Fritz Feld

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Schauspielerehepaar Fritz Feld und Virginia Christine, 1979

Fritz Feld (* 15. Oktober 1900 in Berlin; † 18. November 1993 in Los Angeles; eigentlich Fritz Feilchenfeld) war ein deutschamerikanischer Schauspieler, der als Nebendarsteller eine Filmkarriere von 72 Jahren vorweisen konnte.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fritz Feilchenfeld studierte an der Friedrich-Wilhelms-Universität in Berlin, darauf nahm er gegen den Willen seiner Eltern Schauspielunterricht unter dem berühmten Regisseur und Schauspieler Max Reinhardt. Noch während seiner Ausbildung gab Feilchenfeld in Paul Wegeners Filmspaß Der Golem und die Tänzerin sein Filmdebüt. Im Jahre 1920 debütierte Fritz Feld, so sein späterer Künstlername, als Theaterschauspieler bei Reinhardt und war jahrelang dessen Regieassistent. Im selben Jahr war er in einer kleinen Nebenrolle in Der Golem, wie er in die Welt kam zu sehen. 1923 wurde er als Aufnahmeleiter bei dem Film Wilhelm Tell eingeteilt.

Im Jahre 1929 emigrierte Feld in die Vereinigten Staaten und ging nach Hollywood. Fritz Feld war ausschließlich in Nebenrollen zu sehen, sowohl kleinerer als auch größerer Natur. Eine seiner bekanntesten Rollen aus seiner jahrzehntelangen Filmarbeit ist die des verbissenen Psychiaters Dr. Lehman in Howard Hawks' Filmklassiker Leoparden küßt man nicht (1938). Besonders häufig verkörperte Feld die Rolle des Kellners. Charakteristisch für ihn war sein deutscher Akzent und ein „Pop!“-Geräusch, welches er während des Sprechens häufig machte.[1] Das erste Mal setzte er dieses Geräusch im Film If You Knew Suzie (1947) ein. Später stand Feld für mehrere Komödien von Jerry Lewis und Mel Brooks vor der Kamera, außerdem spielte er in vielen Disney-Produktionen, darunter auch zwei Herbie-Filmen. Daneben spielte er ab den 1950er-Jahren regelmäßig Gastrollen im US-Fernsehen. 1989 beendete er seine Karriere mit einer kleinen Nebenrolle als Bestatter im Kinofilm Homer und Eddie, 72 Jahre nach seinem ersten Film.

Von 1940 bis zu seinem Tod war er mit seiner amerikanischen Schauspielkollegin Virginia Christine Kraft (1920–1996) verheiratet. Aus der gemeinsamen Verbindung gingen zwei Kinder hervor. 1937 verhalf er seinem Bruder Rudi Feld, Filmarchitekt und Szenenbildner, mit einem Affidavit ebenfalls zur Emigration in die Vereinigten Staaten.Fritz Feld starb im Alter von 93 Jahren an den Folgen eines Herzinfarkts und wurde auf dem Friedhof Mount Sinai Memorial Park bestattet.

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Lothar R. Just: Film – Jahrbuch 1993. Heyne Verlag, München 1993, ISBN 3-453-05977-8.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Fritz Feld – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://articles.latimes.com