht) eingespielt wurde. Für den Tatort „Blutspur“ mit Götz George als Duisburger Kommissar Schimanski lieferte Fritz Brause im selben Jahr den Soundtrack mit dem Song „Only Lies“. Dieser erschien 1990 auch auf dem Best-Of-Album „Ambiente“. Zwischenzeitlich hatten sich die Künstler der Band – bis auf Bassist Dieter Exter – ihren Brotberufen zugewandt[2], ohne dass es jedoch zu einer Auflösung der Formation gekommen war. 1997 tat sich die Band in ihrer Urbesetzung mit Sabine Sabine am Mikrophon wieder zusammen. Dieser erneuten Zusammenarbeit folgte 2001 das fünfte und bislang letzte Studioalbum „Five“; Fritz Brause waren und sind als Liveband besonders im „Ruhrpott“ erfolgreich und spielen gelegentlich kleine Konzerte, die auf ihrer Facebook-Seite[3] angekündigt werden.

Besetzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Klaus Urban (Schlagzeug verstorben 2017)
  • Dieter Exter (Bass, † 2014)
  • Deff Cramer (Keyboards)
  • Marcel Beckers (Gitarre)
  • Sabine Sabine (Gesang)
  • Brause-Horn-Section (Besetzung 2001):

Diskographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Shilly Shally - (1985) - Papagayo / EMI Electrola
  • Bow-Tie and Rubber Boots (1986) - Papagayo / EMI Electrola
  • Don't Go (1989) - Papagayo / EMI Electrola
  • Ambiente (1990) - Papagayo / EMI Electrola
  • Five (2001) - Criscrazz/Sunny Moon Records

Singles (in den Charts)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Shilly Shally (10/1985) DE #22
  • The Wunderbar (11/1986) DE #65

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.fritzbrause.com
  2. https://www.welt.de/print-wams/article613649/Fritz-Brause-sprudelt-wieder.html
  3. https://www.facebook.com/pages/Fritz-Brause/271664323948