Fritz Gruber

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Fritz Gruber (* 28. Mai 1940 in Spittal an der Drau) ist ein österreichischer Montanhistoriker und Autor im Bereich der Geschichte der Tauern und des Bergbauwesens des Gasteiner- und Raurisertal. Außerdem verfügt er über ausgezeichnete Kenntnisse der Botanik und hat ein Herbar mit ca. 7000 Exsiccaten.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fritz Gruber lebt in Böckstein, einem Ortsteil von Bad Gastein, von wo aus er seit 30 Jahren montanhistorische Forschungen im In- und Ausland betreibt. Er studierte in Wien und Salzburg Germanistik und Anglistik und promovierte 1968, seine Dissertation befasste sich mit mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Ausdrücken der "Bergmannssprache".

Speziell auf dem Gebiet der Erforschung der Tauern beschäftigte er sich mit der allgemeinen Geschichte des Gasteinertales, das auch eng mit dem Badewesen verbunden ist. Ebenso gilt sein Interesse auch der Ortsnamenkunde sowie des Goldbergbaus im Gasteiner- und Raurisertal.

Neben seiner Tätigkeit als Lehrer betätigte er sich als Autor in der Bergbaugeschichte und vorrangig mit der Erfassung der regionalen botanischen Besonderheiten. So ist er Mitarbeiter beim botanischen Bestimmungsbuch Exkursionsflora von Österreich. Im Gasteinertal wies er erstmals das Vorkommen von 150, in diesem Gebiet noch nicht erfassten Pflanzen nach.

In Bad Gastein war er an der Wiedereröffnung des Heimat- und Volkskundemuseums für das Gasteinertal in Bad Gastein, sowie an der Gründung des Montanmuseums Altböckstein maßgeblich beteiligt.

Veröffentlichungen (Auszug)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wanderführer Schlossalm (80 Seiten), Stubnerkogel (64 Seiten) und Graukogel (76 Seiten), Bad Hofgastein o. J., herausgegeben von der Gasteiner Bergbahnen AG im Eigenverlag.
  • Die Gründe für den Niedergang des Edelmetallbergbaues in den Hohen Tauern, 1560-1600, in: res montanarum 56 (Jubiläums-Festschrift zum 50-jährigen Bestand des Montanhistorischen Vereins für Österreich), Leoben 2012, S. 245 bis S. 282.
  • Der Edelmetallbergbau in Salzburg und Oberkärnten bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts, in: Paar, Werner; Günther, Wilhelm; Gruber, Fritz (Hrg.): Das Buch vom Tauerngold (zweite, stark erweiterte Auflage der Publikation "Schatzkammer Hohe Tauern" vom Jahre 2000), Salzburg 2006, S. 193 bis S. 359.
  • Das Raurisertal. Gold. Bergbaugeschichte, hrsg. von der Marktgemeinde Rauris, 2004, 256 Seiten.
  • Veröffentlichungen zur Bergbaugeschichte in den Publikationsreihen „Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde“, „res montanarum“ und „Böcksteiner Montana“, hier z. T. gemeinsam mit Prof. Dr. Karl-Heinz Ludwig
  • gemeinsam mit Karl-Heinz Ludwig: Gold- und Silberbergbau im Übergang von Mittelalter zur Neuzeit. Das Salzburger Revier von Gastein und Rauris, Köln-Wien (Böhlau) 1987, 400 Seiten.
  • Toponymie der Tauernlandschaft von Gastein und Rauris, ungedruckte Hausarbeit zur Erlangung der Lehramtsberechtigung für Mittelschulen (bei Univ.-Prof. Dr. I. Reiffenstein), Manuskript im Germanistischen Institut, Salzburg 1982, 190 Seiten.
  • gemeinsam mit Karl-Heinz Ludwig: Salzburgs "Silberhandel" im 16. Jahrhundert. Ein Beitrag zur Wirtschaftsgeschichte der Edelmetalle (Böcksteiner Montana 3), Leoben 1980, 59 Seiten.
  • Mosaiksteine zur Geschichte Gasteins und seiner Salzburger Umgebung: Bergbau – Badewesen – Bauwerke – Ortsnamen – Biografien – Chronologie, hrsg. vom Rotary Club Bad Gastein 2012 (=30. Ergänzungsband der Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde)
  • Das Gold der Fugger. Gastein und Rauris – Bergbau der Fugger im Salzburger Land, hrsg. von der Fürst Fugger Privatbank, Augsburg 2014.
  • Die 14 Artikel im Bauernkrieg von 1525: Sprachanalyse, Faktenchecks, Hintergründe und Fragen, in : Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde 56 (2016), S. 105–185.
  • Vom Gold zum Radon-Heilstollen: Niedergang und Neuanfang des Edelmetallbergbaus in den Hohen Tauern zwischen dem 16. und dem 20. Jahrhundert, in: Der Anschnitt. Zeitschrift für Kunst und Kultur im Bergbau 1–2/2016, S. 14–34.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Website der Salzburger Landesregierung zur Verleihung, Juni 2010
  2. Aufstellung aller durch den Bundespräsidenten verliehenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich ab 1952 (PDF; 6,9 MB)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]